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Lagotto

Sportdoggie

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61

Sonntag, 7. Januar 2018, 09:13

@vaku, ich sehe das mit der „Hund übernimmt die Führung“ etwas anders. Wie genau es ist, oder was der Hund spürt, weiss ich nicht, habe aber den Eindruck, wenn Frauchen/Herrchen überfordert ist (Begegnung mit anderen Hunden), will der Hund die Situation regeln und Frauchen/Herrchen beschützen. Der Hund ist dadurch gestresst und wenn der Besitzer die Situation nicht meistert, kann sich der Hund auf Dauer da hinein steigern (aggressives Gebelle). Habe ein paar Beispiele in der Umgebung.
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

catba

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62

Sonntag, 7. Januar 2018, 09:21

Warum sollte ein unsicherer Hund "die Kontrolle übernehmen" wollen, das macht doch keinen Sinn.

in Menschen Augen macht das kein Sinn, aber Hunde ticken da anders :nicken: Hunde sind Rudeltiere, in Familienverhältnissen gehören wir Menschen auch zum Rudel und da gibt es in Hundenaugen immer ein Anführer...übernimmt das nicht der Mensch, tut es der Hund, auch wenn mancher dazu überfordert ist :nicken: und schon beginnt das Problem ;)

Lagotto

Sportdoggie

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63

Sonntag, 7. Januar 2018, 09:41

Genau :good:

Hinzufügen möchte ich noch, dass das Aufreiten ein typisches Zeichen von einem überforderten Hund sein kann... („hormongesteuert“?)
Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

Vaku

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64

Sonntag, 7. Januar 2018, 11:03

in Menschen Augen macht das kein Sinn, aber Hunde ticken da anders :nicken: Hunde sind Rudeltiere, in Familienverhältnissen gehören wir Menschen auch zum Rudel und da gibt es in Hundenaugen immer ein Anführer...übernimmt das nicht der Mensch, tut es der Hund, auch wenn mancher dazu überfordert ist :nicken: und schon beginnt das Problem ;)
Das sehe ich halt anders. Ich würde das nie als Führung übernehmen interpretieren, sondern der Hund hat das Gefühl sich in der Situation nicht auf seinen Menschen verlassen zu können und sucht einen Ausweg.
Dadurch übernimt der Hund aber nicht die Weltherrschaft, immerhin ist das für den Hund purer Stress und ich behaupte 100% der Hunde wären froh, wenn Herrchen oder Frauchen ihnen die Sicherheit sich auf sie verlassen zu können, ihnen zurück geben könnten.
Der Hund hat halt entweder nie gelernt, dass er sich in den Situationen auf einen Menschen verlassen kann und hat schlechte Erfahrungen gemacht.

Kein Hund kämpft wirklich mit seinem Menschen um die "Rudelvorherrschaft" (wenn man das unbedingt so nennen mag). Er kämpft ab und an, vielleicht max. darum seien Dickkopf durchzusetzen :d .


Aber das ist wohl einfach Ansichtsache.
Im Grunde ist es ja auch egal, weil es läuft ja auf das selbe Hinaus. Dem Hund Sicherheit zu vermitteln und den Hund konsequent zu führen, hilft dem Hund im Alltag.

catba

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65

Sonntag, 7. Januar 2018, 13:32

Im Grunde ist es ja auch egal, weil es läuft ja auf das selbe Hinaus. Dem Hund Sicherheit zu vermitteln und den Hund konsequent zu führen, hilft dem Hund im Alltag.

du sagst es, es läuft auf das selbe hinaus ;)

Anne

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66

Sonntag, 7. Januar 2018, 13:38

Ausgelöst durch diesen Thread habe ich gestern Abend mal wieder Günther Bloch, "Wölfisch für Hundehalter", in die Hand genommen. Kann diese Lektüre nur empfehlen, um sich mal wieder zu verdeutlichen, dass weder Wölfe noch Hunde sich tatsächlich streng hierarchisch im Rudel organisieren, in dem ein Alpha das Sagen hat, alle anderen untergebuttert und ständig dominiert werden und jeder gerne die Alpha-Position hätte. Das ist ein völlig veraltetes Bild - sowohl von Wölfen wie auch von Hunden, die mit dem Wolf nur noch entfernt verwandt sind und in Freiheit sowieso nochmal ganz andere Strukturen bilden - siehe dazu "Pizzahunde" von Bloch.

Und bei Bloch und Co. reden wir nicht von irgendwelchen selbsternannten Hundetrainern.
We think it's a dog's inalienable right to get dirty.

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67

Sonntag, 7. Januar 2018, 16:21

Ausgelöst durch diesen Thread habe ich gestern Abend mal wieder Günther Bloch, "Wölfisch für Hundehalter", in die Hand genommen. Kann diese Lektüre nur empfehlen, um sich mal wieder zu verdeutlichen, dass weder Wölfe noch Hunde sich tatsächlich streng hierarchisch im Rudel organisieren, in dem ein Alpha das Sagen hat, alle anderen untergebuttert und ständig dominiert werden und jeder gerne die Alpha-Position hätte. Das ist ein völlig veraltetes Bild - sowohl von Wölfen wie auch von Hunden, die mit dem Wolf nur noch entfernt verwandt sind und in Freiheit sowieso nochmal ganz andere Strukturen bilden - siehe dazu "Pizzahunde" von Bloch.

Und bei Bloch und Co. reden wir nicht von irgendwelchen selbsternannten Hundetrainern.
:good: Genau so erlebe ich es in meiner Meute (nicht miteinander verwandte Hundegruppen werden doch Meute genannt oder?) auch.

Die Hündin welche am meisten Respekt geniesst, Nikita 13j. , ist manchmal vielleicht etwas zickig, aber extrem konsequent, souverän und ausdrucksstark in ihrer gesamten Ausstrahlung. Die mentale Stärke spielt da eine grosse Rolle, denke ich.

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