Ein Havaneser und meine Lebenssituation

  • .. Hm, sorry, ein langer Beitrag von mir ..


    Ehrlich gesagt - ohne dich zu kennen würde ich mir nicht erlauben, ein Urteil abzugeben, ob Hund ja oder nein. Rein so von aussen betrachtet sagts bei mir auch eher, nein, so passt das nicht (grade wegen den 100% arbeiten), aber das muss überhaupt nicht stimmen. Grundsätzlich verdienen sicher alle Punkte, die hier so angesprochen werden, eine nahe Betrachtung von dir und ehrliche Antworten (Verantwortung, Bewegung, Lust, draussen zu sein, Hund, der beschäftigt sein will, Ausgang, v.a., da du ja selber sagt, ein bisschen "Tussi" zu sein, ich nehme also mal an, dass du gerne clubben gehst am Wochenende .. ) . Und zwar meiner Meinung nach nicht, "ich will das ja eh ändern" - ein Hund sollte nicht in erster Linie zum veränderten Leben passen, sondern zum aktuellen ;)


    Hier folgt eigene Erfahrung .. wer keine Lust hat, das zu lesen, kann zu den fettgedruckten Sätzen gegen Ende des Posts springen ^^

    Ich denke, dass du eher noch jung bist. Neben der Arbeit gehst du bestimmt auch gerne mal weg?
    Kino oder Pubs....da kannst du den Hund nicht mitnehmen.
    Was ist wenn du einen Freund hast der Hunde nicht mag?
    Wie sieht es mit Urlaub aus?
    Ich wollte auch schon mein Leben lang einen Hund... es hat erst einen gegeben als ich mich fest gebunden habe. Zuerst Hund und später Kinder.


    Sicher auch Punkte die man sich überlegen muss, aber mal aus meiner Erfahrung: Ich war 20, als ich Mairin holte. Völlig unüberlegt, mehr oder weniger innert 2 Wochen entschieden. Hund gesehen, dafür entschieden. Ich hatte grade mein 1. Studium abgebrochen und war sehr arg zwischen Stuhl und Bank, hab ca. 60% im Service gejobbt und aber gewusst, dass ich wieder irgendwas studieren würde - nur nicht was, und nicht wo. Hätte ich damals hier im Forum gefragt, ob ich mir einen Hund holen sollte, oder erwähnt, dass bei mir ein Aussie einzieht .. UI, ich wär geköpft worden :d :d Zum Glück bin ich hier erst zugestossen, als Mairin schon bei mir war und ich schon bewiesen hatte, dass ich eine fähige Hundehalterin bin mit einem sehr glücklichen Aussie :d "Meine" Züchterin sagte mir auch, dass sie ganz arge Zweifel hatte, und mir Mairin nur gegeben hat, weil sie mit meiner Mama gesprochen hat (die übrigens auch sehr viele Zweifel anbrachte, aber sagte, sie würde mich trotzdem dabei untersützen). Und heute bin ich glaub eins der Lieblingsplätzchen dieser Züchterin ;)


    Es kann auch funktionieren, wenn man nicht fest gebunden ist (ich zB bin gar nicht der Typ für feste Bindung, weder emotional, beziehungstechnisch noch beruflich ;) da könnte ich ja warten, bis ich schwarz werde ;)) und nicht weiss, wie die nächsten 15 Jahre ungefähr laufen werden. Wenn ich jemals im Leben am Punkt stehe, wo ich sagen kann, "die nächsten 15 Jahre werden wohl ungefähr so und so verlaufen" .. Oh Schreck, oh Graus! Geht für mich überhaupt nicht, will ich nicht sagen können.. Aber nicht nur Hausfrauen sind gute Hundehalter ;) Bei mir war einfach ganz klar: Vom Moment her, wo ich mich für den Hund entschieden hatte, war Mairin meine Nr 1. Ich habe mein Studium verlängert, damit ich weniger strenge Wochen hatte, damit ich Zeit hatte für den Hund. Ich habe auf WG-Leben in der Unistadt verzichtet und bin in der Nähe meiner Eltern geblieben, weil meine Mama sich bereit erklärt hat, Hunde-Sitterin zu sein. Kurzzeitig habe ich mit einem Freund zusammengewohnt, da haben wir die Wohnung ebenfalls nach Nähe zu meinen Eltern ausgesucht und er hatte zum Glück kein Problem mit dem Hund - überhaupt hat für mich jeder Mann in meinem Leben mit dem Hund klarzukommen, und tun sie auch, weil das schlichtweg Voraussetzung ist, um mein Herz zu erobern :d Und sonst gibts andere Männer :biggrin:


    Aber was man sagen muss: Ich war nie "Tussi", ich war immer gerne draussen (nicht unbedingt sportlich, aber spazieren ging ich schon immer gern), bei jedem Wetter, machte mich gern schmutzig. ) Ich LIEBTE Hunde, hatte auch mehrere Pflegis, Ausgang, Clubben etc. war nie ein Thema für mich, und mein Hundegrund war nie der Jö-Effekt, sondern der Kumpel-Effekt. Ich wollte einen Begleiter... Und ich wusste von Anfang an, dass ich Spass haben würde, Hundekurse zu besuchen.


    Was ich mit all dem sagen will: Es kann durchaus funktionieren, sich jung, in einer eher instabilen Situation einen Hund anzuschaffen (bei mir war Mairin sogar ein herrlich stabilisierender Faktor, der mich durch viele Tiefs getragen hat und mir geholfen hat, Entscheidungen zu fällen, weil ich sie einfach ganz klar für sie fällen musste). Aber: Es braucht meiner Meinung nach ein unterstützendes Umfeld (Betreuung, Notfall) und man muss bereit sein, den Hund an erste Stelle zu setzen bei vielen Dingen. Und man muss wohl doch irgendwo der Typ sein für einen Hund.


    Was ich eher sehe: 100% arbeiten mit Hund finde ich (für mich persönlich) unmöglich. Ich hab das jetzt ein paar wenige Wochen lang gemacht, weils nicht anders ging, und ich bin ultrafroh, dass es ab nächster Woche nur noch 70% sind auf Halbtage. So wird Mairin nur an 2 Tagen die Wochen "fremd"-betreut (bei meiner Mama), und für mich stimmt das. Bei mehr finde ich, dass ich zu wenig Zeit hab mit dem Hund (nicht FÜR den Hund, MIT dem Hund)..ich hab sie ja nicht als Weekendbeschäftigung. Ich hab den Hund, weil ich GERN jeden Tag mit ihr draussen bin und etwas erlebe, weil ich gern Hundekurse besuche, weil ich gern mit ihr auf den Füssen daheim flätze. Und das mit den Feierabenden: Ganz ehrlich, einen Feierabend-Hund zu haben finde ich persönlich recht anstrengend. Ich will ja nicht noch raschrasch im Dunkeln 40 Minuten raus damit der Hund draussen war - ich will bei Tageslicht 2 Stunden durch den Wald streifen, weil das was unheimlich schönes ist!


    .. Wie auch immer. Die einzige, dich all diese Fragen für dich beantworten kann, bist du.
    Es kann durchaus funktionieren, jung und in instabiler Lebenssituation einen Hund zu haben. Du musst einfach deine Umstände ehrlich anschauen und nicht die pure Lust auf den Hund (oder sogar einfach auf den Jö-Effekt?) überwiegen lassen.


    Vielleicht hilft dir eine kleine Visualisierungsübung, etwas rauszufinden, warum du einen Hund willst: Versuch mal, dir im Kopf 3 Foto-Schnappschüsse auszumalen, die dich und den Hund zeigen, die du ganz begeistert auf Facebook, Instagram teilen oder deiner besten Freundin schicken würdest. Was siehst du auf diesen Schnappschüssen? Was macht ihr, wo seid ihr, wie "posed" ihr? Was hast du an? Ist es für die Schnappschüsse wichtig, wie das Wetter ist? Wie alt ist der Hund? Und so weiter .. versuch dir das echt im Detail auszumalen, und dann zieh deine Schlüsse draus.

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Wow!!! Vielen Dank für diese super tollen Antworten! Meine Güte! Mit soviel Unterstützung habe ich nicht gerechnet.


    Zum einen will ich mein Tussisein kurz erklären. Ich bin nicht die Tussi wie sie im Buche steht. Ich habe weder Facebook noch sonst etwas und in den Ausgang gehe ich eigendlich nie. Meine Schwester,mit der ich zusammenlebe hat eine körperliche Behinderung und ich war schon von klein auf wortwörtlich ihre rechte Hand. :)
    Sie ist meine Seelenverwandte, meine Freundin, meine Schwester.... einfach alles. Ein Freund hat in meinem Leben nix verloren weil da vieles kapput gehen würde. Für sie ist es nicht einfach jmd zu finden und ich bin für sie da, egal was passiert. Von daher kan man eigendlich sagen ", dass ich schon lange gebunden bin, nicht mit einem Mann, aber mit meiner Schwester.
    Viele sagen mir dann, das ändert sich noch, irgendwann willst du eine Familie und und und...
    mag ja sein das es sich immer ändern kann. Aber auch ich kann mich mit 24 jahren einschätzen und muss sagen, dass ich unsere Schwesternbeziehung NIE aufs Spiel setzen werden.
    Ein Tusselchen bin ich vor allem von daher, dass ich bisschen Heikel bin und zum Beispiel nicht gerne Schwitze, schnell mal Eckel empfinde etc. ich habe mich noch nie in meinem Leben geschminkt... aber von meiner Familie bin ich eindeutig das grösste Tusselchen aber im gegensatz zu anderen wohl nicht. :)


    Ich habe mich auch soweit entschieden, dass ich mir mit grosser wahrscheinlichkeit keinen Hund zulege wenn ich 100% arbeite. Evt kann ich mein Pensum verringern. Meine Schwester arbeitet ja auch 100%. Von daher sollte das Geld auch reichen wenn wir beide nur 80% oder weniger arbeiten.


    Ich möchte mich wirklich nochmals vom ganzen Herzen bedanken für eire teilweise super ausführlichen Erfahrungen! Diese Erfahrungen (die negativen und die positiven) sind für mich Gold wert!


    Ich finde vor allen auch den Beitrag von Anne wahnsinnig interessant und macht mir Mut, dass ich nicht noch 30 jahre warten muss! Danke dafür!


    Für mich ist ein Hund, auch wenn klein, kein Kuscheltier. Natürlich sind sie süss, aber zum kuscheln für zu Hause habe ich eine Katze. Ich möchte vor allem einen Freund an meiner Seite, der mich in schlechten Zeiten aufmuntert, mit dem ich gemeinsam die Natur und die Welt, die ich bis jetzt eher gemieden habe, erkunden kann.


    Ich bin auch der Meinung das ich nicht der Hund mit dem gedanken holen soll, dass ich mich mehr bewege etc. Für mich ist es einfach einen positiven Nebeneffekt den ich erwarte. Vor Allem will ich eine Aufgabe und Verantwortung übernehmen. Ich weiss ich kann dass, aber die Situation miss stimmen. Und das tut sie leider mit 100% Arbeit nicht.


    Vielen Dank nochmals (ich kann es nicht genug sagen)
    Das ich mich zum ersten mal in einem Forum angemeldet habe war eine der besten Entscheidungen beim Thema Hund.


    Weitere Erfahrungen sind natürlich weiterhin willkommen! <3

  • Ich kann das WOW nur an dich zurückgeben. Du beeindruckst mich gerade richtig. Bei deinen ersten Posts, habe ich dich für mich auch eher in die Tussi-Schublade gesteckt, inzwischen habe ich meine Meinung komplett revidiert. Super, dass eine junge Frau wie du, sich so gründlich Gedanken macht über ihr Leben. Respekt!



    Für mich ist ein Hund, auch wenn klein, kein Kuscheltier. Natürlich sind sie süss, aber zum kuscheln für zu Hause habe ich eine Katze. Ich möchte vor allem einen Freund an meiner Seite, der mich in schlechten Zeiten aufmuntert, mit dem ich gemeinsam die Natur und die Welt, die ich bis jetzt eher gemieden habe, erkunden kann.


    Ich bin auch der Meinung das ich nicht der Hund mit dem gedanken holen soll, dass ich mich mehr bewege etc. Für mich ist es einfach einen positiven Nebeneffekt den ich erwarte. Vor Allem will ich eine Aufgabe und Verantwortung übernehmen. Ich weiss ich kann dass, aber die Situation miss stimmen. Und das tut sie leider mit 100% Arbeit nicht.


    Wenn ich das lese, glaube ich, ein Hund wäre genau das Richtige für dich. Aber eben, nicht bei einem 100% Pensum. Da wirst DU nicht glücklich mit. Versuch das doch in absehbarer Zeit, mit der Pensumsreduktion. Ich drücke dir die Daumen, dass es bald klappt.



    OT: Anne


    Nochmals ein WOW, für deinen Beitrag. :thumbsup:

  • Ich kann das WOW nur an dich zurückgeben. Du beeindruckst mich gerade richtig. Bei deinen ersten Posts, habe ich dich für mich auch eher in die Tussi-Schublade gesteckt, inzwischen habe ich meine Meinung komplett revidiert. Super, dass eine junge Frau wie du, sich so gründlich Gedanken macht über ihr Leben. Respekt!


    Geht mir genau so! :good:
    Und ich glaube tatsächlich auch, dass ein Hund passen würde, wenn du das Pensum reduzieren könntest.

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • mag alles so sein...aber ich finde es etas befremdlich dass ein züchter sich auf keine gespräche einlässt und sogar den besuch seiner hunde verwehrt. gerade in einem ruhigen gespräch tut auch aufklärung not und das genau denke ich ist auch pflicht von züchtern. man sollte da weiterdenken...denn es gibt genug leute die sich sagen: nun wenn ich von da keinen hund bekomme...das internet ist voll damit und jeder kann sich von irgendwoher einen hund kaufen. gerade und auch als züchter ist man in der pflicht die leute aufzuklären..nicht nur schlicht zu sagen: es gibt von mir dann keinen hund.
    aber so wie sie es schreibt war die züchterin schnell nur am "abklemmen"...und das ist finde ich nicht in ordnung, denn so verantwortungvoll und weitsichtig das handeln der züchterin (auf den ersten blick) gewesen sein mag. sie hat schlicht die interessentin da im regen stehen lassen.



    Da geb ich dir Recht, das wäre dann wirklich weitsichtig ... Aber wir kennen ja die Züchterin nicht. Ich kann mir vorstellen, dass ein Züchter viele solcher Anfragen hat und es irgendwann auch leid ist. Soll keine Entschuldigung sein und vielleicht ist nun Spielweib genau die Leidtragende.

  • Ich klink mich hier auch noch kurz ein. ;)


    Finde es wirklich bewundernswert wie ehrlich du zu dir selbst bist - das ist eine gute Voraussetzung für einen Hund.
    Es ist wirklich wichtig das man sich das gut überlegt, da es eine lange und intensive Verantwortung mit sich trägt.


    Ich finde es prinzipiell nicht schlecht bevor man sich einen Hund anschafft, andere Hunde zu sitten & auszuführen (Tierheim, Verwandte, Dogsitting).
    So sammelt man erste Erfahrungen.
    Ein eigener Hund ist aber wirklich ein anderes Paar Schuhe - wie schon erwähnt wurde. :d


    Bei uns ist der Hund auch nicht in der besten Situation (viele Unklarheiten) ins Leben getreten. Aber es musste so sein, genau dieser Welpe.
    Ich bin mittlerweile echt froh das es gekommen ist wie es ist.
    Das einzige was ich ändern würde ist mein Pensum, da ich doch tatsächlich im Moment noch 100% arbeite. :ohmann:
    Wenn ich bald wieder ein Auto habe (hoffentlich) wird es etwas einfacher, da ich flexible Zeiten habe und in 5min mit dem Auto zu Hause bin - sprich auch Mittags.
    Im Moment "unserer Notsituation" wird meiner tagsüber von meinen Eltern gesittet. Wenn sie mal nicht können (was selten der Fall ist), darf er zu meiner Kollegin und ihrer Hündin.
    Wenn bald mein Freund einzieht, wird auch immer jemand da sein - da er in seinem Job eher Abends arbeitet.
    Ich bin also auch bestens abgesichert aber hätte doch auch gerne mehr EIGENE Zeit für mein Fellknäuel. Aber so wie ich das sehe ist die Tendenz, dass ich in den nächsten Jahren auf 60-80% runter schraube, gross. ^^


    Also mein Tipp: Es ist bestimmt nicht alles planbar. Man sollte sich über die wichtigsten Fakten im Klaren sein und sich das alles gut überlegen.
    Vorallem auch ob man einen Welpen möchte oder doch lieber einen erwachsenen Hund... Wenn die Zeit reif ist, wird es dann meist schnell gehen - wenn der Wunsch länger bestehen bleibt :zwinker:


    Anne: bei deinem Text konnte ich nur nicken :nicken:

    Tierischi grüessli & ä schös Tägli :sonnens:


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  • Hallo meine Lieben :)


    Ich habe gestern mit meinem Chef über ein niedrigeres Pensum geredet und er meinte, dass dies kein Problem sein dürfte. *freu*


    Ich denke, dass ich vorerst auf 80% runtergehe. Allerdings wäre 70% noch besser. Das muss ich allerdings mit meiner Schwester und meinem Bankkonto genauer bereden. ^^


    Ich denke das ich mir die Zeit auf mehrere Nachmittage verlegen werde. Da kann ich den Hund, wenn er älter ist, auch mal am Morgen alleine lassen und am Mittag bin ich ja dann wieder da.


    Was nun noch mein Problem ist, das meine Mutter ihn schon wöchentlich nehmen würde aber nicht täglich. Sie Arbeitet auch unregelmässig etwa 20% aber eben... sehr unregelmässig. Einen festen Freitag kann sie sich zwar wählen. Aber was mache ich mit den anderen 4 Tagen? Wo findet man gute Hundesitter? Oder sind Hundepensionen besser?
    Da ich keine Bekannten mit Hunden habe ist das noch schwierig. Und einfach jemand Fremden, der irgend ein Inserat aufhängt würde ich ihn dann irgendwie ungerne geben. Oder was denk ihr so?


    Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Tag . :)

  • Schön, dass das so gehen könnte, ich wünsch dir, dass es klappt! .. Denn ich finde echt, dass so von deiner Situation her ein Hund ein schöner, stabiler, aufstellender und zweckgebender Faktor sein könnte (so vom Schiff aus ;))


    70% Pensum finde ich für mich ideal. Geht für mich auch finanziell, weil ich eine extrem tolle Wohnsituation habe und generell mit wenig Geld auskomme.


    Verteilt hab ichs so: Ich werde den ganzen Montag arbeiten, hab dann aber jeweils Montagabend Hundetraining, dann Dienstag erst am Nachmittag zur Arbeit, Di Morgen das andere Hundetraining (etwas unglücklich, hätte das lieber mehr über die Woche verteit, aber das kann ich nicht wirklich beeinflussen ;)), Mittwoch nur morgens, Donnerstag wieder den ganzen Tag und Freitag wieder nur den Morgen. Allerdings wird bei mir auch die Freiheit bestehen, dass ich mal einen Halbtag auf einen anderen schieben kann und so auch mal einen ganzen Tag frei hab (gleichzeitig hat das Büro auch die Möglichkeit, mich in strengeren Zeiten gegen Kompensation mehr abzurufen). Ganz toll wär dann noch, wenn ich einen der Halbtage Home Office machen könnte, aber das wird sich zeigen, ob das möglich ist (also vom Job her möglich wärs easy, aber ob das Büro das dann auch will, muss sich zeigen ;))


    Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg, egal, ob du dich da jetzt definitiv für einen Hund entscheidest oder nicht ^^

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Wenn Du eine Sitterin, oder Sitter suchst, würde ich in deiner nächsten Wohnumgebung mal nachschauen. Also privat, via Pinnwand im Dorf, oder beim nächsten Tierheim anfragen (dort gibt es auch immer wieder Freiwillige, die gemeldet sind) oder im Internet (Hundepension, evtl. Hundetrainer-schule, betreut.ch, usw.) suchen. Letzendlich musst du die Leute dann kennenlernen und das "Bauchgefühl" entscheiden lassen. Ist recht aufwendig und mühsam, aber oft geht es nicht anders.
    70 Prozent Arbeitspensum habe ich übrigens auch und finde es mit Hund gut einzurichten.

    Ein Hund liebt Dich immer mehr als sich selber :smile:

  • Achja, bezüglich Sitter/in:
    Als eine gute Freundin von mir wusste, dass ein Welpe einziehen wird (Monate im Voraus, eigentlich :d ), hat sie eine Anzeige geschaltet (ich glaube auf kleinanzeigen.ch, gibt ja aber diverse solche Plattformen, analog hats auch im Fressnapf ein Anzeigenbrett oder bei Migros), dass sie für 2 Tage die Woche eine liebe Betreuung sucht, z.B. eine Mama mit etwas älteren Kids, die Freude hätte, einen Hund zu haben, aber das nicht ganz stemmen mag, oder jemand rüstiges pensioniertes .. Auf die Anzeige haben sich in ihrer näheren Umgebung mehrere Leute gemeldet, und mit einer hat sie ins Schwarze getroffen :super: Sie zahlt ihr ein bisschen was, aber weniger als das bei einer Pension der Fall wäre, und der Hund ist hat Familienanschluss und 1:1 "Normal"betreuung. Vor allem hat die Frau Freude, ab und zu einen Hund zu haben. Sie hat etwas Hundeerfahrung, lässt sich aber auch total auf Anleitung von meiner Freundin ein (die selber Hundetrainerin ist und genau weiss, was sie möchte und was nicht).


    Diese Lösung hat auch den Vorteil (für gewisse vllcht auch ein Nachteil, wenn man das nicht möchte), dass noch jemand anderes mit dem Herzen am Hund hängt und man so zB auch mal eine Betreuung für ein Wochenende oder für den Notfall hat, ohne gross rumorganisieren zu müssen.


    Ich würd das definitiv auf dem Weg versuchen. Man muss sich dann einfach klar machen, was man von der betreuenden Person möchte, muss die "Regeln" klar aufstellen und generell gut in der Kommunikation sein.

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • So, ich hoffe du bist trotzdem noch aktiv am lesen :) ich hab mir ja auch recht jung jetzt einen hund geholt. Muss leider auch zugeben das ich ein absoluter sportmuffel bin, zusätzlich mit asthma. Ich hab aber die erfahrung gemacht das man wirklich "automatisch" mehr sport macht und das sogar gerne :) Ich geh jetzt täglich fast 10km laufen, fang langsam mit dem joggen an und plane für den sommer, wenn hundi dann so langsam ausgewachsen ist, lauter wanderungen. Jeder der mich kennt weiss wie unsportlich ich bin und hat mich ernsthaft gefragt ob mir der aufwand das wert ist, aber ich wollte unbedingt einen hund und wenn ich dafür halt spotlich werde, was solls.... Vom alleine bleiben hab ich nicht so erfahrungen, klar bricht es einem das herz, aber meiner schläft dann eh vor der tür. Hundesitting ist bei ihm zT schwieriger, für ihn ist das nicht unbedingt ein unterschied ob jemand den er nicht so kennt da ist ober eben niemand. Aber naja er ist halt ein anderer hundetyp als ein havaneser, geht eher in richtung Hirtenhund/ Hofhund. Ah übrigends ich hab gedacht von anfang an km laufen zu müssen, aber hundi muss ja erstmal erwachsen werden und in der zeit sollte man es wirklich nicht übertreiben, hat also gut später zeit zusammen eine gewisse kondition aufzubauen.

    "Man kriegt nicht den Hund den man will, sondern den den man braucht"

  • Hallo meine Lieben


    Nach langer, langer Zeit melde ich mich mal wieder.
    Meine Lebenssituation hat sich in der Zeit völlig verändert. Krankheitsbedingt musste ich meinen Job hinwerfen und bin jetzt Arbeitslos (bin aber Krankgeschrieben und bekomme so finanzielle Unterstützung von der Krankentaggeldversicherung). Ich hoffe ich muss nicht weiter darauf eingehen.
    Es ist keine physiche Krankheit und ein Hund würde mir sehr helfen.


    Nun hat das alles geklappt. Am 09.06.2017 kann ich meine süsse kleine Sansa abholen.


    Ich hatte in der zwischenzeit auch noch 3 Wochen lang einen pupärtierenden Terrier bei mir. :D
    Anfangs dachte ich mir noch, das ein Hund echt nichts für mich ist... aber am Ende musste ich heulen als er gehen musste. :,)


    Ich habe nun also 100% Zeit für die kleine und falls ich wieder Arbeiten gehe, werde ich dafür sorgen das ich mit Hund darf. Aber in den nächsten Monaten wird dies nicht der Fall sein.


    Ich wollte nur mal meinen aktuellen Stand preisgeben. Wenn die süsse dann hier ist, werde ich euch wahrscheinlich sowieso mit Fragen bombadieren. :D


    Euer S p i e l w e i b

  • eine tolle Vorfreude, geht ja nicht mehr lange... sie wird dir sicher viel Freude bereiten und bestimmt eine Stütze sein im Genesungsprozess :smile:

  • Sehr schön, ich freu mich für dich. Und kann nachvollziehen, dass ein Hund für die Erholung und eigene Stabilität ein extrem guter Faktor sein kann - in eigener Erfahrung. Viel Vorfreude und Spass mit der kleinen Sansa (schöner GoT Name ;))

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Vielen Dank ihr zwei.


    Ich wollte, wenn ich ein weiblein bekomme, sie von anfang an Sansa nennen. Ich liebe diesen Namen und finde ihn auch super passend für so eine wunderbare hündin mit starkem Chatakter :)


    Da es aber ein E-Wurf war hat sie zwei Namen. Elea-Sansa
    Aber nennen tun wir sie einfach Sansa.


    Nun heisst es warten. Ich zähle die Tage bis es soweit ist. :D

  • Das freut mich für dich! Ich hoffe du findest dann auch einen neuen Arbeitsplatz wo Hunde erlaubt sind, es ist leider nicht so einfach :( .


    Freue mich auf Fotos von der kleinen Sansa!

  • So schön, viel (Vor)freude mit der Kleinen :good:
    Wir würden uns über Bilder von dem kleinen Flauscheball freuen & auch über einen Bericht wie es so klappt mit dem Eingwöhnen und der späteren Jobsuche.

    Tierischi grüessli & ä schös Tägli :sonnens:


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