Jagdhunde - Wissen aneignen

  • Ich finde Jagdhunde ja sehr interessant, oft wunderschön und ganz speziell. Ich kenne allerdings wenige und traue mir eigentlich auch keinen zu (mal abgesehen von den Retrievern).

    Ich würde mir aber wahnsinnig gerne mehr Wissen zur Art, den unterschiedlichen Rassen, den Einsatzgebieten und der Erziehung / Ausbildung aneignen.


    Könnt ihr mir dazu Ressourcen und Bücher empfehlen?

    Ich kenne zum Thema absolut nur Pia Grönings Anti-Jagdtraining.. Mit Aussie muss man das kennen :D

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Eine richtig gute Adresse für diese Fragen ist ganz sicher Magi .

    Ich freue mich über diesen Thread und bin gespannt auf die Beiträge.


    Leider kann ich nicht viel beitragen.

  • ich kann dir nur über den Retriever erzählen

    Herzliche Grüsse Jessy mit Chiara

  • Ich leihe dir unseren fagi für ein paar Tage. Live Anschauungsobjekt und Erfahrungswert garantiert . Nur Spass...😂

  • Früher hatten wir Cocker Spaniel und ich hatte vor 15 Jahren ein Springer Spaniel. Der zweite Cocker, Hündin, stammte aus einer jagdlichen Zucht. Meine Mutter machte mit ihr die grosse Schweisshunde-Prüfung. Diese Hündin hatte schon beim Einzug die Nase unten und folgte einer Spur. So weit ich mich erinnere, war sie im Wald immer frei (ausser Leinenpflicht).


    Die Springer Spaniel Hündin kam aus einer explizit nicht jagdlichen Zucht. Sie hatte wenig Jagdinstinkt. Jedenfalls Wild. Sie war dafür extrem auf Katzen =O


    Luna (und Honey) ist Labrador x Appenzeller x Goldie Mix und würde jagen, wenn sie könnte. Je nach Gebiet (Waldrand) ist sie frei, aber unter Kontrolle.

  • Haha ihr seid lustig, wäre aber eine gute Variante, ein Jahr lang alle möglichen Rassen durchtesten und mich dann entscheiden :D

    Ne also eigentlich schliesse ich Jagdhunde für mich echt ziemlich aus, ich merke einfach, dass ich eigentlich null Ahnung habe, wie die wirklich ticken und drauf sind, und würde mich deshalb gern ins Thema einlesen. Mehr so zur persönlichen Weiterbildung, nicht aus Rasse-Such-Gründen ;-)

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • deswegen würd ich jendayi ja auch geben, ich wüsste, dass ich sie garantiert wieder bekäme, denn ein windhund kommt ja nicht in frage... :biggrin:

    herzliche grüsse conny und jendayi mit nastassja und dawn im herzen

  • Genau. Jeder hier leiht Anne seinen Hund für 1-2 Tage seinen Hund zum Testen :P

    Hihi.... Fagi würde sie sicher ganz ganz schnell wieder zu uns zurück bringen und ich glaube fast das Thema Jagdhund wäre dann auch erledigt. 😂😂

  • Magst du bisschen konkreter werden in deiner Frage? Ursprünglicherzweck, moderner Zweck, welche Richtung usw. Wirklich über die einzelnen Rassen und Verwendung ein allgemeines Buch wäre Jagdhund ohne Jagdschein von der Middelhaufe. Aber schon jahre her als ich es gelesen habe und es ist arg einseitig "jagdhunde gehören nicht verkauft"

  • Bei Jimmy könntest du den Hüte-/Teibhund gemischt mit Jagdhund "schnuppern". Zwei Fliegen auf einer Klappe, sozusagen ;). Für einen Tag leihe ich ihn dir gerne aus.

  • Grundsätzlich geht es mir weniger darum, Einzelexemplare kennenzulernen als vielmehr eine theoretische Basis zu erarbeiten. Da ich aber wirklich keine Ahnung habe, von was ich eigentlich rede, kann ich auch nur schlecht konkreter werden mit meinen Fragen :D Deshalb würde ich mich eben über Jagdhunde-Buch-Empfehlungen oder Webseiten freuen (magi, habe mir das von dir erwähnte mal bestellt).


    Ich würde wohl wirklich mal bei A anfangen wollen, also verschiedene "Schläge" und ihre Einsatzgebiete unter den Jagdhunden, die Spezialitäten. Auch generell was Jagdverhalten eigentlich ist, wie es sich zeigt, welche Sequenzen es da gibt, bei welchen Hunden die wofür hervorgezüchtet wurden. Die zugehörigen Rassen zu den einzelnen (ursprünglichen) Verwendungszwecken und wie diese Hunde von sich aus arbeiten, was bei ihnen quasi "verankert" ist (stöbern, anzeigen, hetzen etc.), und dann schon wie das heute in die (Jagd-)Gesellschaft passt und welche Aufgaben diese Hunde heute übernehmen, und weitergedacht was ein "normaler" Alltag mit einem Jagdhund dann ist (da also sicher schon eher Richtung "leben mit einem Jagdhund").


    Interessant wäre sicher auch ein jagdliches Ausbildungsbuch. Davon könnte ich einige ableiten auf einen "normalen" Alltag, denke ich.


    Diejenigen unter euch mit Jagdhunde-Erfahrung können mir vielleicht erzählen, wie Spaziergänge bei euch aussehen. Ständige Leinenpflicht? Sind die Hunde menschenbezogen und "ansprechbar" oder total in ihrer Welt versunken? Was sind eure Herausforderungen, die ihr daran festmacht, dass es eben ein Jagdhund ist?

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Phuu... Ich kann nur die unseren Bretonen sprechen. Leine dran.... Auf der Jagd. Zumindest er wenn wir nicht draussen zusammen arbeiten.

    Ansonsten versuche ich ihn während dem Spazi zu fordern in Form von verloren suche mit Anzeige. Beim Arbeiten gibt er 100% und ist voll dabei.... Aber das ist kein Spazi sondern wirklich Arbeit. Dazwischen soll er natürlich auch Hund sein und ich belohne jede Anzeige von ihm. Sei es mausloch o. Ä. Somit habe ich zumindest seine Aufmerksamkeit. Allerdings... Nie ohne schleppi. frei laufen wird wohl trotz hartem Rückruf Training nicht möglich sein. Zumindest gehe ich das Risiko nicht ein. Daheim ist er wenn ihm langweilig ist sehr kreativ. Man muss immer etwas besser sein als er...

    Einen Jagdhund wird es bei uns so nicht mehr geben weil ich empfinde es durchaus anstrengend ihm weitestgehend einigermassen gerecht zu werden nur mit Jagd Ersatz. In der Schweiz werden diese Hunde für mein empfinden auch völlig zu Recht nur an Jäger abgegeben.

    Kopfarbeit ist ebenso wichtig für die kleinen schlauen kerle. Sie lassen sich sonst einfach selbst etwas einfallen wenn Langeweile überhand nimmt.

  • Hat eigentlich Jemand im Forum Jagdhunde?

    Abgesehen von Beagle und Setter?:gruebel1:


    Ich weiss auch herzlich wenig darüber, nur dass es halt verschiedene ,,Arten,, gibt und diese dann auf ihre dementsprechend jagen. Beispiel eben Vorsteher, die Vorstehen und eher anzeigen, oder dann Meutehunde, die zusammen jagen und eher treiben. Oder dann die selbstständig jagende Rassen.


    Beispiel bei den Laika's gibt es doch auch solche die eher stellen und verbellen, andere pendeln dann zwischen Mensch und Wild um quasi den Besitzer zum Wild zu führen (fände ich noch flott, weil er ja immerhin mal zurück kommt und somit dem Wild selber nichts antut / antun sollte :zwinker:).


    Und je nach dem welche ,,Art,, nun, ist auch wohl das eigenständige Arbeiten/jagen drin oder das mit dem Herrchen zusammen. Und denke, dass macht es dann auch aus ob sie menschbezogen sind oder eher selbstdenkend und alleine handelnd.


    aber gell, das ist nur so das Grobe - wohl mehr ein Halbwissen:zwinker::pfeifen:.

    Mich interessieren diese Rassen nicht besonders :nönö:

    Ausser eben Laika's, da sie mir von der Optik gefallen (halt Nordisch-Spitz). Darum las ich mal etwas über sie und da wird gut beschrieben, wie die 4 Unterarten der Laika's jagen...


    Mir reichen meine Jagdhunde im Plüschbär-Format. :zwinker::pfeifen:



    Und ich denke deine Fragen sind auf alle jagigen Hunde zu stellen (nicht nur Jagdhunderassen).

    Es kommt wohl drauf an wie Risikofreudig man selber ist. In wie weit man das Risiko eingehen will, dass er Hund dann doch mal jagt, allenfalls zum Erfolg kommt oder auch nicht, sich allenfalls gefährdet und unter dem Auto liegt.

    Ich wette, dass hier im Forum 70-80% der Leute meine Hundis mehr von der Leine lassen würden, als ich es tue... weil sie wohl mehr Risiko eingehen würden. Aber evtl. auch nur solange bis sie das erlebt haben was ich erlebte... dann würden sie wohl anders denken. :zwinker:

    Da ich aber das Risiko nicht eingehen will, bleiben sie sagen wir mal oft an der langen Leine. Frei muss ich zu 200% bei der Sache sein, grad wenn es dann noch 2 und mehr Hunde sind von uns (am besten gehts in einer ,,fremden,, Gruppe Hunde, wenn sie abgelenkt sind). Dann gibt es kein Wortwechsel mehr mit anderen Leuten usw. dann muss ich voll und ganz bei den Hunden und Umfeld sein.


    Menschenbezogen:

    Meine sind menschenbezogen auf mich... ja. Aber das bedeutet in dem Moment nichts mehr.

    Flaffy ist je nach dem (was für ein Wild, wie nah, wie die Bewegungen sind.... Flucht vom Wild) nicht mehr wirklich ansprechbar in dem Sinne:nönö: (wäre weg ohne Sicherung)... Sie ist in ihrer Welt und man kriegt sie nur noch sehr schwer raus.

    Pyri geht gesichert gut, bleibt in 98% ruhig stehen, winselt evtl. oder mal etwas unruhig. Pyri stellt ab wenn sie weg ist und auf frischer Spur geht ... erlebte ich 2x in ihrem Leben, dass sie wirklich abgestellt war und mich nicht mehr wahrgenommen/gesehen hat (ich war 2m von ihr entfernt).


    Ja, ich weiss nicht was schlimmer ist. Eine Jagdhunderasse der schön Vorsteht weil er darauf gezüchtet wurde (und man somit Zeit hat zu reagieren) oder eine nicht-Jagdhunderasse wie meine, die aber innert 1 Sek. auslösen und losspurten und dann ihr Ding machen.

    Ich hätte in dem Moment lieber ein Vorsteher :pfeifen:

  • Hat eigentlich Jemand im Forum Jagdhunde?

    Abgesehen von Beagle und Setter?:gruebel1:

    Naja kommt drauf an wie weit oder eng man Jagdhunde fasst.


    Im Grunde ist der Windhund ein Jagdhund weil damit heute noch gejagt wird und er dafür mal explizit gezüchtet wurde.


    Dann alle Retrieverrassen sind Apportierhunde = Jagdhunde. Davon haben wir ja einige hier im Forum.

    Labrador, Golden, Toller usw.