Spielverhalten

  • In letzter Zeit will Tabasco immer wieder mit Rumi spielen. Ganz zu Beginn waren es noch Rennrunden im Garten, aber weil der Zwerg viel zu schnell ist, mag Tabasco nicht lange hinterher rennen und gibt auf oder wird frustriert. Mittlerweile sehen die Spieleinheiten wie in der folgenden Videosequenz aus. Nur bin ich mir ziemlich sicher, dass es sich zumindest auf Tabascos Seite um mehr als nur ein Spiel handelt.


    Wie seht ihr das?


    https://youtu.be/i3a0ciBrvf8

  • Viel Ahnung habe ich nicht aber ich finde, Tabasco schiebt relativ oft seinen Kopf über Rumis Rücken... Amiga würde darüber stinkig werden. Sie selber macht das oft, wenn sie ihrer neuen Kumpeline erklären will, dass im Fall sie hier die Scheffin ist und das junge Gemüse gefälligst kleine Brötchen backen soll. Sie bewegt sich dann auch eher langsam und etwas steif auf die andere zu.


    OT: Tabasco sieht soooo herzig aus mit seinem kurzen Fell 😍


    Ich hatte mit Amiga in den letzten 10 Jahren nicht oft die Gelegenheit, Spielverhalten zu studieren - einfach deshalb weil sie ganz selten gespielt hat.


    Jetzt aufs hohe Alter fängt sie aber plötzlich damit an, was ich super finde 😊




    Das ist jetzt ein nettes Spiel (mein Gebabbel bitte ignorieren 🙄). Ich muss dann mal filmen, wenn sie einen auf Scheff machen will.

  • ...Tabasco probiert ständig Rumi den Kopf aufzulegen (offensiv) und das würde ich als Dominanz bezeichnen...Rumi ist aber zu flink und lässt es nicht zu...Ich denke es geht hier um Rudelstellung beweisen...hat Ghiro bei Dix die ersten ca zwei Jahre auch öfters gemacht



  • Für mich sieht es auch danach aus, als ob Tabasco Rumi zeigen will, dass er der Boss ist (Kopf auslegen, fast Ansätze Rumi mit Druck runterzukriegen). Rumi ist flinck und weicht dem ,,Getue,, von Tabasaco mit schnellem abdrehen aus. Rumi ist auch noch sehr jung und will/kann gegenüber Tabasco nicht kontern.


    Ich persönlich (wären es meine Hundis) würde es unterbinden, weil irgendwann wird Rumi alt genug sein und dieses Verhalten von Tabasco (der auch immer älter und schwächer wird) nicht mehr tolerieren. Oder Tabasco wird gröber werden wenn Rumi zum ,,richtigen,, Rüden wird.


    Also wenn meine dies untereinander tun (dies tun meine Weiber nur wenn sie beide hormonell geladen sind, Läufigkeit, Scheinträchtigkeit), dann könnten solche Gesten (grade so aufdringlich und immer wiederholend) schon dazu frühen, dass es früher oder später krieselt. Darum würde ich es bei meinen im Rudel auch abbremsen und das ,,Spiel,, so unterbrechen.


    Mich würde noch interessieren wer mit dem ,,Spiel,, beginnt?

    Flitzt Rumi um Tabasco umher und Tabasco will ihn so eher abbremsen, oder geht es von Tabasco aus, dass er Rumi aufsucht um sein ,,Ding,, zu machen?

    Wäre Rumi, der kleine Stänkerer, würde ich auch Rumi abbremsen, dass er Tabasco seine Ruhe lässt.

  • Sehe das genau so, dass ist kein Spielverhalten.

    Das ist eine dominanzgeste von Tabassco gegenüber Rumi.


    Bei Rumi bin ich mir nicht ganz sicher ob er anfängt zu fiddeln oder vielleicht noch nicht versteht, was das Verhalten von Tabascco bedeutet.



    Das zwischen Amiga und ihrer Mudi(?)-Freundin ist hingegen ein Spielverhalten. Das ganze ist viel dynamischer und es gibt immer wieder einen Rollentausch.

    Tabassco wirkt viel "steifer" in seiner Körperhaltung.

  • inhii Es sind beide, die das Spiel beginnen. Etwas mehr kommt es von Tabasco aus. Und wenn es von Tabasco aus kommt, dann eigentlich immer in Situationen, in denen er auch ohne Rumi spielerisch aufgelegt ist. Direkt nach dem Abendessen beispielsweise. Oder wenn ich fertig gefrühstückt habe. Situationen, bei denen es von mir nur die kleinste Geste braucht, um ihn sofort im gemeinsamen Spiel zu haben. Von dem her gehe ich schon von Spielabsichten seinerseits aus.


    Aber wie er spielt, ist eben so eine Sache. Tabasco kann sehr schlecht innerartlich kommunizieren. Ihm fehlt ein Teil des „Wortschatzes“, könnte man sagen. Spielen ging bei ihm immer nur mit Hündinnen, mit Rüden wäre es ihm nicht in den Sinn gekommen. Die sind dazu nicht geeignet.


    Bisher habe ich meistens das Spiel relativ bald unterbrochen. Aber gerade heute hat Tabasco das Spiel von sich aus beendet, was ich toll fand.


    Vaku Doch, Rumi kennt das „Spiel“. Er macht einerseits gerne mit, ist aber andererseits etwas vorsichtig, weil er Tabascos Unberechenbarkeit kennt.


    perrolina So schön, wie die zwei zusammen spielen! Und ja, es würde mich sehr interessieren, wie es aussieht, wenn Amiga den Chef raushängt.

  • Für mich sieht das so aus, als würde Tabasco gerne bei Rumi aufreiten. Er versucht doch ab und zu das Bein noch zu heben um auf ihn drauf zu kommen oder? Vor allem passiert das Kopfauflegen doch meistens sehr seitlich und nicht frontal. Meine Rüden zb. versuchen auch so frontal zuerst den Kopf in den Nacken der Hündinnen zu legen und dann langsam die Beine in den Klammergriff ... Hintergrund ist aber ein anderer bei dieser Konsti :k_irre:


    Ich würde es mal so deuten, wie meine Vorschreiber auch schon, dass Tabasco da versucht seine Stellung zu halten.

    Bei uns im Rudel kann ich weder aufreiten noch Kopf auflegen unter Rüden beobachten. Aber es gibt manchmal Situationen, bei denen ich nicht weiss, soll ich eingreifen, unterbinden oder nicht. Wenn ich mir nicht sicher bin, dann schaue ich einfach wie die ranghöheren Tiere im Rudel denn darauf reagieren. Und sehe dann, dass sie eigentlich NIE ins Geschehen zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren eingreifen. Deshalb würde ich an deiner Stelle sie entweder machen lassen oder dann so unterbrechen, dass du eine spannendere Umlenkungssituation auslösen kannst, sodass sie ihre Tätigkeiten unterlassen und plötzlich was anderes spannender ist.

    Ich meine, das ist Kommunikation. Wieso sollte dies den Hunden verboten werden?

  • Von Verbieten redet auch Keiner:nönö:


    Ich meine, man kennt ja sein eigener Hund auch:zwinker:. Ich Beispiel lasse meine Hündinnen wenn sie hormonell geladen sind auch ein Stückweit machen. Es ist auch im Stil gleich wie sonst, nur das alles klein wenig gröber wird, und gewisse Sachen von dem Gegenüber ,,ernster,, aufgefasst werden als sonst.

    Und bevor es droht zu Knallen oder sich einfach unnötig hochschaukelt, breche ich es ab. :nicken:


    Abbrechen heisst für mich nicht, dass ich sie trenne und es verbiete. Sondern fast immer umlenke.

    Wie Beispiel geschrieben wird, etwas anbieten wo spannender ist.

    Bei mir reicht es wenn ich kurz ,,fertig,, sage, damit sie aus dem Gerangel rauskommen (bei meinen ist es immer so ein grobes Gerangel, mit Rempeln, im Männchen oben wie boxen, umschubsen wollen usw.), sie schaute dann doof ,,häääää, was ist?!,, Dann schmeisse ich paar Spiele kreuz und quer in der Wohnung rum und jeder rennt einem Spiel hinterher. Kann man aber nur machen wenn die Spiele natürlich nicht noch wichtiger sind:zwinker: bei mir liegen sie rum und somit kein Grund da zu streiten um ein doofes Spielzeug.

    Oder es reicht wenn ich in die Küche gehe und sie einfach rufe: Hey, Leckiiii... und sie rennen zu mir und holen ein Keks ab und schon ist Ruhe und sie sind zufrieden.

    Warte ich aber zu lange ab und sie haben sich schon hochgeschaukelt, dann ist es eben schwieriger sie umzulenken, dann kommt es schon vor, dass ich aktiv hinzulaufe und ,,schimpfe,, damit sie aufhören.

    Darum eher frühzeitig ,,abbrechen,,... sie können nachher wieder ruhiger miteinander umgehen.

    Hormone vorbei... alles wieder bestens und normal. :zwinker::pfeifen:

    Im Moment habe ich eine läufige Flaffy und eine kurz nach Scheinträchtigkeit Pyri. Das ist eben die Kombi, die fast am Doofsten ist. :pfeifen:


    Nur nonstopp verbieten und trennen, bin ich auch kein Fan von. Nur bin ich aber Jemand, der lieber am Anfang reagiert als sie x Mal machen lässt, dann knallt es und man hat das Problem. Unter Umständen hat man dann mehr Mühe als wenn man es frühzeitig gesteuert und geregelt hätte.

  • Aber wie er spielt, ist eben so eine Sache. Tabasco kann sehr schlecht innerartlich kommunizieren. Ihm fehlt ein Teil des „Wortschatzes“, könnte man sagen.

    Rumi sieht darin vielleicht was anderes als wir?

    Hunde können durchaus die Legasthenie von anderen Hunden verstehen und akzeptieren lernen sofern sie zum engeren "Freundeskreis" gehören.

    Würde es denn helfen den beiden ein Zergel zum spielen anzubieten?

    Aufreiten im Spiel kann, muss aber nicht, auch Übersprung sein und dieses Aufreiten wollen, sehe ich ebenfalls ziemlich oft.

  • Magi Ja, Rumi hat schnell gelernt und kann mit Tabascos Kommunikation gut umgehen.


    Etwas zum Zergeln will ich ihnen nicht geben. Ich weiss aus Erfahrung (mit Tabascos Langzeitfreundin), dass er sich damit recht reinsteigern kann, was bei ihm nie wirklich gut kommt.


    Aufsteigeversuche macht er übrigens auch bei Hündinnen, mit denen er spielt. Wenn er es ausgeprägter als hier im Video ersichtlich macht, unterbinde ich es. Auch das Kopf auf den Rücken legen, macht er bei Hündinnen. Wenn sie es denn zulassen...


    inhii Ich lasse es auch nicht ewig laufen und unterbreche es. Manchmal mit einem „fertig“, manchmal indem ich sie auffordere, z.B. mit mir in die Küche zu kommen. Aber immer, ohne ein grosses Getue um das Spiel und dessen Abbruch zu machen.

  • Also rein das Aufreiten unter Hunden im ,,Spiel,, sah ich bisher das erste Mal im eigenen Rudel. Und zwar war es Nevada, der bei den jüngeren Hündinnen (also automatisch auch die, die überhaupt mit ihm spielten) aufgeritten ist.

    Ich schob es lediglich auf sein Alter, er war ca. 7-8 Monate und es ging auch nur so 3-4 Wochen und legte sich mehr oder weniger selber. Wenn wir es sahen, dass er rammelt, dann unterbrachen wir es... es reichte einfach sein Name zu rufen, dann schaute er verdattert und ging runter.

    Fand es interessant, dass es Flaffy sowie Nemesis es zuliessen und stehen blieben. Es war aber immer im Spiel heraus.


    Aber unter fremden oder auch bekannten Hunden sah ich es bei meinen noch nie, also Keiner reitet bei meinen auf... auch weil sie es nie zulassen würden:zwinker:


    Also wenn Tabasco dieses Verhalten zeigen würde, bekäme er recht schnell einen Rüffel von meinen Weiber. :0haue-haue0::zwinker:

    Selber zeigen es meinen auch nicht bei anderen Hunden.


    Ich hatte bei der ersten Hündin das Aufreiten nur wenn sie ein intakten Rüden traf und diesen total cool fand "sab1*dann bestieg sie den Rüden.. :peinlich::pfeifen: Ich zittierte sie dann auch runter wobei die HH immer lachten und so sagten ,, Hey, das geht andres rum,, :zwinker:


    Tabasco

    So wie du es machst, würde ich es auch machen:nicken:. Ohne Tamtam und ,,unauffällig,, was anderes anbieten. :super:

  • Ich habe jetzt mal eure Videos angeschaut und das von Tabasco und Rumi. Für mich sah das jetzt nicht wie ein Spiel aus, welches ich von meinen kenne. Meine spielen ähnlich wie bei Amiga oder Ghiro-Dix.


    Bei uns ist es oft so, dass Luna sehr gerne spielen wird und sie Honey mit allen Mitteln auffordert. Diese ist aber manchmal ein "Tussi" 8o und ignoriert Luna total. Diese macht so lange, bis Honey "wütend" wird und sich auf Luna "stürzt". Dies lasse ich im Normalfall zu. Nur wenn ich das Gefühl habe, Honey sei jetzt richtig wütend, trenne ich sie - ich sage "fertig" und dann hören sie auf.


    Aber sie spielen auch oft Renn- und Anschleich-Spiele. Da können sie sich ewig lange gegenüber stehen, bis einer mal loslegt und auf den anderen zu prescht.


    Wenn Honey spielen will, dann wälzt sie sich zB wenige cm vor Luna, oder sie geht in die Spielhaltung und zupft so spielerisch Gras aus, bis Luna darauf eingeht. Hat Luna jedoch keine Lust, gibt sie auf und macht was anderes. Oder Honey rennt voll Gas auf Luna zu und springt uU über sie rüber oder bremst kurz vorher ab oder rast an ihr vorbei. Luna duckt sich dann, "greift" dann aber sofort an. Ich merke aber, dass es für beide stimmt, deshalb lasse ich sie.


    Im übrigen wollen meine Hunde viel mehr untereinander spielen, als mit mir.

  • Tabasco du kennst Tabasco ja gut und weisst auch wann und wie er "falsch" kommuniziert. Hör da auf dein Bauchgefühl :) Kein Lehrbuch würde Ferienhund und Zelda so interagieren lassen weils eben "falsch" ist, aber es klappt, es passt für beide und es ist für beide nicht stressig. Klar lernt Ferienhund so nicht sonderlich sich besser zu artikulieren, aber sie hat immerhin ein Hund mit dem sie ausgelassen sein kann.

    Würde da einfach weiterhin das so handhaben wie es für euch passt.


    Ich könnt das was Tabasco tut z.b. zwischen Miyu und Zelda keine Minute laufen lassen, das gäb ärger ;) Egal von welcher Seite. Aber eben - dort gibts dafür dann andere eigenheiten.

  • Ja, nach so vielen Jahren kenne ich Tabasco schon gut, und ich schaue, dass es sowohl für ihn wie auch für Rumi stimmt. Rumi ist zum Glück ein unkomplizierter und geistig robuster Hund, der sich gut mit meinem Aussiemonster arrangiert.

    Ich hoffe einfach, dass Tabasco Rumi auch nach Ende der Pubertät noch mag.

  • Mir sind zwei Dinge aufgefallen. Das eine wurde ja schon angesprochen, nämlich, dass Tabasco bei Rumi den Kopf auf den Rücken legt und zwar immer wieder = Dominanzgeste. Lady wurde ihm ganz arg die Meinung geigen, wenn er ihr das tun würde... Aber wenn Rumi das duldet, ist es ja ok.

    Das zweite ist, dass er (Rumi nicht) auf den Fliesen immer stark ausrutscht. Ich habe deswegen vorhin extra Lady beobachtet, wir haben ja im EG auch überall Fliesen. Sie kann rennen und toben ohne zu rutschen, obwohl wir in der Küche und Eingangsbereich hochglänzende und sehr rutschige Fliesen haben. Warum Tabasco keinen sicheren Stand auf den Fliesen hat, weiss ich nicht, aber ich persönlich finde das für seine Gelenke ehrlich gesagt kritisch.

  • Lady Tabasco hat hinten viel Muskulatur verloren und hat dadurch auf glattem Boden nicht mehr so guten Halt.

    Aber gemeinsames Spiel mit Rumi wird es zukünftig eh nicht mehr geben, weil er nur noch zu mir kommen wird, wenn seine Besitzerin keine andere Möglichkeit hat. Und dann werde ich die zwei trennen müssen, weil es mir zu gefährlich geworden ist. Tabasco agiert einfach zu unberechenbar und unverhältnismässig.

  • Aber gemeinsames Spiel mit Rumi wird es zukünftig eh nicht mehr geben, weil er nur noch zu mir kommen wird, wenn seine Besitzerin keine andere Möglichkeit hat. Und dann werde ich die zwei trennen müssen, weil es mir zu gefährlich geworden ist. Tabasco agiert einfach zu unberechenbar und unverhältnismässig.

    Oh das ist ja schade - ist denn etwas vorgefallen, oder war das eh so geplant?

  • Nein, es war nicht so geplant. Obschon uns von Beginn weg bewusst war, dass es nach einer gewissen Zeit wegen Tabascos Rüdenunverträglichkeit möglicherweise nicht mehr geht.


    Grundsätzlich ging es mit den beiden gut. Aber ab und zu hat Tabasco Rumi viel zu stark zurecht gewiesen, meist wenn ich Rumi (ohne dass Tabasco involviert war) in die Schranken wies. Und vor ein paar Tagen geschah das ohne ersichtlichen Grund und in einer Heftigkeit, dass ich das Vertrauen in Tabasco im Umgang mit Rumi verlor. Zum Glück gab es keine Verletzung, aber nochmal darf das nicht geschehen.

  • Du wirst das sicher richtig einschätzen. Aber es ist natürlich schade, es wäre für Tabasco sicher eine Bereicherung und im Spiel könnte er evt. wieder mehr Muskulatur aufbauen. Allerdings würde ich ihn drinnen auf den Fliesen nicht mehr spielen und/oder rennen lassen.