Endlich wird die Suche etwas ernster - Suche nach dem Ersthund

  • Hallo zusammen


    Bereits zu Beginn entschuldige ich mich für die länge des Textes. Da stecken so viele laaaange Überlegungen drin, dass ich wohl den Blick für das relevante verloren habe.


    Nach längerer Zeit melde ich mich mal wieder zu Wort. Nach inzwischen fast 2.5 Jahren seit meiner Anmeldung hier stehen nun unsere Umstände etwas besser, um ernsthafter über die Anschaffung eines Hundes nachzudenken. In dieser Zeit habe ich zwar still aber doch sehr viel hier mitgelesen. In den Grundsätzen sind unsere Vorstellungen in etwa ähnlich geblieben wie damals (siehe hier), einiges hat sich aber auch verändert. Aktuell ist es so, das es noch einige Unsicherheiten bzgl. eventuellem Jobwechsel meines Partners zu klären gibt, weshalb die Hundeanschaffung nicht auf sofort geplant ist, aber da wir doch etwas längere Abklärungs- & ev. Wartezeit einrechnen, machen wir uns mal langsam etwas ernsthafter auf die Suche.


    Zu uns:

    Mein Partner und ich wollen beide den Hund sehr gerne, beide möchten wir uns aktiv mit dem Hund beschäftigen. Es wird unser erster eigener Hund werden. Mein Partner ist mit Hunden aufgewachsen (unter anderem auch ein Tervueren), bis heute hat seine ganze Familie Hunde. Ich hatte noch nie einen eigenen Hund, bin aber seit Kind viel mit Tieren zusammen. Aktuell hüten wir gelegentlich die Hunde der Familie (Australian Shepherd, Frenchie), unter anderem manchmal auch für 2 Wochen Ferien. Von Typ Mensch her sind wir einigermassen aktiv aber nicht über alle Massen. Ich bin relativ kopfstark, setzte mich ausführlich mit Dingen auseinander und bin relativ konsequent und aufmerksam. Lerntheorie ist mir jobmässig sehr vertraut, hundemässig muss ich mich in die Erziehung einarbeiten. Dies tue ich aber auch gerne (sieht man glaube ich an 2.5 Jahren Doggies lesen ohne überhaupt ein Hund zu haben 😊). Mein Partner ist eher der spontane Typ, der einfach mal macht und ausprobiert, ist sehr liebevoll zu den Tieren und hat lieber Spass mit dem Hund als auf sehr strenge Erziehung zu achten, wenn nötig (bzw. bei Dingen die ihm wichtig sind) kann er aber schon auch streng und konsequent sein. Beide würden wir sowieso zu Beginn in eine gute Hundeschule wollen. In der nachfolgenden Suche versuchen wir einen Hund/Rasse zu suchen, der von den Grundsätzen her zu unserem Leben passt. Beide sind wir aber einigermassen flexibel und wenn wir etwas machen, dann richtig. Sollte etwas anders sein als angedacht, sind wir auch bereit uns anzupassen und an Problemstellen zu arbeiten.


    Was wir einem Hund bieten können:

    • Aktuell arbeiten wir 50% und 80% Prozent, die 50% sollen noch etwas ausgebaut werden, aber in eigener Praxis im gleichen Haus wie wir wohnen. Bis auf ca. 2 Tage die Woche können wir den Hund also stets selbst betreuen, an den anderen 2 Tagen stehen noch verschiedene Optionen offen (mitnehmen ins Büro, Betreuung durch Familie oder sonst Hundesitter).
    • Grundaktivität: ca. 2h Spaziergang am Tag, gerne ergänzt mit Aufgaben für den Hund unterwegs od. im Garten/Haus
    • Sport: offen für alles, je nachdem was uns als Hund-Mensch-Team dann am meisten Freude macht. Zeitlich vielleicht 1 mal wöchentlich etwas aufwändiger (z.B. mit Trainer oder wo wir irgendwohin fahren müssen), kleinere Übungen/Trainings, die sich auch zuhause machen lassen würden, wären auch täglich möglich
    • Wir wohnen ländlich in einer Wohnung im 1.Stock (ohne Lift). Ein grosser Garten gehört dazu, jedoch nicht eingezäunt.
    • Hund soll/darf auch gerne im Freundeskreis mitkommen, wird aber auch lerne müssen kürzere Zeiten (z.B. Arzttermin, Restaurantbesuch,...) alleine zu bleiben.
    • Wir sind gerne und viel am und auf dem Wasser unterwegs (Stand up paddlen). Umso besser, wenn der Hund Wasser mögen würde. (ist aber kein Kriterium)
    • Eventuell kann ich den Hund zu Arbeit mitnehmen an 1-2 Tagen pro Woche Ich bin Psychotherapeutin, ein zu Menschen freundlicher Hund wäre also von Vorteil. Er muss aber nicht alle freudig begrüssen, aber im Büro dulden schon. Falls er sich auch zum Therapiehund eignen würde, wäre das auch eine Option, steht aber nicht im Vordergrund.


    Was wir uns an einem Hund wünschen: (aber auch wissen, dass das meiste Erziehungssache ist und das wir kaum sie eierlegende Wollmilchsau finden und kompromisse okay sind)

    • nicht allzu kläfffreudig
    • sportlich aktiv, aber mit unseren Vorstellungen (siehe oben) auslastbar und dann auch ruhefähig
    • relativ verträglich bzw. kann einen in verschiedene Situationen begleiten


    Wir können uns aktuell sowohl ein Tierheimhund/erwachsener Abgabehund als auch ein Welpe vorstellen und haben uns da noch nicht festgelegt. Aktuell interessieren mich vorallem folgende Rassen. Diese Liste ist aber noch relativ optisch geprägt und ob es auch charakterlich passt, muss ich nun abklären. Hierbei wäre ich sehr an euren Erfahrungen und Meinungen interessiert:

    • belgischer Schäfer Groenendael: unserer beider Favorit und absoluter Traumhund; ABER können wir den mit unseren Vorstellungen auslasten? + ist Wach-/Schutztrieb händelbar
    • Australian Shepherd (bereits in der Familie vorhanden, könnten wir uns gut vorstellen, passende Linie auswählen sicher wichtig)
    • Flat Coated Retriever
    • Komfohrländer (nach unserer Vorliebe eher zu klein)
    • Koikerhondje (ebenfalls eher etwas klein)


    Was denkt ihr zu diesen Rassen und unseren Möglichkeiten/Vorstellungen? Habt ihr noch weitere Vorschläge? (Ich weiss, Puddel wäre auch super. Leider gefällt uns alles lockige und rauhaarige nicht - auch wenn wir die Optik nicht zuvorderst haben wollen, müssen wir uns doch damit anfreunden können).


    Ach ja, auch noch wichtig wäre, dass in ein paar Jahren Kinder ein Thema wären. Bei erwachsenen Hunden kann man da ja darauf schauen. Auf was achte ich da, wenn wir einen Welpen wollen würden?


    Oh je, das ist nun ewig lang geworden. Vielen Dank, wer bis hierhin gelesen hat. Bin nun gespannt, was für Überlegungen eurerseits kommen.


    Herzliche Grüsse

    Amelia

  • Darf ich euer Hund werden? ^^ Ich finde das klingt grossartig für fast jeden Hund. Klar könnte man nun an Details rumnörgeln, aber hand-aufs-herz die meisten Hunde habens weniger schön. Ich finds toll, wie viel Zeit ihr euch lässt, wie geduldig ihr seid und wie viele Gedanken ihr euch macht. Am schwierigsten wird vermutlich die Sache mit dem evtl. Therapiehund / Praxishund.


    Ich geh nun bewusst nicht auf die einzelnen Rassen ein, gebe nur ein paar Anstösse:


    Was mir spontan als erstes auffällt ist die Rassenwahl vs. der Praxis / Therapiehundwunsch. Ich sage nicht, dass das mit diesen Rassen nicht möglich wäre.

    Man hört hier und da, dass schwarze Hunde aus Tierheime schwerer zu vermitteln seien. Hab ich nie verstanden, bis ich Ink hatte... Mein Hund ist schwarz mit Abzeichen (siehe Avatar) und gerademal kniehoch. Ich werde wirklich oft gefragt, ob er böse / aggressiv / bissig ist allein auf Grund von seinem Aussehen. Auch wenn jemand nur ein Foto sieht, also ganz unabhänig vom Verhalten meines Hundes. Auch ob er ein Wolf sei, wird oft gefragt. Wäre dann wohl der kleinste Wolf der Welt... :D Unsere Nachbarn haben eine schwarze DSH und ein tooootal lieber Hund, wird allein aufgrund ihres Äusseres gefürchtet. Ich werde immer wieder gefragt, ob ich nicht Angst habe neben ihr zu wohnen... :nönö: Weiss nicht wie Patienten da auf einen Groenendael reagieren, ganz unabhängig vom Hund selbst. Sie sollen sich ja in ihrer Therapiestunde auch auf die Therapie konzentrieren und entspannen können und nicht dauernd den Hund anstarren. Natürlich sollt ihr nicht aufgrund von Vorurteile von Unwissenden eure Wünsche ändern. Soll einfach nur ein Denkanstoss sein.


    Ich erinnere mich noch, dass im letzten Thread mal die Idee aufkam einen ausrangierten Blindenhund zu nehmen. Habt ihr euch Allschwil mal angeschaut? Oder kommt das nicht in Frage?


    Betr. Kinder: Es gibt ein paar Rassen bei denen klar gesagt wird, dass sie nicht unbedingt zu kleinen Kinder geeignet sind. Es gibt viele Rassen, bei denen ausdrücklich gesagt wird, dass sie vom Standard her gut zu Kinder passen ("Familienhund"). Wenns ein Rassehund wird, erkundigt euch danach beim Zuchtwart, Züchter, etc. Vor Allem aber ist das vermutlich eine Frage der Sozialisierung. Achtet darauf, dass der Hund positive Erlebnisse mit Kindern haben kann. D.h. dass vorher den Kindern auch erklärt wird, wie man mit einem Hund umgeht und das ganze sehr gut überwacht wird. <-- Reine Theorie, hab keine Kinder.


    Generell ist vieles von euren Vorstellungen eine Frage der Erziehung und Sozialisierung, die richtige Veranlagung ist sicher hilfreich aber reicht alleine nicht. Aber das weisst du ja besimmt. 8o



    Beim Thema Welpe vs. Tierheim hänge ich gerade selbst fest. Daher kommentiere ich das nun auch nicht. ^^

    • belgischer Schäfer Groenendael: unserer beider Favorit und absoluter Traumhund; ABER können wir den mit unseren Vorstellungen auslasten? + ist Wach-/Schutztrieb händelbar

    - Soweit ich weiss gibt es gerade beim Groenendael und auch beim Tervueren Schönheitslinie dazu kann vielleicht whyona mehr sagen?

    Kenne vier (von 3 Personen) Groenendael als Familienhund die "nur" Agyility machen und super zufriedene, ausgelastet, freundliche Hunde sind.

    • Australian Shepherd (bereits in der Familie vorhanden, könnten wir uns gut vorstellen, passende Linie auswählen sicher wichtig)

    - Anne :D dein Part!

    • Flat Coated Retriever

    Grundsätzlich sehe ich die Rasse bei euch, mir wäre der Labrador Retriever aus "ruhigerer" Linie zu euch eingefallen, gibt aber beim Flat Coated mehr "ruhigere" exemplare die für jeden Spass zu haben sind, seeeehr gerne schwimmen! und doch nicht täglich das mega Programm benötigen, die sind mit dem was ihr anbietet mehr als super zufrieden!

    • Komfohrländer (nach unserer Vorliebe eher zu klein)

    Sind je nach dem nicht ohne mit anderen Hunden und anderen Menschen, muss nicht sein aber man sollte es sich schon im Hinterkopf halten, auch haben viele Probleme mit dem alleine Bleiben. Ist mehr ein Hund der gerne diskutiert, mehr Struktur benötigt ohne grob zu sein.

    • Koikerhondje (ebenfalls eher etwas klein)

    Sind die allermeisten sehr sensibel und feinfühlig, zeigen je nach Linie bei Unsicherheit auch mal Zähnchen, brauchen gerade im ersten Jahr einiges an Prägung für eine gute Sozialisierung. Sind aber "fertig"/Erwachsen dann wirklich tolle freudige Hunde <3

  • also ich kannte bisher 2 Groenendeal (1x Rüde, 1x Hündin) näher.

    Ich fand beide noch recht sympatisch, die Hündin war jung aber trotzdem recht ruhig, aber sehr arbeitswillig und schnell lernend, also .... fand sie nicht speziell schwierig oder heikel (beide machten aber Sport mit ihnen, UO, Mondioring, BH, Agility usw.). :nicken:

    Ich denke aber, dass es auch bei Groenendeal verschiedene Linien gibt (wie auch bei Tervueren, da kannte ich Lämmchen sowie Monsters:zwinker:).

    Die Hündin war viel Kurzhaariger und doch einiges lebendiger als der Rüde, der so ein richtiger Kragen hatte, grösser und mehr Volumen hatte (abgesehen vom Geschlecht).

    Mehr kann ich dazu auch nicht sagen, in wie fern sie dann bewachen und schützen...:noidea:


    Flat's kenne ich nur als ,,ewige Kindsköpfe,, die selbst mit 10 Jahren eher ,,grobmotorisch,, und direkt auf andere Hunde zuhüpfen.

    Die werden glaub nie ruhiger, erwachsen:pfeifen: :noidea:und somit halt einfach nicht mein Fall... aber ist halt Geschmackssache...


    Also von den 2 Schwarzen käme für mich den Groenendeal ganz sicher vor Flat. :zwinker:


    Aussie ist ja dir schon bekannt.... :nicken: und warum nicht ein Aussie? Würde doch noch passen, oder?


    Die anderen 2 Rassen kenne ich nicht sonderlich. Koikerhund sah ich nur jeweils eine mit 2-3 solchen Hunden, fand sie also wirklich recht klein und naja... recht kläffig. Aber von einem HH und deren Hunde kann man keine Rückschlüsse auf die Rasse ziehen:zwinker::pfeifen:

  • Also Groenendael und Tervueren aus Schönheitslinien könnte ich mir da gut vorstellen.

    Ich hab die in der Regel als sehr offen Menschen gegenüber kennengelernt. Viele sind n bisl unsicher bis sehr unsicher, da wird es wichtig sein sich die Mutterhündin gut anzukucken.


    Whyona war eine Tervueren aus Schönheitslinie mit n klein bisl schuss Leistungslinie.

    War sehr offen mit Menschen, sehr sozial mit Hunden, war auf Konfliktvermeidung bedacht, sehr einfach zu führen, sehr Besitzerbezogen. Sie war eher unsicher aber das war sehr gut zu handeln.

    Sie war fürs Fährten genauso zu begeistern wie für Unterordnung, zum Leben brauchte sie den Sport aber nicht wirklich. Sie war ein Herz von nem Hund.


    Von Leistungslinie würd ich absehen, da kommt unter Umständen sehr viel mehr an Territorialität, ein gewisses gewolltes Aggressionspotential zu tage was man handeln können muss. Und die meisten brauchen schon regelmässig qualitativ gute „Arbeit“ in welcher Form auch immer ...

    so salopp gesagt da wo der Schönheitshund vl noch den Rückwärtsgang kennt, kenn ich Leistungslinienhunde in der Regel nur mit Vorwärtsgang ...


    Mal als extrembeispiel Tarek ... sehr Besitzerbezogen, neigt zur Frustaggression, sucht durchaus von sich aus den Konflikt, sehr Territorial, jagt alles was tierisch ist (ihm geht es ums hetzen, packen und töten) , ist Fremden gegenüber zurückhaltend, verteidigt seine Individualdistanz gegenüber Menschen sehr deutlich (würde sich zb nie von fremden korrigieren lassen), mit Rüden nur bedingt verträglich, Typ entweder ganz oder gar nicht ... bei der Arbeit auf der Grenze von Genie und Wahnsinn ...

    Ich sag immer der Kerl ist zum Arbeiten geboren ... aber fürn Alltag eher bedingt geeignet. Meine Lebensumstände kommen ihm sehr gelegen.

    Grüsse Nathalie mit


    Tarek, Tervueren, 12.11.2014

    Unique, Malinois, 18.05.2018
    Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

  • Wow, vielen Dank für eure Antworten. Ich bin grundsätzlich schon mal total erleichtert, dass ihr nicht findet, dass wir mit unseren Rassenwünsche komplett neben unseren Bedürfnissen liegen...klar hab ich mir dahinter auch schon etwas überlegt, aber man weiss ja doch nie ^^

    Vielen lieben Dank. :love: Und jaa, die Sache mit dem Therapiehund ist mir auch lange durch den Kopf gegangen. Im ersten Thread war mir das ja sehr wichtig. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, lag das glaub eher an der Hoffnung, dass so die Hundeanschaffung vielleicht schon früher möglich gewesen wäre (weil wir den Hund halt nicht 5 Tage die Woche in Fremdbetreuung geben wollten). Wenn ich das ausser acht lasse, dann merke ich, dass es mir viel wichtiger ist, dass es im Privatleben für uns stimmt. Zudem merke ich, dass ich zumindest aktuell beim Job noch zu sehr gefordert und mit mir und den Patienten beschäftigt bin, als das ich da gleichzeitig noch auf die Bedürfnisse und feinen Zeichen des Hundes achten könnte. Wenn der Hund also im Moment mitkommen würde, dann eher an ruhigeren Tagen, wo ich oft am Berichte schreiben bin. Zudem würden sich unsere Sekretärinnen sehr über einen Hund freuen und hätten sich auch schon bereit erklärt, dass sie ihn auch zu sich ins Büro nehmen würden während Patienten bei mir sind.

    Die Vorurteile gegenüber schwarzen Hunden finde ich auch sehr eindrücklich und kann mir das Ausmass glaub noch gar nicht vorstellen. Dabei finde ich sie meist die Schönsten :D Bei den Patienten währe ich da aber glaub auch relativ „streng“. Die meisten meiner Patienten sind sehr schwer erkrankt und wir gehen bei einer Behandlungsaufnahme bei uns von mindestens 2 Jahren wöchentlicher Behandlung oder länger aus. Da würde ich die Patienten dann auch soweit herausfordern, als dass sie am Anfang natürlich den Hund kennen lernen und dann aber auch lernen sollen, sich auf anders zu konzentrieren. Und wenn ein Patient damit nicht zurecht kommt, hätte der Hund ja sowieso noch sein Plätzchen im Sekretariat und könnte dann da hin. Aber eben, momentan steht das sehr im Hintergrund. Wenns gut geht, toll - wenn nicht, dann kommt er für diese 1-2 Tage zum Rest der Familie oder zu einem Sitter.


    Ich erinnere mich noch, dass im letzten Thread mal die Idee aufkam einen ausrangierten Blindenhund zu nehmen. Habt ihr euch Allschwil mal angeschaut? Oder kommt das nicht in Frage?

    Ja genau, Allschwil war da Thema. In Allschwil selbst war ich immer noch nicht. Habe aber inzwischen 2-3 Blindenführhunde aus Allschwil kennengelernt. Ganz ausschliessen möchte ich es nicht, aber so ganz begeistert war ich leider auch nicht. Ich finde die übermässige Verfressenheit sehr anstrengend und optisch sind sie mir eher zu schwer gebaut und schauen oft so traurig aus im Gesichtsausdruck. Ich vermisse irgendwie die keckheit im Blick und die frechen, eher spitzigeren Gesichter. Sind aber alles keine wirklich validen Kriterien. Da die Fähigkeit zum Therapiehund eher in den Hintergrund gerückt ist, haben wir uns aber momentan mal erlaubt, uns auf andere Wünsche zu fokussieren. Im Hinterkopf ist es aber noch da.


    Vielen Dank auch für die Inputs bzgl. Kinder. :) Und ja, habe von deiner Zweithundsuche gelesen und wünsche dir ganz viel Erfolg. Bin gespannt, wie es dann herauskommt.


    • belgischer Schäfer Groenendael: unserer beider Favorit und absoluter Traumhund; ABER können wir den mit unseren Vorstellungen auslasten? + ist Wach-/Schutztrieb händelbar

    - Soweit ich weiss gibt es gerade beim Groenendael und auch beim Tervueren Schönheitslinie dazu kann vielleicht whyona mehr sagen?

    Kenne vier (von 3 Personen) Groenendael als Familienhund die "nur" Agyility machen und super zufriedene, ausgelastet, freundliche Hunde sind.

    Vielen Dank für deine Rasseinputs Magi! Ich hab mich heute noch bei einer Facebookgruppe für Groenendaels angemeldet und den gleichen Text gepostet. Da kamen ziemlich die gleichen Einschätzungen. Also wichtig die Linie zu beachten und dann tendenziell eher Hündin (da bei Rüde wohl die Gefahr von Unverträglichkeit etwas höher sei). Wenn man dann bei der Erziehung auf liebevolle Konsequenz setze, von Anfang an Ruhe beibringt/fördert und Kopfarbeit anbietet, dann seien das sehr wohl Hunde die so ausgelastet werden könnten. Ich bin ganz erstaunt, dass die meisten meinten, es könnte schon passen. Das wir einem Schäfer genügen könnten, hätte ich irgendwie nicht gedacht. 8)


    Danke auch für die anderen Rassetipps. Koiker und Komfohrländer sind sowieso eher am unteren Ende der Liste und nach deiner Beschreibung bleibt das auch so ;)

    Also von den 2 Schwarzen käme für mich den Groenendeal ganz sicher vor Flat. :zwinker:

    Da hat dir mein Freund sofort zugestummen :D Er findet Flats eher zu lieb und etwas „doofig“. Aber nett gemeint...


    Aussie ist ja dir schon bekannt.... :nicken: und warum nicht ein Aussie? Würde doch noch passen, oder?

    Ja, da spricht für uns im Moment auch nichts dagegen. Wir würden sich auch sehr auf die Linie schauen, keine reine Arbeitslinie nehmen, etc. Aber dann wieso nicht?! Schlussendlich würden wir wahrscheinlich dann sowieso aus den 2-3 Favoritenrassen Züchter und Hundehalter suchen und kennenlernen und dann so entscheiden.


    Danke euch fürs Mitüberlegen :love:

  • Vielen Dank für deine Antwort. Super, von Rasseerfahrenen zu lesen.

    Ist Tarek demfall aus einer Leistungslinie? Und darf ich auch fragen wie so deine Erfahrungen bzgl. Hündin und Rüde sind? Ich hab nun ein paar Mal gelesen, dass Rüden eher territorial sind und auch eher mal zu Unverträglichkeit neigen. Bei Tarek und Whyona scheint das ja auch so zu sein. Ist das eher Zufall oder schon eher die Regel (mit Aussnahmen natürlich)?

    Wir würden wohl sehr auf die Zucht und Linie achten (auch wenn ich noch nicht genau weiss, auf was man da alles achten kann und soll, aber hat ja noch Zeit) Tipps nehme ich gerne entgegen.

  • Ich find's mega toll, wie super ihr euch mit dem Hundethema auseinandersetzt. So voll realistisch und relaxt. Das kommt gut! :good:


    Ich selbst bin wöchentlich in psychotherapeutischer Behandlung. Meine Therapeutin hat selbst keinen Hund, mag Hunde aber sehr, und ich darf Puka jeweils mitnehmen falls ich möchte oder es mal notwendig ist. Je nach Tag, Laune, Thema, finde ich es mega beruhigend und schön, Puka dabei zu haben, oder aber dann auch extrem unpassend, störend und auch für Puka emotional eher stressig, obwohl er sich ruhig und anständig verhält.

    Sollte euer Hund dich dann mal in die Praxis begleiten, finde ich es super, wenn die Möglichkeit besteht, ihn für gewisse Sitzungen im Büro zu lassen, so dass weder Klient noch Hund jedes Mal zusammen sein müssen. :zwinker:


    Ich wünsche euch viel Freude beim Nachdenken und Aussuchen. Euer zukünftiger Vierbeiner wird es gut haben bei euch. :smile:


    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.


  • Ich kenne 2 Groenis und die sind seeehr unsicher und einer sehr nervös, schon in der Junghundeschule. Weiss aber nicht aus welchen Zuchten bzw. Linien diese sind. Gefallen würden sie mir optisch auch:)


    Vielleicht wäre ein Collies noch was?

  • Vielen Dank für deine Antwort. Super, von Rasseerfahrenen zu lesen.

    Ist Tarek demfall aus einer Leistungslinie? Und darf ich auch fragen wie so deine Erfahrungen bzgl. Hündin und Rüde sind? Ich hab nun ein paar Mal gelesen, dass Rüden eher territorial sind und auch eher mal zu Unverträglichkeit neigen. Bei Tarek und Whyona scheint das ja auch so zu sein. Ist das eher Zufall oder schon eher die Regel (mit Aussnahmen natürlich)?

    Wir würden wohl sehr auf die Zucht und Linie achten (auch wenn ich noch nicht genau weiss, auf was man da alles achten kann und soll, aber hat ja noch Zeit) Tipps nehme ich gerne entgegen.

    Hmm ich kenne aus Leistungslinie sowohl Rüden als auch Hündinnen die nicht unbedingt einfach sind, weder in Bezug auf Menschen noch auf andere Hunde ... das ist eher Chaktersache. Sind halt einfach keine typischen Hundewiesenhunde und wir finde alle Menschen toll Hunde, damit muss man Leben können. Handeln kann man sie in der Regel gut wenn man am Gehorsam arbeitet.


    Ich hab jetzt nicht so den Kontakt zu den Showlinien. Die Verschiedenen Zuchten sind über den Belgischen Schäferclub Schweiz zu finden. Ich könnte höchstens auf Anfrage dir sagen ob eine für dich interessante Zucht eine Leistungszucht ist oder nicht.

    Grüsse Nathalie mit


    Tarek, Tervueren, 12.11.2014

    Unique, Malinois, 18.05.2018
    Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

  • also ich wuchs mit einem Tervueren auf, der war Mix aus Schönheit und Leistung (Grosseltern Malis, was ja erlaubt ist) und der war sehr, sehr, sehr nervös und hätte sich aber mal Null als Therapiehund geeignet, obwohl er mit Fremden keine Probs hatte und auch mit Rüden verträglich war (auch intakt). Sein Nervenkostüm hingegen... ich bin dagegen, dass man belgische Schäferhunde als "reine Familienhunde" verkaufen will. Es sind und sollen Arbeitshunde bleiben und auch ein Shower sollte irgendwie beschäftigt und gefordert werden, aber das ist meine Meinung. Weil ich das so nicht mehr möchte, wechselte ich zu den WIndhunden. Meine ältere Barsoihündin kam von Welpe an mit zur Arbeit ins PFlegeheim (80% Pensum). Kein Mensch dieser Welt würde diese Rasse als dafür geeignet empfehlen und trotzdem war sie es wie kein anderer.

    Was ich sagen will: ein Welpe passt sich auch an, wie man ihn aufzieht, so hat man ihn. Sehe ich aktuell in der Welpenschule grad wieder in teilweise erschreckender Weise. Da ist ein 10 Wochen altes supersüsses Mittelpudelmädchen, dem die Besi schon nichts mehr aus dem Maul nehmen kann ohne dass sie richtig, richtig fest zubeisst. Und ein Pyrie, dem die Besi Kletten aus dem Fell machen wollte, da rastet er in den roten Bereich, ebenso jeden Abend im Wohnzimmer, "ja sind halt Hütehunde". Das würde der Süsse hier gerade einmal machen. Ich finde es klar wichtig, dass man sich eine Rasse nach ihren ungefähren Eigenschaften aussucht, aber es sind und bleiben Individuen und verlässt man sich zu sehr auf einen Rassestandard, kann das nach hinten losgehen, wenn er diesen nicht zeigt. Kann ich nur anhand der WIndhunde sagen: viele kaufen sie gezielt für Sport oder kaufen sie weil ihre Vorfahren mehrere Championtitel holten, wenn es sich um begeisterte Aussteller handelt. Tja... Nastassja zeigte zeitlebens nicht mal wirklich Jagdtrieb und wäre sicher weder auf der Bahn noch auf dem Coursingfeld je auf einen grünen Zweig gekommen.

    Ich finde, man sollte sich auch etwas dem Individum anpassen. Wenn ein Gröni mein Traumhund ist, kann ich mir einen holen, aber dann muss ich auch einberechnen, dass er vielleicht nervöser ist als erhofft, doch mehr arbeiten möchte als geplant oder sich eben so gar nicht eignet um in eine therapeutische Umgebung zu kommen. Je offener man dem Hund gegenüber ist, desto geringer die Chance entttäuscht zu werden. Hunde sind nicht dazu da um unsere Erwartungen zu erfüllen. Etwas OT und nur meine persönliche Meinung, aber ich sah halt schon zu viel in all den Jahren.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • Ich weiss noch wie dazumal bei unserem ersten Familienhund noch 2 Rassen am Ende zur Auswahl standen.

    Eurasier und Tervueren :pfeifen: (Rotti schied noch vorher aus, wollte mein Vater gerne haben).

    Da sagte meine Mutter: Mit dem Tervueren MUSS ich auf den Hundeplatz, mit dem Eurasier DARF ich hin.

    Und was es wurde sieht man ja:zwinker: wir haben es nie bereut uns gegen eine Arbeitsrasse entschieden zu haben und auch heute würde ich sie mir nicht ,,zutrauen,, wollen obwohl ich ja selber schon 25 Jahre eigene Hunde habe, immer der Rasse treu:smile:.


    Ich kenne aber die Groenendeal als umgänglicher, feiner, weniger ,,schwierig,, als die Tervueren. Tervueren finde ich hibbeliger usw.

    Aber eben, ich kenne/kannte jeweils evtl. 2-3 Exemplare von diesen Rassen.

    Also das Groenendeal-Weibchen (gleich alt wie Pyri) war zumindest ,,feiner,, als Pyri-Monster:hihi: darum versuchte die HH mich zu überreden mit Pyri mitzukommen und Mondioring zu machen :kaputtlach: wobei ich nicht am Können von Pyri zweifelte... aber nicht mein Ding der Sport :nönö:


    Bin gespannt wie ihr euch entscheidet... :nicken:

  • Eine frühere gute Kollegin hatte (nacheinander) zwei Groenendael. Die erste Hündin habe ich sehr oft gehütet und sie war schlicht perfekt erzogen, draussen lebhaft, aber im Haus ruhig, zu meinen Kindern (die damals zwischen 8 - 13 waren) absolut souverän und liebevoll - kurzum, eine Traumhündin. Die zweite von ihr war bedeutend nervöser, wilder und das trotz ihrer konsequenten Erziehung! Sie war sehr stürmisch und unsicher draussen, mit anderen Hündinnen nicht sehr verträglich, kurzum kein Vergleich zur ersten... Und obwohl unsere Kinder Hunde gewohnt waren, klappte es mit der zweiten Hündin hüten nicht mehr, sie zwickte die Kinder, rannte sie um usw. Hätte ich jetzt nur ihre erste Hündin gekannt, hätte ich gesagt, ja, Groenendael sind super geeignet, aber so zweifle ich und denke, es hängt sehr vom einzelnen Hund ab resp. von der Zucht/Prägung.


    Generell würde ich sagen, da immer noch interessanterweise sehr viele Leute tatsächlich schwarze Hunde als unheimlich oder sogar gefährlich einstufen, dass sich Groenendael und Flat Coated weniger für eine Physio-Praxis eignen. Da würde ich genau aus diesem Grund nach einem Hund mit hellem oder zumindest nicht schwarzem Fell schauen...

  • Ich habe im Moment eine Tervuerenhündin, welche nun 14 1/2 Jahre alt ist. Ich habe in den ersten Jahren aktiv mit ihr Hundesport gemacht bis BH 3. Nachher noch etwas Plauschagility und Mantrailing. Sie ist eine tolle Hündin, etwas dominant zu anderen Hunden, aber keine Rauferin. Sie ist sehr auf mich bezogen und wird nicht gerne von fremden Menschen angefasst. Leider ist sie nicht nervenstark, dafür war sie leicht erziehbar und hat mir vieles geschenkt. Drinnen ist sie meistens sehr ruhig. Ihre Mutter kam aus der Arbeitslinie, der Vater aus der Showlinie.


    Beim Groenendael kommt es wirklich sehr auf die Zucht an. Hier gibt es eine Hündin, welche absolut unverträglich ist mit anderen Hunden.


    Zum Flatcoated Retriever: ich hatte zwei, zuerst eine schwarze Hündin, nicht sehr wesensstark, aber auch kein Clown. Leider wurde sie nur 6 1/2 Jahre alt (Krebs). Danach kam eine braune Hündin zu mir und die war sehr wesensstark, eine ganz tolle Hündin. Die hat meine Erziehung schon etwas gefordert und hinterfragt. ;) Mit knapp 10 Jahren musste ich sie leider auch gehen lassen. Klar ist der Flatcoated Retriever verspielt, aber bestimmt kein Clown, ausser die HH machen einen aus ihm. Das kann man übrigens mit vielen Rassen machen, indem man sie nur mit Stöckchenwerfen beschäftigt. ;)


    Der Flat steht übrigens wieder ganz oben auf meiner Liste, ich werde mir aber die Züchter und die Hunde genau anschauen.

    :winke: Grüessli Ruth mit Quirine

  • Übrigens, meine braune Flathündin hätte sich wunderbar als Therapiehund geeignet. Sie liebte die Menschen über alles, von Kindern konnte ich sie kaum fernhalten. :) Aber leider eigne ich mich nicht dazu. :(

    :winke: Grüessli Ruth mit Quirine

  • Vielen lieben Dank weiterhin für all eure Beiträge und Berichte. Gerade auch die Beiträge zu den doch immer wieder nervösen, unsicheren Grönis. Ich nehm daraus mit, dass wir uns vor einer Entscheidung und zusätzlich zu einer ausgeprägten Zucht/Liniensuche auch nochmals gut überlegen, ob wir uns mit diesem Fall auch arrangieren könnten und dass wir nur mit diesem Bewusstsein auf einen Gröni einlassen würden.


    Ich selbst bin wöchentlich in psychotherapeutischer Behandlung. Meine Therapeutin hat selbst keinen Hund, mag Hunde aber sehr, und ich darf Puka jeweils mitnehmen falls ich möchte oder es mal notwendig ist. Je nach Tag, Laune, Thema, finde ich es mega beruhigend und schön, Puka dabei zu haben, oder aber dann auch extrem unpassend, störend und auch für Puka emotional eher stressig, obwohl er sich ruhig und anständig verhält.

    Sollte euer Hund dich dann mal in die Praxis begleiten, finde ich es super, wenn die Möglichkeit besteht, ihn für gewisse Sitzungen im Büro zu lassen, so dass weder Klient noch Hund jedes Mal zusammen sein müssen. :zwinker:

    Vielen Dank für das Berichten deiner Erfahrung. Und ein guter Hinweis, dass regelmässig gemeinsam zu besprechen und auch zu betonen, dass diese Möglichkeit besteht. Aus Neugier, aber nur wenn du erzählen magst...denkst du das wäre auch so, wenn du nicht die Verantwortung für Puka hättest und immer irgendwie auch noch mit seinem Befinden beschäftigt wärst? Und er dazu noch sein eigenes Plätzchen/Box im Raum hätte?


    Ich hab jetzt nicht so den Kontakt zu den Showlinien. Die Verschiedenen Zuchten sind über den Belgischen Schäferclub Schweiz zu finden. Ich könnte höchstens auf Anfrage dir sagen ob eine für dich interessante Zucht eine Leistungszucht ist oder nicht.

    Vielen Dank für das Angebot, ich schreib dir gerne eine PN, wenn ich mich irgendwann etwas eingelesen habe.

    Zum Flatcoated Retriever: ich hatte zwei, zuerst eine schwarze Hündin, nicht sehr wesensstark, aber auch kein Clown. Leider wurde sie nur 6 1/2 Jahre alt (Krebs). Danach kam eine braune Hündin zu mir und die war sehr wesensstark, eine ganz tolle Hündin. Die hat meine Erziehung schon etwas gefordert und hinterfragt. ;) Mit knapp 10 Jahren musste ich sie leider auch gehen lassen. Klar ist der Flatcoated Retriever verspielt, aber bestimmt kein Clown, ausser die HH machen einen aus ihm. Das kann man übrigens mit vielen Rassen machen, indem man sie nur mit Stöckchenwerfen beschäftigt. ;) Der Flat steht übrigens wieder ganz oben auf meiner Liste, ich werde mir aber die Züchter und die Hunde genau anschauen.

    Ich habe nun bereits mehrfach gelesen, dass die Flats eine ziemlich tiefe Lebenserwartung haben. Ist das generell ein Problem der Rasse?


    Ich kenne 2 Groenis und die sind seeehr unsicher und einer sehr nervös, schon in der Junghundeschule. Weiss aber nicht aus welchen Zuchten bzw. Linien diese sind. Gefallen würden sie mir optisch auch:)


    Vielleicht wäre ein Collies noch was?

    Border Collies hab ich bewusst ausgeschlossen, da mag ich die Australian Shepherds besser. KHC gefällt mir optisch nicht so gut. Dann gibts glaub noch die Collies wie Lassie aus dem Film (keine Ahnung wie man die genau bezeichnet, sind das einfach Collies? :D) Mit denen hab ich mich noch gar nicht auseinander gesetzt, optisch nicht Traumwahl und deshalb wohl eher nicht unter den Top 3 die wir live anschauen gehen wollen, aber wäre mal etwas zum mich informieren. Wer weiss, vielleicht stehen wir ja nach dem live Anschauen (aktuell wäre da Groeni, Flat und Aussie drauf) wieder mit einer leeren Liste da, weil alle wegen etwas ausgeschlossen werden. Oder meinst du noch andere Collies?

  • In der Tat wird die Lebenserwartung eines Flats mit 10 Jahren angegeben, leider. Aber ich kenne auch einige ältere Hunde.

    Es gibt Züchter, deren Hunde deutlich über 10 Jahre alt werden. Auf den HP‘s kann man sich entsprechend informieren.

    :winke: Grüessli Ruth mit Quirine

  • Ich stand dieses Jahr auch an deiner Stelle mit der Rassewahl, da "meine" Rasse der Beagle nicht in Frage kam zu meinem jetzigen Beagle.

    Und kann dir sagen du wirst immer etwas finden, bei jeder Rasse. Ich hab mich nun dafür entschieden, eine Rasse und dann auch noch eine Linie zu wählen die nicht 100% meiner Optik entspricht und die Fellpflege wird auch noch so ein Thema. Dafür bewahrheitet sich schon alles was ich an Charakter und Arbeitswille erhofft habe. Er ist im Alltag einfach perfekt und dann ist es mir völlig egal, dass da die Ohren länger und flauschiger sind und sein Köpfchen schmaler. Jetzt wo es mein Hund ist, ist es trotzdem der schönste 8)


    Wo und womit ihr euch arrangieren könnt ist natürlich sehr individuell! Aber es wird sicher immer irgend etwas geben, das ein "aber.." auslöst. Nur ob man mit diesem aber umgehen kann und möchte, dafür hat man dann ja ganz viele andere Seiten die man sich gewünscht hat.

  • @ Amelie:


    Ich denke, dass ich natürlich von einem Hund weniger beeinflusst wäre, wäre es nicht mein eigener. Klar bin ich mit Puka total verbunden und er mit mir und wir spüren uns da dann logischerweise auch viel mehr und ich schaue auf ihn, weil ich verantwortlich bin.


    Dennoch ginge es mir ähnlich, wäre der Hund meiner Therapeutin anwesend. An manchen Tagen ertrage ich "das Wesen Hund" einfach nicht in meinen Stunden. Das ist oft dann der Fall, wenn ich besonders wütend oder besonders traurig/emotional bin. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich als Hundehalterin da automatisch auch irgendwie Rücksicht auf den Hund nehme und ein Teil von mir auch permanent "zum Hund hinspürt". Das kann ich persönlich nicht abstellen, egal ob mein Hund oder ein fremder, und auch egal ob er an seinem Platz in einer Ecke wäre.

    Und darum stresst es mich dann mehr als dass es mir hilft, wenn noch ein Hund anwesend ist.

    An neutralen Tagen stört es mich nicht und ist auch angenehm, wenn ich Puka betrachten oder auch mal streicheln/knuddeln kann. :smile:


    Das wird ja dann eh total individuell sein und es wird sicher Klienten geben, die da viel neutraler zum Hund stehen, seine Anwesenheit auch ausblenden können oder sogar mega davon profitieren. Aber eben sicher auch welche, die jetzt nicht immer einen Hund im Raum ertragen.


    Mein Input ist einfach, SOLLTE der Hund dich dann überhaupt begleiten ;), dass ich es wichtig finde, dass es individuell auf den jeweiligen Menschen und auch den Hund angepasst werden kann bei Bedarf, also dass die Möglichkeit besteht, dass der Hund sich ausserhalb des Therapieraumes aufhalten kann.

    Ich kam glaubs darauf, weil du geschrieben hast, dass du da auch etwas "streng" sein wirst mit deinen Klienten. :zwinker:


    Ich bin im Fall soooooo gespannt, was es für einen Hund geben wird bei euch! :smile:


    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.


  • Ja den "normalen" Collie wie Lassie meinte ich. Gibts auch in Tricolor wenn dir dunkle besser gefallen. Ich kenne die Rasse aber auch nicht sehr gut, kam mir nur in den Sinn 😊. Bin auch sehr gespannt wies weitergeht!