Gehörverlust im Alter

  • Bereits seit mehreren Monaten lässt Tabascos Gehör etwas nach. Nun aber ist mir beinahe von gestern auf heute aufgefallen, dass er viel schlechter hört, als ich meinte. Es scheint also momentan doch recht schnell zu gehen mit dem Gehörverlust.


    Also mache ich mir nun Gedanken, wie das so werden wird. Ich überlege mir, ob ich den Abruf mit einer Pfeife aufbauen soll. Aber mit welcher Pfeife? Es sollte ja dann eine sein, die er noch möglichst lange hören kann. Hat jemand einen guten Tipp?


    Auch ein Vibrationshalsband wäre eine Option. Bei dem würde es wohl Sinn machen, es aufzutrainieren, solange Tabasco noch genügend hört und nicht erst, wenn's nur noch mit Schreien geht. Das HB wäre dann nicht als Abruf gedacht sondern als "zu-mir-Schauen", damit ich mittels Zeichen ein Kommando geben kann.


    Wie hattet ihr das so mit euren alten Hunden, die schlechter oder gar nicht mehr hörten?

  • Meine ist überall dort, wo es für sie gefährlich sein kann an der Schlepp.


    So ist es für mich entspannter zu spazieren und für Weyla nicht gefährlich ;)

  • Bei meiner alten Hündin verschlechterte das Gehör mit ca. 13 Jahren. Weiss nicht mehr genau, wie lange es bis zum totalen Hörverlust ging. Da sie immer eine uns gegenüber sehr aufmerksame Hündin war, lief sie meistens frei. Mussten nur mit der Hand winken und sie kam. Na ja, mittlerweile muss ich auf den Hund warten und achten, schneller wird es nicht mehr (wurde gestern 18) :pfeifen:

  • Quirine hört auch sehr schlecht, vor allem auf Distanz. Ich nehme meistens eine Pfeife mit, wenn ich sie nicht vergesse. :pfeifen: Zum Glück habe ich die Handsignale schon länger mit ihr geübt und so klappt das meistens recht gut. Sobald sie weiter weg ist pfeife ich, dann dreht sie sich um und ich gebe das Handzeichen zum Kommen. Ich habe eine schwarze Pfeife an einem hellbraunen Lederbändchen, mit welcher man von beiden Seiten pfeifen kann.

    :winke: Grüessli Ruth mit Quirine

  • erstaunlicherweise hört nastassja noch 1a (hat dafür meiner meinung nach etwas sehverlust). sie kennt ein handzeichen für "übere" sprich zur seite zu gehen (zb. wegen jogger, radfahrer, passanten). mehr brauchen wir eigentlich nicht. abrufen ist bei ihr nicht mehr nötig, da sie stets hinter mir geht und ich mich so zu ihr drehen kann um sie "anzusprechen". muss es mal schneller gehen, laufe ich einfach zu ihr zurück. pfiff kennt sie, aber wer weiss ob sie den dann noch hört. bei einem körperlich noch fitten hund, der vor mir rennt, würde ich wohl tatsächlich vibra in betracht ziehen. hab es bei den border homeless mit einem tauben hund gesehen. funzte 1a nach kurzer zeit.

    herzliche grüsse conny und jendayi mit nastassja und dawn im herzen

  • ich habe zwar noch keine Erfahrung, aber diese Lösung wäre mir sympathisch


    Auch ein Vibrationshalsband wäre eine Option. Bei dem würde es wohl Sinn machen, es aufzutrainieren, solange Tabasco noch genügend hört und nicht erst, wenn's nur noch mit Schreien geht. Das HB wäre dann nicht als Abruf gedacht sondern als "zu-mir-Schauen", damit ich mittels Zeichen ein Kommando geben kann.

  • Zaira unsere sehr alte Cairnhündin hatte im Höheren Alter auch einen Hörverlust. Lauter sprechen nützte gar nichts. Auf kräftig in die Hände klatschen reagierte sie gut und nahm zumindest Blickkontakt auf, auch wenn das Augenlicht auch eher schlecht war. Es war wohl diese andere Tonlage der uns sehr weiterhalf.

    Es ist der Strom aus dem wir sind im Werden und Vergehen, aus dessen liebevoller Kraft wir unsere Wege gehen.


    Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

  • Klatschen hört Quirine auch, wenn sie in der Nähe ist. Sie nimmt dann Blickkontakt mit mir auf und so kann ich ihr das entsprechende Handzeichen geben. :)

    :winke: Grüessli Ruth mit Quirine

  • Cri hörte ab ca 12 Jahren auch nicht mehr so gut. Erst war es selektives Hören, danach wirklich ein Hörverlust. Ich habe dann ein Vibrationshalsband gekauft, jedoch war es nie im Einsatz, da er mein Pfeifen (durch die Finger) noch hören konnte. Auch auf Klatschen reagierte er.

  • Tabascos Hörleistung hat nochmals massiv nachgelassen. Auf dem Spaziergang kommen wir klar, da ist er etwas mehr an der Leine.

    Mein momentanes Problem ist der Garten. Wenn er irgendwo vorne am Zaun ist, hört er mein Rufen nicht mehr. Und gerade abends oder nachts will ich die Nachbarschaft nicht unnötig mit meinem Geschrei oder lauten Pfiffen stören.

    Jetzt habe ich mir überlegt, eine Ultraschallpfeife zu kaufen. Habe jedoch keine Ahnung, ob ein schwerhöriger Hund die überhaupt noch hören kann. Kann jemand etwas zu diesen Ultraschallpfeifen sagen?

  • also rein "mathematisch", müsste er es besser hören.

    Acme die grösste Pfeifenfirma der Welt, rät bei älteren Hunden aus Erfahrung zu Pfeifen mit höheren Frequenzen. Wird die 211,5 mit 4850 Hz nicht mehr gut gehört, nimmt man eine 210,5 5900 Hz. Die Silent von Acme hat eine Range von 5400Hz bis 12.800Hz.

    Ab welcher Frequenz er sie gut hört auch auf Distanz, wirst du wohl nur bei der Konditionierung merken.


    Das Problem wird aber sein, dass du nur zuverlässig trainieren kannst, wenn du selber die Frequenz hörst und auch - weil sie ja verstellbar ist - so merkst ob die Frequenz ungefähr stimmt. So kannst du meiner Meinung nach gleich eine gewöhnliche Pfeife ausprobieren die eine höhere, aber feste Frequenz hat. Sprich nicht gerade Büffelhorn oder ähnliches. Löst aber nicht dein Problem/Frage :rolleyes:


    Kurz bündig: Silent Pfeifen im sehr hohen frequenz ton den wir (bzw. deine Nachbarn) nicht hören sind sehr schlecht umsetzbar im Training auch bei hörenden Hunden. Ja, höhere Frequenzen werden von schlecht hörenden Hunden besser/länger wahrgenommen wenn es keine sehr spezielle Form der Taubheit ist.

  • Danke, Magi , für die ausführliche Erklärung!


    Die Probleme mit der Trainierbarkeit sind weniger wichtig. Wichtig ist nur, dass Tabasco den Pfiff noch hören kann. Es geht nicht darum, ihn damit zuverlässig von "interessanten" Dingen abrufen zu können.

  • Ist er so leicht führbar?

    Bei Laila, die sagen wir mal einen normalen Grundgehorsam hat, hätte ich Mühe zu unterscheiden ob sie es nun nicht hört, oder einfach noch nicht rein möchte, wenn ich selber den Pfiff nicht gut höre.

    Andere alternative wäre ein simples Vibrationsanhängerchen.

  • Ja, wenn er nicht gerade eine Katze auf den Baum gejagt hat und diese nun bewacht werden muss, kommt er meist sofort, wenn ich rufe.


    Gibt es die Vibrationsteile auch als Anhänger? Das wäre auch eine Möglichkeit, wobei ich Tabasco zuhause am liebsten nackt habe.

  • Ich hab mit Ultraschallpfeifen keine Erfahrung. Allerdings habe ich mir so ein Ultraschall-Abwehrgerät für den Garten gekauft, um Nachbars Katze zu vertreiben, die immer ihr Geschäft in unserem Garten verrichtet... Fazit: das Ding sendet einen wirklich widerlichen, lauten Ton aus (gemäss unserer Tochter, die den Ton gar nicht verträgt und das Gerät immer sofort abstellt, mein Mann und ich hören nichts, Alter sei Dank :D), aber weder die Katze noch Lady stört das in irgend einer Form. Ob sie es hören? Müssten sie eigentlich... aber reagieren darauf, leider - zumindest bei der Katze - nein.

    Darum frage ich mich, wie man einen Hund, der das vor dem Gehörverlust nicht kennt, daran gewöhnt... :/

    Übrigens habe ich von jung auf mit Lady extra mit Hör- und Sichtzeichen gearbeitet. Sie reagiert viel besser auf Sichtzeichen und achtet auch speziell darauf. Aber so habe ich im Notfall - je nachdem, ob ihr Gehör oder ihre Augen nachlassen - noch etwas zur Verfügung, um mit ihr zu kommunizieren.

  • das Ding sendet einen wirklich widerlichen, lauten Ton aus (gemäss unserer Tochter, die den Ton gar nicht verträgt und das Gerät immer sofort abstellt,

    Ich stime deiner Tochter da voll und ganz zu.

    Ein Nachbar die Strasse runter hat auch so ein Ding und jedes Mal wenn ich dran vorbei fahre oder vorbei laufe, kommt dieser wiederliche Ton X/...


    Ich glaub bei ihm ist es aber gegen Marder.

    Die Katzen lassen sich davon jedenfalls nicht abschrecken

  • Lady Sichtzeichen funktionieren aber nur, wenn der Hund in Sichtweite ist und zum Halter hinsieht. Bei Dunkelheit im Garten, wenn ich keine Ahnung habe, wo genau er ist, nützt das wenig.

    Dass ich Tabasco auch jetzt noch an einen neuen Pfiff gewöhnen kann, bezweifle ich nicht. Gerade wenn es im gewohnten Umfeld und bei Alltagssituationen ist, wird er schnell darauf ansprechen. Solange er den Ton auch hören kann.

  • Lady Sichtzeichen funktionieren aber nur, wenn der Hund in Sichtweite ist und zum Halter hinsieht. Bei Dunkelheit im Garten, wenn ich keine Ahnung habe, wo genau er ist, nützt das wenig.

    Dass ich Tabasco auch jetzt noch an einen neuen Pfiff gewöhnen kann, bezweifle ich nicht. Gerade wenn es im gewohnten Umfeld und bei Alltagssituationen ist, wird er schnell darauf ansprechen. Solange er den Ton auch hören kann.


    @ Tabasco: Ja, klar funktionieren Sichtzeichen nur mit Blickkontakt. In der Beziehung war und bin ich schon sehr extrem mit meinen Hunden und bisher hat es bei jedem geklappt :thumbup: Lady bleibt wirklich alle 5 m stehen und macht Blickkontakt, sogar während dem Spiel mit einem Hund macht sie immer wieder eine kurze Spielpause, um Blickkontakt zu mir zu machen und spielt dann sofort weiter, wenn sie kein Zeichen von mir bekommt, dass wir weitergehen. Auch wenn sie am Gartentor steht, dreht sie sich immer wieder zu mir um... Und wir haben ein Licht mit Sensor, das automatisch angeht und den Garten ausleuchtet, wenn jemand in den Garten geht.