Bekleidung für Hunde

  • Hallo zusammen


    Da es nun wieder kälter wird ist mir heute Morgen beim Gassi gehen mit unserem kleinen durch denk Kopf, ob es sinnvoll ist ihm einen Pulli/ Regenweste zu kaufen. Da er auch anfängt zu zittern wenn wir länger draussen sind.


    Ist das übertreiben oder sinnvoll?

    Er hat ja keine Unterwolle und dickes Fell auch nicht.


    Mann hört eben immer zwei Meinungen, die einen sagen ja die anderen finden man hat einen Dachschaden....also frag ich mal euch :biggrin:

  • Ja, klar brauchen Kleinhunde mit Kurzhaar ohne Unterwolle einen Wärmeschutz! Du hast einen French Bulldog, oder?


    Meine Zwerge tragen auch Pulli oder Mantel, sobald es kalt wird (ab ca. 12 Grad und kälter). Die Chihuahuas (jetzt nur noch eine) sowieso, die haben sozusagen einen nackten Bauch und wie gesagt, keine Unterwolle.

    Vicky hat Terrier-Haar, momentan auch noch keine Unterwolle, aber auch sie zittert bereits, sobald sie still steht. Ich nehme an, sie braucht dann ebenfalls einen Pulli. Da sie zwar hochbeinig, aber sonst ungefähr so klein ist wie ein Chihuahua (3,3 kg), passen ihr zum Glück alle vorhandenen Pullis und Mäntel. Da muss ich nichts Neues kaufen.


    Noch rasch als Kurzfassung betr. Wärme-Schutz:

    Ein kleiner Körper kann nicht so viel Wärme produzieren. Über die Hautoberfläche geht mehr Wärme verloren als die Körpermasse produzieren = Unterkühlung innert kürzester Zeit

    Kleinhunde sind mit dem (nackten) Bauch sehr nahe am Boden, der kälter ist als die höheren Luftschichten = rasche Unterkühlung und Wärmeverlust.

    Chihuahuas und French Bullis haben grosse Fledermaus-Ohren, welche zur Wärmeregulierung in heissen Ländern (Mexico!) ideal sind. In unseren Breitengraden jedoch kontraproduktiv. Über die grossen Stehohren geht sehr rasch enorm viel Wärme verloren. Fass die Ohren mal an, die sind draussen sofort eiskalt.

    Regen dringt bei Kurzhaar ohne Unterwolle sofort bis auf die Haut hindurch, d.h. die Hunde sind innert kürzester Zeit bis auf die Haut nass bei Regen und Schnee = starke Unterkühlung.


    Fazit: Klein- und Kleinsthunde ohne Unterwolle mit nacktem Bauch und riesigen Fledermaus-Ohren brauchen ganz klar schon ab 12 - 14 Grad (meine Smilla guckt mich schon bei 16 Grad verzweifelt an...) Wärmeschutz in Form von Pullovern oder Mäntel. Die Spaziergänge müssen in den kalten Jahreszeiten kürzer (dafür häufiger) gehalten werden. Stehenbleiben und "Tratschen" mit andern Leuten ist strikte untersagt im Winter! (es sei denn, man nimmt den Hund halt hoch, wenn man unbedingt plaudern will).

    Was wir noch als nicht so kalt empfinden, ist für die Hunde bereits bedenklich kalt, deshalb wie gesagt, ab 12 Grad und drunter wird es kritisch. Je älter der Hund, desto sorgfältiger muss man auf Wärme achten!


    Also hör nicht auf dumme Sprüche, wieso der Hund "angezogen" sei... denk an die Gesundheit und Wohlbefinden Deines Hundes!


    PS. Die Notwendigkeit für einen Nässe-Schutz und Wärme gilt übrigens auch für grössere Hunde, die kurzhaarig sind mit fehlender Unterwolle (Rhodesian Ridgeback, Boxer, Dalmatiner, Doggen, etc.).

    Frag mal einen Ridgeback, ob er gerne bei Regen laufen geht... der wird Dich völlig entsetzt angucken (Neiiiin, bei Regen gehe ich nicht raus!!!)

    :) Liebe Grüsse von Fränzi und der Schweine-Bande

  • Danke dir Aika:smile:


    Bin eben auch der Meinung, vor allem wen es Regnet. Ist es mir immer unwohl wenn der kleine dicke so nah am Boden läuft. Und viel Fell am Bauch hat er ja auch nicht, er ist ja auch erst 6 Monate nun alt und viel mehr wird da auch nicht mehr kommen.


    Hast du eventuell noch einen guten Shop den du empfehlen kannst, wo man die Sachen bestellen kann oder eventuell gibt es einen Laden wo man direkt vorbei gehen kann. Die Bullys sind ja etwas speziell im Körperbau :biggrin::peinlich:

  • Es gibt keine Pauschal aussage wann ein Hund einen Pulli oder Mantel benötigt.

    Rein in der Theorie gehört der Beagle in keinsterweise zu der Kategorie Hund die einen Pulli oder Mantel benötigt, geschweige dies sehr früh. Leider friert aber Zelda ab ca. 15° ohne grössere Bewegung und mit Bewegung ab ca. 10°. Wiederum kenn ich Whippets, die gern mal den Ruf haben Mimosen und "gfrörli" zu sein, die überhaupt keinen Mantel benötigen.


    Genau so ist es auch bei Kleinsthunden, hier spielen so viele Faktoren eine Rolle.


    Wichtig finde ich einfach immer, egal welcher Hund, welche Situation. Der Pulli oder Mantel sollte funktional sein und auch gewisse Aspekte mitbringen. So sind doch viele Pullis gerade für Frenchies völliger Humbug. Denn die hören gern mal schon vor dem Nierenbereich auf, geschweige sie denke kein bisschen die Hinterhand ab. Ein Pulli oder Mantel muss von unten gut gegen feuchtigkeit und kälte Schützen und sollte den kompletten Rücken inklusive Hinterhandmuskulatur abdecken. Dies erfüllen leider bis jetzt nur wenige Marken.


    Wenn du magst, darfst du gern mal bei mir vorbei kommen :) Ich führe Pomppa im Sortiment und hab damit schon einige Bullys ausgestattet.

    Ansonsten würde ich als Alternative einen Hurrta Händler empfehlen, dort gäbe es auch noch eine extra Bully Modell.

  • ich finde auch, was andere sagen ist völlig egal. Bei mir läuft ein Goldi bei Kälte oder Nässe mit Mantel rum 😉

    Es geht ja um die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes, nicht der Leute

    Herzliche Grüsse Jessy mit Chiara

  • Schliesse mich den Vorschreibern an. Friert der Hund ist ein Kälte- oder Nässeschutz sinnvoll.

    Mein einer Kelpie hat genetisch bedingten Fellausfall und trägt seit ein paar Tagen wieder sein Pullover.

    Wird es kälter, werden auch die Mäntelchen angepasst.

    Gibt ja mittlerweilen fast alles im Sortiment, Pullover und Mäntelchen für die Übergangszeit, Regenmäntel und Dicke, wärmende Wintermäntel.


    Für mich ist vorallem im Winter der Schnitt sehr wichtig. Der Hund soll so gut wie möglich geschützt und eingepackt sein. Da brauch ich kein Schnick-Schnack dran.

    Da wurde ich fündig beim Back on Track, das auch die Hinterhand einpackt und warm hält, sowie am Bauch weit nach hinten reicht.

    Und an ganz kalten Tagen gibts halt Schichtbetrieb. Sprich Pullover drunter und Mantel drüber.

    Und Taz fühlt sich "Pudelwohl" damit.

    Beginne jeden Tag mit einem Lächeln und genieße jede Sekunde Deines Lebens.

  • Also meine felligen Aussies haben auch Mäntel :-) Wenn es nötig ist (für mich, sie finden es überflüssig), werden die angezogen. Sollen die Leute reden, machen sie ja eh schon hihi

  • super danke euch!

    Dann werde ich da mal was kaufen gehen.


    Letztens auf Facebook in einer frenchie Gruppe hatte eine auch Bilder von ihren bullys gepostet mit mänteli und sie wurde von einigen total runtergemacht. Und da haben dann ein paar gesagt ihre toben im schnee stundenlang und haben nie etwas an und ja total übertrieben.


    Und wenn ich nun unseren ansehe der auch schon anfängt etwas zu zittern, dann finde ich da schon Handlungsbedarf.

  • Schnee ist wärmer als Regen ;)

    Zelda tobt im Schnee auch ohne Mantel, unangenehm wird es erst danach wenn sie nass stehen muss.

    Augen zu und durch! Find den besten weg der für dich und deinen Hund stimmt, alles andere ist irrelevant.

    Es ist einfach bewiesen wenn Hunde ständig frieren, geht dies auf die Substanz und fördert viele Krankheiten.

    Wenn ich mal den Mantel vergessen habe und wir dann eben doch auf dem Gleis länger auf den Zug warten, ist das halt leider so.. aber einen Seminartag muss sie nicht mehr frierend durchstehen.

  • Hast du eventuell noch einen guten Shop den du empfehlen kannst, wo man die Sachen bestellen kann oder eventuell gibt es einen Laden wo man direkt vorbei gehen kann. Die Bullys sind ja etwas speziell im Körperbau :biggrin::peinlich:

    Ich bestelle jeweils im Internet "querbeet", einen bestimmten Shop habe ich dabei nicht.


    Aber Du hast recht, grad bei Bullies wird das schwierig. An Deiner Stelle würde ich da schon möglichst direkt in einem Shop vorbeigehen, damit Du anprobieren kannst.

    Wir haben hier im Dorf eine Bully-Hündin, die noch nie einen Mantel anhatte, die Besitzerin findet das völlig überflüssig, guckt schon mal ziemlich komisch, wenn sie meine Chis mit Pulli sieht. Ihre Hündin ist zwar "gut gepolstert", aber sie tat sie mir schon oft leid, wenn ich z.B. sehe, dass die Besitzerin dick eingemummelt irgendwo im Dorf herumsteht bei - 10 GradX( und mit ihren Freundinnen plaudert, währenddem ihre Hündin schlotternd daneben steht. Im Moment ist die Hündin noch rel. jung, ich glaube ca. 4 Jahre alt, aber mit den Jahren wird das immer riskanter... die Frau kann sich einfach nicht in die Situation ihres Hundes hinein versetzen.

    Ich habe es ihr schon versucht zu erklären... keine Chance!

    :) Liebe Grüsse von Fränzi und der Schweine-Bande

  • Ich bin mal gespannt, wie sich meine Pudeldame verhalten wird.

    Lanrador, Strassenhund und zuvor Mittelschnauzer und Cocker Soaniel waren allesamt wetterfester als ich.

    Irgendwer schrieb, die Antwort auf diese Frage liege beim jeweiligen Hund. Nicht bei der Rasse, nicht beim Hundehalter- und ganz sicher nicht bei den dummschwätzenden Menschen drum herum!

    Ich bin ehrlich: ich mag diese Mäntel überhaupt nicht.

    Aber sollte meine Ari frieren, mag ich dies noch viel weniger.

  • Ich mag Mäntel auch nicht, aber das Wohl des Hundes steht bei mir auch im Vordergrund. Mein Sheltie hat kein Problem, die habe ich noch nie frieren gesehen in ihrem Pelz^^. Unsere Yorkiehündin hat aber als sie älter wurde auch angefangen zu frieren, vorher gings gut. Ich habe dann einen schwarzen schlichten Mantel gesucht der nicht auffällt. Sie ist/war kein Taschenhund und war auch bis bei 5-6 std Wanderungen dabei, ich wollte nicht das sie verkleidet aussah. Für einen 1.5 kg Hund war es aber alles andere als einfach einen Mantel zu finden ohne Glitzer, ohne pink, ohne Fellkaputze etc.X/

  • Ich finde es gibt mittlerweile echt funktionelles in der Kategorie, womit man sogar gut sporteln kann. Ach ja, bei < -16-18 Grat Mantel ich seit 2 Jahren auch, kommt aber nicht so oft vor. Und für die Muskulatur ists besser.


    Rüschchen und Schleifchen und shishi geht natürlich nicht, aber das gibts auch mehr im Kleinhundsegment 😝

  • Rüschchen und Schleifchen und shishi geht natürlich nicht, aber das gibts auch mehr im Kleinhundsegment 😝

    Oh ja, das ist die grösste Schwierigkeit... ich habe mich dumm und dämlich gesucht, bis ich endlich unauffällige, schlichte Pullis und Mäntel fand ohne rosafarbene Schleifchen oder Rüschen.


    Ich glaube, von daher kommt auch die Ablehnung (teilweise) von Mänteln und Pullover, weil viele das mit verkleideten Püppchen-Hündchen verbinden... diese Hunde tun mir jeweils leid, denn artgerecht leben dürfen sie nicht, Paris Hilton lässt grüssen.

    :) Liebe Grüsse von Fränzi und der Schweine-Bande

  • Wir haben Regen und Wintermantel. Wir ziehen es ihnen bei bedarf an! Bekloppt> nein finden wir nicht, wir hatten anfangs keine und mussten aber sehr schnell merken das sie ganz schnell frieren und dann nicht mehr laufen. Wieso also nicht :-) Sie sind ja klein und so nah am Boden das ich mir schon vorstellen kann das sie schnell frieren. Sie fühlen sich mit dem Mantel wohl und das laufen macht ihnen Spass. Ich finde DAS ist das wichtigste. Natürlich ziehen wir die Mäntel nur bei extrem starken Regen oder bei Minus Temparaturen an.

  • Auch wir ziehen bei Bedarf einen Mantel für die Hunde an. Kommt eher selten vor. Für Anouk eigentlich nur bei sehr, sehr tiefen Temperaturen und bei Aufenthalt in den Bergen. Es kann noch so stark und lange regnen, sie wird kaum nass, ausser wenn sie gerade abgehaart ist. Der Kleine hat zwar in der Regel ein Gutes Doppelfell friert aber schneller und bekommt bei tiefen Temperaturen einen leichten unauffälligen Mantel zum Schutz.

    Hunde ankleiden oder verkleiden sind für mich äusserst abstossend, das fängt bereits bei kleinen Dingen an welche nicht der Gesundheit für den Hund dienen.

    Es ist der Strom aus dem wir sind im Werden und Vergehen, aus dessen liebevoller Kraft wir unsere Wege gehen.


    Sage es mir, und ich werde es vergessen; Zeige es mir, und ich werde mich daran erinnern; Beteilige mich und ich werde es verstehen!!! (lao tse)

  • Die ersten 10 Jahre lief Lady bei jedem Wetter immer nackig. Aber bei starkem Regen wird sie tropfnass und ihr langes Fell hängt dann um ihren Körper und darum habe ich ihr als sie 10 wurde einen Regenmantel gekauft. Ich ziehe ihr den nur an, wenn es kühl ist und stark regnet, damit ihre Muskulatur nicht zu stark auskühlt, da wir immer relativ lange am Stück laufen.

    Ich persönlich bin eine totale Gegnerin von "Verkleidungen" und äusserst extrem, da stehe ich dazu. Ich finde es schon blöd, wenn die Leute ihren - in meinen Augen armen Hunden - ein Dreieckstuch umhängen, nur weil es "schöner" ist... Ein Hund ist für mich von Natur aus wunderschön und braucht ganz sicher kein Stück Stoff umgehängt, um schöner zu sein! Aber da sind wir halt alle verschieden :P Aber seinen Hund sinnvoll schützen, damit habe ich kein Problem, im Gegenteil.

  • Meine haben auch ihre Mäntel und Disney trug gestern nach dem Training auch seinen Netzmantel von BoT. Letzten Winter trug er ausnahmslos entweder Pulli oder Mantel, klar wird man doof angeschaut wenn ein Langhaarhund einen Mantel trägt. Aber ich geb eh nicht viel auf das Geschwätz anderer Leute :hihi: Du kennst deinen Hund am besten, wenn er jetzt friert würde ich ihm einen Pullover/Mantel anziehen. Bei kalten trockenen Wetter mag ich den Jumppa von Pomppa gerne. Disney hat sich damit ganz normal bewegt und auch keine Probleme beim Pinkeln. Und der Schnitt ist klasse! Rutscht nicht und deckt hinten toll die Hüfte ab.




    Ayden hat bis anhin nur einen Regenmantel, den er trägt vor dem Training (wenn es regnet oder schneit natürlich) oder wenn er nachher nicht nass ein sollte (also wenn er danach im Auto warten muss oder wenn wir in ein Restaurant gehen etc.)