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Frau Wolfinger

Schnupperdoggie

  • »Frau Wolfinger« ist der Autor dieses Themas

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1

Montag, 16. April 2018, 13:28

Tipps zur Eingewöhnung von Zweithund gesucht

Liebe alle

ich freue mich riesig, Mitte Juni wird ein kleiner Golden Retriever bei uns einziehen; gerade hat er das Licht der Welt erblickt. Ich bin Vieles am Planen und Vorbereiten, aber eines ist für mich nicht wirklich vorhersehbar: Wie wird meine 6jährige Labradorhündin reagieren? Habt ihr Tipps, möglichst konkrete, wie ich es den beiden erleichtern kann, sich aneinander zu gewöhnen? Dass ich den Ersthund nicht vernachlässigen werde wegen dem Kleinen, und dass ich den Kleinen nicht nonstop die Grosse belästigen lasse, ist mir selbstverständlich, aber was könnte ich sonst noch tun?

Und wann soll ich eingreifen, wenn es Zoff zwischen den beiden Hunden gibt, und wie weit ist es das Recht der Grossen den Kleinen zu erziehen? Wie weit darf ihre Massregelung gehen? Wie merke ich, dass es zu viel ist (möglichst bevor wir zum TA müssen).

Mit wie viel Zeit muss ich rechnen bis die beiden begriffen haben, dass sie nun zueinander gehören (egal ob sie zusammen spielen oder sich nur einfach tolereieren)?

Bitte schildert mir eure Erfahrungen, Tipps, Ideen, ich bin dankbar für alles, was uns den Einstieg erleichtern kann.

DANKE!!!

Bello

Schnupperdoggie

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2

Montag, 16. April 2018, 13:51

Bei uns war/ist das Allerwichtigste, dass jeder Hund einen Rückzugsort hat, wo er in absoluter Ruhe sein kann. Meine alte Hundedame hat ihr angestammtes Hundebett genau so und an dem Ort behalten dürfen, wie und wo es vor dem Einzug von Murphy stand. Ich hab es so abgegrenzt, dass wenn sie dort schlafen wollte, er nicht zu ihr hin konnte. Umgekehrt hat er eine Box, wo er absolut in Ruhe sein konnte und noch immer kann.

Mei Welpe war zeitweise sehr frech und da hat Weyla erzieherisch gewirkt, war aber manchmal auch ein wenig überfordert, weil 13 1/2 Jahre Unterschied bestehen. Da musste ich zum Wohl von ihr eingreifen. Wenn du deinen/deine Hunde gut lesen kannst, ist das kein Problem, aber halt Zeitaufwändig. Kommt sehr auf die Hunde an. Ich kann aber sagen, dass sich der (bei uns grosse) zeitliche Mehraufwand aber schnell gelohnt hat, da beide, vor allem Murphy begriffen hat, was geht und was nicht.

Bei deinen Hunden ist ja der Altersunterschied nicht so gross, wie bei meinen. Wenn dein jetziger Hund den Welpen im normalen Rahmen erzieht, kannst du dich freuen, denn ein Hund erzieht meistens viel konsequenter und ohne viel rumgefasel, als der Mensch.

Ein Indiz, wie sich dein Hund Welpen gegenüber benimmt, könntest du ja mal "austesten" gehen bei Welpen. Wobei es natürlich im gleichen Haushalt nochmal was anderes ist. Aber einen groben Überblick erhälst du schon, ob eine totale Abneigung gegenüber Welpen besteht oder nicht.

Eine schöne Vorfreude wünsch ich dir und, mir, bitte mal ein paar Welpenfotos :d
Liebe Grüsse Isa

Snowdog

Schnupperdoggie

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3

Montag, 16. April 2018, 13:52

Meine Junghündin (grad 4 Monate) kam dazu, als die Grosse grad 3 wurde. In der Nacht hatte ich die Kleine zu Beginn in der Box, ansonsten hab ich einfach darauf geachtet, die Grosse nicht zu vernachlässigen und auch mal was alleine mit ihr zu machen. Bei uns wars überhaupt kein Problem, die 2 lagen gleich am ersten Tag zusammen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass die Grosse nie Einzelhund war, mein Rüde starb ja vor knapp 2 Monaten :taschentuchtraurig:
Ich würde mir da nicht all zu grosse Sorgen machen. Guck, dass der Grosse Rückzugsmöglichkeiten hat und lass es auf dich zukommen.

Schneeflocken

Sportdoggie

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4

Montag, 16. April 2018, 14:18

Wann genau eingreifen, ist schwierig zu beschreiben. Oft macht es der adulte Hund richtig, wenn er souverän ist. Nicht gleich eingreifen, wenn es uns grob erscheint oder der Kleine mal quitscht. Ist der adulte überfordert, unterstützen und den Kleinen massregeln. Ist der Kleine jedoch sehr schüchtern und der adulte unterdrückt den Kleinen nur, dann auch mal den Kleinen schützen. Das mal so als ganz groben Leitfaden.

Was ich aber auch sehr wichtig finde: Achtung, Besuch! Alle stürzen sich auf den Kleinen, der Grosse wird oft nicht mehr beachtet. Den Besuch anweisen, dass zuerst der Grosse begrüsst wird, danach der Kleine. Aber auch nur, wenn er sich nicht vorgedrängelt hat ;-)

Verbringe nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Hindernis.
Es könnte sein, dass keines da ist.

perrolina

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Amiga, Spanischer Wasserhund, Jg. 2008

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5

Montag, 16. April 2018, 14:26

Soweit ich mich erinnere, mag deine Hündin andere Hunde doch nicht besonders, oder? Was gibt es für dich für einen Grund, einen zweiten Hund zu holen?
Liebe Grüsse Nicole

Lia

Sportdoggie

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6

Montag, 16. April 2018, 16:23

Wie snowdog bereits erwähnt hat, lass es auf dich zukommen. Wenn deine Hündin fair ist zu andern Hunden und der Kleine natürlich mit Hundekontakt aufgewachsen ist, sollte es kein Problem geben. Bei uns gibt es Ende Mai Zuwachs. Flash lasse ich jedes mal an mir schnuppern wenn ich auf Welpenbesuch war. So lernt er den Geruch von Welpi bereits kennen. Jedoch interessiert ihn dies überhaupt nicht. Seit Klein - Jim auf der Welt ist, bin ich einfach noch eine Spur konsequenter mit Flash und habe an den zwei Dingen gearbeitet, welche mich schon immer an ihm gestört haben. Ich will nicht, dass Jim ihm dies dann abschaut. Und den Rest sehen wir dann wie es geht. Je unkomplizierter man darauf zu geht, desto besser kommt es :smile:

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" 2006 / Mudi "Dix" 2011

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7

Montag, 16. April 2018, 19:29

Je unkomplizierter man darauf zu geht, desto besser kommt es :smile:

das hat etwas :nicken: auf jedenfall würde ich das erste Treffen nicht zu Hause machen, das kann es schon sehr erleichtern (für deine 6jährige Hündin)...jede braucht ihren Rückzugsort, Rituale beibehalten und möglichst gelassen sein ;) wie es genau wird, siehst du dann und kannst dann immer noch konkrete Fragen stellen ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »catba« (16. April 2018, 19:37)


Frau Wolfinger

Schnupperdoggie

  • »Frau Wolfinger« ist der Autor dieses Themas

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8

Montag, 16. April 2018, 22:30

Oh, danke schon mal für die vielen Antworten in so kurzer Zeit.

@Perolina

Meine Hündin ist sehr unterschiedlich zu anderen Hunden, und ich kann sie oft nicht gut lesen, das ist der Punkt der mir etwas Sorgen macht. Zu Welpen und kleineren Hunden ist sie in der Regel nett, sie hat ein paar Freunde, z.B. einen Rüdenkollegen, den sie seit er Welpe war, kennt, und von dem sie sich sehr viel gefallen liess. Mit ausgewachsenen Hündinnen gabs aber auch schon Streit und auch mit pubertierenden Rüden, die sie besteigen wollten. Ich finde es ja okay, dass sie sich wehrt, aber sie kann dann aus meiner menschlichen Sicht unangebracht heftig werden. Wenn sie andere Hunde mag, kann sie sehr freundlich und liebevoll sein und wunderschön spielen. Aber mit fremden Hunden oder auch mit bekannten Hündinnen, wenn ihr gerade mal was nicht passt, kann sie sehr zickig sein. Ich habe das nun seit langer Zeit gut im Griff, indem ich ihr beigebracht habe, dass nicht sie unterwegs mit fremden Hunden was zu regeln hat, sondern dass dies meine Aufgabe ist. Daher lasse ich sie fast nur noch in Kontakt zu uns bekannten Hunden oder wenn der andere HH bereit ist, etwas Zeit zu investieren und erst ein paar Minuten zusammen zu laufen. Aber bei einem Kleinen im Haushalt denke ich, ich kann nicht alles für sie übernehmen, ich muss sie auch selber die Regeln untereinander verhandeln lassen. Mit den bekannten Hunden, die sie gern hat, freut sie sich sehr, wenn wir einander treffen oder wenn einer bei uns in den Ferien ist. Aber das ist halt nicht so oft der Fall. Und draussen, wie gesagt, bin ich sehr vorsichtig und verderbe sicher viele Begegnungen, die gut verlaufen würden, um nicht die eine von den zehn zu haben, die schief geht.

Deshalb mache ich mir etwas Sorgen, wie das werden wird, und möchte den Kontakt erleichtern so gut ich kann. Ich kann mir eben beides vorstellen: Dass sie den Welpen gut akzeptiert und eine tolle Freundin von ihm wird, aber auch dass sie erst mal heftig und eifersüchtig reagieren wird.

@Bello

wie kann ich mir das praktisch vorstellen? Wie hast du das Hundebett am gewohnten Ort so abgegrenzt, dass der Welpe nicht hinkommt?

@Lia: Wie macht man das bloss, das unkompliziert darauf zugehen?

Jedenfalls: Die Freude ist grösser als die Angst. Und ja, ich werde mich bestimmt mit konkreten Fragen melden, wenn es so weit ist.

Nickquenim

Alphadoggie

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9

Dienstag, 17. April 2018, 07:40

Wie schon erwähnt, lass es auf dich zukommen, jeder hat seinen Rückzugsort und wichtig: Die Hunde auf neutralem Boden miteinander bekannt machen (am Besten irgendwo, wo auch der adulte noch nie war).

Ich habe zu Hootch letztes Jahr (da war er knapp 8j.), einen Welpen geholt. Bereits die Zusammenführung verlief wunderprächtig (ich hatte Hootch an der Leine, meine Kollegin die Kleine). Zu Hause hat Chess ihre Box als Rückzugsort, da hat Hootch nichts zu suchen. Er jedoch hat sein Bett unter meinem Pult und da hat Chess nichts zu suchen. Er wird bald 9jährig, spielt zwar mit ihr und lässt sich einiges von ihr gefallen. Doch wenn es ihm reicht und sie probiert wieder (sie ist mit ihren 15 Monaten stinkfrech) kann er sie schon mal "richtig" massregeln. Dies lasse ich zu, die Mama macht das mit ihren Welpen nämlich genau gleich.
Merke ich aber, das beide am "kippen" sind in Richtung gehässigkeit/agression, so trenne ich sie. Ich kenne meine Hunde gut und wenn ich sie grad nicht sehe, dann höre ich es an der Art wie sie miteinander umgehen wenn es so weit ist.
Manchmal, wenn es Hootch zu viel wird kommt er auch zu mir und stellt sich hinter mich. Dann trenne ich die beiden auch.

Schneeflocken

Sportdoggie

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10

Dienstag, 17. April 2018, 08:41

Wie äussert sich das unangebracht heftig?

Und ist der Neuzugang ein Rüde oder eine Hündin?

Verbringe nicht so viel Zeit mit der Suche nach einem Hindernis.
Es könnte sein, dass keines da ist.

Bello

Schnupperdoggie

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11

Dienstag, 17. April 2018, 11:00

Oh, danke schon mal für die vielen Antworten in so kurzer Zeit.


@Bello

wie kann ich mir das praktisch vorstellen? Wie hast du das Hundebett am gewohnten Ort so abgegrenzt, dass der Welpe nicht hinkommt?

@Lia: Wie macht man das bloss, das unkompliziert darauf zugehen?

Jedenfalls: Die Freude ist grösser als die Angst. Und ja, ich werde mich bestimmt mit konkreten Fragen melden, wenn es so weit ist.
Also Weyla's Bett steht zwischen den Sofas und auf der einen Seite, wo der grosse Zugang ist hab ich eine Zeitlang ein Gitter (Laufgitter zusammengeklappt, stand dennoch wunderbar alleine) hingestellt. Unter unserem Klubtischen kann sie ausserdem super untendurch, Murphy war sehr schnell zu gross für diesen Durchgang. Wir haben Murphy anfangs klar kommuniziert, dass er ihr Bett in Ruhe lassen muss. Kapierte er schnell. Kommt halt immer ein wenig auf die Räumlichkeiten an.

Übrigens haben WIR uns für einen Rüden entschieden, weil wir wussten, dass Weyla mit einem Rüden besser zurechtkommt, als mit einer evt. zickigen Hündin. Man weiss es ja nie ;) Wir würden wieder so entscheiden.

Liebe Grüsse Isa

Frau Wolfinger

Schnupperdoggie

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12

Mittwoch, 18. April 2018, 13:00

Es wird ein Rüde zu meiner 6jährigen Hündin. Ich gehe davon aus, dass dies für sie einfacher ist ein Welpe gleichen Geschlechts. Obwohl der Kleine gerade erst geboren ist, bin ich schon total aufgeregt und in freudiger Erwartung...

Snowdog

Schnupperdoggie

Beiträge: 932

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13

Mittwoch, 18. April 2018, 13:34

1h nachdem wir die Kleine geholt hatten..