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Vaku

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Montag, 9. Oktober 2017, 11:47

Hihi ja das kenn ich....auch wenn man mal einfach Beobachten kann ohne auf seinen Hund schauen zu müssen und parat zum eingreifen zu sein...
Ja meistens hab ich so viel beim Kreuzen mit der Kröte zu tun, dass ich gar nicht dazu komme sie zu "lesen" und zu beobachten. :peinlich:
Und bei Thomas habe ich einfach ein sicheres Gefühl, dass er schon aufpasst, dass da keinem Hund was passiert :good: .
(Er hat z.B. gesagt, wenn er jetzt in der Gruppe einen zweiten sehr unsicheren Hund gehabt hätte (ausser Alma), der dazu neigt seinen Frust über seine Unsicherheit an anderen Hunden auszulassen, dann hätte er sich ganz klar näher und neben uns platziert um den Hund von Anfang an klar zu machen, hier wird nicht gestänkert und den Hund auf Abstand zu Alma gehalten.)

Freilauf managen kann anscheinend nicht jeder Trainer (war mir gar nicht so bewusst :noidea: - aber was da so Leute erzählt haben).


Mir hats auf jeden Fall Spass gemacht und war sehr interessant. Im Dezember fahren wie wieder zu Thomas "Lerne deinen Hund zu lesen":

Zitat

Der Hund kommuniziert größtenteils über Körpersprache. Er ist imstande auf große Distanzen auch kleine Bewegungen wahr zu nehmen.
In diesem Thementag lernen Sie die Körpersprache des Hundes zu lesen. Sie lernen, wie er bestimmte Dinge ausdrückt, agiert oder auf den Gegenüber (Mensch oder Hund) reagiert.
Wir werden Hundebegegnungen kreieren, Übungen einbauen und Alltagsituationen nachstellen. Das Ganze auf Video aufzeichnen und anschließend auswerten.
Dabei werden wir nicht nur die Kommunikation Ihres Hundes entschlüsseln.

Wir werden auch versuchen Ihren Hund den Persönlichkeitsmerkmalen (big four) zuzuordnen die da wären: Emotionalität / Innere Erleben, Ausdruck / Haltung, Verträglichkeit und Wahrnehmung der Außenwelt.
:yeah: freu mich schon, vor allem bin ich mal auf Situationen mit "Alma an der Leine" gespannt. Da ist ja unsere Grossbaustelle.

Vaku

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102

Samstag, 13. Januar 2018, 22:01

Heute haben wir wieder was zum Thema "Erziehung" gemacht.
Ich war mit Alma wieder mal bei Thomas Kern zum Seminar "nonverbale Führung". Laraliina war mit April auch da :zwinker: . War mal wieder schön euch zu sehen.

Ich fand wir waren diesmal ziemlich viele Teilnehmer - fast schon zu viele, auch wenn diesmal 2 Trainer dabei waren.
Es war interessant, vieles kannte ich schon. Es war kein "schlechtes " Seminar, aber Thomas wirklich starken seminare sind eindeutig die, wo es um Komunikation und Körpersprache von Hunden geht.

Aber zum eigentlichen Seminar:
Es ging um nonverbale Führung. Also worauf muss ich achten, bzw. wie kann ich den Hund führen ohne mit ihm zu reden.
Dabei ging es um die eigene Körpersprache, Gewichtsverteilung, welche Seite man dem Hund zuwendet und auch Timing (immer dieses Timing :0haue-haue0: ).

Wir haben Übungen aus dem "Leinenspiel" gemacht um die Aufmerksamkeit des Hundes auf den Halter zu erhöhen. Losgehen, Stopen, Richtungswechsel beim überholen des Hundes und Abdrängen, Hund zu einem kommen lassen.
Alles ohne Sprache, nur durch zuwenden, abwenden vom Hund.
Gut das ich so einen schlauen Hund habe, der hat es eher geschnallt als sein Frauchen wie es geht :biggrin: :pfeifen: .

War sehr interessant wie die Hunde reagiert haben. Wie sich deren Schwanzposition verändert hat, vor allem, wenn Thomas noch mal was mit einem Hund gezeigt hat.
Süss war vor allem April bei der Übung, sobald LaraLiina sie angeguckt hat, hat April automatisch angefangen mit dem Schwanz zu wedeln und hat sich gefreut mit ihr Zusammenzuarbeiten, das hat man ihr richtig angesehen. Achja und das Kontaktliegen war ja oberniedlich :0herzsm0: .

Dann hatten wir eine kurze Sequenz "spielen mit Hund ohne Spielzeug" - :whistling: da haben Alma und ich etwas nachholbedarf, wenns kein Rennspiel sein soll.

Am Ende haen wir noch T-Stellung gemacht. Also dem Hund nonverbal ein Verbot setzen.


:gruebel1: Weiss gar nicht ob ich noch was vergessen habe.

LaraLiina

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103

Samstag, 13. Januar 2018, 22:51

Ich muss gestehen, so liegt sie nicht von sich aus auf mich drauf, nur mit Aufforderung.
Aber sie hatte gegen Ende teilweise kalt vom Warten auf dem kalten Boden....

Und ja, sie wedelt eigentlich immer wenn man sie ansieht oder anspricht :P


Ich fand das Seminar auch ganz interessant, aber hätte etwas mehr erwartet....vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen. :P

Vieles hatte ich schon gekannt. Und ich war teilweise etwas schockiert von gewissen Teilnehmern und dass Thomas nicht auch mal was gesagt hat, es waren ja alle bis auf uns 3 Schweizer aus seiner Hundeschule. Also so zum Thema warten und der Hund wird aufmüpfig oder geht zu anderen Hunden hin.....

Und die letzte Übung, die mich am meisten interessiert hat, mit der T-Stellung, war mir einfach zu heikel. So viele Teilnehmer, fremde Hunde usw. und 3 Schweineohren, an denen alle ungeregelt üben sollen....
Und dann noch am Schluss, wo alle schon ziemlich müde waren, vor allem die Hunde...
April ist ja nicht futterneidig aber viele der Teilnehmer haben sich kaum auf ihrem eigenen Hund konzentriert, umso weniger noch auf andere, weil sie mit ihrem eigenen Körper beschäftigt waren und da gab es bei meiner Kollegin auch eine "brenzlige" Situation mit einem anderen Hund wegen dem Futter....


Aber mir gefällt Thomas, seine Art zu Arbeiten und seine Ansichten :)
Falls mal wieder was zum Thema Körpersprache unter den Hunde ist, werde ich es mir sicher überlegen, nochmal vorbei zu gehen :)

Aber dann fordere ich zwischendurch mal eine Pause für Hund und Halter...:P
Auch wenn die Hunde zwischendurch warten mussten, wenn er etwas erklärt hatte, für mich war es sehr anstrengend 3.5 Stunden dauernd zuzuhören und zu arbeiten ihne mal kurz eine Verschnaufpause (und Pinkelpause für die Hunde) zu haben....:P


War sicher nicht das beste Seminar von ihm aber war trotzdem spannend und ich konnte auch einige Sachen davon mitnehmen :)

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Vaku

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104

Samstag, 13. Januar 2018, 23:50

Ja, wie gesag ich fand es diesmal auch extrem viele Teilnehmer.
Sonst waren es immer weniger. Letztes Mal waren wir nur 5 oder 6 (weiss nicht mehr genau), das fand ich von der Grösse viel Angenehmer.
Da hat man mehr Platz, alle haben mehr Zeit und Thomas kann genauer gucken, weil mehr Zeit für jeden einzeln da ist.

Ich habe ja inzwischen schon ein paar unterschiedliche Stunden bei Thomas gehabt: Einzelstunde, 2x Gruppentraining, 1x Hundebeobachtung, 1x Hunde-lesen-lernen.
Am meisten gelernt habe ich im Hundebeobachtungsseminar. Das kann ich wirklich nur empfehlen.
Und die letzte Übung, die mich am meisten interessiert hat, mit der T-Stellung, war mir einfach zu heikel..... aber viele der Teilnehmer haben sich kaum auf ihrem eigenen Hund konzentriert, umso weniger noch auf andere, weil sie mit ihrem eigenen Körper beschäftigt waren und da gab es bei meiner Kollegin auch eine "brenzlige" Situation mit einem anderen Hund wegen dem Futter....
Das ist natürlich heikel. Das hätte Thomas eigentlich sehen müssen.
Ich habe immer versucht an ein Objekt zu gehen, wo nicht gerade einer war, schon gar nicht beim Essen. Alma ist ja auch nicht Futterneidisch, egal wie sehr sie es haben will, aber der andere ja vielleicht.
Und ich war teilweise etwas schockiert von gewissen Teilnehmern und dass Thomas nicht auch mal was gesagt hat, es waren ja alle bis auf uns 3 Schweizer aus seiner Hundeschule. Also so zum Thema warten und der Hund wird aufmüpfig oder geht zu anderen Hunden hin.....
Ich weiss nicht ob das eine Trainerkrankheit ist. Liegt vielleicht daran, dass sie es nicht zum Thema im Seminar machen wollen :noidea: . Sehen tun die das bestimmt.
Ich war ja mal bei Harry und Angelika Meister in einem Seminar und es hat eine Attacke / Angriff (nix passiert, war Maulkorb drauf) und 2 Tage Seminar gebraucht, bis Angelika die Besitzerin vom Herdenschutzhund mal deutlich gemacht hat, dass ein Herdenschutzhund nicht mitten in eine Gruppe von Hunde gehört, schon gar nicht direkt neben den anderen Hund zu platzieren ist und wenn überhaupt, das man so einen Hund an den Rander Sitzgruppen plaziert. :ohmann:

LaraLiina

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105

Samstag, 13. Januar 2018, 23:53

Haha jaa ich glaube dad ist eine Trainerkrankheit, ist mir schon ab und zu aufgefallen, dass ein Trainer nicht eingreift oder was sagt, wenn es nicht zum Thema passt...


Najah, ich werde sicher trotzdem wieder mal zu einem Seminar bei ihm gehen, einfach ehet wenn's um die Körpersprache der Hunde geht, wie du gesagt hast :)

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Vaku

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106

Sonntag, 25. Februar 2018, 09:40

Gestern haben wir den Grundstein durch 150 Wiederholungen für einen neuen Aufbau vom Rückruf gelegt.
Alma und ich waren wieder mal bei Thomas.

Diesmal klassische Konditionierung mit langsamen erhöhen des Radiuses.
Der bisherge Aufbau mit Schlepp, Pfeifen wenn sie mir entgegen kommt und dann belohnen, hat nicht funktioniert. Also Reset! (Und die Fehler vom nächsten Mal nicht wiederholen :whistling: )


Alma ist von gestern auf jeden Fall fix und fertig :sleeping:.


:spass: Thomas meinte Alma gefällt ihm jedes Mal besser, wenn er uns sieht und das wir tolle Fortschritte machen.
Bin total Stolz auf mein Tier :brav0:.


Alma ist jetzt 9 Monate bei uns und es klappt immer besser.
Manchmal würde ich sie am liebsten Mal auf den Mond schiessen :pfeifen: , aber wer kann der Mistkröte schon lange böse sein :0herzsm0: .

catba

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107

Sonntag, 25. Februar 2018, 19:00

Gestern haben wir den Grundstein durch 150 Wiederholungen für einen neuen Aufbau vom Rückruf gelegt.

und wie sieht das aus?...neugierig bin ;)

Vaku

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Sonntag, 25. Februar 2018, 19:34

und wie sieht das aus?...neugierig bin ;)
Nix spezielles, ganz einfach klassische Konditionierung mit anschliessender Distanzvergrösserung.
War aber ganz gut, das Thomas draufguckt, man glaubt gar nicht wie viel man falsch machen kann im Aufbau und auf was man alles achten muss :whistling: . Alma ist da nämlich auch schon mal kreativ und "zu schnell" und bringt sich da selbst auch mal den flaschen Trick bei.
Wir sollten warten bis der Hund wegguckt, wieder leicht abgelenkt ist und dann das Wort wieder sagen. Alma hat nach 3 Wiederholungen angefangen schnell wegzugucken und wieder zu mir, weil ja Weggucken = Guddie war. Muss man halt aufpassen wie ein Flitzebogen ;) , das ist nämlich logischerweise nicht der gewollte "Trick".

Anne

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109

Sonntag, 25. Februar 2018, 20:37

Ich musste mit Mairin ja auch mit ca. 2jährig (wenn ich mich recht erinnere) nochmal einen total neuen Rückruf aufbauen, weil sich der alte durch die Pubertät einfach total abgenutzt hatte und für beide nur noch frustig war :rolleyes: Machte da auch einen Reset und baute den neuen von Null her neu auf. Hat sich sehr gelohnt.

Wir sollten warten bis der Hund wegguckt, wieder leicht abgelenkt ist und dann das Wort wieder sagen. Alma hat nach 3 Wiederholungen angefangen schnell wegzugucken und wieder zu mir, weil ja Weggucken = Guddie war. Muss man halt aufpassen wie ein Flitzebogen , das ist nämlich logischerweise nicht der gewollte "Trick".


Jaaaaa wie ich das kenne von meiner. Insbesondere in Übungs-Situationen mit vielen Wiederholungen fängt sie an, die Übung zu "steuern" - also eigentlich ist es einfach ihr Weg, die Übung möglichst "richtig" zu machen. Das zeigt, wie schwierig es manchmal ist, genau zu sehen, WAS man eigentlich belohnt. Ich hatte das Problem zum Beispiel beim Anti-Jagdtraining, wo ich das Reingucken in den Wald belohnen sollte.. Irgendwann fing sie an, einfach ständig in den Wald zu blicken.. erlernte Verhaltensketten halt ;-)

Genau deshalb ist es so wichtig, dass man Dinge ausserhalb der klassischen "Übungssituation" übt und generalisiert, in denen der Hund die Situation nicht "manipulieren" kann.
Baue ja im Moment mit Nyell auch einen komplett neuen Rückruf auf (also eigentlich ihren ersten Rückruf überhaupt :rolleyes: )
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Vaku

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110

Sonntag, 25. Februar 2018, 21:16

Ja, das hat Thomas auch gesagt. Man sieht ob der Hund es verstanden hat, wenn man erst draussen, in neuer Umgebung mit neuen Reizen wiederholt.
Jetzt muss ich es noch festigen, den Reiz erhöhen und dann die Distanz vergrössern Schritt für Schritt.

Und so wie ich mich und Alma kenne brauchen wir mind 6 Monate bis wir bei den 10 Metern sind. Dann noch mal 3 Monate um die Schlepp abzubauen... also gut 9 Monate bis 1 Jahr :D

Würde sagen machbar :P

Wie baust du den Rückruf mit Nyell auf, Anne? Du clickerst doch viel. Machst du sowas auch mit clickern?

hasch-key

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111

Montag, 26. Februar 2018, 09:33

Kommt schon gut bei euch :good:

Anne

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112

Montag, 26. Februar 2018, 11:53


Und so wie ich mich und Alma kenne brauchen wir mind 6 Monate bis wir bei den 10 Metern sind. Dann noch mal 3 Monate um die Schlepp abzubauen... also gut 9 Monate bis 1 Jahr :D



Scheint mir realistisch. Mairin war zwischendurch auch immer wieder an der Schleppleine wegen Jagdverhalten - insgesamt sicher ca. 1 Jahr, eher mehr.
Ich nutzte anfangs übrigens immer dann noch den alten Rückruf, wenn ich nicht 100% sicher sein konnte, dass sie es umsetzen kann (Ablenkung, Reiz..). Den musste ich dann vielleicht 2, 3x mit Nachdruck wiederholen, war mir aber wurscht, weils ja mein "Wegwerf-Rückruf" war. Den neuen setzte ich anfangs auch draussen nur dann ein, wenn ich ganz sicher war, dass sie es umsetzen kann, und habe dann auch grosszügig belohnt. Später ging ich bei einfachen Situationen zu variabler Belohnung über, bei schwieriger gabs entsprechend wieder mehr... und mit der Zeit starb der "Wegwerf-Rückruf" weg.

Wie baust du den Rückruf mit Nyell auf, Anne? Du clickerst doch viel. Machst du sowas auch mit clickern?

Den Rückruf baue ich bei Nyell sozusagen zweischienig auf.
Einerseits fing ich so an, dass ich das Wort sagte, wenn sie eh in meiner Nähe war und darauf gab es Futter. ALso klassische Konditionierung des Worts, Wort = Futter, jeee, dann komm ich natürlich- Dann Distanz ausgebaut.
Andererseits belohnte ich jedes Herankommen ihrerseits auf dem Spaziergang, und ja, das mit dem Clicker. Also operante Konditionierung, Wort = Verhalten = Futter, halt verstärktes Verhalten. D.h. sie bot das Verhalten von sich aus an, ich belohnte (also verstärkte) das. Mit der Zeit fing ich an, das Wort zu sagen, wenn sie eh schon auf dem Weg zu mir war, darauf dann sofort Click+Gudi, mit der Zeit dann ausbauen auf das Wort kommt wenn sie zwar aufmerksam ist, aber noch nicht auf dem Weg zu mir etc. In diesem Stadium nutze ich den Clicker gern, weil er ein Belohnungsversprechen ist und deshalb natürlich zu mir zieht. Ich clicke jetzt also auch schon, wenn sie auf "Nyell, komm" mich anschaut oder auch nur ein Schrittli in meine Richtung macht. Auf dem Weg zu mir wiederhole ich dann das komm kurz bevor sie bei mir ist und sofort gibt's Futter.

Bei Nyell (und früher auch bei Mairin) ist es vor allem immens wichtig, den Rückruf immer wieder zu üben, auch in total banalen Situationen wo ich den Hund eigentlich nicht hätte rufen müssen. Insbesondere Kontrolleti-Blitzlernerin Nyell hat am Anfang jedes Mal, wenn ich gerufen habe, erstmal geschaut, was da kommt. Vermutlich, weil meine Schwester sie nur rief, wenn es sein musste, also etwas anderes, potenziell spannenderes in der Nähe war (Fehlverknüpfung ahoi). Ich rufe deshalb sehr oft, belohne, und lasse sie wieder laufen (rufen = Leine ist nämlich auch eine saublöde Fehlverknüpfung).

Ich halte den Clicker grundsätzlich bei Dingen, die eine längere Bewegung sind, nicht für unbedingt nötig / weiss nicht, wieivel er dem Hund tatsächlich bringt. Der Clicker erlaubt punktgenaues Belohnen eines isolierten Verhaltens, dafür ist er brilliant, weil er den Hund auf dieses spezielle Verhalten fokussiert. Herankommen ist ja aber ein längeres Verhalten, kein punktgenaues. Ich nutze den Clicker hier deshalb vielleicht etwas "abgewandelt", mit dem Gedanken, dass der Hund so sicher sein kann, dass es eine Belohnung gibt, und deshalb auch herankommt - das deshalb, weil das vom Clicker logischerweise ausgelöste Verhalten (zu mir kommen, um das Futter abzuholen), ja genau das Verhalten ist, das ich will. Ich beobachte das übrigens öfters bei Clicker Neulingen / Leuten, die den Clicker nicht verstanden haben, dass sie anfangen, den Clicker als Rückruf einzusetzen. Da der Clicker selber ja eben klassisch konditioniert ist, funktioniert das natürlich. Genau deshalb ist er mir wichtig, dass Rückrufwort selber auch klassisch zu konditionieren und nicht nur operant durch Verhaltensverstärkung aufzubauen.

Sonst clicke ich andauerndes Verhalten eigentlich eher nicht, sondern belohne das stimmlich als eine Art "keep going Signal" und am Ende mit Futter, Spiel oder was der Hund grad will, respektive baue das Verhalten so langsam auf, dass es einfach eine Steigerung ist und zwischendurch nicht mehr belohnt werden muss. Ich bin zB kein Fan davon, ohne Belohnung "leer" mehrfach zu clickern (z.B. im Agility-Slalom, auf der Fährte oder beim Fusslaufen).
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Anne« (26. Februar 2018, 12:15)


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Montag, 26. Februar 2018, 12:59

Danke für deine Antwort Anne!
Den neuen setzte ich anfangs auch draussen nur dann ein, wenn ich ganz sicher war, dass sie es umsetzen kann, und habe dann auch grosszügig belohnt.
Ja so mache ich das aktuell auch.
Ein paar Sachen sind da natürlich tricky, weil irgendwann muss man den Reiz steigern ja steigern. Also jetzt nicht vom fremden Hund abrufen wollen, das würde klar schief gehen ;) . Aber wenn sie 1m neben mir steht und auf 50-100m läuft ein Hund vorbei, da hab ich dann einfach mal ausprobiert ob es klappt.
Hat es auch :good: . Das heisst für mich, die Distanz klappt noch gut und da können wir das ganze jetzt festigen, bevor der nächste Schritt kommt.


Bei Nyell (und früher auch bei Mairin) ist es vor allem immens wichtig, den Rückruf immer wieder zu üben, auch in total banalen Situationen wo ich den Hund eigentlich nicht hätte rufen müssen. Insbesondere Kontrolleti-Blitzlernerin Nyell hat am Anfang jedes Mal, wenn ich gerufen habe, erstmal geschaut, was da kommt.
Das kann Alma auch super :rolleyes: . Die hat das alte Kommando gehört, hat hoch geguckt und erst mal die Gegend abgescannt und erst wenn nix war, ist sie angedüst gekommen, dabei habe ich sie auch so immer mal wieder abgerufen. Heute weiss ich aber das die Frequenz "nix passiert" zu "da ist ein anderer Hund" einfach zu klein war.
D.h. bei 100 Wiederholungen max. 2 "da ist anderer Hund" und 98 "passiert nix".




Wo ich aktuell drauf aufpassen muss. Alma hört aufs Wort, dreht um, kommt holt das Guddie und dreht um und läuft wieder weg.
Man hat ja alles richtig gemacht und hat seine Belohnung :k_irre:.
Ich hab mit Thomas deshalb schon geredet und er meint ich soll Alma einfach ein zweites Guddie hinterher schieben. Damit sie merkt, nach dem kommen "dableiben" lohnt sich (das rufen = anleinen ist ja aktuell kein "Problem", da sie eh an der Schlepp läuft). Später kann ich dann das zweite Guddie weglassen und das erste verzögern (so in der Theorie).



Anne

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Montag, 26. Februar 2018, 13:49

Ich hab mit Thomas deshalb schon geredet und er meint ich soll Alma einfach ein zweites Guddie hinterher schieben. Damit sie merkt, nach dem kommen "dableiben" lohnt sich (das rufen = anleinen ist ja aktuell kein "Problem", da sie eh an der Schlepp läuft). Später kann ich dann das zweite Guddie weglassen und das erste verzögern (so in der Theorie).


Ja, guter Ansatz.
Ich würde mir glaub das Premack-Prinzip zunutze machen und nach dem Herankommen noch eine Übung verlangen, die sie aus dem Effeff kann und gerne macht. Die nochmal belohnen und dann freigeben.
Ich hab bei Mairin damals (wenn ich mich recht erinnere) immer noch einen Blickkontakt verlangt (den wir natürlcih vorher sehr gut aufgebaut haben), den belohnt und dann freigegeben.
Aber ich weiss, es gibt Trainer, die das nicht optimal finden, weil es zu viel verlangt sei vom Hund.

Ist Alma auch offen für andere Belohnungsarten als Futter? Spiel zum Beispiel (mit dir, also zB Rangel-, Renn- oder Zerrspiel)? Dann würde ich evtl auch anfangen, damit zu belohnen, so dass es nicht nur ums Gudi geht, sondern um den Sozialkontakt mit dir.

Aber dein Trainer (was für ein Thomas ist das eigentlich? ^^ ) kennt euch ja und gibt sicher für euch passende Tipps :-) Ihr macht das eh gut, habe da gar keine Zweifel ;-)
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Montag, 26. Februar 2018, 15:56

Aber ich weiss, es gibt Trainer, die das nicht optimal finden, weil es zu viel verlangt sei vom Hund.
Mmmh, ich glaub Thomas hatte was in der Richtung gesagt, dass das für den Hund dann das Potential einer Fehlverknüpfung wieder zu gross ist, weil zwischen den beiden Signalen weniger als X Sekunden liegt oder so ähnlich und der Hund nicht genau weiss für was er belohnt wird.

Was man machen könnte, wäre vielleicht mit 2 verschiedenen Leckerchen arbeiten. Fürs herkommen den super Käse und fürs absitzen bei mir, dann das Junk-Food-Frolic :gruebel1: . Wenns zwei verschiedene Belohnungen gibt, kann der Hund das vielleicht auch besser auseinander halten, was er für was bekommt.
Ist aber jetzt nur so eine Idee von mir.


Ist Alma auch offen für andere Belohnungsarten als Futter? Spiel zum Beispiel (mit dir, also zB Rangel-, Renn- oder Zerrspiel)? Dann würde ich evtl auch anfangen, damit zu belohnen, so dass es nicht nur ums Gudi geht, sondern um den Sozialkontakt mit dir.
Alma ist da etwas speziell. Am ehesten bekomme ich sie noch mit einem Rennspiel und das ist dann auch so eine Sache, wenn du den Hund nicht frei laufen lassen kannst und an der Schleppleine hast. Alle anderen Formen von Spiel kennt sie nicht wirklich und zeigt keine Interesse. Ich denke, sie hat es nie kennen gelernt.
Sie rennt auch keinem Ball oder Gegenstand hinterher (ausser dem Futterbeutel).
Mit viel Animation und richtigem Timing, wenn sie mal ganz viel Lust hat, lässt sie sich auf ein Zerrspiel ein. Aber das ist schnell vorbei und nichts was sie als Belohnung ansehen würde.

Ich würde dahingehend gerne mehr mit ihr Aufbauen und habe mir jetzt ein Buch über Hund-Mensch-Spiele von Udo Ganslosser gekauft. Vielleicht finde ich da einen guten Ansatz für Alma und mich. :)
Ich habe das Thema auch schon mit Thomas mal angesprochen. Thomas wollte mir dann so ein paar Ansätze zeigen.... ist nur nach hinten los gegangen. Alma fand Thomas rumgehampel eher grusselig und ist zu mir geflüchtet :hihi: .



was für ein Thomas ist das eigentlich?
Thomas Kern - ist ein Hundetrainer aus Süddeutschland.
Ich bin zu Thomas gekommen um bei Alma eine Verhaltensanalyse machen zu lassen, nachdem wir echt am Tiefpunkt waren und meine Trainerin hier vor Ort mir nicht helfen konnte, bzw. nichts gefruchtet hat.
Thomas hat dann die Verhaltensanalyse von Alma gemacht, hat mir eingehämmert das ich mir keinen Mist von anderen einreden lassen soll - im Bezug auf Alma und auch im Bezug auf meinen Umgang mit ihr.
Inzwischen besuche ich bei Thomas hauptsächlich Seminare - mache also kein regelmässiges Training bei ihm.
Durch die 3 Tage "Intensivtraining", 1x Hundebeobachtung und 1x Hunde-lesen-lernen kennt er Alma und mich aber inzwischen ganz gut.

Für den "Rest" (regelmässiges Begegungstraining) geh ich zu einer Hundeschule hier vor Ort wo mit der Trainerin abgesprochen / abgestimmt ist, wie ich trainieren will (klar gibt sie auch ihren Input und macht Vorschläge, aber wir einigen uns meist auf eine Methode und dann zieh ich es durch). Sie achtet dann auf Timing und gibt Tipps im Bezug auf Körpersprache.
So bin ich nicht ganz alleine, kann aber "mein Ding" durchziehen. :)






Anne

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Montag, 26. Februar 2018, 16:08

Hört sich doch super an bei euch :-) Lass dir von mir das nicht einreden mit dem Zweitsignal - mach so, wie Thomas sagt. Er hat eh mehr Erfahrung als ich, kennt euch als Team und kann Alma einschätzen. Denke, hier gibt's kein richtig oder falsch (bei den zwei Methoden) sondern ein konsequent oder nicht ;-) Das klappt sicher mit den zwei Leckerli! Hab mich heute auf dem Spaziergang mal geachtet - Nyell kriegt bei mir auch oft zwei oder sogar drei Leckerli beim Abrufen. War mir gar nicht so bewusst 8)

Ich würde dahingehend gerne mehr mit ihr Aufbauen und habe mir jetzt ein Buch über Hund-Mensch-Spiele von Udo Ganslosser gekauft. Vielleicht finde ich da einen guten Ansatz für Alma und mich.


Das Buch habe ich grad gestern von einer Freundin ausgeliehen und bin schon sehr gespannt darauf ;)
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Montag, 26. Februar 2018, 16:19

ein konsequent oder nicht ;-)
Damit steht und fällt eh alles, egal was für eine Methode man verwendet :zwinker: .
Das war eine der ersten Lehrgelder die ich gezahlt habe und weshalb halt jetzt ein neuer Rückruf her muss. :pfeifen: