Chemische Kastration (Suprelorin) / Meine Erfahrungen

  • Ja genau, so auch meine Erfahrung. Es sind häufig die kastrierten Rüden, die meinen intakten Rüden angehen, bzw. verknurren. Gott sei Dank bleibt meiner immer gelassen und weicht aus. Er merkt wohl, dass sie "unsympathisch" sind und geht nicht weiter darauf ein.

    Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

  • Ich habe ja keine Rüden, aber denkt ihr wirklich, dass es daran liegt, dass es kastrierte Rüden sind die eure intakten anmachen weil sie eben kastriert sind?


    Ich denke, sie sind wohl kastriert worden (weil sie eben auffallen und man sich so Verbesserungen erhofft, und wann diese kastriert wurden, wisst ihr ja nicht) und eigentlich ihr Verhaltensmuster schon vor der Kastration so war. :nicken: Ein Rüde, der 3 Jahre oder auch mehr Rüde sein konnte und pöbelte und tat, wird das Verhalten nicht einfach auflösen nur weil er keine Eier mehr hat :pfeifen: . So auch ein Rüde der Läufige Hündinnen kennen lernen durften, trotz Kastration diese noch toll findet. ;) Kannte ein Rüde der mit ca. 7 Jahre kastriert werden musste. Der wusste natürlich was eine Läufige ist, hatte ja Jahrelang Erfahrung damit. So sehe ich das auch wenn ein Hund Probleme mit anderen Hunden hat, da hilft halt auch keine Kastration :noidea:

  • Letztens erst habe ich mich mit einem HH über das Verhalten seines kastrierten Rüden unterhalten und er hat mir bestätigt, dass er meistens bei intakten Rüden doof tut, bzw. verunsichert ist. Eventuell kann er sein Gegenüber nicht zuordnen, schwer zu sagen, an was es liegt. Es gibt aber viele Hunde, die generell mal kastriert werden, weil die Halter meinen, diese seien dann umgänglicher und problemloser zu führen. Auch die, die aus den Tierheimen oder dem Tierschutz geholt werden, sind meist schon kastriert.
    Meine Nachbarin hat ihren Rüden kastrieren lassen, weil er im Haus markierte und nicht, weil er sich mit Artgenossen nicht verstand. Jetzt hat sie es allerdings genau umgekehrt, denn auf viele Rüden reagiert er agressiv, hat er früher nicht gemacht.


    Wäre jetzt noch interessant, was cindy über charly berichtet. Also, wie er sich mit dem Chip verändert.

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  • inhii
    Ich glaube schon, dass es Hunde gibt, die jahrelang gezeigtes Verhalten nicht ändern, weil sie schon gewissermassen "ritualisiert" sind.
    Aber ich finde es schon extrem, wie gross der Unterschied bei Lotus im Verhalten war. Irgendwie auch erschreckend...


    Er hat eine "beste Freundin"(kastriert) und eine - ehm - geruchlich sehr interessante "Freundin".
    Bei ersterer hat sich das Verhalten nicht geändert. Bei der 2. Hatte er jetzt unter dem Chip jegliches Interesse verloren - als Kumpel passt sie ihm irgendwie nicht. Gestern gerade sind wir ihr wieder begegnet. Sie hat sich wieder wie immer riesig gefreut. Und er auch <img src="wcf/images/smilies/6071437.gif" alt="" title="*sab*" style="font-size: 0.8em;" /> , allerdings hab ich ihn dann schnell wieder geschnappt. Nach wie vor ist er nur an ihrem Geruch interessiert...(und nein, sie ist absolut nicht läufig...)
    Was ich damit sagen will: bei Lotus ist ist es wirklich einfach hormonell bedingt...

  • Ja logisch hat ein Kastrierter weniger Interesse an einer Läufigen aber ganz abschalten lassen sich Rüden nicht, die mehrere Jahre unkastriert durchs Leben gingen. :nönö:


    Lotus ist noch jung, aber lass ihn mal 7 Jahre intakt (ich komme immer mit läufiger Hündinnen vorbei ;) ), dann chipe ihn wieder und ich stell ihm wieder eine Läufige vor die Nase. Ich wette er wird sich doch etwas erinnern was das für ein Geruch ist. Wohl nicht so notgeil werden aber er wird sicher Interesse haben. Ich kenne auch wirklich wenige kastrierte Rüden, die Null auf eine Läufige reagieren. Die allermeisten gehen schnuffeln, finden es interessant aber wissen wohl nicht wohin damit ;) :pfeifen:


    Und seit ich Diuni kastrieren musste dazumal und das nicht ,,richtig,, gemacht wurde, weiss ich das auch kastrierte Hündinnen sehr wohl riechen können. Und das passiert mehr als man denkt. Ich hatte eine kastrierte Läufige im Hause. :pfeifen: ;)



    So meine ich es aber vor allem beim Problem Rüde-Rüde. Oft ist das Verhalten einfach schon ein Grundproblem. Sonst müssten ja auch alle kastrierten Hündinnen auf Intakte los gehen... wenn sie es tun, hätten sie es sicher auf gemacht wenn sie intakt wären. Das meine ist.


    Ich würde es noch eher verstehen wenn intakte mehr Mühe hätten, weil sie leben ja mit hormonellen natürlichen Schwankungen. Sind dadurch mal besser drauf und mal weniger gut. Aber kastrierte Hunde sollten ja ausgeglichener sein. :noidea:


    Was ich bisher merkte, dass Hündinnen eher negativ auf meine sind wenn meine vor der Läufigkeit stehen. Aber ob das kastrierte oder unkastrierte andere Hündinnen sind, weiss ich gar nicht. :noidea: Aber sie riechen wohl die Konkurrenz ;)

  • Also bezüglich läufige Hündin, hatte ich jetzt bei der letzten Läufigkeit von Minimaus grad den Vergleich intakter und kastrierter (mit ca. 15Monaten im TH) Rüden. Der intakte ist 8, der Kastrat 8.5.Beide haben nur (und gleich intensiv!) während den Stehtagen reagiert. Der Kastrat reagiert sehr sehr selten (negativ) auf andere Rüden, egal ob intakt oder nicht. Der intakte Rüde ist ansich auch verträglich, reagiert aber eher, wenn ein anderer Rüde provoziert.

  • Zitat

    Wäre jetzt noch interessant, was cindy über charly berichtet. Also, wie er sich mit dem Chip verändert.


    Also, jetzt ist Charly fast 3 Monate chemisch Kastriert und bis vor 2 Wochen habe ich, ausser das er frass wie ein Mähdrescher und das er viel mehr auf Hunde mit bellen reagiert hat, nichts bemerkt :sad: 
    ABER seit ca. 2 Wochen ist er vieeel anhänglicher, er schaut vieeel mehr auf mich und somit auch beim Abruf :spass: die Nase ist nicht mehr permanent am Boden und somit viel aufmerksamer auf mich :spass: somit kann ich ihn immer mehr und länger frei lassen :spass: auch das anbellen der Hunde hat sich schwer verbessert und auch beim spielen mit den Hunden akzeptiert er im Moment, wenn ein Hund im zeigt, so nicht. Da wird nicht mehr nervent gebellt :hopser: 
    Ob es an der chemischen Kastration oder das er doch älter und Erwachsener wird, weiss ich nicht ?( Aber an irgendwas liegt es sicher :biggrin:

  • Echt spannend... grad ein Mail bekommen von Felix (Bruder von Flaffy).


    Sie erzählte nun, dass die ,,alten,, Hundekumpels es mit Felix nicht mehr so gut können, sie angefangen haben ihn anzubellen usw. :huh: Es seien nun alle Kastriert worden ausser eben Felix, seit dem ist es so.


    gibt es da doch ein Grund, dass kastrierte Rüden die intakten eher doof anmachen? :gruebel1: Finde es einfach echt komisch und sehe wie kein Grund dahinter. :noidea: werden Kastrierte unsicherer, werden sie durch richtige Rüden verwirrt... oder warum sind sie so abweisend. Echt komisch...



    cindy


    Toll das es besser wird. Aber eben wie immer kann man es wohl nie zu 100% sagen ob es wegen dem Chip ist oder weil er nun langsam erwachsen und gesittet wird. ^^ Hauptsache es wird besser... :nicken:

  • Es würd mich noch interessieren, wie es den anderen Rüden so geht, die den Chip haben/hatten. Mögt ihr berichten?


    Wir haben ein recht schwieriges Jahr hinter uns, gesundheitlich gesehen. Angefangen mit dem Chip, der im Dezember 2016 gesetzt wurde.

    Wegen Problemen haben wir uns entschieden, den Chip auslaufen zu lassen. Bis heute sind die Hormone aber nicht mehr wirklich zurückgekehrt. Der Chip hat vermutlich ein riesiges Hormonchaos in meinem Rüden hinterlassen. Noch sind wir dran, ich habe aber wieder etwas Hoffnung, dass wir das "Problem" vielleicht doch irgendwann mal lösen können. Falls sich was verändert informiere ich auf jeden Fall auch hier.


  • Echt spannend... grad ein Mail bekommen von Felix (Bruder von Flaffy).


    Sie erzählte nun, dass die ,,alten,, Hundekumpels es mit Felix nicht mehr so gut können, sie angefangen haben ihn anzubellen usw. :huh: Es seien nun alle Kastriert worden ausser eben Felix, seit dem ist es so.


    gibt es da doch ein Grund, dass kastrierte Rüden die intakten eher doof anmachen? :gruebel1: Finde es einfach echt komisch und sehe wie kein Grund dahinter. :noidea: werden Kastrierte unsicherer, werden sie durch richtige Rüden verwirrt... oder warum sind sie so abweisend. Echt komisch...

    Kastrierte Rüden riechen wie "Mädchen", drum sind intakte Rüden oft irritiert. Meiner hat eine Zeitlang extrem auf Kastraten reagiert und wollte sie permanent besteigen. Mittlerweile geht's wieder besser, aber er ist im Umgang mit Kastraten definitiv anders als mit intakten Rüden.

    Anscheinend kommts auch noch drauf an, in welchem Alter kastriert wurde vonwegen dem Geruch. Scheint nicht immer gleich intensiv zu sein. Eine Züchterin hat mir erzählt, dass sie schon mehrmals erlebt habe, dass ein Rüde, der einmal gedeckt hat, besser zwischen Kastraten und Hündinnen unterscheiden könne.

  • Genau, das ist auch meine Beobachtung. Mein intakter Rüde hat keine Probleme, dafür aber die Kastrierten. Anfangs ist es meist ein interessiertes Geschnuppere, bis der kastrierte Rüde meinen Hund angeht... und das passiert uns sehr oft.

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  • Ich glaube einfach das oft mehr im argen liegt als kastriert / nicht kastriert wie Hunde aufeinander reagieren.


    Oft werden Hunde ja kastriert, weil man das Gefühl hat man bekommt damit die Rüde-Rüde Problematik damit in den Griff.

    Was natürlich Wunschdenken ist. Vielleicht wird es etwas weniger, aber es gibt ja schon einen Grund, warum der Hund nicht souverän anderen Hunden gegenüber treten kann.

  • Dass das Hundeverhalten nicht nur hormongesteuert ist, sehe ich auch so. Aber eine Verhaltensveränderung wird nach der Kastration schon eintreten, wie genau weiss man ja nicht, aber man erhofft sich, dass der Hund händelbarer wird.

    Also irgendetwas muss sich ja verändern.

    Das beobachte ich übrigens auch bei dem Westi meiner Freundin, er und mein Rüde kennen sich seit der Welpenzeit an. Der Westi ist dann recht früh kastriert worden und reagiert stark auf Unkastrierte. Sogar mit meinem Rüden, seinem besten Kumpel, kommt es immer wieder zu Gifteleien seinerseits, obwohl die Beiden sich so gut kennen.

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  • Und du glaubst das Verhalten würde dieser Hund (Westi) nicht zeigen, wenn er nie kastriert worden wäre?

    Oder verstehe ich den Hinweis / letzten Abschnitt falsch?

  • Ich kann nur von uns berichten.

    Charly wurde ja im Juni 17 chemisch kastriert um zu schauen ob sein Verhalten ( Nase immer am Boden und absolut in seiner eigener Welt) etwas verändert. Und ja es hat sich sehr ins positiven verändert. Er hat die Nase absolut nicht mehr immer am Boden und schaut viel mehr auf mich und somit haben wir entspannte Spaziergänge. Darum wurde er ja nun richtig kastriert.

    Was das Verhalten zu den Rüden verändert hat? Nichts. Denn er mag nach wie vor gewisse Rüden nicht, ob sie kastriert sind oder nicht kommt nicht drauf an. Sondern meine Beobachtung zu folge, wie sich der andere Rüde auf Charly bewegt. Wenn der andere Rüde sich gross macht und stolziert, Kopf hoch hält, dann ist Charly in Alarmbereitschaft. Egal ob der andere kastriert ist oder nicht. Was mir auch aufgefallen ist, bei kleineren Hunden ist dies nicht so, da kann sich der kleine noch so gross machen, da hat Charly keine Mühe.

  • cindy , genauso ist es auch mit Ritchey, der ja mit ca 2 Jahren kastriert wurde (Angabe TH). Die Kastration hat eigentlich den Hauptgrund, dass der Hund nicht immer nur an das Eine denkt, sobald er Hündinenduft aufnimmt!"sab1* Das Hunde-Sympatien sich ändern, glaube ich nicht. Da halte ich mich an den Spruch von Cesar Milan, der Hund muss nicht alle Hunde mögen, wir tun dies ja auch nicht mit unseren Mitmenschen! Wir üben momentan, dass er die Hunde die er nicht mag ignoriert und nicht attackiert:pfeifen::pfeifen:!

  • romadeda


    Zitat

    Da halte ich mich an den Spruch von Cesar Milan, der Hund muss nicht alle Hunde mögen, wir tun dies ja auch nicht mit unseren Mitmenschen! Wir üben momentan, dass er die Hunde die er nicht mag ignoriert und nicht attackiert


    Genau an diesen Spruch halte ich mich auch und auch wir üben ignorieren:good:

  • Mein Hund mag auch nicht alle Hunde, aber er reagiert mit Desinteresse und wird nicht rabiat. Das ist aber genau das Verhalten, was ich bei den Kastrierten erlebe (Unsicherheit?).


    Vaku , weiss ich natürlich nicht :zwinker:, was mir auffällt ist die Heftigkeit seiner Reaktionen. Er kennt meinen Rüden ja schon so lange und könnte doch gelassener reagieren...:noidea:


    Wenn ich romadeda richtig verstanden habe ist es genau das, was das Problem ist.

    Wir üben momentan, dass er die Hunde die er nicht mag ignoriert und nicht attackiert:pfeifen::pfeifen:!

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  • Lagotto


    Charly hat schon VOR der Kastration so auf gewisse Rüden reagiert. Also nehme ich an das dies nichts mit der Kastration zu tun hat, sondern einfach "ich mag den nicht". Wir mögen ja auch nicht alle Menschen, also warum sollte mein Hund alle Rüden mögen? Und ja er muss einfach lernen die zu ignorieren. Ich bin mir 100% sicher, das er auch ohne Kastration dies lernen müsste.:smile:


    Zitat

    Mein Hund mag auch nicht alle Hunde, aber er reagiert mit Desinteresse und wird nicht rabiat.

    Schön das dein unkastrieter Rüde so cool bleibt, bei Hunden die er nicht mag. Aber ich kenne auch Rüden die unkastriert sind und absolut nicht Desinteressiert sind sondern auch zimmlich happig drauf los gehen. Somit denke ich nicht das dies etwas mit der kastration zu tun hat.