Rückruf Junghund

  • Naja ohne dich oder deinen Hund zu kennen kann man das so pauschal nicht sagen. Ich kann nur schreiben wie ich es bei meinen Hunden mache.

    Wobei Tarek da auch schwieriger ist, da er starke Jagdmotivation zeigt.


    Ich lass meine Hunde anfangs auch nur da frei laufen wo ich es gut überblicken kann, und nicht alle 10m irgendwas angelaufen kommt ... also die Ablenkung sich in Grenzen hält.

    Und ich habs auch so gemacht dass ich zb nicht einfach immer nur fein + kecks rein und gut ist, sondern dann auch mal ein click (damit ich punktgenau das verhalten einfangen kann) und dann gibts n Kecks und dann gleich nochmals einer, du willst noch eins, klar doch .... oder dann mal unter lob ne ganze Hand voll aus der Hand puhlen, ne runde miteinander rennen, ne runde durchknuddeln oder mal ne runde rumalbern und spielen ...

    Gemeinsam Ruhephasen, zb auf ne Wiese sitzen und sich die Umwelt ankucken, gern auch mit mehr Ablenkung ...


    Aber auf der anderen Seite fordere ich eben auch gewisse Dinge konsequent ein. Es gibt kein aufgeregtes aus der Tür rennen, kein selbständiges aus der Hundebox springen. Tabus setz ich Körpersprachlich durch. Es wird sich nicht auf dem Spaziergang hochgefahren. An der Leine wird runtergefahren.

    Leinenführigkeit übe ich relativ früh schon immer mal wieder.


    Bei Nicci hab ich da halt viel ohne Leine gemacht, weil sie halt einfach auch kaum eine braucht. Wäre das mit dem Radius nicht so einfach gegangen wäre da öfters ne Leine dran gewesen. Geh ich aktuell in der Dämmerung spazieren hat sie eine schleppe drauf, bis ich weiss wie sie auf nahe Rehe reagiert.


    Ich versuch bei Aussenreizen auch immer n Moment abzuwarten bevor ich was sage, weil sie sehr oft von sich aus erst da hin kuckt sich aber mir zuwendet, und das belohn ich dann natürlich. Wenn sie es von sich aus macht und das auch fix in ihr Vehaltensrepertoire aufnimmt kann ich auch mal was nicht sehen und sie orientiert sich dann trotzdem an mir, ohne auf Amweisung von mir zu warten.


    Ich würde da evtl mit ner längeren leichten Leine arbeiten, damit du im Notfall, was aufnehmen kannst. Aber ich würde an sich so agieren als wär keine dran, also nicht altiv den Hund herhangeln, rucken etc ... weil die sind ja ned doof, die wissen schon wenn eine dran hängt.

    Grüsse Nathalie mit


    Tarek, Tervueren, 12.11.2014

    Unique, Malinois, 18.05.2018
    Und Whyona im Herzen 20.06.2002 - 03.04.2017

  • Ich mache es auch so, dass ich jeden Kontakt zu mir lobe. Jedes umschauen, mich aufsuchen, verlangsamen und auf mich warten... lobe ich, und bei meinen immer mit Futter, weil das Gute daran, sie müssen die Belohnung bei mir abholen und kommen somit automatisch zurück und somit näher. :nicken:


    Evtl. je nach Situation könntest du es auch versuchen mit ,,stehen bleiben,, und du schliesst auf, Hund muss warten bis du bei ihm bist, dann lobst du ihn (ich machte es immer mit kurzer Berührung/übers Fell streicheln vom Hund, weil es das anleinen simulieren sollte) ein Keks geben und Kommando auflösen.

    Wäre halt auch ein Kommando und keine selbstständige Orientierung. Aber immerhin mal kein strickter Abruf....

    Brauche ich im Alltag fast mehr als Abrufen :zwinker:

    oder sage auch mal einfach ,,langsam,, was sie aber halt auch kennen.


    Das mit dem an dir vorbeirennen und doof rumrennen, ist schon schwer... :gruebel1:

    Würde es was ändern wenn du allenfalls mehr Timing hättest?

    Also halt schon wegrennen vom Hund weil er ja nicht kommt, dann aber wenn er voll angerannt kommt, ihn vorher wie zu dir holen.

    Ich würde bei meinen es so machen: Rufen, wegrennen, dann flitzen sie daher, ca. 5m bevor sie mich einholen, drehe ich mich wieder zu ihnen um, und zeige meine Hand und Front, wo die Belohnung drin ist. Keks, Spiel usw. Damit der Hund wie fast in mich rennt und nicht an mir vorbei.

    Aber kein Auffangen vom Hund.

    Eher so: Hey, super, dass du kommst, schau hier, nimm das...

    Dann aber bei mir spielen und loben, Keks geben. Allenfalls je nach Hund auch in die Hocke.


    Also Flaffy reagiert recht gut wenn ich die Hand so nach unten halte weil sie ahnt, dass ich ihr ein Keks geben will.

    Das hat sie nun schon fast als Sichtzeichen drin, Hand leicht weg vom Körper nach unten... ahhhh, da ist ein Keks drin und nichts wie hin. :nicken:

  • Je nach Situation, Umgebung, mache ich es teilweise auch wie inhii. Die Hunde sind irgendwo am Schnüffeln, sie achten nicht auf mich. Da gehe ich mich verstecken, und zwar so, dass ich sie sehe, sie mich aber nicht. Das geht natürlich nur an einem Ort, wo keine Gefahren lauern und nicht auch gleich in kürzester Zeit andere Leute vorbei kommen. Bei mir ist es fast immer so, dass ich noch nicht mal im Versteck bin, da kommt mindestens eine der beiden angerannt, wenige Sekunden später, die zweite :)


    Meine müssen nicht die ganze Zeit nach mir schauen, nur immer wenig Aufmerksamkeit, wo ich bin und was ich mache.

  • Ich mach's wie Whyona.


    Ich wünsche dir viel Geduld und dass du Inputs findest, die du für euch erfolgreich umsetzen kannst. :good:


    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.


  • Lese gerade ganz interessiert mit. Bei uns ist ja der Rückruf auch, nun wie soll ich sagen... - nicht gefestigt. Doch das ist nur eine unserer Baustellen. Bei uns gings diesen Sommer zurück auf Feld eins uns wir üben seither Leinenführigkeit und Orientierung an mir. Hört sich banal an, ist aber Knochenarbeit. Bei jemandem wie mir, der von Natur aus eher der Typ "Lass-mal-fünfe-gerade-sein" ist, erfordert diese Konsequenz ganz viel Konzentration und Selbstreflektion. Erste positive Veränderungen liessen dann aber nicht lange auf sich warten und ich bin zuversichtlich, dass mit Geduld noch ganz viel zu erreichen ist.


    In diesem Sinne: weiterhin alles Gute und du bist nicht alleine!

  • also mein Welpe muss auch nicht dauernd irgendwas. Er muss nicht dauernd nur mich im Sinn haben und er muss keine Radius einhalten und auch nicht dauernd auf die Bremse stehen. Ich gehe eher da laufen wo es viel Platz hat (bedeutet ja meist auch Übersichtlichkeit). Er muss aber kommen wenn ich rufe. Dank sehr gut abrufbarem Zweithund hab ich vermutlich einen Vorteil (er ist abartig verfressen und will keinesfalls, dass Jendayi alle Leckerlis alleine abstaubt). Aber er soll sich mal austoben können, seine spinnerten Runden drehen, dann ist er auch wieder aufnahmefähig. Klar, finde ich, er sei nun etwas gar selbständig und unternehmungslustig, verstecke ich mich auch mal. Dazu muss ich sagen, er hat mit seinen 5 Monaten noch keinen Jagdtrieb und das dümmste was passieren könnte ist, dass er zu einem Passanten läuft und dieser das icht toll findet. Velos geht er aus dem Weg.

    Wenn ich dauernd rufen würde, dauernd was wollte, wäre das für ihn, den Nicht-Arbeitshund sehr lästig. Er soll mit Freuden kommen. Ich rufe zb. auch nicht nur ab wenn was kommt oder ich anleinen will. Ich rufe sehr oft einfach mal so, dann gibt es ein Leckerli oder ein Spiel oder irgend einen Blödsinn an dem er Freude hat und dann darf er wieder laufen. Von sich aus mich anschauen oder zurückkommen wird immer bestätigt, aber nicht immer mit Leckerli oder Spiel oder "was grossem". Oft nur mit Worten. Auf dem Rückruf bestehe ich aber. Ich rufe lieber nicht wenn ich weiss ich bin eh zu spät und hole ihn dann. Rufe ich, hat er zu kommen und darauf bestehe ich, notfalls werde ich laut und deutlich, das hilft bei ihm mittlerweile (am Anfang beeindruckte ihn das wenig).

    Ansonsten mach ich es halt so, dass ich generell spannend bin für ihn. Aus dem Nichts mal ein Spiel, ein Leckerli oder etwas UO oder plötzlich Richtungswechsel... so dass er sich nicht völlig im Spielen und Rennen verlieren kann aber eben so, dass es nicht zu einem Befehl wird, sondern zu etwas, das sich für ihn einfach lohnt. Dazwischen aber hat er ganz viel Freiheit, andere Hunde und einfach nur sinnlose Rummrennerei, braucht es in dem Alter noch.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • also mein Welpe muss auch nicht dauernd irgendwas. Er muss nicht dauernd nur mich im Sinn haben und er muss keine Radius einhalten und auch nicht dauernd auf die Bremse stehen.

    Wenn ich dauernd rufen würde, dauernd was wollte, wäre das für ihn, den Nicht-Arbeitshund sehr lästig.

    Das wäre auch für meine 100 % Arbeitshunde nicht angenehm.

  • Was tue ich aber als Ersatz, das er trotzdem noch kommt. 5 mal rufen ist auch sch..... Mit super Food bin ich bereits am Start....

    Wie gesagt: Mit unterschiedlichen Belohnungen abwechseln, und evtl. auch Premack-Prinzip zunutze machen. Einfach nur immer besseres Futter würde ich nicht zum Einsatz nehmen.


    Was heisst denn, der Radius ist klein?

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Lese gerade ganz interessiert mit. Bei uns ist ja der Rückruf auch, nun wie soll ich sagen... - nicht gefestigt. Doch das ist nur eine unserer Baustellen. Bei uns gings diesen Sommer zurück auf Feld eins uns wir üben seither Leinenführigkeit und Orientierung an mir. Hört sich banal an, ist aber Knochenarbeit. Bei jemandem wie mir, der von Natur aus eher der Typ "Lass-mal-fünfe-gerade-sein" ist, erfordert diese Konsequenz ganz viel Konzentration und Selbstreflektion. Erste positive Veränderungen liessen dann aber nicht lange auf sich warten und ich bin zuversichtlich, dass mit Geduld noch ganz viel zu erreichen ist.


    In diesem Sinne: weiterhin alles Gute und du bist nicht alleine!

    Arbeitest du bei der Leinenführigkeit mit einem "Ritual", also einem Unterschied, ob gerade Leinenführigkeit trainiert wird oder nicht? Das kann enorm helfen. Also dass zum Beispiel Leinenführigkeit nur am HB geübt wird, am Geschirr darf gezogen werden. Oder dass für die Zeit, in der du an der Leinenführigkeit arbeitest, dem Hund zB ein Halstuch angezogen wird. Irgendwas. So gibt es für den Hund einen klaren Unterschied zwischen "jetzt üben wir das" und "jetzt kann ich auch mal ziehen" und für dich als Mensch einen Unterschied zwischen "jetzt bin ich konsequent und konzentriert dran" und "jetzt kann ich die 5 gerade sein lassen".


    Falls du das eh schon machst und dir das Prinzip klar ist, kannst du hier aufhören, zu lesen ;-) Sonst hier noch eine kurze Ausführung, wieso ich das machen würde:


    Es gibt halt immer die Situationen, wo man aus irgendeinem Grund grad trotzdem nicht adäquat auf das Leinenziehen reagieren kann oder will (wenn mans pressant hat z.B., oder keine Nerven mehr hat, oder grad einfach an einem anderen Hund vorbei muss oder oder oder). Das Problem ist da dann, dass der Hund manchmal mit Leinenziehen ans Ziel kommt (weitergehen), manchmal nicht (wenn grad trainiert wird an der Leinenführigkeit). Das ist trainersprachlich die variable Belohnung (manchmal lohnt sichs, manchmal nicht), die für eine massive Verstärkung des Verhaltens führt, in diesem Fall Leinenziehen.


    Indem jetzt z.B. mit einem Halstuch markiert wird, dass jetzt grade an der Leinenführigkeit geübt wird, verhinderst du das, weil du dann in diesen Trainingssequenzen 100 % konsequent sein kannst. Diese Trainingssequenzen können auf dem Spaziergang eingebaut werden, wenn du und der Hund grade die Nerven dazu haben, das auch richtig zu machen. Mit der Zeit wird der Hund idR das erlernte Verhalten ausdehnen auch auf die Zeit ohne Halstuch.

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Liebe Anne


    Ich fasse jetzt einfach die letzten Monate ganz, ganz kurz zusammen, ansonsten müsste ich einen Roman tippen.


    Bei uns ist diesen Frühling alles aus dem Ruder gelaufen, und ich meine wirklich aus dem Ruder gelaufen. Ich hatte einen Bandscheibenvorfall, lag drei Monate flach, die ersten paar Wochen lagen noch ganz kleine Pipi-Runden mit Jimmy drin, den Grossteil der Spaziergänge übernahmen andere, überhaupt konnte ich gar nichts mehr tun, lag wortwörtlich nur auf dem Rücken auf dem Sofa. Dann OP, danach nichts, aber auch gar nichts mehr mit dem Hund für knapp zwei Monate. Diese Zeit muss für Jimmy nicht einfach gewesen sein, er, der so oder so schon ein sehr ängstlicher Typ ist. Kaum hatte ich ihn wieder an der Leine lief er Amok bei fast jeder Begegnung, egal ob Hund oder Mensch, es kam zu einem Zwischenfall, bei dem Jimmy einem Nachbarn ans Hosenbein ging. Alarmstufe Rot! Ich suchte mir Hilfe bei einer Hundetrainerin, es galt als erstes Jimmy wieder Sicherheit zu vermitteln, an der kurzen Leine, am Halsband. Radius also extrem begrenzt, Lob beim Zeigen von erwünschtem Verhalten, Korrektur bei unerwünschtem. Langsam, langsam begann er mir wieder zu vertrauen, traute mir zu, ihn an fremden Menschen und Hunden vorbei zu führen. Das habe ich jetzt zwei Monate so gehandhabt, seit ein paar Tagen hat er wieder mehr Freiheit, sprich längere Leine. Die Leine hänge ich um; beim "einfach bei mir Laufen" am Halsband, sonst am Geschirr. Fünf kann ich bei Jimmy nicht gerade sein lassen, vielleicht später mal, wenn sein Verhalten gefestigt, zur Routine geworden ist, für ihn und für mich. Jimmy lernt sehr schnell, eine Ausnahme und wir brauchen wieder X Korrekturen bis wir zurück auf der Spur sind.

  • Liebe Anne


    Ich fasse jetzt einfach die letzten Monate ganz, ganz kurz zusammen, ansonsten müsste ich einen Roman tippen.


    Bei uns ist diesen Frühling alles aus dem Ruder gelaufen, und ich meine wirklich aus dem Ruder gelaufen. Ich hatte einen Bandscheibenvorfall, lag drei Monate flach, die ersten paar Wochen lagen noch ganz kleine Pipi-Runden mit Jimmy drin, den Grossteil der Spaziergänge übernahmen andere, überhaupt konnte ich gar nichts mehr tun, lag wortwörtlich nur auf dem Rücken auf dem Sofa. Dann OP, danach nichts, aber auch gar nichts mehr mit dem Hund für knapp zwei Monate.

    Oh mann das tut mir echt leid, das ist mega hart || hoffe, du konntest dich gut erholen! Dann ist es ja völlig klar, dass es da grosse Einbussen gab. Aber ihr seid ja super dran am Trainieren, wollte dir da gar nicht unterstellen, dass du was falsch machst :-) Dachte nur ich werf mal den Tipp rein, vielleicht bringt's was, aber eben, du bist ja gut aufgegleist mit Trainerin und gut dran. Dann wünsche ich dir ganz gute Nerven, guten Mut, gute Geduld und nach wie vor gute Besserung! Langwierige Sache mit der Bandscheibe, erinnere mich gut noch, wies bei meiner Mama war || Gar nicht lustig..

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Ich denk ich frag mal hier und eröffne keinen neuen Thread :)


    Also Durotan hört ziemlich gut für die zwei Monate wo er erst bei uns ist :thumbup:


    Der Rückruf ist aber doch unsere grösste Baustelle nicht in dem das er weg rennt sondern er einfach beim schnüffeln bleibt und nicht auf mich hört, ich weis nicht ob ich das mit einer Pfeife trainieren soll (ich kann nicht pfeifen wegen meinen Nägeln:biggrin:) und ihn so wieder auf mich aufmerksam machen inkl. Verbindung er soll zu mir kommen.


    Habt ihr damit Erfahrungen? oder Bessere Ideen, Tips?


    Ahja ich lass ihn nur Frei an übersichtlichen Stelle, wo ich Hund wie Mensch im Voraus sehe und ich ihn immer im Griff habe, Jagen tut er nicht er ist mal aus versehen auf eine Katze gesprungen in einem Feld wo sehr hohes Gras war, natürlich Katze weg gerannt und ich musste ihm nur sagen: Nei, Warta, und er blieb da. Und irgendwie ich weis das klingt jetzt komisch kann er unterscheiden wenns eine ernste Situation ist zb. Velo oder Auto kommt, ich versuche wirklich immer den gleichen Ton zu haben aber der merkt das einfach wenn er wirklich kommen muss :ohmann:

  • @ Kathrina: Lässt du ihn frei oder ist er an einer Schleppleine, die am Boden nachschleppt? Bis das mit dem Rückruf zuverlässig klappt, würde ich ihn an einer Schleppleine (nicht in der Hand halten!) lassen. Kommt er nicht auf deinen Ruf, nimmst du die Leine in die Hand und holst ihn ohne Kommentar zu dir ran. Zügig, aber nicht reissen! Dann muss er kurzfristig an der kurzen Leine laufen, z.B. einige Schritte Fuss, sitzen, wieder einige Schritte Fuss, sitzen und zwar bis er auf dich konzentriert ist. Dann kriegt er fettes Lob evt. Gudie und die Leine wird wieder fallen gelassen und er kann frei laufen. Und alles von vorne ^^ Das so lange immer wieder üben, bis er wirklich zuverlässig auf dein erstes Rufen kommt. Dann den Schwierigkeitsgrad erhöhen, d.h. rufen wenn andere Hunde angelaufen kommen, spannende Dinge wie Vögel, Katzen, Velofahrer, Jogger usw. Du kannst dich ruhig selber spannend machen, hüpf rum, wühl vor deinen Füssen am Boden als würdest du etwas suchen etc

    Er wird mit der Zeit wissen, dass wenn er nicht hört, er dann rangeholt wird und kurzfristig nicht mehr fröhlich rumschnuppern kann, sondern eben an der kurzen Leine laufen und Übungen machen muss :D Das ist Sinn der Sache! Die meisten Hunde kommen lieber sofort und holen sich Lob und ein Gudie ab, als Übungen zu laufen... Je konsequenter man ist, desto rascher kapiert der Hund.

  • Also Schleppleine hab ich keine, aber ich muss dazu auch sagen das er nicht von mir weg rennt (total auf schnüffeln konzentriert) wenn ich ihn holen gehe, das mit den Übungen ist eine tolle Idee, Arbeit anstatt Spass macht ja sinn :!:Ich probier das gleich beim nächsten Spaziergang ^^

  • Achtung, lang. :biggrin:


    Puka hatte auch so eine (ganz normale :zwinker:) Junghunde-Schnüffel-Tomaten-Ohren-Phase, obwohl der Rückruf an sich toll und freudig funktioniert hat. Und auch heute noch kommt es alle paar Wochen vor, dass irgendwelche Pipitröpfchen interessanter sind als mein Bedürfnis nach "Einmal rufen und Hund saust freudigst mit null Verzögerung zu mir". :biggrin:


    Ich bin da glaubs relativ "anspruchsvoll" dem Hund gegenüber..."zu mir" (mein Rückrufkommando für ernsthaftes Herkommen) heisst "JETZT zu mir" und nicht in 10 Sekunden und auch nicht erst nach dreimal rufen oder mit Umwegen. :pfeifen: Und doch werde ich nicht böse oder so, ist halt einfach immer noch ein Hund und keine Maschine.
    Und doch möchte ich einfach, dass ich meinen Hund abrufen kann und weiss, er kommt.


    In der Junghundephase war dann zeitweise auch ein dünnes langes Schleppleineli dran, weil ich gar nicht anfangen wollte, zum Hund hinzugehen und ihn abzuholen. Ich möchte, dass der Hund zu MIR kommt und abbricht, was er grad tut. Ich habe dann jeweils das Ende der Schleppi in die Hand genommen, leicht gezupft für Aufmerksamkeit und sobald ich diese hatte, das gewohnte freudige "zu miiiir" gerufen. Das hat bei Puka bereits gereicht, um sein abgelenktes Hirn wieder etwas zu fokussieren und er kam tifig zu mir und wurde wie immer fest bestätigt.


    Für mich ist die Schleppimethode glaubs die klarste...ich laufe dem Hund nicht hinterher, mache mich aber auch nicht zum Clown mit wildem Weggerenne und Rumgehopse, habe aber trotzdem die Möglichkeit und Kontrolle, zu intervenieren und Aufmerksamkeit zu fordern mit dem leichten bis stärkeren Zupfen. Hund ist gesichert (kann also keine Weglauf-Kapriolen starten) und wenn nötig kann ich ihn auch mal zu mir herholen.


    Puka war und ist ja nicht einer, der mich da dauernd herausfordert und einfach nicht hört, es ist einfach nur ein momentan etwas interessanterer Schnüffelmoment, den ich unterbrechen muss und dann erinnert er sich wieder und reagiert auch gleich.


    Und so mache ich das bis heute, er ist nun zweieinhalb. Hat er eine Phase, gibts für wenige Tage die Schleppi und ich übe wieder etwas diesen "Abruf aus der Ablenkung".

    Ist grad keine Phase, sondern nur ein Einzel-Tomaten-Moment und ich bin ohne Schleppi unterwegs, stampfe ich kurz auf, sage energisch "Hey!", habe ich seine Aufmerksamkeit kommt das freudige "zu miiir!".

    Mir persönlich wichtig ist, dass es sich für Puka immer lohnt, sein Bedürfnis abzubrechen und zu kommen. Weil ich möchte, dass der Abruf etwas Cooles bleiben soll.


    Bei einem Hund, der es "eher mal wissen will", würde ich vielleicht auch eher mal ein kurzes konsequentes Arbeiten an der Leine fordern, ein Aufmerksamsein, bevor er wieder los darf. So als Konsequenz für's "Ignorieren".

    Also auch Puka muss das ab und zu mal, wenn er ein bisschen arg fest abgelenkt ist. Aber nie streng und heftig, sondern einfach nett-konsequent mit Lob fürs Aufmerksamsein.


    Mir ist beim Abrufthema einfach die wirklich positive Bestätigung wichtig. Ich (aber das ist einfach meine Art) höre auch das ganze Hundeleben lang nicht auf, das Kommando "zu mir" (welches dasjenige ist, wo ich möchte, dass der Hund wirklich kommt), mit Futter zu bestätigen.

    Ich habe noch andere, "wischiwaschigere" Ausdrücke für "irgendwie herkommen", so à la "halbkonzentriertes komm mal kurz her", wo ich dann aber auch halbherzig rufe (beim Rumstehen und Reden oder so und wo es eigentlich gar nicht wirklich gefordert wäre), wo ich auch nur kurz lobe oder so, da darf Puka dann auch nur halbherzig hören. :zwinker:


    Aber DAS Abrufkommando wird IMMER freudig bestätigt. Und weil er sich da drauf verlassen kann, kommt er auch gerne zuverlässig. :smile:


    Was ich nie, nie, nie mache, ist das Bestrafen fürs Kommen nach dem Nicht-Hören. Ich interveniere so, dass ich den Hund zum Kommen bringe und wenn er dann kommt, ist das immer RICHTIG. Das VORHER war "falsch" und dementsprechend interveniere ich... aber zu MIR kommen ist immer gut, immer "schön". Auch wenn ich mich zusammenreissen muss, weil ich mich über das "vor dem Kommen" aufgeregt habe.


    So bin ich bis jetzt mit all meinen Hunden gut gefahren. Shirin funktioniert ähnlich, ist aber ein Stück sturer als Puka. :k_irre: Bei ihr muss ich ab und zu noch klarer sein und etwas stärkere Zeichen nutzen, auch eher mal kurz anleinen für "so nicht".

    Aber gerne und schnell gekommen sind sie bis jetzt grundsätzlich immer alle.


    Viel Spass beim Üben, das wird schon! :good:


    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.


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  • Ja gerne kommt er auch also lob gibts schon und ich bin auch für die nette Methode :)


    Ich halte nur nicht viel von der Schlepp weils mich einfach gruust wenner pipi drauf macht :S

    Ansonsten finde ich die Schlepp gut :)


    Wie gesagt er kommt einfach nur langsam und nicht angerant seine Aufmerksamkeit zu kriegen ist eher naja schwirig in der richtig stampfen oder sonst was rufen keine chance darum pfeifa ist was, was man nicht immer hört :) mir ist es auch wichtig resp. die wichtigste sache Zu mir zu kommen nebst schö laufa.

  • Ich halte nur nicht viel von der Schlepp weils mich einfach gruust wenner pipi drauf macht :S

    Ansonsten finde ich die Schlepp gut :)

    Also bei mir wurde noch nie auf die Schleppleine gepinkelt:hihi: ich schaue aber auch, dass sie nicht um die Beine verwickelt ist und nehme sie entsprechend der Distanz immer auf (ohne Zug natürlich). Finde die Schleppleine zum Rückruf Üben echt ein sehr tolles Hilfsmittel. Milly hat momentan ja auch eine Tomatenohren-Phase und so kann ich mich konsequent durchsetzen ohne laut oder energisch werden zu müssen.:nicken:

  • Bei allen Hunden baue ich es ohne Schleppleine auf. Die Schleppleine nutze ich, wenn der gehorsam nicht funktioniert als Notanker aber in dem Sinne nicht gross als Bestrafung, sondern als Bremse.


    Alle unsere Hunde haben/hatten einen Schlachtruf und der ist einfach superduper positiv aufgebaut. Je nach Hund wird der aber anders aufgebaut. Während bei Zelda (Beagle) viel Nassfutter, Wurst, Käse und co im Spiel war also zu 85% Futter und 15% Fell jeglicher Art. Gibt es bei Marvel (Cocker) Bälle.. Action.. oder weil er so gern arbeitet auch mal arbeit. Miyu war am speziellsten als Chowmix, bei ihr gab es die erlaubnis zu bewachen, "liebe", evtl mal ein Ball.. bei ihr war nichts wirklich DIE Belohnung, die Belohnung war die Überraschung.


    Hört Durotan auch sonst nicht so sonderlich interessiert, würde ich mit ihm beginnen etwas zu arbeiten. Am aller schönsten finde ich dazu die Rücksuche. Das heisst, das Endergebnis ist, du verlierst etwas während dem Spaziergang, schickst den Hund irgendwann auf deiner Spur zurück (zu beginn 1 Meter, später so weit er es kann und das Gelände zulässt, bei Zelda sind es locker 50 Meter) und er darf es holen und kriegt dann etwas besonderes, also richtig besonderes!

    Das hat den Effekt, dass hinter dir immer noch spannend ist und auch eine gewisse Spannung rein kommt was DU denn gerade tust.

  • Wenn Loki nicht hört auf meinen Rückruf beim ersten mal weil er am Pipi schnüffeln ist, mach ich auf dem absatz kehrt und laufe weg.


    Je nach dem versteck ich mich auch mal (so das ich ihn sehen kann) oder renne weg. Nützt sehr gut, weil dann schnüffelt er nicht mehr ewigs lang rum.

    Mach ich auch wenn sein Radius zu gross wird und er mich "ignoriert" dann kehr ich einfach oder versteck mich und schon bleibt er nacher bei mir.


    Solche phasen kommen denke ich immer wieder mal. Da musst du dann einfach konsequent sein, das mit den übungen ist sicher auch eine gute sache, werd ich auch mal probieren.