Beiträge von Tabasco

    Nach Schweden kommt man über Deutschland und Dänemark problemlos.


    Tipps zu Häusern habe ich keine, aber um diese Jahreszeit sollte es einfach sein, etwas zu finden. Und empfehlen kann ich Schweden auf jeden Fall.


    Den Hund kann man vorher bereits online am Zoll anmelden, dann kann man bei der Einreise über die grüne (nichts zu verzollen) Spur fahren.

    Tabasco war in vielen Dingen ein einfacher Welpe. Er hatte nie etwas zerbissen, konnte schnell alleine bleiben.

    Aber er drehte sehr häufig (und zum Teil wegen kleinsten Dingen) extrem auf. Er bekam dann (wegen der starken Durchblutung) jeweils knallrote Augen (die Iris), und die Welpenzeit (und weit darüber hinaus) bestand darin, ihn mehrmals täglich aus diesem Zustand herauszuholen und zu verhindern, dass es überhaupt soweit kommt.


    Bei Rumi, meinem Teilzeitwelpen war das Ruhen DIE Knacknuss seiner Welpenzeit. Ihn musste man manchmal gar körperlich zwingen, zur Ruhe zu kommen. Also ihn ein, zwei Minuten mit beiden Händen und vollem Körpereinsatz am Boden festtackern.

    Tabasco liebt alle Menschen, den könnte ich jemandem verschenken, und er würde mit ihm ebenso glücklich wie mit mir. Mich stört das nicht, im Gegenteil. Ich bin froh, einen solchen Hund zu haben.

    Und trotzdem sind wir natürlich ein Team. Die ersten paar Jahre waren wir eines, das sich häufig nicht verstanden hat. Erst nach 4 Jahren, als Tabascos Schilddrüsenunterfunktion erkannt und behandelt wurde, begannen wir, zueinander Vertrauen aufzubauen. Seit etwa 5 Jahren (also, als er 8 Jahre alt war) sind wir nun wie ein altes Ehepaar, das sich blind versteht. Aber zum Glück immer noch ohne gegenseitige Abhängigkeit.

    Ich sagte, dass für mich eine flächendeckende Leinenpflicht keinen Sinn macht. Das bedeutet aber nicht, dass ich dort grundsätzlich nicht anleine. Wenn ich mich bei etwas nicht an die Vorschriften halte, dann mache ich es so und dort, wo ich niemanden mit meinem Verhalten störe.

    Für mich ist das gesunder Menschenverstand, und der ist mir wichtiger als absolute Gesetzestreue.

    Mit der Leinenpflicht gehe ich genau so um wie mit den meisten anderen Vorschriften: Ich halte mich mehrheitlich, aber nur insoweit daran, wie es in meinen Augen Sinn macht. Eine flächendeckende Leinenpflicht halte ich nicht für sinnvoll.


    Als ich mit meinem Hund in den USA war, hätte ich ihn von Gesetzes wegen immer und überall (ausser auf dem eigenen Grundstück) nur an der Leine führen müssen. Diese Leinenpflicht hatte ich draussen in der Natur fast gänzlich ignoriert.

    Da ich mit Tabasco ja eher hundearme Gebiete wähle, begegnen wir sehr selten einem Aussie. Aber ja, so eine Begegnung ist schon ein wenig anders. Man schwatzt kurz oder auch länger, fragt nach Züchter, tauscht sich übers Individuum aus, etc.


    Da fiel auch mal der Spruch: „Der ist aber nicht reinrassig?“ Weil Tabasco halt schon sehr gross ist und auch seine Farbe nicht ganz dem gewünschten dunklen Rot entspricht. Im Sommerkleid wär‘s wohl für den Aussiekenner noch schwieriger, ihn ihm einen Rassevertreter zu erkennen.

    Ich hatte vor zwei Wochen gerade ein Gespräch mit meiner Bekannten/Züchterin, in deren Pension ich Tabasco immer gebe. Ende August haben wir 4 Wochen Ferien und wollten (mit Tabasco) nach Norwegen fahren. Das steht aber coronabedingt leider auf der Kippe. Falls daraus nichts wird, fahren wir in den Süden, könnten aber Tabasco nicht mitnehmen. Jetzt im Alter ginge das wegen der Hitze noch weniger als früher.

    Also fragte ich sie mal ganz vorsichtig, ob sie ein Problem sähe, ihn ganze 4 Wochen zu nehmen. Da sie eine direkte und ehrliche Person ist, war ich sehr froh über ihr „Das wäre für ihn kein Problem. Ob 2 oder 4 Wochen mache keinen Unterschied. Bei Tabasco auf jeden Fall nicht.“

    Wenn sie mir das so deutlich sagt, werde ich ihn - falls nötig - wiederum ohne Gewissensbisse abgeben.

    Bei Tabasco ist es auch genau so: Er fühlt sich in der Pension wohl und zeigt das jeweils sowohl bei der Abgabe wie auch beim Abholen. Absolut unkompliziert sei er, heisst es, zu ihm könne man jede Hündin geben, er möge einfach jede und passe sich ihr an.


    Deshalb gebe ich ihn auch ohne jegliche Gewissensbisse ab und freue mich, dass es ihm dort so gut geht.

    Jetzt, wo ich lese, welches die Symptome einer Vergiftung durch Blaualgen sind, habe ich endlich eine Vermutung, weshalb mein Hund vor Jahren in Schweden mal krank war.


    Das war im 2012, am Ende eines in Skandinavien extrem heissen Sommers. Nachdem wir in einem See baden waren (Tabasco hat natürlich auch ordentlich Wasser getrunken), wurde er am nächsten Tag krank. Er hatte Durchfall und Schmerzen (ich vermutete Bauchweh). Er trank ganz viel und bewegte sich keinen Zentimeter, wenn’s nicht sein musste. Nachdem ich ihn einen Tag lang fasten liess, wollte er am zweiten Tag gar nicht fressen, nur viel trinken. Ab dem dritten Tag frass er immerhin etwas Feuchtfutter. Ab dem vierten Tag ging es aufwärts, und er bewegte sich wieder etwas mehr, hatte aber immer noch absolut keinen Appetit und ass nur wegen mir etwas Feuchfutter. Erst nach mehr als einer Woche waren er und sein Appetit wieder normal.


    Weil es wie angesprungen kam und überhaupt nicht seinen seltenen „normalen“ Magen-Darm-Problemen ähnelte, hatten wir keine Ahnung, was er haben könnte.

    Ich würde auch nichts machen. Die zwei werden sich bestimmt schnell aneinander gewöhnen, bzw. sich daran gewöhnen, dass auf der anderen Seite des Zauns ein Hund lebt.

    Sichtschutz würde ich nicht anbringen.


    Bei uns geht es mit dem Nachbarrüden tiptop (obschon Tabasco ja keine Rüden mag). Aber da er ennet dem Zaun lebt, ist es für Tabasco ok. Der andere bellt ab und zu mal, wenn wir mit Tabasco spielen, so nach dem Motto „Hey, was macht ihr da? Geht‘s noch Fun zu haben ohne mich!“

    Den ersten eigenen Hund habe ich aus dem Tierheim, und es wurde mit ihm genau so, wie ich mir es vorgestellt hatte. Wir wollten mit ihm reisen gehen, und statt, dass wir unterwegs einen Streuner auflasen, gingen wir vor Abreise ins Tierheim.

    Seine ersten zwei Jahre bei uns verbrachte er reisend im Wohnmobil. Dabei war er genau das, was wir wollten: ein Hund, der mit uns durch die Welt reist.

    Tabasco ist nicht mit Kindern aufgewachsen, aber er liebt sie. Jetzt nur noch, um gestreichelt oder auch nur angesprochen zu werden.


    Früher, als er noch hörte, kamen die Nachbarskinder, um mit ihm zu spielen. Da musste er Sitz, Platz machen, Tricks zeigen, musste warten, während ein Spielzeug versteckt wurde und durfte es dann aufs Suchkommando eines Dreikäsehochs suchen und zurück bringen gehen.

    Es war köstlich zuzuschauen, wie sowohl der Hund wie auch das Kind eine riesige Freude daran hatten. Tabasco passte sich immer wunderbar dem jeweiligen Kind an, und die Kinder kamen auf lustige Ideen, was sie noch mit ihm anstellen könnten.

    Weil die SAC-Hütten wegen Corona nur die halbe Kapazitäten anbieten dürfen, wird es ev. eh ein Problem sein, freie Plätze zu finden. Ich habe gestern im Radio gehört, dass in der nächsten Zeit die Wochenenden völlig ausgebucht sind und nur noch unter der Woche etwas zu finden ist.