Zweithund auf Probe / Problem

  • Hallo zusammen, ich wende mich wieder einmal an euch mit einem für mich momentan schwierigen Anliegen.
    Ich weiss selbst nicht weiter und denke ein paar neutrale Antworten wären nicht schlecht, alle Personen die ich momentan frage sagen immer «Ja aber das ist doch normal, gib ihm Zeit usw.».


    Also, ich hatte ja schon länger den Wunsch nach einem Zweithund. Nun hat es sich so ergeben, dass die Züchterin von Camiro eine Hündin hatte die noch ein Zuhause suchte. Sie ist ein kleines Pflegefellchen, also sie ist auf einem Auge blind auf die Welt gekommen, ansonsten aber gesund und munter. Sie ist bereits 5,5 Monate alt. Am Sonntag ist sie zu mir gekommen und Camiro fand sie die ersten paar Stunden noch interessant und spielte auch etwas mit ihr.


    Nun hat er aber irgendwie gemerkt, dass die Kleine anscheinend bleibt. Und ich bin natürlich auch etwas nervös wegen der ganz neuen Situation und das merkt er sicherlich auch.


    Im Büro und Zuhause wo er halt denkt es sei «sein Reich» drängt er sie oft ab, beobachtet sie aus einiger Entfernung ständig wenn sie sich fortbewegt und wenn sie irgendwas tut oder sich «zu frei» bewegt geht er hin, hält sie fest (will quasi rammeln) und wäffelt sie an (ich kenne dieses Bellen, das ist kein nettes Bellen von ihm, eher ein «giftele»). Ich nehme ihn dann natürlich sofort von ihr weg und sage ihm er soll das lassen. Die Kleine wehrt sich zum Glück nicht aber sie verkriecht sich natürlich bei mir (noch mehr als es Welpen auch sonst schon tun oder ich jedenfalls so von Welpen kenne). Nun wird das im Moment einfach noch nicht weniger, also gestern Abend hat er dies auch wieder so 3–5x getan und die Kleine hat sich nicht mal mehr getraut irgendwo in seinem Umfeld durchzugehen ohne mich, aber sie zittert nicht dabei.


    Beispiel: Gestern war ich duschen, im Normalfall kam einfach die Kleine mit ins Bad wie ich das halt kenne von so kleinen Hunden – Camiro direkt hintennach und ist vor sie hin auf den Teppich gesessen, quasi genau so, dass sie sich nicht mehr getraut hat sich zu bewegen. Wohlbemerkt, Camiro kommt sonst nie mit ins Badezimmer. Wenn sie dann raus möchte oder so sitz er ihr auf und wäffelt sie an – sie probiert das aber gar nicht mehr, sie bewegt sich entweder nicht mehr allzu sehr wenn er in der Nähe ist (wenn es genügend Platz hat geht sie ihm einfach aus dem Weg), oder sie versteckt sich bei mir.

    Generell kann ich mich nicht mehr fortbewegen in meiner Wohnung, ohne, dass beide Hunde bei mir sind. Das Problem; Camiro kennt es nicht, in der Wohnung irgendwelche Befehle zu befolgen, also er ist draussen sehr gut folgsam, aber ich habe ihm nie beigebracht z.B. auf seinem Platz zu bleiben oder in die Box zu gehen, weil ich es schlicht nie gebraucht habe bei ihm, er hat das immer von selbst gemacht, er war in der Wohnung immer schon sehr ruhig und hat einfach geschlafen. Also hatte ich da nie Bedarf sowas beizubringen. Und die Kleine kann noch gar nichts, sie kennt ihren Namen noch nicht mal richtig, geschweige denn kann sie Sitz oder Bleib.


    So, mein Problem – ich weiss nicht, ob ich das nervlich aushalte und mich durchsetzen kann, dass es für beide langfristig eine gute Lösung ergeben könnte. Ausserdem möchte ich nicht, dass die Kleine jetzt schon so schlechte Erfahrungen machen müsste, dass sie langfristig irgendwelche Probleme deswegen entwickeln könnte. Und mir bricht alles das Herz, mir bricht es das Herz Camiro so ungewohnt nervös und unruhig zu sehen (ausserdem kenne ich diese «böse Ader» von ihm gar nicht, sonst hätt ich ja nie einen zweiten Hund geholt) – andererseits würde es mir auch das Herz brechen die Kleine wieder zurückzugeben – sie ist wirklich ganz toll und so ruhig für eine so junge Dame und sie nervt Camiro nie, sie ging nie zu ihm und hat ihn genervt, sie geht ihm auch keine Knochen oder Spielsachen klauen – aber Camiro geht trotzdem in solchen Situationen «erst recht» auf sie, obwohl sie es nichtmal versucht. Camiro ist auch gestresster, er ist mehr wach als sonst und kaut mehr an einem Knochen herum als er es sonst tun würde. Die Kleine geht ihm eigentlich grösstenteils aus dem Weg so gut es geht. Wenn sie sieht, dass er schon irgendwo ist wo sie hinwill geht sie nicht hin.


    Beim Spazieren ists überhaupt kein Problem, da kann ich denen 1cm von einander entfernt Leckerlis geben ohne Probleme, Camiro ignoriert sie einfach. Wenn ich allerdings mit ihr etwas üben möchte sitzt er so nah daneben, dass das quasi fast unmöglich ist..


    Also was denkt ihr, wie lange kann ich dieser Situation eine Chance geben sich zu beruhigen und wann ist der Punkt da zu sagen, es geht halt doch nicht? Ich möchte keinesfalls zwei Hunde haben, nur damit ICH glücklich bin, es soll für alle stimmen und Hunde voneinander trennen in der Wohnung usw. kommt für mich ehrlich gesagt nicht in Frage. Sie sollten irgendwann schon zusammen alleine bleiben können oder zusammen im Auto in der Box sitzen usw.


    Ich möchte hier noch betonen, dass es nicht gefährlich für die Kleine ist, also beissen tut Camiro natürlich nicht, sonst hätte ich das Projekt selbstverständlich schon längst abgebrochen.

    Liebe Grüsse
    Jessy & Camiro



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    3 Mal editiert, zuletzt von Jessy&Camiro ()

  • ich habe ihm nie beigebracht z.B. auf seinem Platz zu bleiben oder in die Box zu gehen

    Dann tu das doch einfach jetzt ;-)

    ich weiss nicht, ob ich das nervlich aushalte und mich durchsetzen kann

    Die Frage ist halt, wie wichtig es Dir ist.

    Also was denkt ihr, wie lange kann ich dieser Situation eine Chance geben sich zu beruhigen und wann ist der Punkt da zu sagen, es geht halt doch nicht?

    Ich finde Deine Aussagen alles in allem recht klar und würde sagen: Jetzt.

    Ich möchte keinesfalls zwei Hunde haben, nur damit ICH glücklich bin

    Da haben wir nämlich den Punkt. Wenn Du unbedingt zwei Hunde haben willst - aus welchen Gründen auch immer - dann regelst Du die Sache über Nacherziehung und Management, verweist jeden Hund auf seinen Platz und betätigst Dich als Rudelführer, der kein Kontrollverhalten duldet. Das braucht sehr viel Zeit, Aufmerksamkeit und Kompetenz - Nerven.


    Für mich klingt es aber danach, dass Du nicht unbedingt zwei Hunde haben musst, dass Camiro das nicht will, und dass Du Dir auch nicht sicher bist, ob Du den Aufwand auf Dauer betreiben kannst und willst. Daher würde ich Dir empfehlen, das Experiment abzubrechen.

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  • Da haben wir nämlich den Punkt. Wenn Du unbedingt zwei Hunde haben willst - aus welchen Gründen auch immer - dann regelst Du die Sache über Nacherziehung und Management, verweist jeden Hund auf seinen Platz und betätigst Dich als Rudelführer, der kein Kontrollverhalten duldet. Das braucht sehr viel Zeit, Aufmerksamkeit und Kompetenz - Nerven.


    Für mich klingt es aber danach, dass Du nicht unbedingt zwei Hunde haben musst, dass Camiro das nicht will, und dass Du Dir auch nicht sicher bist, ob Du den Aufwand auf Dauer betreiben kannst und willst. Daher würde ich Dir empfehlen, das Experiment abzubrechen.

    Danke für deine ehrliche Antwort, wahrscheinlich hast du schon recht, ich schwanke extrem. Im einen Moment denk ich «doch das will ich wirklich unbedingt» und im andern ist es wieder ein «es geht einfach nicht». Ich finde die Kleine aber echt auch super und es widerstrebt mir sie wieder wegzugeben..

    Liebe Grüsse
    Jessy & Camiro



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  • Hooiiii :winke:


    Also ich kann mir gut vorstellen, dass das grundsätzlich eine gut managbare Situation ist. Dass Camiro mit klaren Grenzen lernen kann, was geht und was nicht. Dass es nicht zu spät ist für ihn, in der Wohnung gewisse Regeln zu lernen. Und dass das klappen kann mit den beiden, dass sie sich aneinander gewöhnen und gut zusammenleben können.

    Für mich klingt es jetzt nicht nach einem unlösbaren Problem, "nur" nach klaren Regeln und Management.


    Die Frage ist, magst du das leisten? Hast du die Nerven, die Geduld, die Zeit?

    Bei einem wirklich klaren Ja, finde ich, muss da nichts abgebrochen werden.

    Es klingt aber so, und du schreibst es ja auch, dass dich die Situation überfordert. Und du dir eben gar nicht sicher bist. Wenn das so ist und du nicht klar dahinterstehen und "ran" kannst, dann fände ich den möglichst schnellen Abbruch (eben bevor sich die Situation verhärtet) glaubs auch besser.


    Ich finde, es muss einem wie auch "Spass" machen, so eine Herausforderung zu meistern, damit es klappen kann. Weil es braucht halt schon viel Einsatz, Klarheit bei einem selber, was man wie umsetzen möchte...und dann die Ausdauer und Zuversicht, es durchzuziehen. Ansonsten wird's belastend.


    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.


  • Nun hat er aber irgendwie gemerkt, dass die Kleine anscheinend bleibt. Und ich bin natürlich auch etwas nervös wegen der ganz neuen Situation und das merkt er sicherlich auch.

    dieser Satz hätte von mir sein können, als Dix zu uns kam...glaub mir es braucht Zeit und für Tier und Mensch ist es eine Veränderung, die sich zuerst "einleben" muss...ich habe auch öfters gezweifelt, ob es das Richtige ist (für mich und Ghiro), aber es wird sich alles einpendeln...das wichtigste ist, dass du überzeugt bist und Camiro mit der Kleinen zurecht kommt...Ghiro fand Dix am Anfang auch super cool und als er merkte, dass Dix bleibt, gab es auch eine etwas schwierige Phase, die aber nur von kurzer Dauer war und jetzt sind sie ein eingeschworenes Team...du musst versuchen suverän zu sein, als wär es die normalste Sache der Welt, denn du willst den zweiten Hund...mit dem neuen Hund ist es auch normal, dass es Veränderungen gibt, wie z.B. das Platz zuordnen, oder das Warten, wenn du mit dem andern Hund etwas arbeitest...alles braucht Zeit, aber je früher du damit beginnst (klare Regeln), desto einfacher wird es für allle...wie lange hast du sie jetzt schon?

  • ...wie lange hast du sie jetzt schon?

    Sie ist erst seit Sonntag bei uns. :-) Ich schwanke im Moment noch stark. Allerdings hatte ich wohl halt einfach ein anderes Bild vor Augen. Aber wenn ich dann denke, dass ich das schon seit etwa 3 Jahren wünsche, möcht ich es halt auch nicht einfach so wieder «wegwerfen».. Ich muss mir im Moment irgendwie im Klaren werden ob ja oder nein und das fällt mir jetzt gerade etwas schwierig.


    Die Frage ist, magst du das leisten? Hast du die Nerven, die Geduld, die Zeit?


    Bei einem wirklich klaren Ja, finde ich, muss da nichts abgebrochen werden.

    Ja, das ist genau die Frage die ich mir selbst stelle. Mag ich da durchbeissen. Wenn ja bin ich mir auch sicher, dass ich das hinbekommen werde.

    Liebe Grüsse
    Jessy & Camiro



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  • Am wichtigsten finde ich, dass du dir gegenüber ehrlich bist. Was willst du, und vorallem weshalb willst du es? Möchtest du unbedingt einen - diesen - Zweithund? Und falls ja, wirst du es können und wollen, Camiro so in die Schranken zu weisen, wie es nötig ist?

    Wenn du das nicht mit einem klaren Ja beantworten kannst, wäre ein schneller Abbruch wahrscheinlich für alle besser.

  • Ich will dir nicht auf den Schlipps treten, aber ich glaube fast jeder einzel Hundhalter der mit seinem sich eingespielt hat findet mal, ok wie wär es mit einem "Kollegen" für den Hund es läuft ja zwischen uns. Aber das der eigene Hund dann so Glücklich ist und Freude hat ist ein vermenschlichtes Denken, meiner Meinung nach. Es gibt ganz klar Ausnahmen und auch Rassen die es lieber mögen im Rudel zu sein oder nicht alleine.


    Sonst bin ich mit meinen Vorschreibern gleicher Meinung. Dir nochmals klar werden ob du die Aufgabe auf dich nehmen willst oder die kleine zurück gibst und mit Camiro auch Glücklich eingespielt als Einzelhund halten.

  • Hast du dir damit nicht schon selbst eine Antwort gegeben?
    Ich finde, dass es nach viel Stress für alle Beteiligten tönt. Und sich insofern nur lohnt, wenn DU die zwei Hunde wirklich willst und bereit bist, da bei deinen Erwartungen auch Abstrichte zu machen. Aber hier schreibst du ja eher, dass du nicht nur zwei Hunde "für dich" haben möchtest.

    Ich möchte keinesfalls zwei Hunde haben, nur damit ICH glücklich bin, es soll für alle stimmen und Hunde voneinander trennen in der Wohnung usw. kommt für mich ehrlich gesagt nicht in Frage. Sie sollten irgendwann schon zusammen alleine bleiben können oder zusammen im Auto in der Box sitzen usw.

    Mit der Erwartungshaltung, dass die beiden die Autobox teilen sollen, und der deutlichen Ablehnung, in der Wohnung zu trennen, würde ich das abbrechen.
    Längerfristig könnte das hinhauen, wobei ich der Meinung bin, dass man das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher sagen kann. Aber du bist dir ja unsicher und magst - wenn ich das richtig interpretiere - nicht "alles" dafür tun. Und das sind keine guten Voraussetzungen unter diesen Umständen, finde ich.

    Dazu kommt, dass die Kleine auf einem Auge blind ist. Das könnte gewisse Situationen verschärfen, weil sie dann möglicherweise einen Teil von Camiros Kommunikation nicht wahrnimmt, je nachdem wo er sich befindet. Und das wiederum kann sie unsicherer/ängstlicher machen. Da braucht sie jemanden, der Camiro ganz klar zurechtweist in seinem Kontrollverhalten und sie schützt. Und dafür musst du sehr präsent sein. Ständig? Unrealistisch. Da könnte dann ein teilweises Trennen in der Wohnung euch allen Erleichterung verschaffen.

  • Für mich ist oben schon alles sehr gut geschrieben. Und ich denke auch, du hast Dir deine Frage schon selber beantwortet.


    Aber wenn du in Zukunft einen zweiten Hund haben möchtest, dann ist das doch jetzt genau der richtige Zeitpunkt mit dem Training von Camiro zu beginnen (also im Haus/Büro). Nutze doch die Zeit ohne zweiten Hund für genau solche Trainins.

  • Ähm, warum lässt du überhaupt zu, dass Camiro sie einschränkt, aufsitzt etc. ? In meinem Haus tut das keiner ausser mir.

    Sorry, klare Regeln, wenn Camiro nicht bleibt, wird er angebunden, Punkt.

    Ansonsten bekommen bei mir die Althunde zuerst Futter, zuerst streicheleinheiten, werden zuerst angezogen, sind klar vorrangig. Regeln tun sie nichts, das tue ich.


    Dass ein Hund der jahrelang Einzelprinz war davon nicht begeistert ist, ist klar. Umso klarer musst du auftreten, wenn du das willst.

  • Ich les mir später alles durch ...


    Nur selten hat man das Glück dass Hunde ganz von selbst miteinander harmonieren. Ich durfte es bei Whyona und Tarek erleben ...

    ansonsten bedarf es von dir Regeln und Grenzen im Zusammen leben und so können alle in Frieden miteinander leben.


    Und dann gibt es konstellationen wo es gar nicht geht oder nur mit dauerhafter Trennung, das würd ich bei dir jetzt aber so nicht sehn.

    Grüsse Nathalie mit


    Tarek, Tervueren, 12.11.2014

    Unique, Malinois, 18.05.2018
    Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

  • Ähm, warum lässt du überhaupt zu, dass Camiro sie einschränkt, aufsitzt etc. ? In meinem Haus tut das keiner ausser mir.

    Sorry, klare Regeln, wenn Camiro nicht bleibt, wird er angebunden, Punkt.

    Ansonsten bekommen bei mir die Althunde zuerst Futter, zuerst streicheleinheiten, werden zuerst angezogen, sind klar vorrangig. Regeln tun sie nichts, das tue ich.


    Dass ein Hund der jahrelang Einzelprinz war davon nicht begeistert ist, ist klar. Umso klarer musst du auftreten, wenn du das willst.

    Ist nicht so, dass ich das zulassen würde. Wenn ich sehe, dass er sie abdrängt oder versucht aufzusteigen dann sage ich ihm natürlich klar «Nein!» und wenn er das dann ignoriert entferne ich ihn und setze ihn irgendwo weiter entfernt hin und sage ihm er soll dort warten / bleiben.

    Ich schaue ja schon, dass er immer alles zuerst bekommt. Also er bekommt zuerst ein Leckerli, ich ziehe ihm am Morgen zuerst das Halsband an, ich gebe ihm zuerst das Fressen wenn ich sie streichel wenn dann immer gleichzeitig. Ein kleineres Problem ist halt, dass sobald sie aufs Sofa kommt und zu mir liegt und er sie dann bedrängen will und ich ihn dann korrigiere geht er weg und will gar nicht mehr zu uns oder mir zurück kommen, also kann ich ihn gar nicht gleich behandeln in einer solchen Situation.

    Aber wenn du in Zukunft einen zweiten Hund haben möchtest, dann ist das doch jetzt genau der richtige Zeitpunkt mit dem Training von Camiro zu beginnen (also im Haus/Büro). Nutze doch die Zeit ohne zweiten Hund für genau solche Trainins.

    Tut mir leid, aber wenn das jetzt mit dieser Hündin nicht passt und nicht klappt werde ich zu Camiro nie einen zweiten Hund mehr dazu holen.
    Im Büro kennt er es, dass er am Platz bleiben muss oder in die Box liegen muss. Aber sie muss halt da einigermassen in der Nähe sein – ich habe mir gedacht, dass ich da evtl. ein Welpenlaufgitter aufstellen könnte und sie halt dort drin platzieren, dann hätte Camiro seinen Platz auf «safe» und auch sie kann in Ruhe an einem Knochen nagen wenn ihr danach ist. Weil im Büro kann ich natürlich nicht ständig gucken – aber da gehts auch besser als Zuhause. Ich kann sie nicht allzu weit auseinander platzieren, sie müssen bei mir beim Pult in der Nähe sein da mein Chef eine Tierhaarallergie hat und ich nicht möchte, dass sie das ganze Büro kontaminieren.. ;-)

    Mit der Erwartungshaltung, dass die beiden die Autobox teilen sollen, und der deutlichen Ablehnung, in der Wohnung zu trennen, würde ich das abbrechen.

    Sorry, aber ich sehe den Sinn nicht, einen zweiten Hund zu haben um die beiden dann voneinander getrennt halten zu müssen. Das wäre für mich Egoismus pur und bringt keinem etwas. Entweder sie leben zusammen und wir alle zusammen oder gar nicht. Zumal ich in meiner Wohnung gar keine Hunde voneinander abtrennen könnte da ich keine Türen oder Ähnliches habe. Im Auto mags ja noch was anderes sein, wenn das gar nicht ginge könnte ich das trennen, aber wenns irgendwie geht wärs wünschenswert wenn sie zusammen in einer Box – die ja genügend gross wäre für zwei – bleiben könnten.

    Liebe Grüsse
    Jessy & Camiro



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  • Sehe jetzt auch kein Sinn darin zu trennen.

    Ich würde bei klaren Regeln bleiben, Camiro deutlich machen, dass er die Nummer Eins ist und sonst nichts zu tun hat. Dann der Sache etwas Zeit geben bis zum Punkt X und dann entscheiden (wenn du der Sache eine Chance geben willst).

    Sie ist seit Sonntag da, das ist wirklich kurz.

  • Sehe jetzt auch kein Sinn darin zu trennen.

    Ich würde bei klaren Regeln bleiben, Camiro deutlich machen, dass er die Nummer Eins ist und sonst nichts zu tun hat. Dann der Sache etwas Zeit geben bis zum Punkt X und dann entscheiden (wenn du der Sache eine Chance geben willst).

    Sie ist seit Sonntag da, das ist wirklich kurz.

    Genau das möchte ich auch so handhaben und jetzt gerade im Büro siehts ganz gut aus, er hat nur einmal versucht sie zu bedrängen aber da war sie auch auf dem Weg in seine Box.. Da muss sie natürlich auch lernen, dass sie ihren eigenen Platz hat und Camiros Box halt nebst Camiro in Ruhe lassen sollte – aber bei ihr ist das nicht so schwierig, sie kapierts ja schon mehr als gut. Sie geht ihm aus dem Weg wo sie nur kann.


    Das ist ja der Punkt, wann ist Tag X? Wie lange darf man sich so einer Frage Zeit lassen?


    Ich möchte nicht unfair gegenüber der Kleinen handeln, sie soll ja auch nicht hin- und hergeschoben werden.
    Wie lange gibt man sich da Zeit, 1 Woche? 2 Wochen? 1 Monat? Viel länger wär ja dann wirklich nicht mehr so fair..

    Liebe Grüsse
    Jessy & Camiro



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  • als ich zu nastassja babywhippie holte und 4 tage später noch babydawn, dann war ich mir sicher, dass ICH das wollte. ok, windis sind rudelrassen, die chance, dass sie alleine bleiben besser finden, ist bei so jungen, "unbelasteten" hunden gleich null. trotzdem war mir diese klare haltung wichtig.

    ich schloss für mich und somit auch für nastassja, von anfang an aus, dass die dies ablehnen könnte. am allerersten abend wollt babywhippie an ihren gefüllten napf- nastassja knurrte. das war das erste und einzige mal, dass sie dies tun musste. jendayi begriff sofort. ich habe sie trotzdem nicht getrennt, auch später mit dawn nicht. hunde sind anpassungsfähig, aber ein wenig zeit müssen wir ihnen schon geben.


    offenbar war camiro bis jetzt zu hause ein wenig der king, er durfte alles, weil er ja eh nichts verbotenes oder unangebrachtes tat (ist kein vorwurf, hier ist es haargenau gleich, auch jendayi würde niemals irgendwo liegen bleiben auf befehl). nun scheint er aber halt ein wenig anleitung oder "starthilfe" zu brauchen.


    dies ist ja auch eine gute möglichkeit, sich mit ihm zu beschäftigen und baby wird dann entweder versorgt (zb box) oder wenn sie sich ignorieren lässt eben ignoriert. ich würde ihn korrigieren, wenn er sie so einschränkt, ruhig und deutlich und ihm dafür ein alternativverhalten geben.

    in der dusche bist du zb. etwas eingeschränkt im agieren, also kommt eben keiner rein oder es kommt mal der eine rein und mal der andere und die tür geht zu.

    ich bin auch dagegen, hunde trennen zu müssen - im auto aber schon. nur schon das aufeinanderprallen bei vollbremsung könnte, mind. jetzt noch, ein problem darstellen, weil baby einfach viel leichter ist und als hündin auch immer leichter sein wird.

    ich glaube, je klarer und selbstverständlicher du auftrittst desto einfach für den rüden. du brauchst seine hilfe nicht, ich würde ihm dies zeigen.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • Danke dir für deine Antwort, heute ist der letzte Tag diese Woche wo ich noch arbeiten muss, dann hab ich 3 Tage frei, dann kann ich gleich mal schauen wie das Zuhause so klappt wenn ich Camiro halt wirklich beharrlich an seinen Platz schicke wenn er sich nicht korrekt verhält. Wenn ich nach diesen 3 ganzen Tagen merke (wo ich extra nichts grossartiges abgemacht habe ausser ein paar übliche Dinge), dass ich damit einfach nicht klar komme dann werde ich mich wohl dazu entscheiden die Kleine nicht zu behalten. Aber wenn ich auch nur einen kleinen Hoffnungsschimmer und Erfolg sehe werde ich es zumindest sicher noch eine Woche länger probieren mit noch konsequenter zu sein. Sollte dann immer noch nichts klappen muss ich das Ganze sicher noch einmal überdenken.

    Und nein, ich erwarte nicht, dass sie heute oder morgen schon zusammen im Körbchen liegen und kuscheln.
    Aber ich sollte doch merken, dass das Abdrängen und vor allem das versuchte Besteigen etwas weniger werden sollte.

    Liebe Grüsse
    Jessy & Camiro



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  • Du musst dir halt überlegen ob du die Zeit und die Nerven dafür hast die zwei Hunde zu managen, neue Regeln zu etablieren etc ... sowas braucht halt seine Zeit das geht nicht von heut auf morgen.

    Zum trennen ... Tarek und Whyona waren immer zusammen in einem Raum wenn sie alleine waren und das von Anfang an. Unique und Tarek sind durch ein Gitter getrennt. Nicht weil sie sich was tun würden, aber sie würden auch nicht von selbst zur Ruhe kommen.


    Klar wünscht man sich die totale Harmonie, und manchmal vermiss ich es sehr. Aber ich wusste von Anfang an die Chance ist klein dass das bei Unique und Tarek auch so sein wird.

    Grüsse Nathalie mit


    Tarek, Tervueren, 12.11.2014

    Unique, Malinois, 18.05.2018
    Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

  • Ich denke, da hast du jetzt etwas sehr wahres geschrieben. Du musst konsequenter sein. Und jetzt hast du dann ja auch 3 freie Tage, um das durchzuziehen.
    Ich denke deine Prio muss sein, die Kleine zu schützen. Sie soll sich ja auch wohl fühlen und bei dir "sicher" fühlen. Und die Bindung kommt dann ja sicher auch, wenn du mal etwas mit ihr alleine unternimmst. Für mich gehört das vor allem am Anfang immer dazu. Einzelzeit :-)

    Du hast jetzt ja 3 Tage Zeit. Zeit Dir auch zu überlegen, ob du bereit bist halt auch Kompromisse einzugehen. Jeder wünscht sich 100% Harmonie, aber manchmal kommt es (auch nach einiger Zeit) dann doch anders. Dann brauchts Plan B :-)

    Ich trenne in der Autobox. Nicht weil die 2 sich nicht verstehen (sie kennen auch eine gemeinsame Box), sondern weil so Jeder seine eigene Ruhezone hat. Und ich finde das noch wichtig. Das Jeder sich so zurückziehen kann, wie er möchte.
    Im Haus trenne ich nie. Auch nicht beim Füttern, Spielen, alleine lassen oder sonst etwas. Aber das habe ich nicht erwartet, als Kookie kam. Denn Breeze kann ja sehr wohl auch anders. Daher hatte ich auch Plan B was ist, wenn es nicht so klappt wie bei "wünsch dir was".
    Wenn's nach Kookie ginge würde sie 24h AUF Breeze liegen, je näher je besser (so macht sie das auch bei Menschen). Aber Breeze ist überhaupt nicht der Kuschler. Aber sie haben Beide irgendwie einen Kompromiss gefunden und das ganz friedlich ohne mich.

    Für mich sind die Kompromisse der Schlüssel zum Erfolg beim Zusammenleben...ob nun Hund oder Mensch :-)