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Caro&Benji

Alphadoggie

Beiträge: 3 422

Doggie(s): Border Collie-/Schäfer-Mix Benji

Wohnort: ZH Unterland

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21

Montag, 6. März 2017, 10:52

Ich gehe mit Benji auch nicht mehr in die Hundeschule, obwohl ich es vor ein paar Monaten nochmal ausprobiert habe...Aber ich bin einfach kein Gruppentyp und wenn's mir keinen Spass macht, findet es mein Hund auch doof. Ich hab lieber Privatstunden, auch wenn die teurer sind. Die ersten paar Jahre (Junghund, Erziehungskurs, Spassgruppe etc.) waren ok und für mich als Ersthundehalter hat das dazugehört (halt wie ein Kind in die Schule schicken), aber jetzt sind wir damit durch...Mit dem nächsten Hund würde ich es wieder so machen, die ersten paar Jahre Hundeschule, dann nicht mehr.
"It's the detours that make us who we really are." - Sheryl Crow

Bello

Schnupperdoggie

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22

Montag, 6. März 2017, 11:11

Hundesschule oder Privatlektionen:

Jedem das Seine. Man soll sich ja auch wohlfühlen. Unter "Aufsicht" werden einem einfach Fehler aufgezeigt, die man selber nicht bemerkt und die sich nah dies nah, eingeschlichen haben.

Meine Hundesschulleiterin und ihre Kollegen/innen, die x Ausbildungen hinter sich haben und langjährige Kurserfahrung haben, sich ständig weiter bilden, gehen immer wieder in Humdeschulungskurse. Hundeschule heisst bei uns nicht nur : Grundkommandos lernen, sondern queerbeet alles, was man mit Hund im Alltag erlebt und was ein Hund können sollte. Auch um immer wieder Abwechslung in sein Leben zu bringen.

Aber es stimmt, dass man Glück haben muss, um eine tolle Hundesschule zu finden. Ich habe fast drei Jahre gebraucht, bis ich dann vor über 10 Jahren für mich die Beste Hundesschule gefunden habe. In den vorherigen hat es mich immer schnell angekeckst, weil das so langweilig eintönig und z.T. unprofessionell war.
Liebe Grüsse Isa

Anne

Moderatordoggie

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Doggie(s): Mairin, Aussie, Nyell, Mudi (vorübergehend)

Wohnort: Aarau

Beruf: Schreiberling

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23

Montag, 6. März 2017, 12:00

Ich gehe sehr gern ins Hundetraining mit Mairin (9-jährig) und tu das auch heute noch (aktuell: Agility und NADAC, teilweise auch noch ins "Mini-Kurse" (4 Lektionen), die meine Vertrauens-Trainerin anbietet, aktuell zB Longieren).
Viele Sachen machen wir mittlerweile aber auch in Eigenregie (derzeit zB den KOS Aufbau).

Mit Junghund-Mairin bin ich wirklich bis ca. 4-jährig einfach in das, was bei meiner "Stammschule" Alltagstraining heisst, also einfach solider Grundgehorsam immer wieder generalisiert in allen möglichen Situationen. Die Trainerin hat aber auch ein sehr abwechslungsreiches Training gegeben und ich hab mich da immer sehr wohl gefühlt (obwohl sonst gar nicht der Vereinsmensch, ein KV käme für mich nicht in Frage, da würde ich ganz schnell als asozial abgestempelt :d ). Mit einem jungen Hund wäre mir Hundeschule immer und immer wieder wichtig, und zwar auch, damit der Hund lernt, andere Hunde zu ignorieren und auch dann noch konzentriert zu arbeiten, wenn andere da sind. Dafür finde ich das Training in einer (gut geführten) Gruppe halt super.

Auch nach den 4 Jahren haben wir immer mal wieder ein bisschen Alltagstraining gemacht, aber halt eher als Ergänzung zu diversen anderen Sachen, die ich entweder in Kursen, Seminaren oder Eigenregie trainiert habe. Ich hab sehr viele Sachen ausprobiert und finde das einfach was tolles, ich liebe es, mit Mairin neue Sachen zu machen und Dinge zu trainieren. Mittlerweile lassen wir es aber definitiv etwas ruhiger angehen ^^

Aber ja: Ich finde es unabdingbar, Alltagsgehorsam immer wieder zu üben und zu generalisieren, das hört meiner Meinung nie auf (geht aber auch ohne Hundeschule, wenn mans denn macht ;)). Und geistige Beschäftigung braucht ein Hund definitiv bis zu seinem Tod, finde ich. Hält auch fit und jung. Und dafür finde ich Hundeschule halt super, weil man da "bespasst" wird und sich nicht selber was ausdenken und dazu motivieren muss ;)
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

perrolina

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Amiga, Spanischer Wasserhund, Jg. 2008

Wohnort: Zürcher Furttal

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24

Montag, 6. März 2017, 12:31

Für mich gilt Annes Post 1:1 (mal wieder... :d )

Inzwischen mache ich jeweils von Weihnachten bis Ostern eine Winterpause. Einfach weil ich die "dunkle" Jahreszeit verabscheue und unser derzeitiger Hundeplatz so doof gelegen ist, dass man den Hund nach dem Training nicht ins Auto bringen kann, um noch gemütlich einen Kaffee zu trinken.
Aktuell haben wir also schon zwei Monate Pause hinter uns und langsam merken wir beide es. Es wird uns langsam etwas langweilig und vielleicht kürzen wir die Pause auch ab :)
Liebe Grüsse Nicole

Powell

Schnupperdoggie

Beiträge: 85

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25

Freitag, 17. November 2017, 16:47

Kennt jemand eine gute Hundeschule in Worb, Gümligen, Grosshöchstetten, Boll, Bolligen und Umgebung?

Ich habe schon zwei besucht und war leider nicht so begeistert... in der einen haben sie Übungen gemacht, wo ich dachte, das hätte man auch in einer Viertelstunde alleine Zuhause machen können und nicht 25 Franken dafür bezahlt.,,

Die andere hat mir gefallen, ist leider nur sehr schlecht erreichbar...

Ich freue mich sehr auf Tipps!!! :hopser:

Linu

Schnupperdoggie

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Doggie(s): Beagle

Wohnort: Kt.BE

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26

Montag, 20. November 2017, 17:17

Ja, aber in keine konventionelle Hundeschule.

ich bin zum grossen Glück, bevor ich meinen Welpen zu mir holte, durch eine Bekannte auf eine "Hundeschule" bei uns in der Umgebung gestossen, die nach Prinzipien von Kynologos arbeitet.

Futterbelohnung gibts nicht, wofür auch? Alphatiere belohnen das Rudel auch nicht für gutes Verhalten mit Futter. Die ganze Futterbelohnungsgeschichte ist also eigentlich total unhündisch.

Ich habe dort mit dem Welpenkurs in der 12. Lebenswoche meines Hundes gestartet, den Prägungsspieltagen bis zur 16. LW. Dann haben wir sicher 3/4 Jahr lang regelmässig die Module des Junghundekurses besucht. Nach kurzer Pause habe ich einen weiterführenden Kurs gemacht und habe jetzt bis im April Pause, wo ich dann die umfassende Spiel- und Motivationslehre starten will.

Ich will andere Hundeschulen, die mit Kommandos und Guddibelohnung arbeiten nicht verteufeln, Hunde sind anpassungsfähig, sie lernen uns da lesen. Wenn man sich aber tiefer mit der Lebensweise, der Ethologie und den Grundsätzen des Hundeverhaltens befasst, wird einem immer mehr klar, dass wir unsere Hunde in den "normalen" Hundeschulen eigentlich in erster Linie konditionieren und die Bindung vor allem zwischen der fütternden Hand, dem Guddibeutel und dem Hund besteht, denn Hundenasen kann nichts täuschen.

Es ist schwierig oder besser gesagt anstrengend, ganz ohne Futterbelohnung zu arbeiten, weil man so schnell vor Tatsachen gestellt wird, wo es in der Bindung zum Hund und im eigenen Verhalten noch happert. Ich hatte einige "Rückfälle", wo ich von diesem Weg abgekommen bin, aktuell durch meine zweite Ausbildung, aber wieder sehr bestärkt bin, komplett zu dieser Methode zurückzukehren.

Ich habe einzig den Rückruf mit Futterbelohnung aufgebaut, aus einer Verzweiflung heraus. Bin aber dabei, das wieder ausschleichen zu lassen und die Bindung zu meinem Beagle auch im Gelände zu stärken.

Im Agility arbeite ich auch mit Futter, weil ich es so gelernt habe und mein Hund es auf dem Platz versteht. Sinnvoll ist es aber auch da nicht. Dort bin ich aber aktuell noch nicht am Punkt, wo ich komplett ohne Futter arbeiten kann, obwohl ich das eigentlich möchte.

Ich sage aber ganz klar, lieber keine Hundeschule, als eine schlechte.

Psovaya Borzaya

Alphadoggie

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Doggie(s): ein barsoi und ein whippet

Wohnort: Balterswil TG

Beruf: dipl. pflegefachfrau, 20% pensum im nachtdienst

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27

Montag, 20. November 2017, 18:13

Ich habe einzig den Rückruf mit Futterbelohnung aufgebaut, aus einer Verzweiflung heraus. Bin aber dabei, das wieder ausschleichen zu lassen und die Bindung zu meinem Beagle auch im Gelände zu stärken.


wenn mein windhund hinter einem aufgehenden hasen herhetzt hat das null mit guter oder schlechter bindung zu tun, sondern mit dem was ihm in jahrhundertelanger selektion angezüchtet wurde: dem hetztrieb eines sichtjägers. er ist für die jagd für den menschen und nicht mit dem menschen gezüchtet und windis sind da beleibe nicht die einzigen die zur selbständigkeit gezüchtet wurden.
ich bin auch kein hund, kein alphatier und meine bindung zum hund hat nichts mit dem futter zu tun. im übrigen spielt das futter auch unter wölfen in der sozialstruktur eine untergeordnete rolle. aber anyway: meine hunde kann ich mit futter motivieren mitzumachen, also warum sollte ich es weglassen? die chance, dass sie nur fürs futter zu mir kommen besteht erst gar nicht, weil bindung damit nix zu tun hat.
den ultimativen abruf (pfiff) wird immer von einer superbelohnung beendet. es funzt und das ist das einzige was mich interessiert. wenn vor mir was auftaucht und sie kommen auf den pfiff ohne erst zu gucken was da sein könnte ist es mir völlig wurscht warum sie kommen, hauptsache sie tun es.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

Pacey

Sportdoggie

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Doggie(s): Pacey

Wohnort: ZH

Beruf: Pflegefachfrau HF

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28

Montag, 20. November 2017, 21:57

Es ist schwierig oder besser gesagt anstrengend, ganz ohne Futterbelohnung zu arbeiten, weil man so schnell vor Tatsachen gestellt wird, wo es in der Bindung zum Hund und im eigenen Verhalten noch happert. Ich hatte einige "Rückfälle", wo ich von diesem Weg abgekommen bin, aktuell durch meine zweite Ausbildung, aber wieder sehr bestärkt bin, komplett zu dieser Methode zurückzukehren.


Pacey wurde zwangsweise auch grösstenteils ohne Futter erzogen, weil er es einfach nicht annahm. Ich habe ihn aber mit dem Spieli belohnt. Wie machst du es dann wenn du mit deinem Hund was neues Lernst? Nur durch Lob? So gesehen loben die Wölfe sich ja untereinander auch nicht. Bei Dingles Erziehung spielt Futter eine Rolle. Vor allem bei neuen Sachen lernen. Ich finde es macht es einfacher weil das Spieli ja unter anderem auch Hochpusht. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass dingle die Sachen nur wegen dem Futter macht, weil ich baue das Futter ja dann wider ab. Bsp. beim Sitz bekommt er eher selten noch ein Leckerli, und trotzdem Macht er das sitz gerne. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass wen er zu mir zum Kuscheln kommt, er es für das Futter macht, weil dann gibt es ja auch keins. Magst du erklären wie du etwas neues aufbaust mit deinem Hund? Es würde mich Interessieren.
Wo kämen wir hin, wenn alle fragen wo kämen wir hin und keiner ginge um zu schauen, wohin man käme wenn man ginge...

catba

Alphadoggie

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Doggie(s): Lagotto "Ghiro" 2006 / Mudi "Dix" 2011

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29

Montag, 20. November 2017, 22:16

Pacey wurde zwangsweise auch grösstenteils ohne Futter erzogen, weil er es einfach nicht annahm. Ich habe ihn aber mit dem Spieli belohnt. Wie machst du es dann wenn du mit deinem Hund was neues Lernst? Nur durch Lob? So gesehen loben die Wölfe sich ja untereinander auch nicht. Bei Dingles Erziehung spielt Futter eine Rolle. Vor allem bei neuen Sachen lernen. Ich finde es macht es einfacher weil das Spieli ja unter anderem auch Hochpusht. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass dingle die Sachen nur wegen dem Futter macht, weil ich baue das Futter ja dann wider ab. Bsp. beim Sitz bekommt er eher selten noch ein Leckerli, und trotzdem Macht er das sitz gerne. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass wen er zu mir zum Kuscheln kommt, er es für das Futter macht, weil dann gibt es ja auch keins. Magst du erklären wie du etwas neues aufbaust mit deinem Hund? Es würde mich Interessieren.

:good: :good: :good: ich baue das Futter auch ab und meine Hunde machen auch alles ohne Futter, sehe da kein Problem

Magira

Admindoggie

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Doggie(s): Zelda, Beagle 2011

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30

Montag, 20. November 2017, 23:54

Das wär nun eine mega Grundsatz Diskussion was ist Bindung und was ist Erziehung ;)
Für mich kann beides ohne einander auskommen und hat nicht zwingend miteinander zu tun.
Natürlich fördert eine gute Erziehung wenn mans richtig anstellt die Bindung - und eine gute Bindung erleichtert die Erziehung aber weder die Bindung noch die Erziehung sagen schlussendlich etwas über das andere aus.

Jedenfalls so oder so, ich finds nicht schlimm gibt es "anti-leckerli-spielzeug" Hundeschulen und solange da nicht mit mega Strafen gearbeitet wird, kann das durchaus für den einen oder anderen etwas sein. :nicken: Für Zelda und mich wäre das nichts. Miyu belohne ich zwar ohne Futter und Spiel, aber doch auch mit gewissen sozialen Interaktionen, Freiheiten und ähnlichen variablen Belohnungen weswegen ich nun nicht weiss ob dies nach dem selben prinzip ist. Denn auch Streicheln kann ein Konditioniertes Lob sein.
Es grüsst

Linu

Schnupperdoggie

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31

Dienstag, 21. November 2017, 01:33

@Psovaya Borzaya: ich habe einen Beagle und weiss um die Schwierigkeiten der Jäger :-) das ist genau dort, wo auch ich Futter als Joker einsetzen muss.


Ich kann meinen Hund auch motivieren mit Futter mitzumachen, aber es ist eben nicht hündisch und das bleibt es auch :-) jeder muss wissen, in welche Richtung er mit seinem Hund will, meine Richtung ist es grundsätzlich nicht, weil ich den Sinn darin nicht sehe.


@Pacey: spannende Frage :-) mein Hund hat von Welpe an gelernt Dinge mit mir gemeinsam zu erkunden und über Spielmotivation belohnt zu werden. Welpen haben ein körpereigenes Belohnungssystem durch Hormonausschüttung, was aktiviert wird durch positive Erlebnisse. Diese Art von Belohnung nutze ich auch heute noch (mein Beagle ist jetzt 1,5 jährig, also noch in der Adoleszenz). Gerade beim Lernen von neuen Sachen lasse ich Futter komplett weg, weil ich so sehe, wo die Grenzen meines Hundes sind. Oft gehen Hunde für Futter weit über ihre Hemmschwelle hinaus - um an das Futter zu kommen - und sind innerlich mit der Situation überfordert. (Habe im Welpenalter mehrmals solche Test gemacht mit und ohne Leckerli, um den Unterschied zu merken, und der ist gravierend!) Ich gebe meinem Hund die nötige Sicherheit, um an neue Dinge ran zu gehen und lobe positive Schritte durch Spiel oder auch emotionale Belohnung vor allem durch meine Stimme und meine eigene (emotionale) Haltung, das muss man lernen ;-) ich bin noch lange nicht perfekt oder so perfekt wie ich sein möchte, aber wenn man eine Idee hat muss man nur noch den Weg gehen. Auf der Seite von Kynologos Schweiz gibts zu diesem Verständnis für den Umgang mit Hunden viele Interessante Artikel zu lesen :-)


@Magira: da hast du recht es gibt viele verschiedene Aspekte und dann kommt es auch immer auf den Hund und die Umstände drauf an. Ich belohne meine auch mit Freiheit, wenn sie auf den Rückruf brav gehört hat genauso geht das Spiel sofort weiter, wenn sie auf "aus" das Spielzeug abgibt. :)

Tabasco

Alphadoggie

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32

Dienstag, 21. November 2017, 08:01

Ein kurzer Einwand: Für meinen Hund (und da wird er bestimmt nicht der einzige sein) ist das Spiel hochwertiger als Futter. Nur so als Gedanke an diejenigen, die ihren Hund zwar ohne Futter erziehen aber mit einem Spiel belohnen. Tabasco geht für ein gemeinsames Spiel weiter über seine Grenzen hinaus als für Futter. So wie es andere Hunde gibt, denen es ganz, ganz wichtig ist, die Nähe zu seinem Menschen nicht zu verlieren und alles dafür machen würden.
Wenn über Pro und Contra von Erziehungsmethoden diskutiert wird, muss mMn immer auch der einzelne Hund betrachtet werden. Und genau deshalb würde ich nie mehr in eine Hundeschule gehen, die rein nach Methode XY lehrt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tabasco« (21. November 2017, 08:58)


catba

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33

Dienstag, 21. November 2017, 08:22

sehr gut geschrieben Tabasco :good:

erica

Sportdoggie

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34

Dienstag, 21. November 2017, 08:43

@ Linu: richtig mit Futter arbeiten heißt keineswegs mit Futter locken. Und ob nach getaner Arbeit mit Spiel, Streicheleinheit oder Futter belohnt wird hat rein gar nichts mit Bindung zu tun. Und wie schon Tabasco geschrieben hat, manche Hunde gehen Feuer ein Spiel weit über ihre Grenzen. Die Arbeitsmethode sollte immer dem Hund angepasst werden und meistens ergibt das ein Mix aus Spiel, Futter, Lob etc.

Anne

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Dienstag, 21. November 2017, 10:09

Danke Tabasco und Erica für eure Beiträge, sehe ich genau so! Und mir wird halt schon anders, wenn ich das Wort "Alphatier" höre.. das ist total unhündisch ;)

Und für Futter was tun / von Futter motiviert sein, ist durchaus hündisch - was sonst ist denn die Jagd? ;)

Letztlich finde ich, wenn man mit Belohnung arbeitet, macht es erstmal eigentlich überhaupt keinen Unterschied, ob man mit Belohnung, Spiel, Lob, Streichel, "positiver Grundeinstellung" etc .. arbeitet - abgesehen davon, dass jeder Hund verschiedene Belohnungen vorzieht und man bei unterschiedlichen Belohnungen das Plus hat, undurchschaubar und also spannend zu bleiben. Das "Problem" ist ja, dass in der Natur draussen halt sehr viele Dinge das intrinsische hormonelle Belohnungssystem ansprechen und man dagegen ankommen, als "lauter" ansprechen muss. Wenn Mairin genau weiss, dass es für etwas die und die Belohnung gibt, fängt sie schnell an abzuwägen, obs ihr das wert ist oder was anderes (schnüffeln zB) grad die höhere Belohnung ist ;-) Optimalerweise kann ich deshalb als Belohnung immer genau das einsetzen, was der Hund in dem Moment am meisten will, das kann auch mal schnüffeln, weiterspazieren, hingehen zu Hunden oder die nächste Übung sein (Premack Prinzip). DAS ist hündisch.

(Zwei Beispiele dazu: Ich komme auf den Hundeplatz, Mairin will die Trainerin, die sie gut kennt, unbedingt begrüssen und stürmt, ich verlange von ihr, dass sie sich zusammennimmt, als Belohnung lasse ich sie zur Traineirn hinstürmen und sich durchknuddeln - oder: Im Agility eine kurze Auszeit im Parcours, um mit der Trainerin eine Führtechnik zu besprechen, Mairin muss sich neben mich hinlegen und warten, als Belohnung gibt's das Weiterlaufen im Parcours)

Bei jeder Belohnung gilt für mich sowieso der Unterschied, den auch Erica erwähnt hat: Belohnen vs. Locken. Mit Futter locken ist halt total einfach und scheinbar effektiv, in Wahrheit bringts für den Lerneffekt aber gar nichts und, wie Linu schreibt, viele Hunde überdrehen dann total und denken nicht mehr. Mit Liebe, Ruhe, positiver Einstellung etc. KANN man gar nicht locken, daher ist man da auch nicht dazu verführt sondern setzt es wirklich als Belohnung ein, sofern ein Hund das denn als (in dem Moment genügende) Belohnung wahrnimmt, kommt auch auf die Übung drauf an - im Alltag sicher eine gute Grundeinstellung, um mit dem Hund unterwegs zu sein. Aber man kann auch mit Futter absolut so arbeiten, dass es nicht ein Lockmittel, sondern eine Belohnung ist (dafür finde ich, je nach Übung, den Zwischenschritt über Marker super).

Für bindungsfördernd halte ich in erster Linie das gemeinsame arbeiten überhaupt, relativ unabhängig von Belohnung für Übungen, und in diesem Zusammenhang finde ich dann auch die innere Einstellung, die nötige Sicherheit etc., die Linu anspricht, total wichtig.

Für bindungsfördernd halte ich sowieso mal das gemeinsame Arbeiten und auch einfach die positive Grundeinstellung dem Hund gegenüber - und beides wird wiederum durch eine gute Bindung vereinfacht, Erziehung und Bindung ist von daher in meinen Augen immer in Wechselwirkung und nicht voneinander zu trennen. Wichtig ist mir aber auch, dass es Dinge auch mal bedingungslos gibt. Ich spiele mit Mairin zum Beispiel oft und gerne auch mal einfach, weils grad Spass macht (mit oder ohne Spielzeug) und denke, dass genau diese bedingungslose Zuwendung viel für die Bindung macht (auch dass ich ihr zB mal bedingungslos etwas zum Knabbern gebe oder sie zwischendurch das letzte Stück von meinem Gipfeli bekommt).
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Bello

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Dienstag, 21. November 2017, 11:11

@ Linu: richtig mit Futter arbeiten heißt keineswegs mit Futter locken. Und ob nach getaner Arbeit mit Spiel, Streicheleinheit oder Futter belohnt wird hat rein gar nichts mit Bindung zu tun. Und wie schon Tabasco geschrieben hat, manche Hunde gehen Feuer ein Spiel weit über ihre Grenzen. Die Arbeitsmethode sollte immer dem Hund angepasst werden und meistens ergibt das ein Mix aus Spiel, Futter, Lob etc.

3%9
Habe seit "neuestem" einen verfressenen Hund (Beagle..... :d ) und der andere (KHC ) interessiert sich keinen Deut für Futter/Guddeli. :nönö:
Liebe Grüsse Isa

Linu

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Dienstag, 21. November 2017, 11:17

@Anne: das kann ich so eigentlich auch unterschreiben :-)

hier war die Frage, ob man in die Hundeschule geht und die habe ich beantwortet. Wollte hier keine Grundsatzdiskussion auslösen.

Bello

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38

Dienstag, 21. November 2017, 11:35

@Anne: das kann ich so eigentlich auch unterschreiben :-)

hier war die Frage, ob man in die Hundeschule geht und die habe ich beantwortet. Wollte hier keine Grundsatzdiskussion auslösen.

Ja, habe den Thread ursprünglich so aufgemacht. Aber es ist dennoch interessant, all diese Beiträge zu verfolgen. Hundeschulen gibt s wie Sand am Meer. Da muss man sich die passende Huschu halt aussuchen, was nicht immer einfach ist. Aber eben- jedem das Seine. Wie im Leben auch ;) :nicken:
Liebe Grüsse Isa

Magira

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39

Dienstag, 21. November 2017, 11:35

Deine Antwort war eben bisschen provokativ geschrieben und sehr schwarz/weiss :zwinker: deswegen kamen auch gleich Reaktionen darauf um es zu relativieren.
Wie du siehst, sagt niemand etwas gegen deine Ansichten oder die genannte Hundeschule, nur kam es gar übertrieben rüber bezüglich Futterbelohnung und Bindung :psst:
Es grüsst

Linu

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40

Dienstag, 21. November 2017, 12:12

Deine Antwort war eben bisschen provokativ geschrieben und sehr schwarz/weiss :zwinker: deswegen kamen auch gleich Reaktionen darauf um es zu relativieren.
Wie du siehst, sagt niemand etwas gegen deine Ansichten oder die genannte Hundeschule, nur kam es gar übertrieben rüber bezüglich Futterbelohnung und Bindung :psst:
Ja ich sehe es mittlerweile auch ziemlich schwarz/weiss, dennoch werde ich niemandem sagen, was er tun und lassen soll. :good: Die Dynamiken sind in allen Hundeforen immer gleich, hier ist es ja noch heilig dagegen was bei Facebook & co. abgeht :peace: Schliesslich weiss jeder am besten was er tut und will für seinen Hund nur das beste. Unsere HuSchu ist noch zur Verteidigung überhaupt nicht "stur", bei uns arbeiten auch manche Teams mit Futterbeutel.