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Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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81

Samstag, 3. Februar 2018, 09:55

Ich pflichte Huskybespasser zu. Für mich tönt es auch eher nach zu starken Wunschvorsellungen, wie ein Hund sein sollte. Entspricht er dem nicht, ist dann der Hund schuld, und der Besitzer verzweifelt oder gibt den Hund weg.

Daher mein Rat: Überdenke nochmals deine Einstellung. Denn ein Hund ist ein Lebewesen, dessen Charakter man nicht kaufen oder genau züchten kann. Natürlich gibt es Rassen, die gewisse Eigenschaften angezüchtet werden. Aber: es gibt keine Garantie, vieles kann und muss antrainiert werden und muss immer wieder geübt werden.

Ich habe 2 Mischlinge und beide waren ursprünglich nicht geplant. Die vorherige Hündin war ein Rassehund aus einer guten Zucht, aber auch sie kauften wir spontan. Wir haben uns zwar schon mit der Rasse auseinander gesetzt und ich kannte sie schon von früher. Aber jetzt monatelang oder jahrelang Bücher gelesen, im Internet gestöbert, recherchiert habe ich nicht. Alle meine Hunde sind (war) ganz tolle Hunde.

Und ja, meine beiden haben Jagdtrieb, und ich lasse sie im Wald nicht von der Leine. Es gibt aber viele andere Gebiete, wo ich laufen gehen kann, wo sie frei sind.

flower11

Schnupperdoggie

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82

Samstag, 3. Februar 2018, 10:17

Ich finde es immer etwas fies dass einem gleich so Vorwürfe gemacht werden.

Die Leute überlegen sich etwas bei der Rassensuche und suchen hier Hilfe. Ich denke nicht das Tiesto den Hund gleich weggeben würde wenn er nicht zu 100% der Rassebeschreibung entspricht. Sie ist sich sicher auch bewusst das jeder Hund einen eigenen Charakter hat und das es auch innerhalb einer Rasse mal ein Hund geben kann der überhaupt nicht dem Rassestandard entspricht.

Jeder hat doch seine Vorstellungen von einem Hund und welche Eigenschaften er ungefähr haben sollte, und dann kann man ja eine Rasse suchen die möglichst genau darauf zutrifft. Es ist klar dass jeder Hund anders ist, aber wenn man z.B. einen Hund mit möglichst wenig Jagdtrieb sucht kauft man besser einen Sheltie als einen Husky oder einen Deutschen Jagdterrier. Da ist die Chance grösser das er wenig Jagdtrieb hat.

Es ist doch gut dass sich die Leute überlegen was für ein Hund zu ihnen passt und welche Eigenschaften ihnen wichtig sind. Es ist ja auch wieder falsch wenn die Leute einfach einen Hund kaufen ohne sich vorher etwas dabei zu überlegen ?(

Bolotta

Alphadoggie

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Doggie(s): Luna, Labi Mischling und Honey Mischling

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83

Samstag, 3. Februar 2018, 10:33

Ich habe nicht behauptet, dass Tiesto Lunar ihren Hund weggeben wird. Aber leider haben Leute oft sehr konkrete Vorstellungen, und wenn die nicht erfüllt werden, "tauschen" sie den Hund um :sad:

Natürlich ist es gut, sich Gedanken um den künftigen Hund zu machen. Aber wenn jemand so konkrete Vorstellungen hat, wie Sachen, die einfach Erziehungssache sind, was passiert dann, wenn der Hund laut Beschreibung diese Eigenschaften mit sich bringt, aber leider in der Realität nicht erfüllt? Diese Frage sollte man für sich unbedingt klären.

Sowieso finde ich, ist ein Hund ein Lebewesen, ein Geschöpf der Natur. Der Mensch kann sich noch keinen perfekten Hund züchten. Das meine ich jetzt ganz generell. Irgendwann kommt jemand mit ganz viel Geld und will einen pinkigen Hund :angry2: Es braucht neu ein Gesetzt, das verbietet, dass Qualzuchten nicht mehr ausgestellt werden dürfen. All das wäre gar nicht nötig, wenn die Menschen nicht einfach einen "Designer-Hund" möchten :schreck: Damit meine ich jetzt nicht gewisse Eigenschaften, sondern eben auch optische Merkmale, die nichts mehr mit Natürlich zu tun haben.


Ein Jäger sucht sich auch seinen Hund nach bestimmter Rasse und Kriterien aus, wählt die Zucht, die sich darauf spezialisiert hat. Unsere Taiga war ein Springer Spaniel, also ein Hund, der für die Enten-Jagd gezüchtet wurde, ursprünglich. Ihre Züchter fanden die Jagd gar nicht toll und wählten ihre Zuchthunde so aus, dass sie kaum oder geringer Jagdinstinkt hatten. Tatsächlich zeigte Taiga wenig Jagdinstinkt. Ein Jäger möchten hingegen ein Hund, den er gut bei der Jagd einsetzen kann. Dieser wird aber schon von klein auf so geprägt.

Ein Jäger, der Cocker Spaniel züchtete, gab seinen Welpen schon als ganz Kleine ein Hasenfell zum Spielen und prägte sie schon sehr früh jagdlich. Damit möchte ich aufzeigen, dass die Zucht und später die Erziehung und Prägung eine sehr grosse Rolle spielt.

hasch-key

Sportdoggie

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84

Samstag, 3. Februar 2018, 10:40

Also ganz ehrlich; wenn man sich wenig Gedanken zu Rasseeigenschaften macht, gibt es eins auf die Nase, zu viel ist aber auch nicht gut.

Gerade wenn man sich für etwas "speziellere" Rassen interessiert, ists doch prima, wenn man Infos sammelt.
Auch wenn vieles Erziehungssache ist, aus einem Akita wird nie ein Hund, der Lust hat dauernd in grossen gemischten Hundegruppen spazierenzugehen, ein Herdi ist als Bürohund mit viel Kundenkontakt wohl nicht so geeignet, ein Husky bei Bewegungslegasthenikern falsch aufgehoben.

Hundehaltung ist heute anspruchsvoller als vor 50 Jahren, hat etwas mit höherer Bevölkerungsdichte und Umwelterwartungen zu tun.
Warum sollte man dann nicht schauen was optimal zu einem passen könnte? Anders herum ist doch viel schlimmer.

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" 2006 / Mudi "Dix" 2011

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85

Samstag, 3. Februar 2018, 10:47

sehe ich auch so (hasch-key / flower) :good:

inhii

Alphadoggie

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86

Samstag, 3. Februar 2018, 11:41

Also ich denke Jedem ist es klar, dass in der Rasse ganz verschiedene Charakteren hervorkommen können. :nicken:

Aber ganz klar, kann man grob auf die Rasse gehen wo am Besten zu einem passt.

Will ich kein Jäger, dann kaufe ich sicher kein Jagdhund in der Hoffnung ich erwische das 1% wo evtl. nicht jagt ;) Will ich viel mit dem Hund arbeiten und Sport machen, kaufe ich mir kein ChowChow ;) .

Ich finde gerade bei speziellen Rassen wo man nicht so oft trifft, muss man sich noch mehr informieren. Denn nicht immer stimmt was im Rassebeschrieb steht. :pfeifen: (auf Eurasier schiel) ;) . Bei meinen steht im Rassestandard, dass sie kaum jagen. Naja... unter kaum verstehe ich jedenfalls was anderes als ich bei all meinen Hundis bisher erlebte. Klar, sie gehen nicht stundenlang durch die Wälder aber sehen sie etwas, sind sie weg. Und das finde ich nicht ,,kaum jagen,,.

Also nicht nur auf das gehen wo auf dem Papier steht und HH fragen wo die Rassen kennen, evtl. auch mal diese Treffen (auch verschiedene Hunde bei verschiedenen Haltern) und sich selber ein Bild machen ob man mit den verschiedenen Charakteren in einer Rasse klar kommen würde.

Bei meiner Rasse gibt es rechte Unterschiede, von faul bis naja... das Gegenteil halt einfach :hihi: ;) von gemütlich offen bis hibbelig und unsicher. Kennt man sich aus, kann an auf die Linien gehen und sich beim Züchter informieren.

Und Tiesto Lunar hat ja Zeit, also kann sie die Rassen anschauen und ausfiltern, welcher eher zu ihnen passt. :nicken:

Logisch ist ein grosser Teil Erziehung aber ich kaufe mir kein Mali wenn ein gemütlichen genügsamen Hund haben will. ;)

Bello

Schnupperdoggie

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87

Samstag, 3. Februar 2018, 11:42

Also ganz ehrlich; wenn man sich wenig Gedanken zu Rasseeigenschaften macht, gibt es eins auf die Nase, zu viel ist aber auch nicht gut.

Gerade wenn man sich für etwas "speziellere" Rassen interessiert, ists doch prima, wenn man Infos sammelt.
Auch wenn vieles Erziehungssache ist, aus einem Akita wird nie ein Hund, der Lust hat dauernd in grossen gemischten Hundegruppen spazierenzugehen, ein Herdi ist als Bürohund mit viel Kundenkontakt wohl nicht so geeignet, ein Husky bei Bewegungslegasthenikern falsch aufgehoben.

Hundehaltung ist heute anspruchsvoller als vor 50 Jahren, hat etwas mit höherer Bevölkerungsdichte und Umwelterwartungen zu tun.
Warum sollte man dann nicht schauen was optimal zu einem passen könnte? Anders herum ist doch viel schlimmer.
Ganz meine Meinung!

Ich hab ja auch bei euch nachgefragt, bevor ich einen KHC gekauft habe, weil in Büchern steht das und dies und wenn jemand sich konkret auskennt mit der Rasse, bekommt man doch ein ganz anderes, persönliches Bild und kann dann SEINE EIGENEN Schlüsse daraus ziehen. Ihr, besonders pipolino, habt mir sehr geholfen bzw. bestärkt darin, was ich mir vorstelle und was ich mir ungefähr wünschte von einem KHC. Auf DEN Hund (also Murphy) einlassen, mussten WIR uns dann. Aber der grobe Rassenbeschrieb und die Eigenschaften, die ein KHC so mitbringt, sind so, wie wir von verschiedenen Seiten hörten.

Wir sind jedenfalls glücklich mit ihm. Weyla kommt wegen ihm überhaupt nicht zu kurz! Und wegeben käme NIE UND NIMMER in Frage.

Und ein Collie ist ja jetzt nicht soooo eine spezielle, "gefährliche" oder schwer zu händelnde Rasse und ich war trotzdem froh, dass ich mit euch reden bzw schreiben konnte. Ich wollte mich einfach gut informieren und kann jeden hier verstehen, der wegen einer Rasse nachfragt. Vllt erwähnt ja mal jmd was, was einem selber nicht in den Sinn gekommen wäre oder einem nicht so wichtig erscheint und kann dadurch seinen Horizont erweitern.

Ich war/bin euch jedenfalls dankbar für die damaligen Infos! :nicken: :/dank:/
Liebe Grüsse Isa

Tabasco

Alphadoggie

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88

Samstag, 3. Februar 2018, 11:46

Ich finde es super, wie Tiesto Lunar sich informiert. :good:

Als ich mich vor ein paar Jahren informierte, welche Rasse später mal in Frage käme, bin ich genau so vorgegangen. Ich habe anhand meiner Präferenzen geschaut, welche Rassen meinen Vorstellungen am besten entsprechen würden. Natürlich immer im Wissen, dass nicht jedes Individuum dem Rassestandard entspricht. Aber im Grossen und Ganzen eben doch, sonst würde die Rassenzucht ja auch keinen Sinn machen.

Ich habe bei der Wahl eines Hundes auch meine Kriterien und Wünsche. Dies finde ich absolut legitim. Ich will nicht ein totales Überraschungspaket. Deshalb wähle ich ja auch die Rasse, den Züchter und danach den Welpen sorgfältig aus. Was daran so realitätsfremd sein sollte, dass einem die Stofftierabteilung empfohlen wird, kann ich nicht nachvollziehen und finde, es liegt sehr nahe an einer Beleidigung.

Von dem her, Tiesto: Mach nur weiter so! :smile:

Tiesto Lunar

Streunerdoggie

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89

Samstag, 3. Februar 2018, 17:53

Also zuerst einmal, jeder kann seine meinung sagen und ich würde hier nicht schreiben wenn ich nichts hören wollte. Schluss und endlich endscheide ich ja soviso alleine (abgesehen von meinem partner) was für ein hund als nächstes ins haus kommt.

Ich habe von anfang an geschrieben, dass ich durchaus weiss, dass meine rassen auswahl gemischt ist.
Ich habe auch von anfang an geschrieben, dass ich durchaus gewillt bin mich dem hund anzupassen, soweit möglich.
Diese kriterien die ich aufgelistet habe sind WUNSCHVORSTELLUNGEN/ERWARTUNGEN die im besten falle so erfüllt werden. (warum darf man vom hund nichts erwarten?!)
Das es immer anderst kommen kann, weiss ich, ist im leben allgemein ja nicht anderst.
Ich habe auch geschrieben, dass ich es zb auch von tiesto schon kenne, denn er endspricht auch nicht 100% der rassenbeschreibung die man vom rottweiler so liest.
Und ich (wir) haben überhaupt kein problem damit, im gegenteil.
(Und oh... Er ist immernoch bei uns?!)
Es gibt nur eine sache warum ich einen hund weggeben würde und zwar, wenn der hund aggresiv wäre und ich mir die haltung nicht mehr zutrauen würde. Dann müsste aber etwas gewaltig schief gegangen sein.

Suma sumarum, ich würde mir keine rasse/mischung aussuchen, bei der ich weiss oder ahne dass es nicht passen würde.

Mir ist durchaus bewusst, dass jeder hund eine wundertüte sein kann, aber dann müsste ich mich gar nicht informieren, weil der hund ja eh alles sein könnte...

Ich hoffe das ist verstäntlich genug geschrieben, sonst weiss ich auch nicht :nönö:

Tiesto Lunar

Streunerdoggie

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90

Samstag, 3. Februar 2018, 18:03

Ps
@tabasco

"Was daran so realitätsfremd sein sollte, dass einem die Stofftierabteilung empfohlen wird, kann ich nicht nachvollziehen und finde, es liegt sehr nahe an einer Beleidigung."

(habs nicht so mit zitieten :ohmann: )
Ist schon so...

Darcyschatzi

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Samstag, 3. Februar 2018, 23:11

Ah also falls das noch interessant ist: ich war an der Hundemesse und habe tatsächlich einen Cimarron getroffen :hopser: Und zwar die Stammutter der Zucht in DEU, Isis. Also ich war begeistert, gute handliche Grösse (knapp Kniehoch) absolut liebenswert und aufgeschlossen. Laut Beschreibungen der Besitzerin ein kleiner arbeitswilliger Molosser, mit der „Grazie einer Pottsau“. Sie wird mit zu Ausritten genommen und läuft immer frei. So zur Statur kann ich nur sagen, dass sie mir nicht übermässig breit vorkam, eher so Pitbullmässig. Aber es ist deutlich ersichtlich, dass es sich nicht um einen Pitbull/Listenhund handelt.
"Man kriegt nicht den Hund den man will, sondern den den man braucht"

inhii

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Sonntag, 4. Februar 2018, 08:55

Was, die war nur Kniehoch?!

Dann hat meine Kollegin ein Riese. :hihi: OK, auch Rüde... aber das die Hündinnen so klein sind, wusste ich nicht. Meine sind ja Kniehoch. OK, ein 2m Typ hat wohl höhere Knie als ich ;) :hihi:

Darcyschatzi

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Sonntag, 4. Februar 2018, 12:21

Ja ich war auch überrascht :zwinker: Naja meine Schwester war begeistert weil: „die haut einen nicht gleich um wie Darcy“
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Lady

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94

Sonntag, 4. Februar 2018, 12:49

Mir ist durchaus bewusst, dass jeder hund eine wundertüte sein kann, aber dann müsste ich mich gar nicht informieren, weil der hund ja eh alles sein könnte...
Völlig richtig :nicken:

Also ganz ehrlich; wenn man sich wenig Gedanken zu Rasseeigenschaften macht, gibt es eins auf die Nase, zu viel ist aber auch nicht gut.

Gerade wenn man sich für etwas "speziellere" Rassen interessiert, ists doch prima, wenn man Infos sammelt.
Auch wenn vieles Erziehungssache ist, aus einem Akita wird nie ein Hund, der Lust hat dauernd in grossen gemischten Hundegruppen spazierenzugehen, ein Herdi ist als Bürohund mit viel Kundenkontakt wohl nicht so geeignet, ein Husky bei Bewegungslegasthenikern falsch aufgehoben.

Hundehaltung ist heute anspruchsvoller als vor 50 Jahren, hat etwas mit höherer Bevölkerungsdichte und Umwelterwartungen zu tun.
Warum sollte man dann nicht schauen was optimal zu einem passen könnte? Anders herum ist doch viel schlimmer.

Also ganz ehrlich; wenn man sich wenig Gedanken zu Rasseeigenschaften macht, gibt es eins auf die Nase, zu viel ist aber auch nicht gut.

Gerade wenn man sich für etwas "speziellere" Rassen interessiert, ists doch prima, wenn man Infos sammelt.
Auch wenn vieles Erziehungssache ist, aus einem Akita wird nie ein Hund, der Lust hat dauernd in grossen gemischten Hundegruppen spazierenzugehen, ein Herdi ist als Bürohund mit viel Kundenkontakt wohl nicht so geeignet, ein Husky bei Bewegungslegasthenikern falsch aufgehoben.

Hundehaltung ist heute anspruchsvoller als vor 50 Jahren, hat etwas mit höherer Bevölkerungsdichte und Umwelterwartungen zu tun.
Warum sollte man dann nicht schauen was optimal zu einem passen könnte? Anders herum ist doch viel schlimmer.
Ganz meine Meinung! Als es bei uns um den ersten eigenen Rassehund ging, war ich vom Husky fasziniert. Ich wusste aber nichts über das Verhalten/Wesen, mir gefielen die Hunde einfach von der Optik her super. Von daher kaufte ich mir erst mal ein Buch und wusste danach gleich, dass bei uns nie ein Husky einziehen wird. Und das ist auch gut so und zwar für den Hund und uns! Zwar käme ein Husky bei uns zu genug Auslauf, aber alles andere würde nicht passen. Wir hatten Glück und sind zufällig direkt bei unserer wie "massgeschneiderten" Rasse gelandet, als ich im Internet auf die Suche nach einer passenden Rasse ging... Aber auch da habe ich erst noch Bücher darüber gelesen und zwei Züchter besucht... Und selbst dann sind die einzelnen Hunde halt nicht gleich, selbe Rasse hin oder her! Lady ist unser zweiter Hund derselben Rasse und klar hat sie dieselben Wesenszüge wie auch Skipper hatte und zeigt dasselbe Verhalten, aber sie hat trotzdem eine andere Persönlichkeit und einen anderen Charakter und gewisse Verhaltenszüge (z.B. Hütetrieb) waren bei Skipper viel stärker ausgeprägt, dafür hat er rein gar nichts gejagt, Lady jagt Mäuse und zwar gern und erfolgreich... Man muss sich also trotzdem auf den jeweiligen Hund einlassen!
Liebe Grüsse
Marianne

www.ladys-huetewiese.jimdo.com

Tiesto Lunar

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95

Sonntag, 4. Februar 2018, 16:42

@darcyschatzi

Danke für den bericht, wenn ich mir eben so die bilder im internet anschaue, hat es doch viele die ziemlich breit sind und mich an ein pitbull o.ä erinnern... Aber das kommt wohl auch wieder auf die zucht an.
Und das sie so klein sind habe ich auch nicht gedacht.

Tiesto Lunar

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96

Montag, 23. April 2018, 18:47

Ich melde mich mal wieder mit diesem thema zurück...

Der stand der dinge ist mehr oder weniger immernoch der selbe, ich komme einfach nicht weiter, aber zum glück habe ich ja kein zeitdruck.

Wie wart ihr euch eigentlich sicher dass genau diese rasse die richtige ist und dass ihr ein gutes gefühl gehabt hattet? Wie wart ihr euch "sicher" dass alles gut kommt?

inhii

Alphadoggie

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97

Montag, 23. April 2018, 18:55

Naja, bei mir wars ganz einfach...

Unser erster Familienhund war ein Eurasier (also Hund der Eltern, wir waren ja Kinder). Und so kam für mich dann einfach nur diese Rasse in Frage...

Nach Nr. 1 und 2 kamen dann schon mal Gedanken für eine andere Rasse: Aussie, Islandhund (der hätte es sogar fast geschafft wenn er doch nicht etwas gar klein wäre). Aber nein, ich war mir eben nie ganz ganz sicher (oft frage ich mich ob ich mit dem Hütetrieb dann klar komme, ob sie nicht zu nervös sind für mich). Liebte die Eurasier zu sehr um die zu ,,ersetzen,, also blieb ich bei dem wo ich kenne und ich ja auch zufrieden war. :nicken: So folgte Nr. 3 und 4 Eurasier. Und es wird wohl auch in Zukunft immer diese Rasse sein, obwohl ich es mit einer anderen Rasse wohl teils ,,einfacher,, hätte ;)

Also wenn ich nicht wirklich sicher bin, dann bleibt einfach ein ungutes Gefühl... meiner Meinung darf das nicht sein.

Klar, man sucht, wägt ab... aber wenn dann muss man sich wirklich sicher sein, darauf freuen und sagen ,,ja, das ist es,,. Heisst nicht, dass alles einfach wird (ja nach Charakter vom Hund selber), aber das ,,Grundgerüst,, muss da sein und einem Freude bringen. :nicken:

Ob alles gut kommt? Das weiss man nie und bei mir lief noch nie alles zu 100% reibungslos. Also mache ich mir in der Sicht nicht zu viele Gedanken, mit jedem Hund muss man arbeiten, jeder hat Schwachstellen oder es hapert mal. Aber das ist normal und gehört dazu. :nicken:

Psovaya Borzaya

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98

Montag, 23. April 2018, 19:11

Wie wart ihr euch eigentlich sicher dass genau diese rasse die richtige ist und dass ihr ein gutes gefühl gehabt hattet? Wie wart ihr euch "sicher" dass alles gut kommt?


beim barsoi war es so, dass ich einfach fasziniert vom äusseren war, punkt und schluss. ich hätte ja gedacht, dass das schwierige hunde sind und ich mich nicht eigne... dann begann ich nachzulesen was der standard so sagt und siehe da, für ein leben als begleitung im pflegeheim schien fast alles zu passen, bis auf die zurückhaltung fremder gegenüber. diesen einwand wischte dann ein besuch bei der züchterin beiseite, ihre hunde sind gnadenlos das gegenteil. das hat mich überzeugt. eine absolute sicherheit hat man nie, es sind lebewesen. für mich muss auch nicht die rasse richtig sein, sondern das betroffene tier...;-) ich würde längst nicht jeden barsoi haben wollen, den ich so kenne... aber diese wurden ja auch nicht von mir erzogen... :kaputtlach:

der whippet kam dann weil nastassja whippets liebte... und ich eigentlich keinen zweiten so grossen hund wie den barsoi wollte... tja... es kam ja dann ein zweiter barsoi plus dieser whippet... jendayi ist ein genialer hund. hatte vermutlich noch nie so einen unkomplizierten, einfachen hund wie diesen whippet, ABER ich habe gemerkt, dass die rasse an sich nicht ganz passt zu mir und deshalb wird es wohl keinen whippet mehr geben. trotzdem würd ich es nicht anders machen, könnte ich zurück. ich liebe jendayi über alles und sie passt wie die faust aufs auge zu uns. sie - viele andere whippets würden es nicht. aber eben... auch die wurden nicht von mir erzogen... :hihi:
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen