Andere Länder, andere Zuchtsitten

  • Helene .... immerhin hat sie immer wieder Rüden und auch Hündinnen vorallem aus Dänemark geholt. Aber ich gehe mit dir einig und würde auch keine Rüden halten. Vorallem stehen sie tatsächlich nur rum, es ist eine Schande um die tollen Hunde.


    Aber eben ... das sind dann Züchter mit fast 40jähriger Erfahrung, was will man da melden ...

  • Unter den Windhunden ist es nicht unüblich eigene Rüden zu halten und zu verwenden, allerdings natürlich nicht nur. Bei Nastassja, Jendayi und Kalani war es ein eigener Rüde und bei Dawn einer aus Tschechien. Da die Hündinnen meist mit der Läufigkeit nachziehen, sind eher alle zusammen als dauernd eine läufig und die Rüden müssen dann halt getrennt sein. Im eigenen Rudel benehmen sich Rüden aber oft, ausserhalb der Stehtage jedenfalls. Und bei uns werden die Rüden durchaus mit einbezogen, sind sie doch die Stars der Ausstellungen. Ich finde jetzt nicht, dass da was dagegen spricht. Bei den Belgiern erlebte ich das weniger, dass Rüden im selben Haushalt lebten.

    Immerhin kannte ich so bei dreien von vier Hunden auch deren Väter.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • Bei Huskies sind grosse Mischrudel auch in der Schweiz ganz normal und die allermeisten Hunde sind intakt. Und viele haben zwischen 10 und 30 Hunden (und dadurch natürlich einige Hündinnen im Zuchtfähigen Alter), trotzdem haben die meisten nur Welpen, wenn sie selber Nachwuchs brauchen und eine Hündin hat insgesamt in der Regel nicht mehr als 2 bis max 3 Würfe. Alle Hunde (ausser die Jungspunte und die alten Hunde) werden gearbeitet-für mich die ideale Zuchtform.

  • Bei Kalanis Züchterin war es besonders imposant zu beobachten welche Stellung welcher Hund hat. Zu Hause sind die Hündinnen die Anführerinnen, ist eigentlich meistens so. Es gab dort damals 3 Rüden: Kalanis Papa, ein Jungspund aus Russland importiert und den alten Legolas, über 11 Jahre alt. Kalanis Papa spielte sich gegenüber dem Jungspund und auch den Hündinnen etwas als Macho auf (nicht so dass man eingreifen müsste aber man sah doch, er war ein stolzes Tier). Doch kaum tauchter der alte Lego auf, kuschte Oonegin sofort, die Hündinnen hingegen waren unbeeindruckt... Kalani lernte so von Welpe an, sich einzufügen. Das macht sich deutlich bemerkbar.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • Das ist etwas, was ich nie verstehen werde, wenn Züchter auch Rüden halten. Zum einen leben sie in einem Hündinnenrudel, wo dauernd etwas läufig ist, zum anderen stehen sie meist nur herum und werden nicht wirklich beschäftigt - von einem eigenen Menschen und der wertvollen Beziehung zu diesem ganz zu schweigen. Und auch genetisch macht es keinen Sinn, dauernd mit denselben Rüden zu decken, da wären wir dann wieder bei sinnvoller Auswahl der Zuchtpaare.

    Unter den Voraussetzungen stimm ich dem voll zu. Bei kleineren Zuchten kann ich es aber unter Umständen verstehen. Bei der Züchterin von Namika lebt auch ein Zuchtrüde - er ist Namikas Vater, aber die Mutter ist zugekauft und nicht aus eigener Linie. Sonst hat sie in bei keinem eigenen Wurf eingesetzt. Sie mögen einfach gerne auch einen Rüden haben. Sie haben zu zweit 5 Hunde, inzwischen beide pensioniert und die Hunde sind einfach ihr Alltag. Sie werden alle beschäftigt und ausgelastet, der Rüde genauso wie die Hündinnen. Für uns wars natürlich toll, den Vater auch so kennenlernen zu können. Er ist ein genialer Hund. Aber sie züchtet natürlich auch nicht im grossen Stil, hat im Schnitt vielleicht 1 Wurf im Jahr, ausnahmsweise mal zwei aber auch schon Jahre gehabt ganz ohne. Die Hündinnen hatten zwischen 1-4 Würfen, je nachdem.

  • Bei Huskies sind Mischrudel ganz normal

    Bei Kalanis Züchterin war es besonders imposant zu beobachten welche Stellung welcher Hund hat. Zu Hause sind die Hündinnen die Anführerinnen, ist eigentlich meistens so. Es gab dort damals 3 Rüden: Kalanis Papa, ein Jungspund aus Russland importiert und den alten Legolas, über 11 Jahre alt. Kalanis Papa spielte sich gegenüber dem Jungspund und auch den Hündinnen etwas als Macho auf (nicht so dass man eingreifen müsste aber man sah doch, er war ein stolzes Tier). Doch kaum tauchter der alte Lego auf, kuschte Oonegin sofort, die Hündinnen hingegen waren unbeeindruckt... Kalani lernte so von Welpe an, sich einzufügen. Das macht sich deutlich bemerkbar.

    Das merke ich bei meinen 2 Garauen auch, die liefen, ab der 3./4. Woche im 23er Rudel mit (die Hunde können sich frei im grossen Auslauf, Zwinger und Haus bewegen) und lebten somit mit Hunden zwischen 1 und 16 Jahren zusammen - und lernten wunderbar die Kommunikation zwischen den Hunden. Selbst wenn die Grossen gefüttert wurden (auch das immer alle zusammen), waren sie dabei und lernten schnell, dass man nicht die Schnauze in den Futternapf eines anderen Hundes steckt 🤭

    (in der Schweiz gibt es praktisch keine Huskyhüchter, welche mehr als ein Wurf pro Jahr haben, die meisten weniger. Leider gibt es auch Vermehrer, dort ist alles andes)

  • Ja es dürfen auch nicht alle Farben verpaart werden, zb. weiss darf nicht mit weiss, sonst werden die meisten Blind gehörlos oder sonst irgendwas.. und dann kommts darauf an was man für Farben Züchten möchte..

    Ich interessiere mich ja riesig für Doggen. Daher weiss ich, dass man in der Schweiz Farbverpaarungen machen darf, damit die Genetische vielfalt erhöht wird. Ich glaube man muss es aber beantragen. 2 Züchter machen dies schon länger.

    In anderen Ländern sträuben sie sich aber z. T noch arg.

    Dafür wäre es sehr gut für die Rasse, da man die ganze Zeit nur mit der gleichen Farbe gezüchtet hat und dies den Genpool sehr verkleinert hat.

    Sowas kann ich dann nicht verstehen, wenn man einfach stur bleibt a la "das war schon immer so und bleibt auch so".

    Ich hoffe sehr für die Rasse, dass ein umdenken stattfindet und vorallem auch wieder der ursprünglichen Typ gezüchtet wird (kommt auch laaaangsam)

  • Warum soll kein Rüde bei einem Züchter leben...? verstehe ich nicht.

    Natürlich ist er um Läufige rum, na und?


    Dann müssten wir Nevada schnell loswerden, und wir züchten nicht mal mit ihm:pfeifen:


    Ich habe nichts gegen Grosse, sowie nichts gegen Hobbyzüchter (wobei das Wort versteht wohl jeder Anders, darum sage ich mal den ,,Kleinzüchter,,, welcher nur 1 Hund besitzt und nur mit diesem Hund züchtet), es können an beiden Zuchten super Hunde hervorkommen, genauso an beiden Orten schlechte Hunde.

    Ich kann auch 20 Hunde haben und mit jedem ,,Mist,, züchten weil ich davon leben möchte.

    Aber nur 1-2 Hunde haben und die nur decken lasse, wenn ich überzeugt bin.


    Ich kann die Rüden auswärts holen oder selber einen halten, heisst ja nicht, dass dieser auf jede meiner Hündinnen rauf steigt.

    Ja, evtl. passt er auf eine Hündin, warum dann diese nicht decken mit dem eigenen Rüden?

    Und ich kann ja mein Rüde zum Decken geben an auswärtige Hündinnen,....


    Sehe das Ganze nicht so eng.


    Die Zuchten müssen korrekt sein, die Zuchtstätte sauber, die Aufzucht gut. usw. usw. wie man es sich eben so vorstellt. Denke da sehen wir alle hier im Forum es sehr ähnlich.


    Der Rest wie viel Hunde da sind, sind für mich Zweitrangig.

    Mir sagen einfach die Grosszuchten nicht so zu, und noch weniger wenn mehrere Rassen vorhanden sind.

    Das ist meine persönliches empfinden...

    Evtl. weil ich einfach auch denke, dass man zu 20 Hunden nicht so schauen kann wie zu 2-3 Hunde. Und habe Mühe wenn Hunde nur Zuchtobjekt sind und man sie nicht wirklich lieb hat. Aber eben... das ist meine ganz persönlich Meinung und Einstellung. :nicken:


    Ich erlebte bei meiner Rasse nur in Frankreich solche Grosszuchten, in DE, Ö kenne ich keinen... :nönö:

    In Frankreich haben sie auch dann noch so ,,Verkaufs-HP,, wo man das Welpi anklicken kann und jaaaa, sogar in ein Warenkorb tun kann, jedes hat ein anderen Preis, verschiedenes Alter usw. neeee, das ist einfach nicht mein Ding... :nönö::zwinker: Auch wenn die Zuchten noch so gut sein mögen...


    Dann lieber zum Kleinzüchter mit 1 Hund, der halt dann auch Jahrelang kein Wurf hat :nicken::good:

  • Gibt es solche "grossen" Zuchten eigentlich auch in der Schweiz?

    Unsere Züchterin züchtet Goldies und Berner Sennenhunde. Von beidem haben sie Hündinnen und Rüden;)Als wir unsere bekamen hatten sie auch noch einen Neufundländer, weil ihnen diese Rasse gefiel. Da ist aber zu erwähnen, dass nicht alle Hunde bei ihr leben. Ich weis zum Beispiel gerade, dass 2 "ihrer" Berner Zuchthündinnen bei einer guten Kollegin von ihr leben. Ich habe gerade nachgezählt; sie hat 17Hunde. Wenn ich ehrlich bin, finde ich dies aber auch zu viel. Bei so vielen Hunden hat man ja gar nicht die Zeit alle richtig auszulasten. Auf der Homepage liest man auch immer wieder von Ausflügen. Da sind dann allerdings auch nie alle Hunde dabei. Die anderen verweilen unterdessen wohl einfach im Haus oder dem grossen eingezäunten Grundstück. Sie wohnen sehr abgelegen im Emmental. Da haben sie ein riesen Auslauf und diverse Zwinge (alles ausbruchsicher mit 2m Zaun umgeben)

    Es gibt so viele Hunde auf dieser Welt! Was für ein Zufall, dass ich den schönsten habe:0herzsm0:

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  • Allé Malizuchten die ich hier kenne, halten auch Rüden. Die werden im Ring gearbeitet, in der Regel auch sehr erfolgreich. Heißt aber nicht, dass die dann oft in der eigenen Zucht eingesetzt werden.

  • Lunas Züchterin züchtet Dalmatiner die dank eines Backcross Projektes einen normalen Harnsäurespiegel haben. Das kam durch das einkreuzen eines Pointers wenn ich mich recht entsinne. Seit 2012 ist das Projekt auch FCI anerkannt. Und man sieht keinen Unterschied! Nur die Hunde sind in dieser Hinsicht gesünder. Ich finde es schade dass es sowas nicht häufiger gibt. Mal ganz neues Blut in eine Rasse bringen um sie wieder gesünder zu machen.


    http://lua-dalmatiner.de/


    Luna war übrigens aus ihrem letzten Wurf bevor sie LUA Dalmatiner gezüchtet hat.

  • Lunas Züchterin züchtet Dalmatiner die dank eines Backcross Projektes einen normalen Harnsäurespiegel haben. Das kam durch das einkreuzen eines Pointers wenn ich mich recht entsinne. Seit 2012 ist das Projekt auch FCI anerkannt. Und man sieht keinen Unterschied! Nur die Hunde sind in dieser Hinsicht gesünder. Ich finde es schade dass es sowas nicht häufiger gibt. Mal ganz neues Blut in eine Rasse bringen um sie wieder gesünder zu machen.


    http://lua-dalmatiner.de/


    Luna war übrigens aus ihrem letzten Wurf bevor sie LUA Dalmatiner gezüchtet hat.

    Das wollte man ja bei den Tollern (in Deutschland) auch, da die wohl einige gesundheitliche Defizite haben. Wurde aber leider nicht genehmigt. (Ist nun aber schon ein paar Jahre her.)

  • Eine Bekannte von mir züchtet Berger des Pyrénées und zwar reinschwarze langhaarige. Sie hat einen Zuchtrüden und drei Hündinnen, wovon aber eine bereits zu alt ist zum Züchten, aber bei ihr sind ihre Hunde Familienmitglieder und sie macht auch nicht jedes Jahr einen Wurf, sondern meist nur jedes 2. Jahr. Und da ihr Zuchtrüde der Papa einer ihrer Hündinnen ist, wird er bei ihr eh nicht zum Decken eingesetzt.


    Das ist etwas, was ich nie verstehen werde, wenn Züchter auch Rüden halten. Zum einen leben sie in einem Hündinnenrudel, wo dauernd etwas läufig ist, zum anderen stehen sie meist nur herum und werden nicht wirklich beschäftigt - von einem eigenen Menschen und der wertvollen Beziehung zu diesem ganz zu schweigen. Und auch genetisch macht es keinen Sinn, dauernd mit denselben Rüden zu decken, da wären wir dann wieder bei sinnvoller Auswahl der Zuchtpaare.


    Das hingegen, dass in einem Hündinnenrudel dauernd eine läufig ist, ist Quatsch. In einem festen Rudel werden Hündinnen normalerweise entweder zusammen oder direkt nacheinander läufig.
    Und warum sollen Rüden nur "rumstehen und nicht beschäftigt werden"? Diejenigen, die ich kenne und beides halten, machen mit beiden Geschlechtern Hundesport. Warum auch nicht?

  • Das wollte man ja bei den Tollern (in Deutschland) auch, da die wohl einige gesundheitliche Defizite haben. Wurde aber leider nicht genehmigt. (Ist nun aber schon ein paar Jahre her.)

    "Man" war da genau eine Person, die die fixe Idee hatte, den Aussie einzukreuzen bei den Tollern, was ich persönlich für völligen Schwachsinn halte. Das war ein Riesentheater und der Herr verbreitete dann eben weiträumig inkl. Stern-TV etc. über die schlimmen gesundheitlichen Defizite. Diese sind beim Toller mitnichten so exorbitant, dass man Aussie einkreuzen müsste. Der Herr hat dann einen eigenen Verein gegründet, bei dem er Präsident, Kassier und Zuchtwart in einem war .... und verschwand irgendwann im Nirwana.


    Im übrigen haben die Zuchtverbände, u.a. auch der des Mutterlandes des Tollers Canada, dieses Vorhaben abgelehnt. Der DRC (Deutscher Retriever Club) hat damals eine Stellungnahme veröffentlicht. Wen's interessiert: Stellungnahme Tollerzüchter DRC

  • Wieso dann ein Aussie?

    Wieso keine andere Retrieverrasse reinkreuzen? Oder zumind eine Jagdhundrasse und keine Hütehundrasse.


    Macht für mich gar keinen Sinn und nur weil jmd ne lustige Idee hat und es irgendwie vermarkten versucht, indem er behauptet er will die Genbasis erweitern, macht es dadurch nicht mehr Sinn

  • Vaku

    Ich habe nie behauptet, dass der Aussi Sinn macht. Ob eine Genpoolerewiterung notwendig war/ist, kann ich nicht beurteilen, da ich mich zu wenige damit befasst habe. Bei vielen Rassen ist/wäre aber eine Blutauffrischung durchaus sinnvoll. Mit welcher Rasse, muss man dann schauen.

    Warum hier der Aussi gewählt wurde, weiss ich nicht, aber es ging definitiv nicht um das Merlegen. 🤷🏼‍♀️