Beiträge von Husky- Passion

    Wir sind in Saignelégier und in Frankreich & Schweden.


    Ich hoffe die neue Kategorie in Saignelégier stösst auf Interesse und es melden sich einige an ! Das wären dann 2 x 47km ... yesssss!


    In Frankreich fahren wir das Vercors Quest 300 und in Schweden das Polar Distans 300km .

    Doggies bis jetzt fit und gut in Form. Bald erreichen wir die 1000er Marke für diese Saison.

    Ich hoffe es geht so gut weiter.


    Euch allen in der Schweiz viel Spass und auch (für eure persönlichen Ziele) Erfolg :-)

    Unter Husky-Besitzer/ Züchter vor allem wenn man an Rennen teilnimmt kennt man sich einfach. Vor allem FB weiss da alles :-D

    Wie Snowdog geschrieben hat ist zb. (unser einziger CH Hund) die Ghiruna- Familie sehr offen für Kontakt, sogar aus verschiedenen Würfen.

    Die Franzosen Cid & Xéna habe ich auch mit den meisten per FB Kontakt. Mandrake & Siku nur zum Züchter selbst. Stripe zur Züchterin und entfernt auch zu Geschwistern oder Neffenbesitzer etc.

    Fjell & Tinny sind fast unsere Welpen, da haben wir auch guten FB Kontakt zu den anderen Welpen, obwohl wir da mit der Züchterin nicht einig sind in Sachen Training & Haltung.

    Am meisten Kontakt haben wir aber, abgesehen von Ghiris Family, mit den norwegischen Züchtern von Leva & Kuling. Geschwister ausfindig machen war zwar nicht so einfach und ein Treffen wirds wohl nie geben mit zwei Welpen welche auf Svalbard in Spitzbergen leben, aber immerhin ist der Kontakt mit der Züchterin sehr gut vorhanden und ein Geschwisterli lebt ja, dank mir :-P , auch in der Schweiz.

    Ich habe schon 2x Welpen aus Norwegen mit dem Flugzeug importiert. Beide waren 8,5 bzw. 9,5 Wochen alt und Siberian Huskies. Ich nehme an ausgewachsen etwa gleich gross wie ein Labradoodle. Die Tasche war beide Male relativ knapp, sprich klein. Ich war froh, dass die Welpis nicht mehr als 2h dort drin verbringen mussten. Eine von Beiden war nämlich gar nicht damit einverstanden und hat fast 2h durchgequängelt. Eine Qual für mich, ganz ehrlich! Ich könnte mir nicht vorstellen so etwas auf einem 8 oder 10 Stunden Flug zu machen. Man wird nämlich nicht sonderlich betreut oder gar behandelt, und erntet eher böse Blicke.

    Einfuhr in die CH war aber mit den nötigen Papieren 0 Problem. Wir konnten zwar nicht unter dem Namen Swiss fliegen, jedenfalls beim zweiten Mal, sondern unter Scandinavian Airline, obwohl es der genau gleiche Flug war !


    Wenn es zuchttechnisch nicht wirklich wirklich Sinn macht bzw. nötig ist (das könnte ja durchaus sein, aber kauft man dann nicht wenigstens einen Junghund oder adultes Tier?) kann ich es allerdings nicht nachvollziehen. Aber danach wurde ja nicht gefragt *duckundweg*

    Ich habe hier beides. Sowohl läufige Hündinnen, sowie durchdrehende Rüden. Je älter und erfahrener die Rüden werden, desto mehr beschränkt sich das Gaga-sein lediglich auf die Stehtage.

    Diesen Winter waren die Hündinnen an zwei Rennen in Schweden läufig. Für unsere Hunde heisst das aber genau gleich weiterzuarbeiten. Wir schauen aber wenn möglich eine Reihe neutrale Hunde zwischen läufige Hündin und intakten Rüden zu platzieren um Unfälle vorzubeugen. Das geht so sehr gut, ist einfach aufwändig. Die Rüden ziehen dann hinten noch einen Tick mehr ;-)

    Ich denke es kommt extrem auf den Hund selber an v.a. beim Rüden und natürlich auf die Sportart. Ein "arbeitsgeiler" Hund/Rüde wird auch neben läufigen Hündinnen arbeiten, für die anderen wird es schwierig und das kann ich auch verstehen.

    Ich glaube nicht, dass meine Rüden für Trickli zu haben wären während der Läufigkeit.

    Die Frage ist hier auch mehrere Linien gibt?

    Beim Beagle ist das durchaus der Fall dass es Meutetauglichere gibt und Zickigere

    Auch bei Malamuten gibt es Showlinie und Arbeitslinie.

    Ich denke schon, dass zb. ein Arbeitslinienzüchter (u.U. egal welche Rasse) mit mehreren Hunden, den Fokus stärker auf die Sozialverträglichkeit legt, als zb. ein Einzelhundehalter, so wie Showies halt oft gehalten werden.

    Beim Schlittenhundesport zum Beispiel, vor allem wenn man auch längere Strecken fährt, müssen die Hunde zwangsläufig oder zumindest in dieser Arbeitszeit miteinander auskommen. Und wer will da schon mit dem grössten Unruhestifter weiterzüchten?

    Aber Malamuten sind so oder so nicht die einfachsten was die Sozialverträglichkeit angeht.


    Was die Typen bei den Huskies betrifft, hat es Snowdog schon sehr schön mit einem Bild beschrieben.

    Für mich persönlich macht es keinen Sinn eine Arbeitsrasse nur auf "Schönheit" bzw. Standartkonformität was das Äussere betzrifft hin zu züchten. Und an Shows "menschelet" es mir zu fest.

    Trotzdem gibt es auch Showhuskies, welche auch arbeiten können, einfach deutlich langsamer und weniger "hart" sprich länger/weiter/durchbeissen. Es macht aber auch keinen Sinn, wenn man nur auf Schnelligkeit beim Husky züchtet, da geht der Phänotyp zum Teil gänzlich verloren. Dafür kann man sich ja dann Hounds oder Alaskans holen ;-)

    Die richtige Mischung machts für mich aus. Arbeitsfreudige, robuste, gesunde, leistungsfähige, charakterstarke, und auch noch dem Standart entsprechende Siberian Huskies zu züchten wäre mein Ziel. Gar nicht so einfach!

    Unser neuer Flyer für das Trockenfutter Troll und das Frischfleisch VOM aus Norwegen.

    Die Frischfleischwürste sind ab ca. Juni bei uns erhältlich.


    Wir füttern das VOM Frischfleisch immer wenn wir in Schweden sind. Das besondere an den Würsten ist, dass sie zusätzlich schon Eier (gekocht) und Mineralstoffe & Vitamine im Fleisch haben. Bald sind mehr Infos auf unserer HP zum VOM Hundemat(fleisch) aufgeschaltet.



    Genau so sehe ich das auch.


    Ich würde sofort wieder mitmachen, wenn es wieder mit Hindernissen ist. Ich fand das so lustig, vor allem das letzte mit dem Wasser. Das ist Spannung und Abenteuer. Es gibt doch wirklich genug Anlässe, wo es nur auf die Geschwindigkeit ankommt.

    Es braucht natürlich auch viel mehr Helfer für einen Event, wenn er noch HIndernisse enthält. Aber dafür esse und trinke ich dann jeweils immer auf dem Platz und spendiere dem Verein somit etwas. So sehe ich das jedenfalls.


    Ich finde es toll, macht ihr einfach euer Ding, und lasst euch nicht von den anderen beeindrucken oder gar runter ziehen. :thumbup:

    Ich kann gut verstehen, dass man von weiter her eine Zucht toll findet und einen Welpen von dort möchte, auch ohne dass man vorher da war. Trotzdem würde ich mir wenn es irgendwie geht, das Recht vorbehalten vor Ort dann Nein zu sagen, wenn es doch nicht stimmt.


    Meine erste Hündin Nikita kommt aus Guatemala. Sie konnte erst mit 13 Monaten in die Schweiz kommen. Sie hatte von Tür zu Tür eine 30 h Reise !! Damals wusste ich überhaupt nicht was das bedeuten könnte. Trotzdem, Nikita ging am nächsten Tag wieder in die Hundebox und die Reise schien ihr überhaupt nichts ausgemacht zu haben. Bis heute, sie ist 14 Jahre alt, habe ich keine negativen Folgen daraus resultieren können. Ich denke aber es kommt auch auf den Charakter, Sensibilität des einzelnen Tieres an.

    Meine jüngste, Levajok, habe ich von Oslo per Flugzeug in die CH genommen. In der Passagierkabine. Es war für mich der Horror. Das würde ich persönlich nicht mehr machen. Aber auch Leva hat das ohne Probleme weggesteckt und fährt nun sehr gerne Auto in der Box.

    Gut gemacht! Deine Bäris sind so toll !!


    Schade nur, dass immer weniger mitmachen, oder habe ich nur diesen Eindruck?

    Ich bin vor Jahren einmal (oder zwei?) gestartet, als es noch ein "Biathlon" war mit diesen Hindernissen im Wald. Das fand ich echt cool und würde ich wieder machen, aber einfach nur joggen ohne Hindernisse, dafür fahr ich nicht so weit. :-/

    Danke - schön !! :love:


    Die Temperaturen waren zwischen -8 bis -15 Grad, also nicht wirklich kalt. Und gestürmt hat es auch nicht, es war nur Schneefall. Zum guten Glück! Denn mit Sturm wäre das echt hart gewesen. Ich war eigentlich sogar zu warm angezogen. Ich hatte nie wirklich kalt. Es hat halt so beim Hals, obwohl der eigentlich auch sehr gut gedeckt war, trotzdem etwas reingezogen, so habe ich mir immer die Schultern hochgezogen und verspannte mich total. Ich habe eine super Daunenjacke, die ist super leicht, aber gibt schön warm. Ich liebe sie. ^^

    Was ich bis jetzt kenne von den Huskies ist so um die 250 - 350.- pro Welpe den es gibt, höchstens aber 1000.- ODER einen Welpen.


    Ein Deckrüdenbesitzer, sofern er seine Verantwortung der Rasse gegenüber wahrnimmt, hat sehr wohl Aufwand mit den Gesundheitstests, der Ankörung, jährliche Augenuntersuchung, evtl. Show & beim Husky vor allem auch den Rennnachweis. Für mich sind nur Rüden in Frage gekommen, die schon auf mehreren Rennen ihr können unter Beweis stellen konnten und das ist sehr wohl auch Aufwand.

    Zudem ist man als Züchter mit Hündin & Welpen ja selber "schuld" wenn man das möchte, und nicht der Deckrüdenbesitzer. :-P

    Am besten hat man eh beides zu Hause ... :-D

    Schlussendlich soll doch jeder es machen/versuchen, wie es für ihn stimmt. Wenn diese Züchterin nun gute Erfahrungen mit ihrer Liste macht, dann wird sie das beibehalten und die perfekten Welpenkäufer gefunden haben, wenn nicht, dann macht sie entweder keine Würfe mehr oder ändert ihre Liste.


    Für mich als Züchter ist das zentralste und absolut wichtigste das VERTRAUEN in mich/uns. Ich möchte immer die Ansprechperson sein bei Problemen. Zu mir soll man soviel Vertrauen haben, dass man auch auf mich zukommt, wenn es aus irgendeinem Grund nicht mehr geht mit dem Hund. Und dann werde ich helfen den Hund zu vermitteln oder ihn selber bei uns aufnehmen. Bei jeglichen Fragen zum Welpen, zum Junghund, zu weiteren Hunden die evtl. einziehen möchte ich die Vertrauensperson sein, welche man gerne um Rat fragt. Es geht mir überhaupt nicht um die Kontrolle. Und ich verurteile, solange man dem Tier keine Schmerzen zufügt, niemanden für seine Hundehaltung und möchte auch nicht vorschreiben wie sie es zu machen haben.

    Bei den Schlittenhunden, v.a. Arbeitslinie, werden viele auch "nur" draussen gehalten. Und wenn ein Welpe in so eine Aussenhaltung kommt, dann ist das halt so. Das heisst für mich nicht automatisch, dass es ein schlechter Hundehalter ist, oder er von mir keinen Welpen bekommen würde. Ich kenne viele Leute, die ihre Huskies nicht regelmässig ins Haus nehmen, die aber eine super tolle Beziehung zu ihren Hunden haben, und bei denen die Hunde es wirklich gut haben und das nicht erst seit gestern.


    An wen ich einen Welpen vermittle ist für mich auch ein Bauchgefühl. Durch meine Arbeit, denke ich zumindest, habe ich schon ein gewisses Feeling für Menschen. Vor zwei Jahren, als Xena leer blieb, hatten wir 5 Anfragen, 5 super Plätze, mit den Leuten habe ich heute noch Kontakt. Nun haben wir Xena wieder gedeckt, es sind neue Anfragen dabei, noch bevor ich weiss, ob es überhaupt geklappt hat. Ich habe ein sehr gutes Gefühl bei den Welpeninteressenten. Und sollte etwas doch nicht klappen, dann will ich da sein für meine Welpen und für die Käufer, auf Lebzeiten!

    Danke euch vielmal !


    Es freut mich sehr zu lesen, dass einige meinen Bericht mit (mehr oder vielleicht auch weniger) Spannung gelesen haben. Es ist für mich sehr schwierig abzuschätzen ob man als Laie da überhaupt draus kommt und so "mitfiebern" kann oder ob man da eher nur Bahnhof versteht, was ich auch völlig normal fände.


    Vielleicht kann ich dann auch irgendwann die Videos vom Massenstart oder von mir selbst einstellen, aber das dauert wohl noch seine Zeit. Bei uns läufts grad Schlag auf Schlag ... mehr News dann im Husky Passion Team in Bildern Thread. ;-) hihihi

    Oder sonst darf man mich auch gerne auf FB anfreunden ;-)

    Und nun noch ein paar Bilder für euch.

    Viele Fotos habe ich nicht, da ich ja auch den Handyakku sparen musste ;-)


    Vet Check vor dem Rennen. Alle Hunde fit und munter, und die wurden richtig richten eindringlich gecheckt!


    Pflichtmaterialkontrolle durch den Race Marshall - alles dabei. ;-)



    Unsere Bleibe (Häuschen), ja es war wie ein Zwergenhaus. lach.


    Unterwegs


    Langsamer Aufstieg ins Fjäll




    Checkpoint


    Da hatten wir uns gerade Fjell angeschaut, ob er normal läuft und so.



    Geschafft!

    Wahnsinnig stolz auf das ganze Team und besonders das kleine Schwarze



    Mein Lieblingsfoto


    Falls ich was vergessen habe.. einfach nachfragen.


    Und auf die Frage, ob ich so etwas wieder machen würde ....


    - gleich nach dem Rennen --> das mach ich nie wieder!

    - einige Tage danach --> ja vielleicht etwas weniger langes.

    - Wochen danach --> ja gut, da gäbe es noch so viele Punkte zum optimieren, war doch so ein tolles Erlebnis, ja vielleicht :-)


    Liebe Grüsse


    Husky - Passion


    P.s.

    Ghiruna erhielt am Checkpoint eine Infusion und eine Lasertherapie. Am Tag danach nochmals Lasern. Zwei Tage danach lief sie ganz normal. 7 Tage später konnte sie wieder eingespannt werden. Fjell hingegen hatte sich eine Schulterverletzung zugezogen. Der verrückte Kerl zeigt einfach keine Schmerzen an und lief alles unter vollem Zug durch !! Danach war für ihn aber die Saison fertig und wir haben ihn nicht mehr eingespannt. Leider. Jetzt gehts ihm aber schon wieder gut. Juhuu.

    So nun habe ich endlich mal ein bisschen Zeit von meiner persönlichen ultimativen Challenge zu schreiben.


    Eckdaten vorab:

    Särna, Mittelschweden

    170km Langdistanzrennen

    Mind. 2h Pflichtpause im Checkpoint nach 85km

    Start an einem Mittwoch 11.00 Uhr

    Ich im Ziel, Donnerstag Morgen 05.30 Uhr

    Zeit 18 h 30 , davon 16 h auf dem Schlitten !!

    25 Teams aus ganz Europa in meiner Klasse, Rang 18.


    Dem Rennen gehen unzählige Trainingskilometer auf Dreck und Schnee voraus. Herbst und Winter bis Anfang Februar hatten wir fast perfekte Trainingsbedingungen. Die letzten Wochen vor dem Rennen waren aber hart, sehr hart! Schlechtes Wetter (eisig, kein Schnee) und Zickereien unter den Hündinnen machten uns fast eine Strich durch die Rechnung. Doch wir gaben nicht auf. So etwas ist ein Projekt! Es ist nicht einfach mal kurz einen Lauf absolvieren, den man an einem anderen Ort in zwei Wochen wieder so absolviert. Entweder geht alles auf am Schluss, oder eben nicht.

    So nun aber zum Rennen selbst.


    In meiner Kategorie hatte es ein Starterfeld von 25 8er Gespanne, die pünktlich 15min vor dem Start unten auf dem See bereit stehen mussten. Das Rennen fand unter dem Motto "Back to Basics" mit einem Massenstart auf dem gefrorenen See statt. Ich staunte über mein Team, welches sich relativ ruhig und sehr gesittet verhielt, 15 min sind eine lange Zeit, eingespannt! Spannenderweise war ich überhaupt nicht nervös, sondern wollte einfach nur los, endlich los, endlich unterwegs sein mit meinem Gespann. Ich fühlte mich wie ein Rennpferd in der Box, welches endlich losrennen will. Dann gings los und ich liess die schnelleren Gespanne bewusst einige Sekunden vor mir losziehen. Das war wirklich ein grandioses feeling auf dem See mit 25 anderen Gespannen! Der erste Teil nach dem See sollte spannend werden, denn sie sagten uns eine Passage voraus, auf welcher wir den rechten oberen Weg nehmen sollten. Ich schön eingereiht etwa im hinteren Drittel musste plötzlich auf einer Asphaltstrasse, schneebedeckt natürlich aber als Leichtgewicht ein geladenes 8er Team da lange im Stand by zu halten unmöglich, im Konvoi sozusagen anhalten. Oh schreck! Was wenn ich sie nicht mehr "halten" kann? Zum Glück spürten die Doggies meinen Schreck wohl und verhielten sich ruhig. Irgendwas war da ca. 300m weiter vorne los, so das s alle Gespanne anhalten mussten. Gleich danach ging es auf diesen rechten Weg, welche meine Doggies souverän auch einschlugen und bei welchem die meisten anderen Teams den "falschen" unteren Weg nahmen. Super Dogs! Danach folgte eine 15km lange "Autobahn" Strecke, wo ein überholen überhaupt kein Problem war.

    Schnell fand mein Team seinen Rhytmus und wir liessen uns nicht stressen von den schnelleren Teams. Immerhin hatte ich mit Mandrake einen älteren Hund im Team und auch die drei Youngsters sollten sich nicht schon auf den ersten 30km verausgaben. Immer nach ca. 2h oder 25km, hielt ich kurz an und gab den Hunden einen Fleischsnack, damit sie ihr Energiedepot wieder auffüllen konnten, und ich genoss kurz, ganz kurz einen heissen Schluck Tee aus meiner Thermosflasche. So ein Snackhalt dauerte immer ca. 3-5min. , nicht länger !!

    Dann kam es ... dieses Fjäll. Ich war viel zu warm angezogen und musste schon ziemlich weit unten unbedingt meine Jacke ausziehen. Das ist mehr oder weniger kompliziert mit der Startnummer umgebunden und wenn man dafür nicht wirklich anhalten will.
    Wir genossen unsere Fahrt bis mitte des Fjälls. Es war wirklich ATEMBERAUBEND der Aufstieg und auch oben. Ich konnte es nicht lassen anzuhalten um ein Foto des Teams von vorne zu machen. Dann wurde es echt anstrengend, der Trail war wie Sand, zt. Schräghang und einfach nicht mehr enden wollend. Ich sah noch Teams vor mir, aber wir konnten sie nicht einholen. Ich war mir nicht sicher ob Ghiruna im Lead noch "sauber" lief oder nicht. Meistens war ich aber ganz alleine, irgendwie wie verloren in Zeit und Raum, weiss in weiss, blau in blau und grau, diese Landschaft, das Team und ich, wir verschmelzten regelrecht, es war gigantisch.
    Im Wald bei km 70 legte das Team nochmal einen Zahn zu bis zum Checkpoint. (85km) Ich war schon ziemlich müde nach so langer Zeit auf dem Schlitten. Im Checkpoint musste ich die Hunde sichern, snacken, pflegen, zudecken und das alles möglichst schnell und effizient, damit diese möglichst 2 h ruhen/schlafen können. Die "alten" Hasen kannten das Prozedere schon und benahmen sich sehr vorbildlich. Tinny & Leva legten sich auch schnell ins Stroh, aber Fjell ? Fjell war doch noch im Geschirr und der Schlitten immernoch hinter ihm angemacht, das geht gar nicht für ihn. Er wollte immernoch weiter rennen. Ich musste ihn stürzen und ins Stroh legen und bei ihm bleiben, bis seine Äuglein langsam zufielen und er sich der Müdigkeit ergab. Ich setzte mich ans kleine Feuer erzählte meinem Doghandler (Mann) wie es so war und verdrückte ein Sandwich. Bevor ich dann weiterfahren konnte, kam das Vet Team und checkte meine Hunde. Fjell lief vorher etwas komisch, aber zog immer wie ein Ochse, ich sagte den Vets, sie sollen ihn besonders gut checken, er zeigte aber keine Schmerzen. Ghiruna hingegen sah aus wie ein Häufchen Elend, irgendwas war nicht in Ordnung mit ihr. Schnell fanden wir heraus, dass ihr Hinterbein angeschwollen war und sie beim manipulieren richtig Schmerzen hatte. Ich liess sie also im Checkpoint bei meinem Mann und den Vets zurück. Natürlich war es ganz logisch, dass ich einen Hund mit Schmerzen nicht mehr mitnehme, aber es tat mir so weh, sie ist doch so ein wichtiger Teil des Teams, es ist einfach nicht mehr das gleiche, egal welcher Hund fehlt. Ich musste also die Teamaufstellung ändern. Da mir Tinny im Wheel (zuhinterst) nicht gefiel, wollte unbedingt Stripe ins Wheel zu Cid nehmen. Tinny durfte nun Swing (zweitvorderst) laufen, Mandrake & Fjell Team und Xena mit der Jüngsten im Team, das kleine Schwarze, Pippi, Leva in Lead. Es begann richtig fest zu schneien. Aber mit Xena im Lead weiss ich, dass wir den Trail finden und sie nicht aufgeben wird, auch wenn es hart wird.
    Nach 2h 20min. starteten wir also zur zweiten Etappe von 82km. Das Team voll motiviert in einem flotten Tempo die ersten 20 km. Ich war eigentlich total überrascht wie sie liefen. Schon bald holten wir einige Gespanne ein und fuhren im Konvoi weiter. Die Teams vor uns hielten an und wir furhen weiter. Bald ging es wieder hoch ins Fjäll. Plötzlich beginnt meine Stirnlampe zu flackern, was bedeutet, dass sie bald keinen Akku mehr hat. Shit!! Natürlich habe ich noch einen Ersatzakku dabei, aber was ist wenn dieser auch so schnell vorbei ist? Ich testete wie es wäre, ohne Licht zu fahren. No way! Stockdunkel! Mit Mondschein wäre das ja gegangen, aber es schneite ununterbrochen. ich wechselte den Akku und liess die Lampe auf Sparflamme laufen. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr nachts bei Schneegestöber Auto fährt? Das ist wie in Trance verfallen. Und das noch 8 h !!! Mit einem Tschechen hatte ich nun zwei Überholmanöver, nichts besonderes. Aber seine Hunde liefen nicht weiter. Zuerst war ich froh, den Tschechen im Schlepptau zu wissen, schon nur wegen der Lampe, auch meine Hunde störte es nicht, die liefen einfach ihr Tempo. Wir hängten ihn dann irgendwann ab, weil seine Leithunde einfach nicht mehr weiterliefen. Tja, auch das gibt es. Ich wusste nicht auswendig wo ich war und der Weg kam mir viel zu lange vor. Es schien endlos dieses Fjäll. Beim Abstieg und den letzten 30km hatte ich richtig mit der Müdigkeit zu kämpfen. Der ständige Schneefall und die Lampe auf dem Minimum machten die Fahrt zur Tortur. Ich begann mich willkürlich auf dem Schlitten zu bewegen, genoss jede ach nur so kleine Steigung um mitzukicken um nicht einzuschlafen. Ich sang Lieder für die Doggies, jeder hatte "seinen" Wunsch, was ich ihnen vorsingen sollte. Ja, es klingt echt verrückt, das war es auch. Zu guter letzt bildete ich mir immer wieder ein Sachen zu sehen, die gar nicht da waren. Schuppen, Häuser, Strassenlichter, Sternen, Stirnlampen, Tiere, echt, es war wie so eine Fatamorgana, es macht es einfach mit dir, du kannst das nicht abstellen, es war krass!!. Ich kannte die letzten 20km recht gut. Und so ca. die letzten 7 km waren dann nochmals eine gefühlte Ewigkeit. Das Team wurde etwas langsamer, und ich versprach ihnen immer wieder, bald am Ziel zu sein. Der ganze Körper, vor allem der Schulterbereich tat mir enorm weh. Durch die Zugluft zog ich mir wohl die letzten Stunden die Schultern hoch. Ansonsten hatte ich überhaupt nie kalt. Der Kältegott schien sowieso an diesem Rennen auf meiner Seite gewesen zu sein. Ich half den Hunden da wo ich nur konnte. Sie gaben alles für mich, ich alles für sie. Und dann endlich kam der See. Ich weinte vor Glück. Nun war mir alles egal, es war ein MEGA Gefühl. Unbeschreiblich. Die Hunde liefen alle noch so gut ins Ziel. Natürlich war da keiner mehr ausser zwei Zeitmesser, ein TA und mein Mann. War ja auch 5.20 Uhr morgens.

    Überglücklich trotteten wir noch bis zum Auto, versorgten alle Hunde, die auch froh waren in ihren weichen Strohbettchen im Auto zu liegen, und legten uns für ein paar Stunden schlafen. Der " ICH HABS TATSÄCHLICH GESCHAFFT" Flash kam erst später. Und ganz egal, wie das für Andere ist, schwierig oder leicht, ich persönlich, ich habe an meiner Grenze gekrazt, ich habe meine Grenze zwischenzeitlich überschritten. Und dieses Wissen, körperlich, geistig, so etwas geschafft zu haben, lässt jeglichen Alltagsstress völlig nichtig erscheinen und gibt einem so ein gutes Gefühl, ein grandioses Gefühl, vor allem als eher zurückhaltenden unscheinbaren Menschen, es gab mir so viel Grösse und Selbstbewusstsein, dass ich einfach unsäglich dankbar sein kann, so privilegiert zu sein, so etwas erleben zu dürfen.


    Danke Doggies! Es war grossartig mit euch !! Ich werde das nie vergessen !!

    Schade, da hab ich voll den Mitschreib- Anschluss verpasst ^^

    Ich komme nicht mal dazu alles zu lesen.


    Ich hatte weder an den belebteren alten Wohnorten, noch jetzt (sowieso und überhaupt jetzt) im Jura, nie Probleme mit Hundebegegnungen. Vielleicht liegt es auch an meinen Hunden, die kommen meistens mindestens im Doppelpack und voller Überzeugung, oder einfach nur Glück, oder vielleicht bin ich auch eher Zen wie Holger :D


    Grundsätzlich sehe ich das Problem (ja, ich weiss, eigentlich darf ich das mit 12 Hunden ja mal überhaupt nicht sagen *schäm*) eher darin, dass sich heute zu viele Leute einfach mal so einen Hund anschaffen, weil das grad Mode ist oder so. Wenn ihr versteht was ich meine. :saint: