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Fizzy

Schnupperdoggie

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1

Sonntag, 31. Dezember 2017, 00:14

Bestimmte Geschirre für bestimmte Hundesportarten?

Hallo ihr Lieben

Maintrailing-Spezial-Geschirr?
Ich stöber gerade gemütlich rum auf der Suche nach einem neuen Geschirr, da meine Fellnase langsam aber sicher ausm Welpengeschirr rauswächst. Wollt mich auch nochmal ausführlich mit den verschiedenen Geschirrarten (Schnittform) auseinander setzen und bin dabei auf spezial Geschirre für bestimmte Hundesportarten gestossen. Dass es die gibt, weiss man ja und vor Allem bei z.B. Schlittenhunden, Blindenführhunden, usw. kennt man das. Bisschen überrascht war ich aber den teilweise sehr spezielle aussehenden Mantrailing und Suchhund Geschirren. Ich steh heute irgendwie etwas auf der Leitung und es sprudeln mal wieder Fragen über. Nun muss ich einfach ganz dumm fragen: Wozu gibt es diese Mantrailer Geschirre? Oder anders gefragt, was ist der besondere Vorteil fürs Mantrailing bei so einem Geschirr? Hab bisher keine Erklärung gefunden, nur dass man das fürs Mantrailing "selbstverständlich" braucht. :peinlich:


Ebenfalls zudem Thema passende Fragen:
Die Elterntiere meines Lapi machen allen möglichen Sport in Hobby Form. Lauter div. Züchter sei das ideal für den flexiblen Lapi der Abwechslung will und keine Wiederholungen mag. Er sei für jeden Sport zu gebrauchen, aber selten als Profi. Dies würde ich gerne auch so handhaben. Viele von ihnen - und soweit ich weiss auch einige von euch bei euren Hunden unabhängig der Rasse - nutzen verschiedene Geschirre für die jeweiligen Sportarten. Der Hund erkennt bereits am Geschirr, was gleich von ihm verlangt wird und stellt sich darauf ein. Das lernt Hund durch konsequente Wiederholung, dass eben bei dieser Sportart immer exakt dieses Geschirr getragen wird. Auch da überlege ich, ob das für uns Sinn macht. Wir sind langsam mit Grundgehorsam (Welpen und Junghundeschule) durch und kommen nun in Richtung Sport und Spass. Ich selbst kenne bisher nur Agility - ohne Geschirr. :d

An diejenigen unter euch, die div. Sportarten ausführen oder antesteten und dabei Geschirre wechselt: Erkennt ihr da Vorteile im Wechsel oder ist das Humbug?
Habt ihr das auch einfach so durchgezogen, bis der Hund es selbst gemerkt hat was welches Geschirr bedeutet oder gibts da sonst noch Kniffe?
Wie sehr unterschieden sich denn eure Geschirre voneinander?
Und wenn wir grad schon dabei sind, welches Geschirr nehmt ihr für welche Aktivität her? Und hat dies einen bestimmten Grund?

Wenn ich z.B. ein Mantrailing Geschirr mit einem Sattel-Geschirr (z.B. JuliusK9) vergleiche, nehm ich mal an - ohne irgendwelches fundiertes Wissen - dass das Sattelgeschirr ungeeignet fürs Mantrailen wäre, da sich diese Geschirrarten schon sehr stark voneinander unterscheiden. Demnach geh ich davon aus, dass ihr Gründe für eure Auswahl habt. ^^

Erzählt einfach mal von euren Erfahrungen in dieser Richtung. :klatschen:

Besten Dank und liebe Grüsse
Fizzy

P.S. Wünsche euch allen einen guten Rutsch ins 2018!

Bolotta

Alphadoggie

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2

Sonntag, 31. Dezember 2017, 09:24

Ich bin eher alt.odisch. meine Hunde haben je 2 Geschirre' 1 für Mantrailing und eines für Sport. Das kann wandern, Joggen oder schmitteln sein. Dies ist etwas gepolstert und habe ich zusammen mit den MR Koppel Leine gekauft


Das andere ist ein ganz normales aus der Landi. Aber jetzt zig verschiedene Geschirre für diverse Sportarten wäre mir echt zu blöd.

Mit Luna leiste ich Einsätze als Therapie Hund. Hier trägt sie ein Halsband, eigens für den Einsatz. Das müsste sie auch in den öV tragen, damit sie gratis fahrem kann.

Aber meine Hunde können auch ohne spezielles Geschirr trailen. Wir sind in den Ferien. Vorgestern habe ich ein Mantrailing mit ihnen gemacht. Für Luna hatte ich nur das Zuggeschirr dabei. Sie wusste jedoch sehr genau, was zu tun war. Ablauf und Kommando bleiben gleich.

Gleich beim Einsatz als Therapie Hund. Luna macht ihre Aufgabe immer gleich. Auch wenn wir mal irgendwo sind, wo sie das Halsband nicht trägt. Nehme ich zu Hause das Halsband und die Tasche hervor, ist Luna ganz aufgeregt und freut sich.

Das sind die Hunde auch, wenn ich eine Leine zur Hand nehme. Selbst wenn ich die nur verräumen würde.

Anne

Moderatordoggie

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3

Montag, 1. Januar 2018, 13:43

Im Mantrailing ist einfach wichtig, dass der Hund am Geschirr und nicht am HB geführt wird, weil sie doch bei der Arbeit tw rechten Zug machen. Da gehts um Druckverteilung etc (wie im Alltag auch). Viele der speziellen Mantrailing Geschirre sind ausserdem leuchtig oder angeschrieben, damit man als Aussenstehender merkt, dass da ein Hund bei der Arbeit ist. Die Idee, dass der Hund weiss, worums geht, spielt vielleicht auch rein - ist meiner Meinung nach aber total zweitrangig ;) Denke, man kann auch in einem "normalen", gut sitzenden Geschirr trailen. Evtl. macht es beim Mantrailing auch Sinn, dass das Geschirr zB einen extra Handgriff hat, um beim Abgang den Hund besser bremsen/halten zu können. Sind wohl v.a. Fragen des Handlings. Aber haben ja Trail-"Profis" hier, korrigiert mich ruhig.

Ich persönlich bin ja auch so eine, die ganz viele verschiedene Sachen macht mit dem Hund. Ich wechsle dafür das Geschirr nicht extra. Im Obedience habe ich ursprünglich mal extra aufs HB gewechselt, also im Geschirr auf den Platz geführt, dann ans HB, mit der Idee, dass sie merkt "jetzt wird gearbeitet". Habe aber ganz schnell gemerkt, dass das überhaupt nicht nötig ist - Mairin schnallt total schnell, wenn man arbeitet mit ihr und ist dann super aufmerksam und checkt einfach, was verlangt wird. Ich bräuchte sonst ja X Geschirre :d

Die einzigen zwei Sachen, für die wir ein spezielles Geschirr haben, sind/waren Zugsport (logisch, ein X-Back für optimale Zugverteilung) und Fährten. Das Fährtengeschirr hatte einen Ring am Bauch hinten, damit ich die Leine dort befestigen und zwischen den Hinterbeinen durchfädeln konnte, was laut meiner damaligen Fährtentrainerin den Vorteil habe, dass der Hund nicht nach oben-hinten gezogen wird, sondern die Körperhaltung nach unten (Nase an den Boden) untersützt wird. Durch die Leine am Bauch und zwischen den Hinterbeinen durch wird die natürliche Haltung beim konzentrierten Fährten weniger behindert. Tw mache ich aber auch einfach so auf dem Spaziergang eine Mini-Fährte und habe dann nicht extra das "richtige" Geschirr dabei, und es geht auch so - also um zu schnallen, worums geht, braucht Mairin die Geschirr-Unterstützung nicht.

Wos meiner Meinung nach Sinn machen kann, ein "Ritual" einzuführen, ist beim Leinenführigkeitstraining. Das kann aber zB auch sein, dass man in einer konzentrierten Phase, wo der Hund schön an der Leine laufen soll, einfach zusätzlich zum Geschirr ein Halstuch anzieht und das wieder auszieht, wenn der Hund ziehen darf. Wohlgemerkt, dass mache ich nur in der Zeit, in der der Hund das Leinelaufen einfach noch nicht selbstverständlich macht. Mit dem Hintergedanken, dass für den Hund klar ist, warum ziehen manchmal okay ist (dann nämlich, wenn ich zB auf den Bus muss oder einfach laufen will und keine Zeit/Nerven/Möglichkeit hab, an der Leinenführigkeit zu arbeiten, also das Ziehen an der Leine zu unterbrechen. Irgendwann gewöhnt sich er Hund (hoffentlich) eh an, auch ohne Ritual nicht an der Leine zu ziehen - dann kann mans weglassen.

Übrigens übe ich halt auch ganz viele Sachen aus verschiedenen Sports wild durcheinander auf dem Spaziergang. Da verlange ich zB mal Obedience-Unterordnung, mache dann wieder "Waldagility", Mini-Fährten, Futterbeutel-Suche, verstecke das Identifikationshölzli, trickse etc. pp. Dafür trägt sie dann halt einfach was sie trägt - und muss halt mir zuhören und sich konzentrieren, um zu wissen, worums grade geht ;) Das funktioniert super (und ich find es tut dem Hund gut, diese Übungen unter diversen Bedingungen immer wieder zu generalisieren und eben nicht nur auf dem spezifischen Platz unter den immer gleichen Bedingungen abzuhampeln). Auf dem Hundeplatz war Mairin dann sowieso ziemlich bald einfach "nackig", egal ob Agi, Obedience, Longieren, Clickertraining, NADAC oder was wir sonst noch so gemacht haben / machen.

Also kurz und bündig: Lass das mit den X verschiedenen Geschirren, dein Hund ist klug genug, zu wissen, "worums gehts" ;-) Wenn ihm eine Beschäftigung Spass macht, wird er mit Freude dabei sein, egal, welches Geschirr er trägt. Ausnahme natürlich da, wo es gesundheitlich oder aus praktischen Handling-Gründen ein spezifisches Geschirr sein muss.
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Anne« (1. Januar 2018, 18:36)


Bolotta

Alphadoggie

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4

Montag, 1. Januar 2018, 19:46

Anne hat es sehr gut beschrieben. Beim Fährten trugen meine Hunde übrigens das gleiche Geschirr, wie nun beim Man-Trailing. Nur wurde es verkehrt herum angezogen, so dass der Ring unten war.

Magira

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5

Montag, 1. Januar 2018, 23:36

Sowohl bei mir selber als auch bei meinen Kunden merke ich wie oft man zu vieles Anschafft weil man das Gefühl hat man müsste nun sofort. Schnupper doch mal in deine Sportrichtungen rein die dich Interessieren, da wo du dann mehr Begeisterung findest und vermehrt freude daran hast, wirst du dann schon früh genug viel zu viel KrimsKrams dafür einkaufen :d
Ausser eben wie Anne erwähnte, beim Trailen ein Geschirr wo der Druckpunkt optimal verteilt wird (anny-x eignen sich da dafür und es muss definitiv nicht das Suchhund sein, aber auch Mr. Koppel und andere ähnlich Geschnittene.) und für Zugsport.
Selbst für Dummy kann man für die ersten Übungen einfach Bälle nehmen und wenn man zu einem Trainer in die Lektion geht, gibts sicher immer die möglichkeit vor Ort noch Dummies auszuleihen. Denke das wird auch bei anderen Sportarten so sein mit dem Apportierholz uvm.

Ah fast die Frage mit den Ritualen vergessen. Ja die hab ich auch, aber Gegenstand unabhängig. Es sind mehr Worte oder unbeabsichtigte, immer wiederkehrende Gesten oder Abläufe. Hatte früher auch mal die Idee mit verschiedenen Halsbänder, Halstücher, Geschirren und co. Nun sind alle Halstücher in irgend einer Kiste und ich wüsst nicht mal mehr welches für was ist. :peinlich:
Es grüsst

Lara&Aik

Schnupperdoggie

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6

Dienstag, 2. Januar 2018, 06:15

Ich kann hier aus etwas einem anderen Bereich berichten. Ich arbeite mit meinem Schäfer im Schutzdienst und dafür hat er auch eigens ein sogenanntes Hetzgeschirr. Auch da scheiden sich die Geister über die verschiedenen Variationen. Es gibt viele, die einfach Zuggeschirre nehmen aber das halt ich nicht für optimal: Zwar ist die Lastverteilung sicher besser als beim Klassischen Lederhetzgeschirr (meins ist dick mit Filzmatten unterlegt) ABER beim Angriff, Stellen etctc verrutscht es viel schneller durch die schnellen Wendungen und Bewegungen. Gerade wenn es dann im Fortgeschrittenen Training darum geht auch durch Gebäude zu suchen oder Ähnliches ist mir das mit dem Zuggeschirr, das etwas lockerer liegt einfach zu heikel. Das Lederhetzgeschirr muss aber wirklich gut sitzen und angepasst sein, dann verteilt es Druck und Belastung auch gleichmässig.

Zum Trailen trägt Aik entweder auch das Hetzgeschirr (dann befestige ich eine Zusätzliche Schlaufe am Bauchriemen und hänge die Leine da ein :zwinker: ) oder am Hetzhalsband.



Ich persönlich würde dir auch empfehlen verschiedenen Orts reinzuschnuppern. Wenn du den Sport hast der dir und deinem Hund gefällt kannst du mal bei deinen Kollegen das Material anschauen, schauen was euch passt und geeignet ist. einfach schauen, anprobieren wenn möglich und evtl mal testen in einem Rundgang wenn die Grösse stimmt. Auch hier bin ich der festen Überzeugung, dass das individuell ist! Eine Freundin hat zb eine Dobermannhündin und sie fühlt sich einfach total unwohl in dem verhältnissmässig schweren Hetzgeschirr und mit der deutlich schlankeren und feingliedrigeren Statur passt es irgendwie auch nie richtig. Sie arbeitet nun mit einem Zuggeschirr und Hetzhalsband, jeh nach Übung. Mein Schäfer ist im Schutz sehr agil und wendig und nutzt das auch, auch vom Trainingsstand werden die Übungen meist flexibel gestaltet und da ist er manchmal sehr irritiert wenn das Zuggeschirr einfach verrutscht oder er reinstürmt, es etwas schief liegt durch eine Bewegung und dann "komisch" den Druck verteilt und ist daher echt happy mit dem Hetzgeschirr.
Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiss und Tränen. Das Leben zahlt alles mal zurück.

Aik - Mein Seelenhund.

Fizzy

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7

Mittwoch, 3. Januar 2018, 01:05

Vielen Dank!

Ich wollt jetzt nicht los rennen und div. Geschirre kaufen. Aber mir war nicht klar, wie gross der Unterschied von Geschirr zu Geschirr für den Hund sein muss und wie streng man das dann handhabt. Hatte so das Gefühl, dass dann die Möglichkeiten eingegrenzt sind und wollt nicht für "normales Gassi und Dummy Training" das perfekte Geschirr für was weiss ich für ne andere Sportart nehmen und es da dann nicht mehr "frei" haben. Wenn ihr versteht, was ich mein... Aber das war wohl nur mal wieder viel zu weites Denken und übermässiges Planen à la Fizzy. :k_irre: Und bei all dem Kopfzerbrechen hab ich ausgerechnet das für mich wichtigste ausser acht gelassen: Der abwechslungsreiche Spaziergang. Da bau ich ja jetzt schon gemischte Elemente rein und da wäre wie ihr schon sagtet der Geschirrwechsel natürlich auch nicht drin. Denk sowas ist dann doch eher als Fokusunterstützung bei Wettkämpfen und richtiger Arbeit sinnvoll und bei mir übertrieben... :sdummesposting: Hab mich mal wieder in meinen eigenen Gedanken verrant, danke fürs entknoten. Finde das Hintergrundwissen was hier mitgeliefert wird trotzdem sehr interessant! Macht ruhig weiter, lern ich was. :d

Verstehe nun auch den Sinn von Mantrail-Geschirren. Dass da die Leine an den Bauch kommt, hatte ich z.B. gar nicht realisiert. Stört das den Hund denn nicht zwischen den Hinterbeinen? Wenn meiner an der losen Schlepp ist, gerät sie ihm immer mal wieder zwischen die Beine und er läuft dann als hätte er ne volle Windel an. :biggrin: Das stell ich mir mit gespannter Leine noch viel Schlimmer vor. Auch die Erfahrung von Lara zum Hetzgeschirr sind für mich sehr interessant, auch wenn mich das wohl nie direkt selbst betreffen wird.

P.S.
Wos meiner Meinung nach Sinn machen kann, ein "Ritual" einzuführen, ist beim Leinenführigkeitstraining. Das kann aber zB auch sein, dass man in einer konzentrierten Phase, wo der Hund schön an der Leine laufen soll, einfach zusätzlich zum Geschirr ein Halstuch anzieht und das wieder auszieht, wenn der Hund ziehen darf.
Das ist eine super Idee. Haben genau da nämlich gerade langsam aufkommende Probleme, die ich damit vlt in Griff bekomme. :sdanke:

Lara&Aik

Schnupperdoggie

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8

Mittwoch, 3. Januar 2018, 07:14

Liebe Fizzy wie sehr fühle ich mit dir! :smile:

Ich habe meinen eigenen ersten Hund auch erst seit einem halben Jahr und stand vor ähnlichen Problemen. Dazu ist er echt ne kleine Knacknuss (aus zweiter Hand, gesundheitlich schwierig) und ich bin nur so weit mit ihm gekommen weil er einen mega ausgeprägten "Will to please" hat. Und ich stand genau vor ähnlichen Problemen. Was brauche ich wirklich, was nicht, was ist geeignet, was nicht und ich musste einfach lernen dass nicht das beste im Google oder was weiss ich auch das Beste für UNS ist.



Das mit der Leine beim Trailing habe ich zum Glück nicht. Wenn meiner merkt es geht los, könntest du ihm ne Gefängniskugel ans Bein binden (wie früher in den Filmen) und es wäre ihm total egal :biggrin: er ist echt ne spezielle Nummer.



Ich würde mir wirklich erst die Sportart aussuchen und dann das Material. Es gibt Sportarten die brauchen von Anfang her einfach eine passende Ausrüstung und bei anderen brauchst du das weniger. Mit unserem Familienhund den wir zu meinen Kindertagen hatten war ich im Agy und da hab ich einfach nichts gebraucht. Mit Aik war ich auch mal da zum schnuppern und er hat zwar mitgemacht aber so wirklich das wahre, war es nicht. Weil ich nicht wusste, was er an Vorgeschichte mit sich bringt war ich zunächst unsicher ob ich Schutz ausprobieren konnte. Also liess ich einen Wesenstest machen und siehe da, Aik war sehr geeignet und mit Feuereifer dabei. :good: So schnell geht es. Und da es beruflich auch gerade passt und ich ihn auch als Diensthund nutzen kann - herzlich gerne. War aber wirklich nicht der Plan. Wir bereiten uns auch auf die BH vor, machen ZOS-Kurse, wollen im Frühling einen Kurs im Sozialverhalten und Trailing besuchen. Ich mache mit ihm einfach das, was ihm spass macht und kaufe dann die Ausrüstung die WIRKLICH nötig ist......oder gebe mir Mühe nur das zu kaufen (...oh das ist aber schön...und so eins hat er noch nicht...und das muss ich doch auch haben... :0haue-haue0: )
Erfolg ist kein Glück, sondern nur das Ergebnis von Blut, Schweiss und Tränen. Das Leben zahlt alles mal zurück.

Aik - Mein Seelenhund.

Fizzy

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Mittwoch, 3. Januar 2018, 22:33

Danke Lara, aber das ist nicht mal meiner erster... :peinlich: Sind nur ganz andere Umstände und ne Weile her... Die Auswahl heutzutage wird ja auch nicht kleiner. Ich verschlimmbessere mit zu viel grübeln aber eh immer alles, daher auch das. :biggrin:

Bei der Materialwahl werd ich in erster Linie eh auf sein Fell achten müssen. Ist offenbar komplizierter bei so einer elektrisierten Plüschkugel, als bei Terrier, Schäfer, und co., wenn man den Fehler machte sich da mal umzuhören... Da hab ich ja schon die schlimmsten Geschichten erzählt bekommen und es wird mal wieder hin und her gestritten, wie immer eben. Die einen schwören auf Kette (natürlich hier bezogen auf Halsband), weil die nicht filze. Der andere kreischt da nein, weil das Fell dafür eingeklemmt werden könne, ausreise oder abbricht. Dabei gibts dann nochmal eine ganz eigene Diskussion darüber wie fein- oder grobgliedrig die Kette sein sollte. Nylon würde scheuern und könne kahle Stellen verursachen bei so zarten Härchen. Fleece sei ne Garantie für Verfilzungen drunter. Rundgenäht sei am besten fürs Fell, dafür ne schlechte Druckverteilung (ausserdem schwer zu finden). Dünne Riemen schneiden zu sehr ein, breite Riemen drücken das Fell zu flach und behindert die "Lüftung"... :pfeifen: Ihr kennt das ja von anderen Themen, es nimmt kein Ende. :stop: Da keiner was zu Mesh sagt, tendier ich nun einfach dazu. Meckern ist in der Masse nämlich immer lauter als Loben.


Ich bin grad noch über das "Ausbildungsgeschirr" gestolpert. Hat da jemand Erfahrungsberichte?
Also nicht das Halti, was auch ab und an so genannt wird. Sondern ein "Front-Lead Harness".

Soll keine Werbung sein, geht mir bei den Links darum, dass man sieht was genau ich meine.
Ohne Zug-Stopp https://walkyourdogwithlove.com/
Mit Zug-Stopp http://www.ruetters-shop.de/mr-guide-aus…gsgeschirr.html
Mit Zug-Stopp https://www.qualipet.ch/p-g2938693-gross…geschirr-guide/

Top oder Flop?

Vaku

Schnupperdoggie

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Mittwoch, 3. Januar 2018, 22:43

Bevor ich sowas kaufen würde:

Geschirr, dazu ein Zugstopphalsband und eine verstellbare Leine die einmal im Halsband und einmal im Geschirr befestigt wird.

Ist das selbe Prinzip, günstiger (weil keine Sondersache, sondern beides kannst du ao später verwenden).

Ansonsten wegen Material: Ich finde Softshell als Polsterung super.
Beim Halsband hab ich Tau und Paracord und bin mit beidem sehr zufrieden.

Magira

Schnupperdoggie

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11

Donnerstag, 4. Januar 2018, 02:50

Miyu ist deinem Lapphund vom Fell sehr ähnlich und trägt nun permanent rundgenähtes Elchlederhalsband und bin begeistert :0herzsm0:
Alles andere hat wirklich Haare gebrochen, verfilzt, ausgerissen und so weiter und so fort. Was auch noch geht ist Biothane.

Von den Geschirren halte ich persönlich gar nichts, wenn du vorne wirklich einen Ring möchtest, wäre meine Empfehlung eher etwas wie das Ruffwear Frontranger oder Dog Copenhagen Geschirr.
Bei den Front-Lead wird meiner Meinung nach mit zu grosser Einschränkung im Schulterbereich gearbeitet. Dann lieber ein gut auftrainiertes, gut sitzendes Halti, falls man dem Hund kräftemässig so unterlegen ist und man an schwierigen Themen arbeiten muss. Für normale Leinenführigkeit reicht ein normales Halsband/Geschirr völlig aus..
Es grüsst

Claudia

Schnupperdoggie

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12

Donnerstag, 4. Januar 2018, 09:34

Ich habe mit dem Grossenbacher-Welpengeschirr angefangen zu trailen, als Yorik 10 Monate alt war. Das habe ich beibehalten, bis es zu klein wurde, resp. er es deutlich nicht mehr mochte. Allerdings hab ich dieses Geschirr dann wirklich nur noch fürs trailen gebraucht und mir für den Alltag ein anderes gekauft (Anny-x). Ich handhabe es weiterhin so, dass er ein Geschirr nur zum trailen hat und werde, sobald er ausgewachsen ist, eins machen lassen. Bis dahin arbeite ich mit dem Mantrail-Geschirr von Anny-x, das ist verstellbar und er läuft gut damit.

Somit hab ich 2 Geschirre, wobei ich im Alltag eigentlich immer mit Halsband/Leine unterwegs bin und ganz selten das Geschirr brauche. Da ich keine weiteren Sportarten mit ihm betreibe, bleibt das mit dem Equipment überschaubar. Beim Mantrail-Geschirr - und auch sonst jedem Arbeitsgeschirr - ist die Passform schon wichtig, finde ich. Es gibt Hunde, die gehen dann schon ordentlich los und wenn da die Druckverteilung nicht stimmt, ist es doch sehr suboptimal. Ich hab bei Yorik gemerkt, als ihn das Welpengeschirr angefangen hat zu zwicken oder einfach nicht mehr bequem war, dass er sehr abgelenkt war, das muss dann schon nicht sein.

flower11

Schnupperdoggie

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13

Donnerstag, 4. Januar 2018, 12:33

Ich ziehe meinem Sheltie nur zum Spazieren ein Geschirr an (AnnyX). Zuhause ist sie immer "nackt". Halsband brauche ich eh nicht, da sie etwas ängstlich ist, ist ein Geschirr besser.

Der Yorkie trägt das kleinste Halsband das es im Qualipet gibt, und sogar das mussten wir noch kleiner nähen :zwinker: . Sie trägt es immer, weil mein Grossvater viel zu ihr schaut und dann nicht noch daran denken muss ihr ein Halsband anzuziehen wenn sie raus muss.

Fizzy

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Donnerstag, 4. Januar 2018, 17:36

Bei Ink haben sich neulich sogar Haare beim Halsband um den Karabiner der Leine gewickelt. :thumbdown: Läuft bei seinem Kragen wohl auch auf kein Halsband hinaus. Zu Hause is er von Anfang an schon immer nackig.

@Magira: Danke. Das bestätigt immerhin schon mal, das die ganzen Gedanken ums Fell nicht umsonst sind. Denkst du das rundgenähte Elchleder klappt auch beim Geschirr? Stell mir das irgendwie unangenehm auf den Rippen vor...

@Vaku: Möchte dir nicht aufn Schlipps treten, aber es ist eben nicht das gleiche Prinzip. Die von dir genannte Methode ist gut und wende ich zur Zeit bei dreien meiner Gast-Schützlingen an. Bei einem davon schnell mit grossem Erfolg, bei einem wirds langsam was. Es gibt aber Hunde, die sich so ins Halsband hängen, dass sie nur noch röcheln und trotzdem nicht weniger ziehen. Denen ist dann auch das zusammenziehen vom Halsband egal. Wie gesagt, bei zweien hatte ich mit Halsband Geschirr Kombi Erfolge. Beim dritten nicht. Er wurde sein ganzes Leben nur an einem Halsband und ohne jegliches Leinentraining geführt. Er zieht non stopp röchelnd voraus und die Besitzer jeweils mit ausgestrecktem Arm hinteher, bis einer sich sogar die Schulter zerrte. Hat halt Kraft und Gewicht son Dobermann und inzwischen praktisch gar keine Empfindlichkeit mehr am Hals. Der Sinn von dieser Geschirr Art soll sein, dass sich Hund gar nicht in Geschirr oder Halsband reinhängen und gegenstämmen kann. Hängt die Leine vorne und Hund prescht los, wird der Zug automatisch auf eine Seite gelenkt und stört so das Gleichgewicht des Hundes, wenn er weiter ziehen würde. Er ist gezwungen das Ziehen zu unterbrechen und sich zu korrigieren (mit Hilfe des Menschen der ihm vorgibt wie, Training dazu brauchts natürlich). Es ist für Hunde gedacht mit 0 Leinenführigkeit, um dieses Training nach zu holen - oder aber auch für eingeschränkte Halter die durch diesen Effekt weniger Kraft aufbringen müssen beim Hund zurückhalten. Der Nachteil ist, dass viele dieser Geschirre schlecht geschnitten für die Schultern der Hunde sind. Abhilfe schaffen dann die von Magira erwähnten Modelle, in die sich Hund dafür wieder ein bisschen mehr reinstämmen kann. So zumind. die Theorie des Designs. Die Frage ist nun, ob das jemand der damit schon Erfahrung gemacht hat bestätigen kann. Also ob es den Hund während dem Ziehen wirklich stört (und zwar NUR während dem Ziehen) und ob die Führung bei Leinenmonstern vereinfacht wird.

Magira

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Donnerstag, 4. Januar 2018, 17:43

Als Geschirr trägt sie Anny-x und da hat es zwar hie und da paar Haare dran, aber nicht wirklich mehr als bei Zelda die Kurzhaarig ist. Auch ein Verfilzen konnte ich nicht feststellen. Ansonsten ist die Protect reihe hier "weicher" und sicher eine gute Alternative zum normalen Anny-x. Rundleder Geschirr wäre bei ihr definitiv nichts, da sie doch hie und da noch in die Leine knallt und dafür trägt sie ja Geschirr.
Es grüsst

Vaku

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Donnerstag, 4. Januar 2018, 22:02

Bei der Geschirr-Halsband -Kombi geht es doch darum, den Hund beim Ziehversuch umzulenken und damit zu unterbrechen.

Das er eben gar nicht mehr dazu kommt und somit der Hund auch nicht röchelnd im Halsband hängt.
Geführt wird über Geschirr, korrigiert / umgelenkt wird über Halsband (so habe ich es zumindest gelernt).

Wir sollen den diese Sondergeschirre genau funktionieren - also wodurch schränken sie den das Ziehen ein? So ganz vorstellen kann ich mir das eherlich gesagt nicht.

Fizzy

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Samstag, 6. Januar 2018, 16:55

Wir sollen den diese Sondergeschirre genau funktionieren - also wodurch schränken sie den das Ziehen ein? So ganz vorstellen kann ich mir das eherlich gesagt nicht.

Ich weiss ehrlich nicht wie ich das erklären soll. Bzw. dachte das hab ich oben. :noidea: Hab es ja in natura selbst noch nicht testen können, sonst müsst ich nicht fragen, ob jemand damit Erfahrung hat. Aber der Theorie nach brauchst du mit dem Geschirr selbst weniger Kraft, da es eben mit dem Gleichgewicht des Hundes arbeitet statt ein gegenseitiges Seilziehn zu werden. Ausserdem wird nicht am empfindlichen Hals rumgezerrt.

Ich versuchs nochmal mit dem Pferde-Vergleich. Wenn du ein Pferd am Zaumzeug zu einer Seite ziehst (abgesehen davon dass man im Reitsprot eigentlich mit den Oberschenkeln steuert..), macht es fast automatisch eine Kurve in seine neue Blickrichtung. Ich kenne genau ein einziges Pferd, is wohl allg. auch die Seltenheit, welchem das egal ist. Wenn es gerade aus laufen will, kannst du seine Nase auch bis auf seine Schulter nach hinten ziehen, es läuft weiter geradeaus. Blind. Übertragen wir dies nun nochmal auf Hunde. Viele Hunden sprechen wohl an auf die korrektur am Halsband, aber eben nicht alle. Für besondere härte Fälle gibt es dann eben dieses Geschirr. Würde der Hund wie obengenanntes Pferd da weiter laufen, käme er angeblich aus dem Gleichgewicht. Da Hund dies selbst verhindern will, lenkt er ein.