Welpen von der Mutter weg - mit 6 Wochen??

  • Wir waren zwei Welpenbesitzer, welche die Welpen schon so früh besuchen durften. Absolut kein Geläufe. Der Züchter kann die Hündin gut einschätzen und sie war absolut gelassen und hat meinen ersten Besuch genossen, neben mir gesessen und sich streicheln lassen. Das ist für mich wesensstark und von so einer Hündin möchte ich einen Welpen. Denke die Krankheitserreger sind nicht so ein grosses Thema. Die Hündin gibt ja mit der Kolostralmilch schon mal die erste "Impfung". Eine Hündin die auf dem Bauernhof lebt, hat viele und gute Abwehrstoffe. Sobald diese Abwehrstoffe nachlassen und die Impfungen vom Tierarzt noch nicht gemacht sind oder greifen, ist es weitaus gefährlicher. Ich habe mir früher, als meine Kids Säuglinge waren, auch nicht jedes Mal die Hände desinfiziert wenn ich vom Pferdestall rein kam. Sie sind trotzdem gesund gross geworden :smile:

  • meine barsoizüchterin lässt die leute auch von anfang an kommen. sind ja oftmals mehrere, die von weit weg sind, die kommen dann natürlich nur einmal zum ausschen mit etwa 4 bis 5 wochen und dann wieder zum abholen. allerdings kommen auch sonst immer viele um welpen zu gucken. ihre hündinnen sind tiefenentspannt, selbst wenn ich ein wenige tage altes baby rausnehme, guckt sie zwar (ich gebe es ihr ja auch gleich wieder) aber das war es auch schon. in meinem fall ist es so, dass alle mutterhündinnen mich eh schon von vorher kennen. als nastassja geboren wurde, sah mich die mutter vorher nur einmal, aber es störte sie trotzdem nicht die bohne. das ist halt bei den barsois auch rassebedingt. die besucherhunde betreten das welpenzimmer nicht und ich betrete es ohne schuhe und wasche mir vorher die hände - that's it. sobald die welpen das welpenzimmer bzw. die wurfbox verlassen, ziehen sie nach unten in einen welpenraum und tagsüber sind sie natürlich stundenweise oben wo die menschen sich aufhalten. ab da dürfen und sollen besucherhunde auch hinkommen und da sind die welpen noch längst nicht geimpft. der einzige zwischenfall, den ich in den 10 jahren in denen ich jeden wurf besucht habe, oft mehrmals, erlebt habe, war ein gebrochener mittelfuss bei einem rüden im alter von 6 wochen (dawns bruder) aber der kam durch die mutterhündin zustande und hat mit besuch wenig zu tun.
    die züchterin lässt ausdrücklich menschen kontakt sofort zu, welpenbesitzer helfen auch mal beim hüten wenn grad eine wichtige ausstellung ansteht oder gehen mal eine runde mit den grossen laufen etc. ich find's klasse so.

  • Ich denke, das nichts wirklich falsch ist...ob ein Welpe von Anfang an oder erst nach ein paar Wochen besucht wir, ist für die Zukunft sicher nicht prägend...jedenfalls hat Ghiro uns schon sehr lieb gewonnen, auch wenn wir erst nach ein paar Wochen in sein Leben getreten sind

  • Ich habe zwei Berger des Pyrénées, den ersten aus einer CH-Zucht, Lady aus einer D-Zucht. Beide durften ab der 4. Woche besucht werden, danach so oft wie ich wollte. Skipper aus der CH Zucht wurde mit 10 Wochen abgegeben, Lady mit 8 Wochen. Früher hätte keiner der Züchter einen Welpen abgegeben! Beide haben sich an die - gemäss ihrer Aussage - gesetzliche Regelung gehalten.
    Ich persönlich fand es einfacher den Welpen mit 8 Wochen zu übernehmen. Kann aber Zufall sein... Früher finde ich zu früh!
    Skipper haben wir ab der 4. Woche jedes Wochenende besucht, Lady bis zur Übernahme nur 2x (600 km einfache Fahrt). Trotzdem hat Lady schnell eine gute Bindung zu uns aufgebaut. Von daher sehe ich kein Problem darin, wenn man den Welpen nicht ständig besucht. Im täglichen Zusammenleben, gerade im Zusammenarbeiten und Spielen, Kuscheln sowie Füttern ergibt sich quasi "automatisch" eine Bindung.

  • Denke auch, dass es für die spätere Bindung keine Rolle spielt, ab wann und wie oft der Welpe besucht wird. Hauptsache die Chemie stimmt dann zwischen HH und Hund. Den Wurf mit Crischa habe ich mit so ca 5 Wochen einmalig besucht, damals wusste ich noch nicht welcher Rüde zu uns kommen wird. Mit 12 Wochen habe ich ihn dann abgeholt. Bei ihm hat es vom ersten Tag an absolut harmoniert und er war mein absoluter Seelenhund. Jetzt geniesse ich einfach die Zeit, Jim so aufwachsen zu sehen und seine Entwicklung zu erleben. Vielleicht ist der Wechsel dann für Jim etwas einfacher, wenn ich ihm schon vertraut bin. Und für mich ist es nochmals etwas anderes, den eigenen Welpen aufwachsen zu sehen als die der Nachbarin.

  • Nachdem Jim nun 3 Wochen bei uns ist, kann ich sagen, dass ich keinen Unterschied merke, ob der Welpe nun mit 9,5 Wochen oder 12 Wochen zum neuen Besitzer kommt. Der Kleine hat sich sofort eingelebt, bereits die erste Nacht ohne irgend ein Gejammer durchgeschlafen und war von Anfang an stubenrein (obwohl er draussen frei wie eine Katze aufgewachsen ist). Vom ersten Tag weg läuft er ohne Leine und kehrt auf der Stelle, wenn ich ihn rufe (mit 2 Ausnahmen in diesen 3 Wochen). Er schenkt mir wirklich alles :love:. Vermutlich kommt es stark auf das Wesen vom Hundi drauf an wie schnell und gut er die Trennung von seinem alten Rudel verkraftet.

  • Psovaya Borzaya : deshalb schreibe ich ja auch "vermutlich"

    Tabasco : ich versuche es mal in den nächsten Tagen, und ich versuche auch vom kleinen Zwirbel noch aktuelle Fotos zu machen. Er kommt immer in vollem Tempo angerannt, sobald ich ein Foto von ihm machen will. Früher war es bedeutend einfacher :smile: