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AkiraOskar

unregistriert

1

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 07:43

Halti vor und nachteile ..

Hallo ihr lieben :smile:

Mein Oskar hat seid gestern einen Halti an da er sich draußen nicht toll verhält sprich andere Menschen und Hunde werden angebellt. Ich hatte schon einmal einen für meine 1. Hündin gehabt als sie zum angstbeißer gebissen wurde, es hat ihr in kurzer Zeit sehr geholfen :peace: ...


Nun wollte ich aber schon gerne einmal die Vor- und Nachteile des Haltis hören bzw. lesen.


Lg

2

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 08:04

Ich hab gute Erfahrungen damit gemacht, aber nur als Erziehungshilfe, nicht als Strafgerät. Wenn ich sehe, wie heftig manchmal daran geruckt wird, wird mir schlecht.
Richtig eingesetzt eine tolle Sache. Dazu gehört für mich aber auch der Versuch, interessanter für den Hund zu werden, so dass er sich ohnehin mehr mir zuwendet.

3

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 08:40

Wie Holger richtig schreibt, muss man mit einem Halti wirklich sorgfältig arbeiten, damit es nicht zu gesundheitlich negativen Folgen kommt! Also kein Rucken oder Reissen daran, aber wenn du früher schon damit gearbeitet hast, denke ich, dass du das kennst...
Ich persönlich finde es bei Hunden, die ein Problem mit dem Fixieren haben ein gutes Hilfsmittel, um sie von diesem Verhalten zu lösen und neu zu konditionieren. Früh genug auf sich aufmerksam machen, zusätzlich sanft mit dem Halti Kopf in Richtung Hundehalter gelenkt, kann der Hund Menschen und/oder andere Hunde gar nicht mehr fixieren :d Dann mit viel Lob neues Verhalten bestärken und dafür finde ich das Halti ein ausserordentlich gutes und sinnvolles Instrument.

Tinuvielle

unregistriert

4

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 08:49

Das Halti kann eine gute Methode sein, aber falsch angewandt auch eine ganz schlechte. Für mich gilt beim Halti Einsatz: Kein Rucken und Ziehen am Kopf! Ausserdem muss das Halti zusätzlich noch an Halsband gesichert werden. Es soll in erster Linie der Sicherung dienen und eine bewusste Kommunikation mit dem Menschen (Blickkontakt etc.) helfen. Ich habe schon Leinenpöbler gesehen, die nur am Halti geführt wurden und es nur noch ein rumgereisse zwischen Hund und HH war.

TalkingAnimals

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5

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 09:27

Ich habe mit dem Halti jeweils nach Linda Tellington gearbeitet und finde es ein gutes Hilfsmittel. Man kann es sehr fein und gezielt einsetzen, um den Hund auf sich umzulenken. Ziel sollte jedoch sein, ohne Halti leben zu können.

Wenn ich das Halti anwende, wird der Hund am Halsband oder Geschirr geführt, das Halti ist nur zur gezielten und sanften Umlenkung des Hundes da.

Leider wird es von vielen HH falsch angewandt und zB der Hund nur am Halti geführt, daran gerissen, etc.

Tramp

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6

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 09:30

Ich frage mal, wieso ein Halti?
Dann, erst sollte der Hund langsam daran gewöhnt werden. Zu Hause ohne Ablenkung. Ich habe meinem das Halti angelegt immer zum fressen, dann später, wenn er das Halti schon recht ignoriert hat , habe ich die Leine dran befesstigt und ihn so fressen lassen. Dann , wichtig, Leine an Halti UND Halsband befestigen, da das Teil nur auf dem einen Halswirbel liegt, kann man einem Hund den Hals brechen wenn man daran rum zieht.
Dann würde ich zu Hause im Garten mit ihm führübungen machen, das ende am Halsband ist so zu sagen das Gas, da gibt man zeichen zum gehen, das Ende am Halti ist die Bremse, da zieht man den Kopf des Hundes sanft zur Seite,je nachdem wo das " böse " Obiekt steht, von da weg.
Ich hoffe es ist so in etwa verständlich geschrieben. Gut aufgebaut und eingesetzt hat das Halti dann keinen Nachteil für dich, nur für den Hund, er kann nicht mehr tun was er will
http://tramp-vom-heiligen-grahl.heimat.eu/

Ohne Hund zu leben ist machbar, aber sinnlos

Flitzebub

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7

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 11:09

Das Halti ist sicher für grosse, unkontrollierbare Hunde eine gute Sache, wenn es denn fachgerecht angewendet wird. Aber in den Händen von unwissenden Hundebesitzern ist es eine Katastrophe!!

Ein Beispiel: Ich hab letzte Woche eine Frau mit einem mittelgrossen Hund mit Halti, AN DER FLEXILEINE angemacht, an der Strasse laufen sehen. :wall: Der Hund konnte nicht mal geradeausschauen weil die Flexileine auf Zug war. Wollte aussteigen und ihr erklären was für ein Riesenfehler sie macht und dass sie die Gesundheit ihres Hundes gefährdet. Aber leider waren die Dame schon weg bis ich mein Auto gewendet hatte. :-(

8

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 11:12

Warum Halti. Wirklich gute Frage.

Bei mir war es schlechte Leinenführigkeit, somit auch ein Stückweit mein Unvermögen, es Oscar anders beizubringen. Das muss man ganz klar so sagen! Es war ein Hilfsmittel für uns beide.

Mir fiel sein zerren zwar auch auf, ich dachte aber, mit der zeit würde ich das schon in den griff bekommen (wer weiss, vielleicht wäre das auch geschehen?) Was ich nicht bewusst wahrgenommen hatte: Oscar hatte sonst immer guten Blickkontakt zu mir. Aber immer an der (langen) Leine schaute er wirklich bewusst immer in die andere Richtung und begann zu zerren.

In unserer Hundeschule wurde mir dann von einer Trainerin zum halti geraten. Ich habe selbstständig den Oscar daran gewöhnt. Kein problem bei einem labbi. Futter hilft ;)

Anschliessend hat die Trainerin mit mir gemeinsam die richtige Anwendung geübt. keine hexerei, aber gut, jemand mit Fachweisen im Hintergrund zu haben, finde ich. Für mich war das Halti neu...

Dann wurde ein Trainingsplan aufgestellt und dieser wöchentlich überprüft. Nach 2 Wochen war das thema erledigt, das Halti kam eine zeitlang nur noch 1x wöchentlich als Erinnerung zum Einsatz. Nach, ich glaube, 1 Monat war das Training beendet. Das Halti hat es Oscar verleidet, permanent den Blickkontakt zu meiden. und durch Lob und Aufmerksamkeitsübungen hatte ich daran gearbeitet, dass er es richtig erstrebenswert fand, mich immer mal anzusehen zwischendurch. Die Kombi hat es bei mir sehr schnell gebracht.

Eine alte Dame aus dem Junghundekurs hat mit dem halti ihre gelähmte hand kompensieren können. Ihr wirklich toller Hund Max hat ganz schnell begriffen, dass sie nicht bösartig an dem Ding rupft, sondern ihn darüber lenken möchte. Das ist zwar eigentlich nicht die Idee des Halti, hat dort aber gut funktioniert.

Anij

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9

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 15:03

Halti an der Flexi, das ist autsch. smilie_sh_019

Ich zweckentfremde das Halti gerne mal etwas. Wenn ich mit Silky in ein GEschäft gehen muß, laufe ich leider immer wieder Gefahr, daß ein unvernünftiger Zeitgenosse meint, dem ach soooo süßen Cocker seine Zuneigung aufdrängen zu müssen und ich habe festgestellt, davor schützt ihn das Halti auf der Nase, denn viele meinen dann, der hat so was wie einen Maulkorb auf und lassen die Finger weg. Das ist wirklich so, ich habe das selbst nur durch Zufall entdeckt.
Viele Grüße von Daniela, Velvet und Sira

und Silky im Herzen.









Wenn du redest, muss deine Rede besser sein, als es dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

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10

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 18:50

ich würde niemals ein halti verwenden, sähe jetzt nicht ein warum. aber wenn es jemandem hilft, bitteschön, aber dann richtig. ich sehe immer wieder leinen am halti ohne geschirr, flexi am halti und andere furchtbare dinge. ein halti ist jedenfalls kein mittel um den hund zu bestrafen, es soll eine lenkhilfe sein, die man aber, dessen bin ich überzeugt, auch anderswie geben kann, braucht dann halt ev. etwas länger und etwas mehr an kommunikation und bindung.
herzliche grüsse conny mit nastassja und jendayi und dawn im herzen

inhii

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11

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 19:04

Ich habe noch nie auf dem Spaziergang gesehen wo ein Halti richtig angewendet hat. :noidea:

Es wird oft einfach benützt damit man den Hund überhaupt noch von der Kraft her halten kann.

Selber bin ich schon Leuten begegnet wo die Hunde am Halti aufgehängt haben. Einfach statt am Halsband am Halti smilie_sh_019 :wall: wobei der Hund wohl gemerkt erst doof tat als der HH ihn aufhängte. Und ich war schon fast vorbei. Die Schnauze war von dem ca. Schäfergrossen Hund über der Schulter vom HH, so extrem hängte er ihn auf.

Andere reissen nur dran rum oder rucken dran. Arme Hunde, teils reisst es ihnen förmlich den Fang rum und einem tut es schon richtig weh... :S

Für das ist ein Halti nicht gemacht worden, sondern um feine Signale zu geben. Aber eben...

Ich selber würde nie ein Halti brauchen wollen, sehe keinen Sinn und keinen Grund. :nönö:

AkiraOskar

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12

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 19:12

Huhu
Den halti haben wir wie geschrieben an,weil der Herr gerne Hunde anpöbelt und ich das Ziel habe das er so an den Hunden vorbei läuft.

Flexi an Halti smilie_sh_019 smilie_sh_019 :cursing: :uebel: der arme Hund ! Wir haben alles wie es sich gehört angebracht, weil ich will meinen Hund ja nicht umbringen sondern erziehen !

Arancjia

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13

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 19:59

Was genau ist ein Halti? Tut mir leid aber kann mir da nicht so wirklich was darunter vorstellen ;)

Martina90

unregistriert

14

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 20:06


Nickquenim

Alphadoggie

Beiträge: 4 111

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15

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 21:14

Ich habe mit dem Halti jeweils nach Linda Tellington gearbeitet und finde es ein gutes Hilfsmittel. Man kann es sehr fein und gezielt einsetzen, um den Hund auf sich umzulenken. Ziel sollte jedoch sein, ohne Halti leben zu können.

Wenn ich das Halti anwende, wird der Hund am Halsband oder Geschirr geführt, das Halti ist nur zur gezielten und sanften Umlenkung des Hundes da.
Ich habe zwar nicht nach LT gearbeitet aber unterschreibe diesen Beitrag zu 100%.

Ich hab LaKoKo gemacht mit Halti und Halsband.

16

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 22:03

Ich hatte damals eine lange Leine fürs Halsband. Darum herumgewickelt war eine ganz dünne Schnur, die zum Halti führte. Beim normalen laufen kam das Halti nie unter Zug. Bei Bedarf konnte ich aber schnell die Schnur schnappen und so intervenieren. Das hat versehentliches Rucken sehr gut verhindert.
Hier ein Beispiel:


AkiraOskar

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17

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 22:17

Ich hatte damals eine lange Leine fürs Halsband. Darum herumgewickelt war eine ganz dünne Schnur, die zum Halti führte. Beim normalen laufen kam das Halti nie unter Zug. Bei Bedarf konnte ich aber schnell die Schnur schnappen und so intervenieren. Das hat versehentliches Rucken sehr gut verhindert.
Hier ein Beispiel:

Das ist ja cool :)

Arancjia

unregistriert

18

Donnerstag, 10. Oktober 2013, 22:29

Oh,danke, nun versteh ich auch die ganzen Kommentare ;)

TalkingAnimals

unregistriert

19

Freitag, 11. Oktober 2013, 00:39

Flexi am Halti??? :wall: sorry, aber sowas ist echt zum Davonrennen. Ich sehe sehr selten Haltis, aber wenn dann auch leider meistens total falsch angewendet. Und meistens von Leuten, die schon gewichtsmässig ihre Hunde kaum halten könnten. Das ist dann wohl das Kapitulieren vor den Problemen.... X(

Ich hatte früher einen Spazier-Hund, bei dem das Halti (Anwendung nach Tellington, ich habe auch einen Kurs besucht und in meiner Ausbildung ein Seminar besucht darüber) sehr gut geholfen hat. Er war ein Doggen-Mischling mit unheimlich viel Kraft und fristete sein Dasein als Wachhund einer alten Dame. Ich nahm mich seiner an und musste erst mal die Probleme lösen, dass man mit ihm nicht wirklich entspannt spazieren gehen konnte, weil er zog wie ein Stier. Ich führte ihn "dual" an Geschirr und Halti. Das Halti diente nur dazu, seinen Kopf in meine Richtung zu führen, damit er lernte, sich auf mich zu konzentrieren und mich anzuschauen. So wurde es immer entspannter und ruhiger und irgendwann ging sogar sein +70 Frauchen mit ihm spazieren.

Hilfsmittel sind immer so gut oder so miserabel wie der, der sie bedient (ausgenommen natürlich Strom und Sprühsch....e).