Gedanken, Äusserungen und eventuelle Fragen zum Thema Zweithund

  • Warum möchte man einen zweiten Hund? Oder mehrere?

    Doppeltes Glück/Freude?

    Erfüllung eines eigenen Wunsches?

    Man hat eine Rasse, will aber trotzdem noch eine andere?

    Man hat einen Hund aber man hat das Gefühl man ist noch nicht kompett?.

    Mehr Kosten, mehr Aufwand, evtl mehr Probleme (Wohnungssuche zB) je nach dem braucht man mehr Zeit auf dem Spaziergang weil nicht beide/alle die gleichen Bedürfnisse haben, ein grösseres Auto, evtl sogar eine grössere Wohnung?


    Positives und negatives hin oder her, viele haben zwei Hunde oder sogar mehr...warum und wie auch immer.


    Ich hätte es mir nie vorstellen können und wollen, zwei Hunde auf einmal zu halten. Warum? Keine Ahnung! Auch wenn mal der Gedanke hin und wieder für ein paar wenige Minuten aufkam, ich fand immer, "es reicht doch" "es ist doch gut so wie es ist" "wiso einen zweiten?"

    Und was sollte es dann überhaupt werden? Ein Hund vom Tierheim? Ausland? Welpe? Etwas älter? Alt? Rassehund vom Züchter?.

    Zu viele Fragen, zu viele Rassen die mich interessieren würden und viele, bei denen ich weiss, NIEMALS wird es "so einer" werden, weil zB das Private nicht dazu passt und so weiter.


    Wiso sich den Kopf zerbrechen?

    Ist doch alles gut so wie es ist!

    Wiso also etwas ändern?

    Tja...


    Ich habe mir den Kopf nicht zerbrochen.

    Ich konnte mir nicht alle Fragen beantworten.

    Ich bin nicht auf Rassesuche gegangen oder habe mir Tierheimhunde im Internet angeschaut oder sonst was in diese Richtung! Nichts!


    Aber eines Tages, ich weiss nicht mehr wann und ich weiss nicht einmal WARUM, ging dieser Gedanke, zweiter Hund, tiefer.

    Und nicht mehr weg!

    Und kurioserweise, wusste ich ganz genau in welche Richtung es gehen "sollte" obwohl ich es eig doch nicht ganz genau wusste. Komisch, oder?


    Ich habe recherchiert.

    Ich habe mir Gedanken gemacht.

    Ich habe über Migo nachgedacht.

    Ich habe es für mich behalten und später mit meinem Partner darüber gesprochen.

    Und er hat absolut nichts dagegen! Zum Glück? Oder, ouh verflucht?

    Wie auch immer...!


    Die Entscheidung ist gefallen.

    Es wird ein zweiter Hund einziehen.

    Es wird ein Welpe sein und eine bestimmte Rasse.

    Nicht dieses Jahr und ich denke auch nicht nächstes Jahr, aber wer weiss das schon immer so genau?


    Früher oder später -

    ein Barsoi, soll es sein.

  • Toller Beitrag, hab mich da gut in deine Gedanken rein versetzen können auch wenn meine damals anders waren :)


    Magst du etwas mehr erzählen?

    Vielleicht genau deine Fragen "beantworten" ?


    Ganz besonders, interessiert mich der Werdegang zur Rasse

  • Hui, spannend! Danke fürs Teilen deiner Gedanken! :smile:

    Die Sache mit dem Barsoi würde mich ja auch interessieren. ;)


    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.


  • WoW soviele tolle Gedanke auf einmal!:good:


    Ich kann das sooo gut verstehen. Bei mir war es ähnlich früher und raubte mir einige Nächte! Leider hat die Vernunft über die Leidenschaft gesiegt!:saint: Ich habe davon aber nur mit Elia gesprochen; sie antwortete "ich möchte lieber Nachwuchs"!:SNaja, auch keine gute Idee!?(


    Also es bleibt mir nichts anders übrig, als mich zu freuen, mit dem Doggies-Nachwuchs!

    Toll ein kleiner Barsoili :spass:- Freue mich riesig!:)

  • Hei, so gut :good:. Sich Gedanken zu machen, ist doch ganz ok.


    Ich habe zwei Hunde. Damals vor rund 8.5 Jahren hatten wir Taiga. Sie war gerade 9 und etwas träge geworden. Zufällig erfuhr ich von Mischlings-Welpen, dachte mir, wenn so ein kleiner Wirbelwind einzieht, wird sie wieder vitaler. Leider nein. Sie starb genau 6 Monate nach Lunas Einzug.


    Knapp 9 Monate später lernten wir Honey kennen. Und nein. Ein Zweithund war kein Thema...Nur für die Ferien… Bis wir Honey ins Herz schlossen und alle, inkl. Hunde nach der Trennung sehr litten. So kam es, dass Honey wenige Wochen nach ihrem Auszug für immer hier einzog.


    Ich erachte es als grosser Vorteil. Sie orientiert/e sich stark an Luna

    Sie spielen viel miteinander.

    Laufen gehen muss ich gleich, ob ein oder zwei Hunde. Auto ist gross genug, auch für 2.

    Wir wohnen im eigenen Haus. Also hier kein Problem, so wegen Wohnungssuche etc.


    Ich wünsche dir jetzt schon viel Erfolg mit dem Welpen :smile:

  • Es gibt dazu keine tiefgründige, spannende Geschichte dahinter...


    Die Rahmenbedingungen sind alle ok, Ansprüche die ich selber stelle, sind für mich erfüllt. Nichts stellt ein Problem dar, ausser das Auto. Da muss definitiv ein grösseres her.


    Magi

    Ich denke, es ist eine Mischung.

    Auf der einen Seite ist es natürlich ein neuer Wunsch von mir, der aufgekommen ist. Auf der anderen Seite, ist es eben gut wie es ist und trotzdem habe ich das Gefühl, es fehlt noch was.

    Wir haben keine Kinder und wollen auch keine. Aber "etwas" um was man sich kümmern muss brauchen wir wohl doch, nicht nur das Geschäft.

    Dazu kommt, so wie ich Migo nun kenne, denke ich, ist er absolut für einen zweiten Hund geeignet.

    Ich glaube auch, er würde es schätzen, einen Artgenossen um sich zu haben. Er ist sozial, spielt gerne und kann sich an andere Hunde anpassen (abgesehen davon, dass er ab und zu noch anfäng zu bellen, wenn der andere nicht mehr will, dann geh ich und der Kontakt ist vorbei).

    Ich habe einfach das Gefühl, es ist eine Bereicherung für uns und Migo.

    Und der menschliche "Egoismus" gestillt.


    Was waren deine Gedanken?


    Als der Gedanke mich nicht mehr loslassen wollte und ich weiter darüber nachdachte, war für mich schnell klar, kein Hund der Migo änlich ist.

    Nicht, dass an Migo was falsch wäre, aber zwei von der Sorte und dann wäre wohl nur noch rambazamba angesagt!


    Ich interessiere mich schon immer für Hunde und deren verschiedenen Rassen. Natürlich hat man seine Vorlieben. Windhunde gehörten aber nie dazu. A la, was will ich denn mit einem Windhund? Auf eine Rennbahn? Und es ist ein Jagthund, was soll ich bloss mit einem Jagthund? Ja, ich weiss, es gibt Alternativen. Der muss doch (fast) immer an der Leine sein? Usw.

    Also, Windhunde, Jagthunde hatte ich nie auf dem Schirm, obwohl ich zB den Dt. Kurzhaar unheimlich cool finde! (einer der "niemals" Rassen)

    Und Meine bisherigen "favoriten Rassen" passen mir nicht ins Bild, oder zu Migo.


    Wie ich schlussendlich auf den Barsoi kam, ich weiss es nicht.

    Ich kenne keinen und habe noch nie einen live gesehen!

    Aber ich fing an über die Rasse zu recherchieren.

    Und war hin und weg.

    So weit man es sein kann, in meiner Situation.

    (ich suchte ein Rassebuch und fand keins? Kann das sein?!)


    Wir hatten vor Tiesto auch keinen Rottweiler und vor Migo keinen Appenzeller.

    Man informiert sich und dann passt es oder eben nicht...

    Es ist ein Gefühl, was mich zu den jeweiligen Rassen zieht, eine Freude alles über die Rasse zu erfahren. Es wird zur Hingabe. Es ist sehr schwierig "es" zu beschreiben.


    Die Charaktere dieser Rasse finde ich sehr ansprechend, symphatisch, interessant, anziehend.

    Dazu das elegante.

    Das Gesamtpacket passt einfach.

  • Ich finde deine Gedankengänge toll und du sprichst mir aus der Seele :biggrin:


    Bei uns ist es genau das gleiche, es steht fest das wir einen zweit Hund holen werden, nicht dieses oder nächstes Jahr, aber in naher Zukunft.

    Wir haben ebenfalls keine Kinder und auch keinen Kinderwunsch. Loki ist für und halt wie ein "Kinderersatz" klar er ist nicht gleichzustellen wie ein richtiges Kind.

    Uns ist einfach wichtig das bevor es einen zweiten Hund gibt, wir sicher eine Grössere Wohnung haben und unsere Studiums abgeschlossen sind, das sind so unsere Kriterien die zuerst erfüllt sein müssen.


    Das wichtigste ist denke ich das man sich halt wirklich Gedanken drüber macht wie du ob ein zweiter Hund drin liegt und es für alle Beteiligten passen würde.


    Ich bin auf jeden fall Gespannt wie es sich bei euch dann weiterentwickelt und der kleine Grosse dann einzieht in ein paar Jahren :smile:

  • Bei mir kam der Wunsch nach einem zweiten Hund auf, als ich sah, wie Lady richtig glücklich mit unserem Ferienhund war, wie die beiden zusammen lagen, spielten usw. Ich denke, dass ich als Mensch einfach nie alle Belange von einem Hund so wie ein anderer Hund abdecken kann. Lady hat eine sehr enge Beziehung zu uns, so eng wie das von Hund zu Mensch möglich ist. Aber Hund zu Hund ist eben anders.

    Wir leben jedoch in einem gemieteten Haus und der Vermieter gestattet nur ein Hund pro Haus. Aus diesem Grund habe ich viele Jahre Dogsitting gemacht. So hatte Lady trotzdem ein Hundegspänli und das kann der Vermieter nicht verbieten. Da ich jeweils mehrere Jahre denselben Hund (immer nur einen, ich wollte genug Zeit für Lady und den anderen Hund haben und kein Hüte- oder Spazierdienst sein) gehütet habe, konnte Lady auch eine gute Beziehung zum anderen Hund aufbauen.

    Als mein Mann dann pensioniert wurde und wir mit unseren Reisen anfingen, hab ich mit dem Dogsitting natürlich aufgehört. Und da wir im Sommer jetzt immer 4-5 Monate auf dem Campingplatz sind, kann ich es auch nicht anbieten.

    Sonst würde ich das sofort wieder machen. So komme ich und mein Hund zumindest temporär zu einem Zweithund, den wir sehr ins Herz schliessen und jemand, der auf eine Betreuungsperson angewiesen ist, hat einen zuverlässigen Platz.

  • Ja und die Persönlichkeit des Hundes spielt sicher auch eine grosse Rolle. Ich glaube für Cuba wäre ein Zweithund ein Stressfaktor, da sie ein bisschen ein Kontrollfreak ist. Und für mich wäre es in dem Fall auch stressig, da vermutlich immer irgendwelche Management-Massnahmen nötig wären damit sie eben nicht in dieses Verhalten rutscht.

    Aber die Gedanken waren natürlich auch da ;)

    Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.

    (Robert Lembke)

  • Ich wusste es ja schon und freue mich, dass es tatsächlich einer werden wird...


    Ich wuchs mit Belgiern auf, zwei zur selben Zeit wäre nicht gegangen weil der Hundesport halt doch viel Zeit in Anspruch nimmt.

    Als ich später meinen Traum vom Barsoi wahr machte, war nach einem Jahr auch klar, Nastassja will nicht alleine bleiben, wie die meisten WIndhunde. Der Whippet schien mir passend, weil er kleiner ist aber gut mithalten kann. Eine völlig andere Rasse (zb. ein Stöberhund zum SIchtjäger) wäre mir jetzt eher nicht eingefallen. Ich suchte auch keinen Hund um zwei Einzelhunde zu halten, nein ich wollte ein "Rudel" (ich weiss aus biologischer Sicht ist es keins) mit denen ich nicht sooo viel Einzelzeit verbringen muss. Dass gleichzeitig noch Nastassjas Cousine in mein Herz schlicht war Schicksal und so wurde aus einem Hunde gleich drei und davon zwei Welpen und eine ebenfalls noch nicht ganz erwachsene aber perfekt "funktionierende" Hündin. Nie bereut aber mehr als zwei will ich nicht mehr.


    Das volle Verhalten zeigen Hunde halt schon wenn sie zu mehreren sind. Dies zu beobachten liebe ich und das wird mir dereinst sicher fehlen.


    Nachteil: reisen mit nur einem Hund ist einfacher (wenn man eine Unterkunft suchen muss und nicht zb. eine Ferienwohnung hat oder ein Mobilehome) und sie überall mitzunehmen ging mit 3, wovon 2 Riesenrassen, auch schlecht. Das Jahr alleine mit JEndayi machte mir klar, in Zukunft wird es, so Kalani denn mitspielt, bei einem Hund bleiben. Ich hatte aber bis auf einmal auch nie einen Partner, der da voll mitzog, das spielt sicher auch eine Rolle. Und mich interessieren neben Hunden noch sehr viele andere Dinge.

    Trotzdem: die Zeit mit 3 und jetzt mit 2 Hunden möchte ich nicht missen.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • Find ich mega spannend, deine Gedanken, und freue mich sehr für dich!


    Bei Mairin war für mich immer klar, dass es keinen zweiten dazu geben wird. Da hab ich irgendwie auch bei ihr gemerkt, dass sies nicht "braucht" - ich denke sogar, für sie wärs eher stressig gewesen. Dann dachte ich, dass das bei mir immer so sein würde, ich + 1 Hund. Aber jetzt bei River denke ich schon jetzt, dass sie mit Gspänli glücklich wäre, und ich hätte auch Lust, mal zwei zu haben... Ich vermute deshalb sehr stark, dass in ein paar Jahren, wenn sie "fertig" ist, ein zweiter einziehen wird - falls meine Umstände das dann erlauben. Allerdings würde ich wohl meinen Rassen treu bleiben - bei mir wirds dann ziemlich sicher wieder ein Aussie oder endlich ein Toller :D

    It's a dog's inalienable right to get dirty.

  • Wow, so viele Gedanken machen sich nicht viele und ich staune über die Rassenvielfalt in deinem Leben. Ich bin da so ziemlich das Gegenteil und wenn ich mal eingefahren bin, sehr treu - oder stur 8o - bei "meiner" Rasse. Ich komme wohl nicht weg vom Retriever, allerhöchstens noch zum Pudel irgendwann, aber das wär das höchste der Gefühle.


    Zwei Hunde sind toll, auch wenn sie mehr kosten, mehr Zeit brauchen, umständlicher in gewissen Situationen sind .... es gibt Dinge, die können wir als Menschen nicht ersetzen und ich geniesse die Interaktion der Hunde untereinander sehr. Allerdings möchte ich auch nicht mehr als zwei Hunde haben. Ok, wir sind noch Notfallplatz für eine Hündin, dann wären es in diesem Notfall drei Hunde, aber das ist wirklich nur der Notfall und ich hoffe, dieser tritt nicht ein. Ich kann mir (noch) nicht vorstellen, irgendwann "nur" einen Hund zu haben, da würde mir wohl was fehlen. Aber gut, jünger wird man ja nicht, vielleicht muss man sich irgendwann damit abfinden, dass ein Hund reicht. Aber da sind wir noch hoffentlich lange nicht ...


    Persönlich würde ich jetzt nicht zwei so verschiedene Rassen haben wollen, einfach weil verschiedene Rassen auch verschiedene Bedürfnisse und Angewohnheiten haben, sich auch im Spiel und der Kommunikation unterscheiden können.

  • auch wenn meine damals anders waren

    Wie waren denn deine Gedanken?

    Uns ist einfach wichtig das bevor es einen zweiten Hund gibt, wir sicher eine Grössere Wohnung haben und unsere Studiums abgeschlossen sind, das sind so unsere Kriterien die zuerst erfüllt sein müssen.

    Ich finde es wichtig, sich nicht einfach rein zu stürzen.

    (obwohl, auch dass klappen kann)

    Bei uns gibt es nächstes Jahr im Frühjahr/Sommer eine geschäftliche Vergrösserung. Also, ist dies zB absolut nicht der richtige Zeitpunk.


    Wiso möchtest du einen zweiten Hund? Du hast mal geschrieben, du möchtest Hundesport machen...

    Ich staune über die Rassenvielfalt in deinem Leben


    Persönlich würde ich jetzt nicht zwei so verschiedene Rassen haben wollen, einfach weil verschiedene Rassen auch verschiedene Bedürfnisse und Angewohnheiten haben, sich auch im Spiel und der Kommunikation unterscheiden können.

    Ich war noch nie festgefahren.

    Ich interessierte mich schon immer für die unterschiedlichsten Rassen.

    Lange Zeit, am meisten, für Molosser. Gebrauchshunderassen.

    Je älter ich wurde, je vielfältiger ist es geworden.


    Ich war mir zuerst auch nicht so sicher, ob es eine gute Idee ist, zwei ziemlich unterschiedliche Typen zu mischen.

    Aber wenn ich sehe wie Migo mit Anil (Chi) umgeht und sich gegenüber ihm benimmt... Sehe ich kein Problem und habe keine Angst davor.

    Was super ist, Barsois wollen rennen/sprinten und Migo auch!


    Plant ihr schon Züchter kennen zu lernen?

    Im Moment nicht. Ich habe die eine oder andere Zucht im Auge, aber wir haben keinen Stress.

    So wie ich mich kenne, wird es aber nicht ewig gehen, bis ich bei einem Züchter stehe.

    Dazu kommt, dass sich mein persönliches Zeitfenster massiv verkürzt hat.

    Da alles so ist, wie es sein soll, gibt es keinen Grund jahrelang zu warten.

  • Venia ist ja damals zu uns gekommen, als Sunny, meine BC Mischlingshündin bereits fast 14 Jahre alt war. Zwei total unterschiedliche Rassen. Ich war ehrlich gesagt überzeugt, dass Sunny keinen Zweithund bräuchte aber ich wollte dann eben einen und habs gewagt. Sunny war noch extrem fit muss ich dazu sagen, in diesem Alter 10Km am Velo locker spielend, Energie wie ein Jungspunt, ansonsten hätte ich das natürlich nicht gemacht. Was soll ich sagen- sie hat Venia geliebt! Es war sooo gut, dass die beiden total unterschiedlichen Rassen angehörten, weil sie auch total unterschiedliche Bedürfnisse hatten. Die waren wahnsinnig eng zusammen, ohne einander wegen Ressourcen ins Gehege zu kommen.


    Als Sunny dann mit 18 Jahren starb meinte ich, es wäre eine optimale Kombi, zu Venia noch einen zweiten Whippet zu gesellen. Origine kam ja auch als Welpe von der gleichen Zucht zu uns. Zwischen den beiden hat das nur bis zu Origines Läufigkeit wirklich gut harmoniert. Zudem muss man unbedingt bedenken, dass bei Hunden, die jagdlich ambitioniert sind der Unterschied zwischen einem und zwei Hunden immens ist! Wo du einen Hund ev. noch umlenken kannst und mit Training viel erreichst, schmierst du mit zwei oder mehr Hunden mit ordentlich Trieb dann bald mal ab. Sie heizen sich gegenseitig auf und das kann dann ganz schön mühsam werden. Ich hatte dahingehend noch recht viel Glück, weil Origine entgegen ihrer Rasseanlagen sehr auf die Nase fixiert war und auf dem Spaziergang viel Mäusle beobachtet hat. Sie hat so ziemlich alles verpasst, was Venia noch mit einem Auge problemlos gesehen hat.


    Ich kann mir gut wieder zwei Hunde vorstellen, wenn es nach meinem Mann ginge, hätten wir 10 dieser Kobolde^^ Ich finde es hat beides seine ganz tollen Seiten, momentan findet Venia das auch ganz toll, die volle Aufmerksamkeit zu geniessen.


    Wie gut der Zweithund passt, kann man halt auch bei einem Welpen noch gar nicht abschätzen. Es ist schon schöner, wenn man zwei Hunde hat, die einander total mögen, wie wenn sie einfach Co existieren. Optimal ist es sicher, wenn man die Hunde schon vor Übernahme miteinander bekannt machen kann. Venia reagiert nicht auf alle Welpen gleich. Wir haben uns letzte Woche mir jemandem getroffen die einen 16 Wochen alten Welpen hatte- mit dieser Hündin hat Venia gespielt und ist mit ihr gerannt- handkehrum ist sie dann von anderen Welpen eher genervt...

    Es Grüessli Iris mit Venia & Origine

  • Kalani hat einen Appi als Rennkumpane. Ich höre von verschiedenen Leuten, dass sie diesen Appi nicht mögen, der sei grob und wild... mit Kalani hingegen funzt es. Er zwickt nicht, kommt nicht von hinten, nein er will einfach rennen und dies seeeehr ausdauernd. Der würd jetzt zb. super zu Kalani passen und da der auch null Jagdtrieb hat und zu Hause nicht mal einen Zaun benötigt... sowieso. Manche Appis die ich im Leben so kennenlernte, wären auf den ersten Blick jetzt weniger passend. Aber Welpen passen sich an. Wenn man sieht wie Kalani mit Naru, dem gut 1 Jahr alten Aussi tut wie Sau und sich manchmal fast vergisst, der würde nie denken, wie sanft er von Anfang an mit der alten Jendayi umging und es heute noch tut, NIemals nie überrennt er sie einfach oder ist grob. Und wahrscheinlich nicht zuletzt dadurch, ist er auch sonst mit alten und/oder kleinen Hunden sehr sanft. Er passt sich perfekt dem Gegenüber an. Das bin ich mir aber sicher, passiert in der ausgprägten Form nur bei einem Welpen.

    herzliche grüsse conny, jendayi und kalani mit nastassja und dawn im herzen

  • Wo du einen Hund ev. noch umlenken kannst und mit Training viel erreichst, schmierst du mit zwei oder mehr Hunden mit ordentlich Trieb dann bald mal ab. Sie heizen sich gegenseitig auf und das kann dann ganz schön mühsam werden.

    Das und die Geschichte mit der Magendrehung, ist das einzige was mir Sorgen bereitet.


    Migo ist zwar kein Jagthund und sollte weit davon entfernt sein, aber wenn er kann, rennt er zB Katzen und Eichhörnchen hinterher. Was er machen würde, wenn er sie einholen könnte, weiss ich nicht.


    Das bedeutet, üben und alles möglichst vorher schon sehen.


    Bei Tiesto lief ich immer sehr vorausschauend. Wer will schon plötzlich einen Rottweiler vor sich stehen haben? Wäre früher oder später nicht gut gekommen (nicht weil er zubiss, sondern ich hätte mir wohl eher was anhören müssen von wegen "so ein Hund gehört an die Leine" ect.

    Bei Migo laufe ich genau gleich. Es ist in meinem Unterbewusstsein verankert. Nur weiss ich bei Migo, dass er niemanden stellt. Tiesto hingegen hätte es, je nach Situation, getan, wenn ich nicht reagierte.

    Mit Migo laufe ich "lockerer" aber keineswegs unachtsamer!

    Ich sehe und höre (natürlich nicht ausnahmslos) Dinge unterwegs, auf die sich Personen die mitlaufen gekommen sind überhaupt nicht achten und dann fragen "woher hast du das jetzt gewusst?" "wie hast du das gesehen?" "wann hast du das gesehen?"

    Es ist automatisch.

  • Ich kann aus Erfahrung berichten, wie es mit 3 jagdlich ambitionierten Hunden ist :kaputtlach:Man muss, wenn sie frei laufen, wirklich zu 100% bei der Sache sein. Meine rennen zum Glück nicht sofort los und haben eine relativ gute Impulskontrolle und sie rennen auch nicht sofort hinterher, wenn einer der 3 losrennt. Aber bei Katzen, Füchsen etc. würde ich nicht die Hand ins Feuer legen.

    Wenn ich nur mit einem der 3 unterwegs bin, ist das bedeutend entspannter 🤭 Trotzdem überwiegt das Positive bei Weitem.

  • Schau, aus Erfahrung kann ich dir einfach sagen; du kannst viel mit Training erreichen, aber es gibt da bei einem selbständigen Sichtjäger wirklich Grenzen. Und dann kommt es auch noch stark auf das Individuum an. Mit Origine konnte ich locker ohne Leine durch den Wald gehen, wenn wir alleine waren. Venia war auch ohne Gine schon eine Jagdsau, bei ihr hat Gine keinen Unterschied gemacht. Aber Origine war mit Venia zusammen bedeutend mühsamer, wenn Venia dann etwas gesichtet hat. Bei Venia ist es halt so, dass es keinen Moment gibt in dem sie innehält und ich eine Chance hätte, sie umzulenken. Bei ihr ist es auch so, dass sie definitiv Tiere töten würde, kompromisslos. Origine wäre sofort zurückgewichen, wenn eine Katze sich gestellt hätte. Es kommt halt immer noch auf den Charakter an. Ich glaube aber, dass die Barsoi nicht ganz so den "Biss" haben, wie die Whippets. Sie sind für meinen Geschmack schon eher gemütlich und in der Reaktion deutlich langsamer, zumindest die die ich kenne. Für mich wäre aber auch nach der Erfahrung mit zwei Whippen der Jagdtreib nun kein Grund, nicht wieder zwei dieser Sorte zu halten, auch für mich hatte das Positive viel mehr Gewicht:-)

    Es Grüessli Iris mit Venia & Origine