Was ist für euch ein Vermehrer

  • @ Snowdog: sehr verbreitet sind Berger des Pyrénées im Verhältnis zu anderen Rassen nicht. In unserer Gegend gibt es nur einzelne. Gott sei Dank :good: Ich persönlich denke, dass sich diese Rasse auch wirklich nicht für den durchschnittlichen Hundehalter eignet, da zu zeitaufwändig punkto Beschäftigung, zu sensibel usw. nicht umsonst landen leider immer wieder Pyries in Hundeheimen, weil die Halter mit ihnen überfordert sind. Ihre Optik täuscht total. Das sind keine "süssen Fellwuschel" :nönö: Das sind äusserst mutige, selbständig denkende und handelnde, leicht hyperaktive und wehrhafte Hunde, ihrem Halter treu ergeben, den sie auch mit den Zähnen verteidigen, die sich aber mit liebevoller Geduld und absoluter Konsequenz wunderbar erziehen und lenken lassen. Langeweile ist Gift für sie, sie entwickeln eine ungeheure Kreativität und finden immer eine Beschäftigung, die macht dann aber dem Halter meist keine Freude... Darum ist so ein Hund nur etwas für Leute mit viel Zeit und dem Willen, sie mit ihrem Hund zu verbringen.



    In der Schweiz gibt es nur sehr wenige Züchter von Pyries und die sind erst noch unterteilt nach Langhaar resp. Face rase (= Kurzhaar). Darum ist es fast unmöglich eine Langhaar Hündin ohne ellenlange Warteliste von einem CH Züchter zu bekommen.

  • @ Snowdog: sehr verbreitet sind Berger des Pyrénées im Verhältnis zu anderen Rassen nicht. In unserer Gegend gibt es nur einzelne.


    in frankreich ist das eine der häufigsten rassen auf den jährlich statt findenden märkten für hunde. pitbulls und amstaffs sind auch sehr gefragt. ich denke hier ist es den leuten auch egal was so ein hund an echter auslastung braucht, denn die meisten bleiben wohl eh ihr leben lang nur "hofhunde".
    genauso ist auch der bichon frisee einmal im jahr hier bei uns im leclerc auf bestellung zu bekommen. da stehen die leute schlange. ne schicke dame in topp klamotten verkauft da welpen auf vorbestellung.
    für mich ist das grauenhaft...und ich bleibe so etwas fern. aber...und ich denke auch gerade wegen der grenznähe ist der markt auch für die schweizer attraktiv und ich kann mir gut vorstellen dass da eben mal schnell jemand über die grenze kommt.
    nach wunsch bekommt man natürlich auch den internationalen impfpass und kostet ledigl. etwas aufpreis. :angry2:

  • in frankreich ist das eine der häufigsten rassen auf den jährlich statt findenden märkten für hunde. pitbulls und amstaffs sind auch sehr gefragt. ich denke hier ist es den leuten auch egal was so ein hund an echter auslastung braucht, denn die meisten bleiben wohl eh ihr leben lang nur "hofhunde".
    genauso ist auch der bichon frisee einmal im jahr hier bei uns im leclerc auf bestellung zu bekommen. da stehen die leute schlange. ne schicke dame in topp klamotten verkauft da welpen auf vorbestellung.

    :cry: :cry: :cry: Ich darf mir das gar nicht vorstellen :uebel:

  • Ich hab zb schon von Bauern hier gehört die einfach ein paar Welpen töten. Zb wenn sie 6 haben geht die Hälfte weg. Verstehe das auch nicht ;( . Hab erst noch einem gesagt wenn er Hilfe braucht soll er es sagen (chippen, impfen, etwas sozialisieren, Hundee inserieren etc). Die Hündin wird aber jetzt dann wenigstens kastriert dass das nicht jedes Jahr vorkommt. Das kommt bei Bauern wahrscheinlich recht oft vor, das selbe mit Katzen. Hab da auch schon junge ins Tierheim gebracht weil die Mutter nirgends war und sie die Jungen sonst getötet hätten. Wurde dann zwar ausgelacht aber habe gesagt sie sollen sich doch bei mir melden wenn so was ist, macht ja aber trotzdem niemand :noidea:

  • flower11: Das mit den Katzen vom Bauern kenne ich auch. Weiss selber von einem Bauern, der hatte sicher 1x jährlich Kitten. Einmal wurde die Mutter getötet. Da wollte der die Kitten einfach sich selbst überlassen (sie waren noch sehr jung und nicht überlebensfähig). Ein paar Nachbarn haben dann die Kitten geholt und in ein Tierheim gebracht. Das war vor einigen Jahren. Ob die Katze nun kastriert wurde, weiss ich nicht. Damals weigerte sich der Bauer, obwohl ihm das sogar noch bezahlt worden wäre.


    Meines Wissens nach ist es verboten "offiziell" Kitten/Welpen zu töten und finde das echt auch gut, dass das verboten ist.
    Luna stammt ebenfalls vom Bauernhof. Aber die junge Bäuerin kümmerte sich sehr gut um die Welpen, suchte gute Plätzli, baute zu jedem Welpe eine Bindung auf, und und und.

  • Ja es sind natürlich nicht alle Bauern so. Es gibt auch viele die sich grosse Mühe geben. Aber es gibt leider auch das Gegenteil.


    Erst letztens war ein Bericht bei uns in der Zeitung dass Personen vom Tierschutz bei einem Bauern vorbeigegangen sind und dort ein blutverschmiertes, junges Kätzchen gefunden haben. Sie haben ihm dann angeboten GRATIS die Katzen zu kastrieren. Da meinte er: Sicher nicht, entweder lass ich einen Jäger kommen oder dann gibt's noch Werkzeuge wie Hammer. Sie haben ihn dann angezeigt aber ob das etwas nützt?


    Sorry etwas OT, aber bei den Hunden läufts nicht anders ab.

  • Vor paar Jahren schrieb ich hier, ich wüsste nicht genau was für mich ein Vermehrer ist.


    So eben habe ich mich über die Zucht einer alten Rasse schlau gemacht aus der danach eine FCI Rasse wurde aber in anderer Farbe, bzw. der alte Farbschlag wurde verboten und dieser wird nun in manchen Länder von manchen Züchter wieder hervorgebracht. Soweit so gut.


    Nun gibt es von diesem Farbschlag nur eine einzig wirklich präsente Züchterin in der Schweiz, die Hündin ist mitte 2014 geboren

    und erwartet wird dieses Jahr der 7te Wurf von dieser Hündin und jedesmal wurde der selbe Rüde eingesetzt.


    Die behaltene Nachzucht zeigt keinerlei der optischen Punkte und Merkmale die zur Rasse gehören, im Gegenteil, der Kopf ist so weiss und die Augen so hell, dass ich es bedenklich finde.


    Das ist für mich ein Vermehrer.

    Heuchlet gutes vorhaben und kopiert viele Texte zusammen über die Herkunft und das alter dieser Rasse/Farbschlag aber verhunzt das ganze Genetisch und verheizt dafür eine Hündin.

  • Eindeutig ein Vermehrer - 7 mal Welpen?! Und dann noch in der kurzen Zeit? Ein absolutes NoGo. Und Wurfeiederholungen, sprich nochmals denselben Rüden einsetzen macht nur in wenigen Fällen Sinn - wenn die Nachzucht top of top ist - aber auch dann, sicher nicht öfters als 2x.

  • Was für mich eben schlimm ist, dass die Zucht sich damit profiliert die Rasse zu erhalten,

    welchen Wertvollen Beitrag sie leisten und es dazu auch einen Verein gibt und so weiter...


    Es ist kein Bauernhof der nach jeder Läufigkeit Welpen zu verkaufen hat.

    Das ist nicht besser, definitiv nicht. Aber weniger geheuchelt

  • Oh.. jep, sehe ich genau auch so.


    Machte neulich auch ein Bericht die Runde über eine "Zucht" einer Rassekreuzung (die mir an sich gut gefallen würde), vermutlich sogar eine Zucht, bei der ich schonmal auf der Webseite war und die mir auf den ersten Blick keinen schlechten Eindruck gemacht hatte (wenn's die ist, die ich vermute).


    Tja.. jetzt ist wohl ausgekommen, dass da Hündinnen sehr oft ohne Pause gedeckt wurden, immer mehrere Würfe auf einmal waren, teilweise Halbgeschwister verpaart worden seien, Merle x Merle Verpaarungen gemacht wurden... Weil Nachfrage halt da war. Nicht schön. Definitiv Vermehrer... Leider. Hat mir echt ein bisschen den Boden weggehauen weil ich davon gar nichts gewittert hatte bei meiner (nicht sehr eingehenden) Auseinandersetzung mit der Zucht, und weil ich halt grundsätzlich immer noch dahinterstehe, dass ich überlegte und offene Rasse-Kreuzungen an sich gut finde. Aber wenns dann immer nur ums Geld geht weil Nachfrage ja da ist, grmlgrml.


    Ohne Kontrolle und Club scheint irgendwie wirklich gar nichts zu gehen. Bäh.

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Oh gott...

    was für eine Rasse ist es?
    ich seh mittlerweile auch einiges anders... aber so was geht für mich gar nicht! Auch das Immer der selbe Rüde genutzt wird ist doch schon ,,blöd,,.

    Kira, 20.01.2003 - 09.02.2018 für immer im <3zen

    June, 19.01.2012

    Lane, 07.05.2018


    ,,Ein Hund ist nicht "fast ein Mensch", und ich kenne keine grössere Beleidigung des Hundes, als ihn so zu bezeichnen,,

  • :S da es die einzige in der Schweiz ist und der Thread öffentlich..

    nenne ichs mal sehr dämlich: ein schweizerischer Treib- und Hofhund den es in mehreren Grössen gibt und eigentlich sehr dunkel ist früher aber auch sehr weiss gab mit Platten :D:D:D (Rechtssicherkorrekt kann ich..)

  • Ich kenne nur den Ap. Senn-H. der früher noch weiss mit Platten war, aber habe nie wegen Zuchten geschaut....

    Ging nun googlen, optisch sehen sie aber schon schön aus, finde auch die Form etwas anders als die ,,üblichen,,

  • Sind denn solche "Zuchten" mit Papieren? Wie kann es sein, dass sowas ziemlich offiziell bekannt ist und nichts dagegen wird?


    Ich kenne mich überhaupt nicht gross mit Zuchten aus. Kannte nur die eine, die Cocker Spaniel züchtete und später beim SKG lebenslang gesperrt wurde. Da wechselte sie zu einem Deutschen Club, wo sie den Präsidenten kannte.


    Von vielen höre ich, wie aufwändig es ist, die Zucht Zulassung zu erhalten. Deshalb meine naive Frage.

  • Es steht jeweils ein Club (mit ein paar wenigen Mitgliedern)dahinter welcher für einen Laien vielversprechend und seriös wirkt. Mit dem übernommenen Text dazu ist es schwer zu unterscheiden :(

  • Ja, solches sind für mich Vermehrer und ganz ehrlich, ich stufe jede Zucht ausserhalb der FCI, die regelmässig Würfe hat und vorallem soviele mit derselben Hündin, dort ein. Warum kann man nicht unter der FCI züchten?


    Leider kann jeder "Papiere" drucken, Papier ist geduldig. Ich kann auch heute einen "Zuchtverein" gründen, das steht jedem frei. Genauso wird es auch gerne gemacht, um seriös zu wirken. Es gibt in der Schweiz eine Dissidenz-Zucht für Toller und Labradore, die auch ganz einfach einen eigenen Verein gegründet haben, auf der Website mit schaurig vielen Logos um sich schmeissen und selbstredend ständig dieselben Rüden einsetzen. Ist ja klar, zu Rüden aus der FCI kommen sie nicht, also müssen sie die eigenen nehmen. Gerade gestern habe ich auf einer FB-Labrador-Gruppe grausliges über diese Zucht gelesen. Sehr viele kranke Hunde, alle würden sie keinen Hund mehr holen dort.
    Der Grund, warum sie aus dem RCS ausgetreten sind damals, war schlicht eine nicht bestandene Ankörung ihrer Hündin. Trotzdem mit diesen Hunden zu züchten kann ihnen natürlich niemand verbieten.


    Für einen Laien und Neuhundehalter ohne Vorkenntnisse zuchtrelevanter Dinge ist es tatsächlich kaum möglich, seriös von unseriös zu unterscheiden.


    Gerade in der heutigen Zeit, wo so ein Hype auf Hunde im allgemeinen da ist, schiessen solche "Zuchten" wohl leider wieder wie Pilze aus dem Boden. Gerade bei Farbzuchten oder speziellen Rassen mit langen Wartezeiten ist es natürlich ein gefundenes Fressen. Mir graust .....


    Nichtsdestotrotz ... ich erinnere mich, dass meine Eltern irgendwann in den Siebzigern auch mal unsere Dackelhündin zum Rüden brachten, weil man einmal so gern Welpen gehabt hätte. Bekannte unserer Nachbarn hatten einen hübschen Dackelrüden (wenigstens haben sie Langhaardackel x Langhaardackel versucht) und so war die Abmachung schnell gemacht. Die Hündin ging also ein paar Tage während der Läufigkeit in die Ferien zum Rüden, allerdings ist nix passiert und Welpen gabs keine. Dem Himmel oder wem auch immer sei Dank ... 8). Ok, das wär jetzt keine Vermehrung gewesen, das wär eine einmalige Aktion gewesen und weil das Geheule gross gewesen wär bei Abgabe der Welpen, hätte meine Mutter das ganz sicher nicht wiederholt.

  • Dieses Thread und auch die verschiedene Berichte haben mich fast veranlasst auch mal die ganze Horrorgeschichte, die ich mit der Zucht von Elia erlebte zu erzählen. Es geht aber nicht. Die Geschichte ist viel zu komplex, ich musste dafür zuviel in noch immer für uns sehr schmerzhafte Details gehen.


    Was aber wichtig wäre, ist mit dieser grossen Betrügerei von Vermehrer endlich mal Schluss zu fassen. Und diese findet man nicht nur ins Ausland, auch in der Schweiz gibt es immer mehr, weil die Nachfrage immer grösser wird. Wer will schon lang warten bis er endlich mal zu den gewünschten Welpen kommt. Eine seriöse Zucht führt auch genaueste Kontrolle durch, das gefällt nicht jeder.


    Der Betrüger wird immer geschickter. In der Zucht von Elia sah ich unzählige Papiere, Aufzeichnungen und ein Wand voll Pokale. Wie ich später erfuhr, war alles nur Betrug; die Zucht war nicht mal anerkannt, sie war sogar verboten.


    Ich weiss nicht was wäre die Lösung. Vielleicht alle Hobbyzucht zu verbieten, aber dann wäre auch seriöse Züchter bestraft.


    Vermehrer für mich = Hunde-Tragödie ohne Ende!