Zelda, ein Jagdhund aus Leidenschaft & Marvel ihr Praktikant

  • (Kalani war noch überhaupt nicht in der Stadt...) und jetzt ist es eh zu heiss...aber da er stets tiefenentspannt ist bei Neuem, seh ich da auch kein Problem. Das mit dem einnehmend-sein kenne ich auch, aber mehr wenn ich mich mit dem Zweibeiner beschäftige... ihn zu ignorieren ist aber fast unmöglich, da müsste man schon eine Tür schliessen können... Jendayi zieht sich sicher auch mehr zurück seit er da ist.

    Freut sich Zelda, wenn du dich dann nur mit ihr beschäftigst? Jendayi irgendwie nicht so richtig, sobald Kalani ankommt und das tut er sobald er es merkt, geht sie weg. Er würde ihr nichts tun aber irgendwie ist sie dann doch gestresst und hat dann lieber ihre Ruhe. Nur wenn sie wirklich auch mal Nähe will, kommt sie, dann muss es aber von ihr ausgehen.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • Wenn ich Marvel von uns wirklich auf Distanz halte und ihn nicht reinpfuschen lasse, dann hab ich schon das Gefühl, dass sie es schätzt.

    Hab einiges so eingerichtet, dass sie ihren fixe Platz hat wo er einfach zweiter ist. Das Bett-auf-dem-Bett ^^ hat sie vorrecht, da er sich sonst einfach permanent durchboxt alles zu kriegen wonach ihm gerade ist und dies ändert sich manchmal sekundlich.


    Denke es stresst mich bisschen, weil es für mich ein müssen ist, dass es funktioniert am Bahnhof und überall. Wir fahren in paar Tagen mit dem Zug ins Engadin und ich hab es schon von den Zeiten, Bahnhöfen, Pausen so eingerichtet, dass es "Welpen" tauglich ist. Als wäre er erst wenige Monate alt. Aber es macht mich trotzdem nervös, wie er das Stresstechnisch verkraftet und bin froh, kann ich den Rückweg mit meiner Schwester im Auto mitfahren.

  • Ich war mit Larson auch länger nicht mehr mit Zug und Bus unterwegs, ca. drei Jahre.

    Es in der Coronazeit wieder "auffrischen" fand ich gerade ideal. Die Züge, Bahnhöfe sind weniger voll und so entspannter 🙂

    Die Menschen halten Abstand und schauen eher wo sie sich hinsetzen bzw. Laufen.

    Im Engadin war es gerade vor kurzem ideal, mit Bus und Bahn für kürzere Strecken welche wir in der Ferienwoche täglich nutzten.

    Eine gute Anreise und für Zelda alles Gute! sich die Nierensteine als nicht zu gross rausstellen✊🍀

  • "Anti-Jagd-Training"

    bei (m)einem Beagle

    - In der richtigen Millisekunde Pfeifen

    - nicht zu leise, nicht zu laut, Tonlage treffen wie geübt

    - kehrt Beagle, freuen, nicht zu fest macht Misstrauisch, nicht zu wenig, mindert die Motivation

    - richtige Belohnung bereithalten aus den 200 Lieblingsleckerli und 10 Felldummys. Nur "das eine" ist gerade richtig

    - nicht anfassen, nicht zu fest ansehen, nicht husten, nicht atmen.

    - vorsichtig, aber so als wär alles normal, anleinen.

    - atmen.

    Wird einer der Schritte nicht richtig durchgeführt, hat man verloren.



    bei (m)einem Cocker

    - Rückrufpfiff

    - er rennt zu dir

    - es fliegt ein Ball, irgend einer..

    - er bringt den Ball, weil mit vollem Mund kann man nicht weiter jagen

    - Rückrufpfiff

    - er rennt zu dir

    - Ball fliegt

    - wird gebracht

    das spiel ist dir zu langweilig? Sag ihm er solls doch einfach bitte sein lassen und er lässt es bleiben und trottet mit dir weiter.

  • :biggrin:


    Die Beaglevariante kommt mir bekannt vor :k_irre:.


    Mein AJT bei Milly besteht darin, dass der Kopf im Mäuseloch steckt und sie deshalb die Maus oder jegliches andere Getier was rum läuft, gar nicht sieht und mitbekommt :0engel0:.

    :biggrin::biggrin::biggrin:

  • Haha, so gut beschrieben :spass2::k_irre:


    Die Cocker-Variante ist bei Nyell ähnlich, sobald ein Spieli da ist ist der Rest uninteressant :D

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Momentan verzeichnen wir einige grosse Fortschritte im Dummy.

    Leider meistens wenn ich alleine unterwegs bin und mich einfach der Ehrgeiz packt.


    Gestern stellte ich ihm eine schwierige Aufgabe, bei einem Feldweg, war links ein Hang mit oben einer Wiese und einem Baum. Dahinter nach ca. 4 Meter schon Wald. Ich warf, ohne das er es sah, einen Ball zum Baum. Lief dem Feldweg entlang und schickte ihn, quer über den Feldweg - eigentlich den Hang hinauf "VORAN" (=gerade Linie). Das nahm er so nicht ganz an, und bliebt auf dem Feldweg. Ich stoppte ihn mit Pfiff und wies ihn mit den Händen nach Links (den Hang hoch) ein. Es klappte. Ich war glaub schon lange nicht mehr so stolz auf ihn, auf mich.. auf alles :D


    Das ganze wollte ich dann nochmals machen und Filmen, etwa 30 Meter weiter unten, aber anderer Zielpunkt. Es klappte nicht so sonderlich gut mit Handy in der Hand. Am späteren abend dann der zweite Versuch es zu filmen und da war ich auch mächtig stolz auf ihn. Ich war bisschen zu langsam. Da wo er langsamer wird, und ich ihn stoppe, ist rechts eine grosse Grillstelle. Bei der würde er (darf natürlich nicht!!) gerne markieren und hat leider schon mehrmals fressbares gefunden. Also eine mega Verleitung. Hätte ihn da weiter schicken sollen (Voran) oder früher stoppen. Aber! Er war führig, hörte zu, verstand was ich wollte. So ein toller Cocker! 3%6




  • Meeeeega cool! :love:


    1. Das super Voran,

    2. hammer Stopp auf Pfiff,

    3. Super gesucht und gefunden und gebracht!


    Toll.

    Hach der Sport fasziniert mich halt schon sehr. Freu mich schon, das mit dem nächsten Hündchen in irgendeiner Form etwas mehr zu machen (nicht ganz "richtig" vermutlich, rassebedingt ;), aber halt doch mit etwas mehr Kopf und Plan.)


    Wie hast du das Voran aufgebaut / baut man das im Dummy auf?

    Hab ich mit Mairin nie hingekriegt... (ich wollte eigentlich genau das Voran + Stopp im Obedience fürs Carré, anstatt ihr beizubringen, einfach hohl nach dem Carré zu suchen und da hin zu rennen...)


    Bezüglich filmen, ich finds immer wieder interessant zu sehen, wie die Hunde sich sofort anders verhalten, wenn man das Handy in der Hand hält. War schon bei Mairin so, ist jetzt bei Nyell auch so.. Übung klappt genial, ich denk, oh, das film ich jetzt... nix klappt mehr :D Vermutlich, weil ich durch das Handy einfach sofort zum einen eine ganz andere Körpersprache habe und zum anderen halt auch automatisch eine geteilte Aufmerksamkeit.

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Ich bin einfach zu schlecht im Schriftlich erklären :D


    Kurz und nicht ganz ausführlich. Man nimmt zu beginn eine Futterschüssel und schickt ihn
    später erweitert man die Futterschüsseln, legt aber nur in eine etwas Futter und sendet nur auf diesen (abrufen, nicht den Hund in die andere Näpfe schauen lassen, es liegt nur nichts drin, damit er kein Erfolg hat). Danach wechsel auf Dummy auslegen während Hund wartet oder vom Helfer auslegen lassen. Hund schaut noch zu. Bis dieses Vertrauen in die Hand kommt, wenn ich sage, dort liegt was, liegt auch wirklich etwas.


    Das Voran an sich war nicht super ;) normal sage ich es nur 1x beim senden, die Distanz war aber doch recht gross für ihn und er bremste ab, bevor ich etwas gesagt habe, er müsste durch rennen bis der Suchenpfiff kommt oder andere Anweisung. :S Aber ebe, zufrieden bin ich trotzdem! Weil ich auch weiss, es klappte am Morgen perfekt :love:

  • Supi wie er das schon macht! :super:Freut mich für dich dass ihr zusammen so Freude daran habt und auf gutem Weg seit!

    Beim Voran die Linie behalten können ist später wenn die Winkel enger werden wichtig. Mit der Futterschüssel würde ich es das nächste Mal auch viel länger machen und nicht aufhören wenn es ein zwei Mal geklappt hat.

  • Mir hilft es sehr, immer wieder zurück zu gehen.

    Futterschüssel nahm ich immer mal wieder hervor und machte teilweise die Ablenkung grösser.

    Aktuell stärke ich auch wieder den Suchenpfiff und baue ihn - neben ich ihn schon richtig benötige - fast wieder auf. Das läuft dann parallel, einfach um zu festigen.


    "Lining" macht man ja meistens fast ein Hundelebenlang genau wie Fuss ^^

  • Wenn man sich bereit fühlt für eine privat Stunde bei einem anderen Trainer.

    Man denkt, die Basis ist vorhanden um doch an gewissem Level mit zu halten.

    Und der Hund einem zeigt, es passt "hinde und vorne" einfach nicht.


    Dann sitze ich zumindest da, und zweifle an mir und allem was ich bereits getan habe.

    Marvel konnte heute kein Stopp, kein Suchenpfiff, er jammerte, er winselte, er war nicht bei der Sache.

    Und nein, ihm gibe ich keinerlei "Schuld". Sondern nage an mir, an meinem Aufbau und meinem Verständnis von "er kanns".

    Es war nicht eine Aufgabe, die nicht funktionierte - es klappte keine. Keine einzige. Auch die nicht, an die ich 100% glaubte und uns als Team zutraute.


    Ich schreibe es hier, in der Hoffnung, in paar Wochen oder Monate es mit einem leichten Lächeln lesen zu können

    weil vieles wieder oder hoffentlich sogar besser klappt. Weil ich "uns" und unsere Mitte wieder gefunden habe.


    Frustrationstoleranz und Misserfolg, muss auch der Mensch lernen - nicht nur Hund.

  • Solche Phasen gibt es bei uns auch, selbst jetzt wo die Hunde wirklich ausgewachsen sind...


    So auch früher im Bereich Hundesport. :pfeifen:

    Am Ende war es zu 95% mein eigener Druck, den ich mir machte und somit auf die Hundis übertragen habe.

    Sie waren/sind so feinfühlig, dass sie es sofort merkten (vor allem wenn ich mir den eigenen Druck machte, es Jemand anderem zeigen zu wollen wie gut es klappte:noidea:, dann ging gar nichts mehr). An einem Kurs reichte mal ein Kommentar vom Trainer ,, du kannst mit deinem Hund die 3 Sprünge sowieso nicht, da wette ich,,.... und jaaa, ich vermasselte es:wall:.

    Immerhin hatten wir so den Grund warum ich beim offiziellen Agilauf immer EL holte (und bei den anderen Läufen alles super ging). Ich machte mir den Druck selbst es perfekt machen zu wollen:zwinker:.


    Ich musste an mir extrem Arbeiten, dass ich mich nicht ,,stressen,, lies... aber sogar heute gelingt es mir nicht immer (und sofort nimmt die Leistung der Hundis ab).... kein Mensch ist perfekt. :zwinker:


    Meinen Hundis tat dann immer eine Sport-Paus grad sehr gut (oder sie tat mir gut:zwinker:), 1 Monat Pause (oder schon nur 2 Wochen mal gar nichts mehr machen) und schwups.... es klappte viel besser, somit war ich und dadurch wieder die Hundis voll motiviert bei der Sache.



    Evtl. aber musst du auch bei deinem noch jüngeren Rüden an hormonelle Phasen denken:gruebel1: sind evtl. viele Läufige gerade in der Region?

    Selbst bei Nevada (der echt nicht grossartig reagiert) hatten wir schon Phasen, wo er einfach wie in seiner eigenen Welt war. Ich denke es waren tolle Hündinnen in seinem Kopf:hihi::zwinker:, es hielt so 1 Monat an, dann wurde es wieder besser.

  • Meinen Hundis tat dann immer eine Sport-Paus grad sehr gut (oder sie tat mir gut:zwinker:), 1 Monat Pause (oder schon nur 2 Wochen mal gar nichts mehr machen) und schwups.... es klappte viel besser, somit war ich und dadurch wieder die Hundis voll motiviert bei der Sache.

    Ja er ist im Kopf gerade Pupertär und hatte auch Kontakt zu einer bald Läufigen Hündin. Seither "Quasselt" er gerne vor sich hin, was er im Dummy nicht dürfte. Das nehme ich aber viel lockerer. Als Dinge, die ich sehr lange und intensiv aufgebaut habe und eigentlich schon stolz war darauf. Paar Beiträge weiter oben, nahm ich sogar den Mut zusammen ein Video zu posten weil ich mich einfach zufrieden mit seiner und meiner Leistung fühlte.


    Das wird mir schwer fallen. Pause. In meinem Kopf rattert es, was ich morgen auf dem Spaziergang anders machen könnte, wie ich mich verbessern kann. Ob ich in dem einen Buch nachschlagen soll und das eine Video nochmals schauen und wann ich diese Woche Zeithabe es umzusetzen. War gefrustet, als ich merkte, dass mein Training am Samstag wegen einem everdog Stand wegfällt.

    Ich merke, ich werde Ehrgeizig und das ist eine neue Erfahrung für mich. Mit Zelda hatte ich nie diese Erfolge. Alles was ich mit Zelda schaffte war für mich ein Geschenk und teilweise bitterhart erarbeitet. Ich bin bei ihr sooo anders als bei Marvel, der obwohl heute alles scheisse gelaufen ist. Alles versuchte. Nur verstand er mich und meine Anweisungen heute gar nicht mehr. Man sah ihm an, dass er nicht anders "konnte".

  • Nicht aufgeben .... *tröst*


    Ich kenne das Gefühl nur zu gut, es begleitete mich die letzten 4 Jahre praktisch ständig, wenn ich mit Yorik irgendwohin zum Training ausserhalb unserer Wohlfühlzone ging. Da fühlt man sich dann schon als ziemliche Niete und es nagt sehr an einem. Aber ich habe gemerkt, dass es durchaus normal ist, wenn das in der Wohlfühlzone gelernte, auswärts nicht so gut - oder auch mal gar nicht - klappt. Vielleicht war der Schritt zu gross? Vielleicht hatte Marvel tatsächlich nur noch die Hündin im Kopf? Versuch, es als Erfahrung zu sehen und vielleicht auch noch herauszufinden oder zumindest für dich zu erklären, woran genau es lag.
    Und ich würde versuchen, Ablenkungen einzubauen. Entweder zusammen mit jemandem zu trainieren, wo er auch zuschauen muss oder eben Zuschauer hat oder neue Gebiete, die er nicht kennt wählen, ev. etwas "unruhigere".


    Und dann ist er ja auch mitten in der Adoleszenz, da können sie tatsächlich einfach manchmal nicht. Ich hatte mit Yorik schon Dummy-Trainings, bei denen ich nichts anderes tun konnte, als ihn runterzufahren. Dummy hat er keinen einzigen gesehen an den Tagen. Ich durfte dann nebendran irgendwelche Übungen wie Bälle tauschen auf kleinstem Raum oder schlicht eine Standby-Übungen machen, während andere die schönsten Suchen und Einweisungen übten neben dran .... *frustfrustfrust* .... aber es hat mich weiter gebracht.


    Er wird irgendwann wieder "können", da bin ich sicher und vergessen hat er nichts von dem, was du aufgebaut hast.


    Was meinte denn eigentlich der Trainer zur Situation? Wie hat er dies gelöst und was hast du auf den Weg mitbekommen?

  • Hab gerade 5x einen Text geschrieben und wieder gelöscht weil er zu lang wurde, zu umständlich zu lesen oder zu sehr abschweifte :D


    Versuch es nun bisschen arg gekürzt.

    Danke für deinen Beitrag, er half mir in vielerlei Hinsicht.


    Werde auf jedenfall mal Gelände suchen, das er noch gar nicht kennt und dort mal trainieren. Ist schon so, dass er bis jetzt jedes Gelände von irgendwoher kannte und sei es nur als Spaziergang vor mehreren Monaten.


    Das mit den Übungen am Rande, während alle andere arbeiten, da fühle ich mit dir. Das begleitete mich mit Zelda immer und immer wieder. Aber hier war mein Gefühl anders. Vielleicht auch, weil sie mir nichts schenkte und die Schritte sehr sehr klein waren. Marvel hat Zelda im Training um längen überholt. Dafür happert es bei ihm im Alltag (ÖV, Menschenmassen :rolleyes: ) sie sind sich da wirklich sehr grundverschieden.

  • Übrigens, noch schlimmer ist es, wenn ich mit dem AL-Labi irgendwo ins Training gehe. Mit dem Toller hat man ja eh schon Minuspunkte, weil die schreien ja alle ... :D, kann auch helfen, weil da kaum Erwartungen vorhanden sind.

    Jetzt komm aber mal mit dem AL-Labi, der ja sozusagen als Dummy-Genie auf die Welt kommt und eh der Porsche unter den Retrievern in Bezug auf Dummyarbeit ist. Erwartungen hoch zehn und dann stehst du da und hast einen Hund, der nicht mal apportiert, sprich schon apportiert, aber dir alles vor die Füsse spuckt. Einen Porsche, der seine PS null und nichts im Griff hat, die HH daneben versucht, iiiiirgendwie wenigstens in Minimum an Kontrolle ins Geschehen zu bringen :wacko: .... und am Schluss übst du in der Privatstunde, für die du eine Stunde gefahren bist, grade mal "tragen" .... und freust dich wie ein Honigkuchenpferd, wenn der Labi trägt und sich dabei noch kurz über den Rücken streichen lässt.:spass:. Dummytraining? Äh ja .... :peinlich:


    Trotzdem .... ich will nächstes Jahr uuuuuunbedingt mit dem Labi zum Training in die Fideriser Heuberge, uuuuunbedingt. Er ist so eine wahnsinnige Wildsau in der Arbeit, das ist extrem schwierig zu führen, aber wir arbeiten dran, immer und immer wieder.