Beiträge von Claudia

    Ich muss nun mal kurz die Initiative für HH's mit Hunden ergreifen, die Freilauf haben/hatten, aber trotzdem schon mal abgehauen sind. Es ist schon nicht so, dass sich dieser HH - in dem Fall ich :peinlich: - nicht mit der Erziehung und dem tatsächlich wichtigsten Ding, dem Rückruf, auseinandersetzen. Mein Rüde ist wahnsinnig an anderen Hunden interessiert und ja, der Rückruf lief als Welpe/angehender Junghund sehr gut, dann in der Pubertät lief er oft an der Schlepp mit Rückruf-Training natürlich. Wenn gute Phasen da waren, hatte er auch mal wieder Freilauf und er liess sich mittlerweile sogar abrufen, wenn er Hunde sah. Das war allerdings immer mit sehr viel Timing meinerseits verbunden, brauchte manchmal auch starke Intervention meinerseits.


    Jetzt ist er 4.5jährig und hat wohl grad nochmal seinen letzten Pubertätsschub eingeleitet, jedenfalls ist er mir vor kurzem 2x völlig aus dem Nichts abgehauen zu einem andern Hund. Hab ihn natürlich sofort gepflückt und mich entschuldigt. Seither herrscht wieder konsequentes Schleppleinenlaufen mit noch konsequenterem Installieren dieses Rückrufs. Jaaaaaa, ich gestehe, es lief gut, ich liess es etwas schleifen und habe sehr deutlich zu spüren bekommen, was ein echter Toller ist. Gib ihm den kleinen Fingernagel und er hat nullkomanix den ganzen Arm gefressen .... selber Schuld.


    Klar, ich lasse meinen Hund nicht einfach so machen was er will und es hat auch Konsequenzen, wenn es nicht funktioniert. Nicht jeder Hund, der daher kommt, ist ein Tut-Nixler mit ignorantem Besitzer. Trotzdem habe ich schon manchmal das Gefühl, dass alle anderen HH und deren Hunde gar nie Fehler machen, Rückschläge erleiden und immer alles wahnsinnig im Griff haben ..... :pfeifen:


    Bezüglich Methode, da hab ich Yorik als Welpe immer frei laufen lassen und dann in der Pubertät bei Bedarf die Schleppleine eingesetzt. Üben, üben, üben ... mit Ablenkung, mit verschiedenen Belohnungsstufen. Beim nächsten Hund werde ich mit Sicherheit diesem Thema noch viel mehr Aufmerksamkeit und Differenziertheit angedeihen lassen. Jetzt muss ich halt einiges im Nachhinein aufarbeiten, aber es wird ...


    Ich rufe Yorik-hiiiieeeer oder ich pfeife (Doppelpfiff). Das "hier" ist das einzige hochdeutsche Kommando notabene ... :biggrin: ... ansonsten heisst es "sitzä", "liggä", "wartä", "hol's", also alles schweizerdeutsch.

    Auch Leitstute sein kann stressig sein. Mein Wallach ist die Ruhe in Pferd, er war so ein sicherer Wert in der Gruppe, nie ausfallend, nie übertrieben, immer cool und gelassen. Mittlerweile denke ich, dass es eben nicht zwingend so war, wie es nach aussen hin aussah und er es einfach im inneren versuchte zu regeln. Sein Ventil war das Kotwasser.


    War deine Stute immer im selben Stall seit es angefangen hat oder hast du einen Auslöser?

    Ich bin auch klar der Meinung, dass die Genetik bedient werden sollte. So viele Hunde werden in Bereichen geführt, die ihnen überhaupt nicht entsprechen. Wenn ich da manchmal sehe, wie im Mantrailing-Training Hunde genötigt werden, die ganz einfach null Bock da drauf haben, dann frage ich mich schon. Und wenn ich unsere Retriever im Dummytraining sehe, wo eben genau ihre Genetik voll und ganz bedient wird, dann geht mir das Herz auf und ich weiss, warum ich mich da reingegeben habe. Sie trailen ja beide mit Leidenschaft, aber wenn man sie beim "dummelen" sieht, dann weiss man, was Genetik bedeutet, da reicht das Wort "Leidenschaft" ganz einfach nicht mehr.

    Wuäähh, ich kenne das .... 8o


    Ganz ehrlich? Ich bin mittlerweile überzeugt davon, dass all diese Dinge bei Kotwasser lediglich Symptombekämpfung sind. Die einzige Regelmässigkeit, die ich bei allen Kotwasserpferden beobachten konnte war, dass sie mit frischem Gras kein Kotwasser hatten. Mein Wallach hatte die letzten 8 Jahre im selben Stall immer im Winter so ein bisschen Kotwasser, nicht wahnsinnig schlimm, aber nervig. An seinem rechten Hinterbein lief einfach immer eine Bahn von Kotwasser runter. Er war sonst fit und zwäg, eher etwas introvertiert, aber scheinbar zufrieden. Stall: Offenstall mit rund 15 Pferden, gemischte Gruppe, füttern in Fressständen.

    Im letzten Sommer hatte er das Kotwasserproblem auch mit Gras, es ging ganz einfach nicht mehr weg. Nach etwa 2jähriger Überlegungszeit hab ich dann beschlossen, ihn zu pensionieren und auf eine Weide zu meiner Kollegin nach Frankreich zu bringen. Das hatte mehrere Gründe, nicht nur wegen des Kotwassers, aber das gab den letzten Ausschlag. Am 19. Oktober wurde er nach Frankreich gebracht und ab dem 20. Oktober ist er furztrocken ... kein bisschen Kotwasser mehr, nichts, nada .... Er lebt in Weidehaltung mit Stallungen, die sie selber aufsuchen können. Die Gruppe umfasst 10 Pferde, sie haben 24 Stunden Heu an verschiedenen Stationen, Platz ohne Ende und er ist extrem aufgeblüht. Heute bin ich überzeugt, dass er innerlich ganz einfach Stress hatte im Offenstall, obwohl wirklich genug Platz und Struktur da war, eine erstklassige Betreuung, alles super, einer der besten Ställe in unserer Region. Trotzdem hat es einfach nicht gepasst für ihn und geäussert hat es sich im Kotwasser.


    Ich hab übrigens alles ausprobiert, was man ausprobieren kann. Graswürfel füttern über Winter, kein Getreide, entsäuern, Shiatsu .... bei Wetterwechsel wars noch schlimmer als sonst jeweils.

    Den hab ich grad eben auf FB gelesen - perfekt!


    Klar, die Optik kann man als Mensch nicht ganz wegsperren, sie beeinflusst uns einfach. Trotzdem wäre schon sehr geholfen, wenn die Menschen sich ein bisschen Gedanken über Genetik und die damit verbundenen Eigenschaften machen würden. Und vorallem darüber, was sie eigentlich genau erwarten vom Hund und was sie mit ihm unternehmen möchten ....

    Gestern hatte ich nun mal eine ganz tolle Begegnung. Zur Zeit ist Yorik "auf Bewährung", d.h. infolge plötzlich aufgetretener Taubheit und abhanden gekommenem Gewissen an der Schleppleine unterwegs. Wir haben gestern einen grossen Spaziergang gemacht zu zweit mit beiden Hunden, kommt uns eine Frau mit Schäferhund entgegen. Schäfis sind für Yorik die Herausforderung schlechthin, er hatte 2x "Lämpen" mit einem und seither sind die ein rotes Tuch und er muss immer fürchterlich aufdrehen. Zudem haben Schäferhunde ja per se eine gewisse Spannung, das hilft ihm natürlich, selber seine Spannung auch raufzufahren :rolleyes:.

    Ergo ... ich seh also die Frau mit dem Schäfer von weitem am Ball spielen, der Hund ziemlich aufgedreht. Sie nimmt ihn an die Leine und hängt richtig hinten dran und natürlich läuft sie in unsere Richtung. Mir schwante Böses und ich sag noch zu meinem Mann, hoffentlich kann sie den überhaupt halten. Konnte sie und als wir auf einer Höhe waren, haben natürlich beide ausgelöst .... und beide haben wir gleichzeitig die Hunde hingesetzt und die Situation gehändelt. Sie etwas anders als ich, aber beider Ziel war, den Hund so lange runter zu fahren, bis wir gesittet weiter laufen konnten. Neben dran dann noch mein Mann, der zwar Lennox hingesetzt hat, aber ansonsten haben die Beiden einfach zugeschaut ... :D ... zum Glück ist Lennox so pflegeleicht. Es war eine Hammerbegegnung und eine super Trainingsmöglichkeit mit einem Schäferrüden. Die Hunde haben es super gemacht und Yorik ist sehr schnell in den Modus gekommen, dass er mich angeschaut hat und ich konnte schönfüttern. Dann haben wir uns beide bedankt und einen schönen Tag gewünscht ....

    Danke euch .... ja Anne, ich hab davon vorher auch noch nie was gehört, aber man lernt ja nie aus ;)


    Über das "woher" haben wir uns natürlich am meisten Gedanken gemacht. Ich habe, vorallem natürlich bei den Tollern, recherchiert und beruhigend ist immerhin, dass es innerhalb der Rasse kein riesiges Problem zu sein scheint. Es gab 2019 in DE einen Wurf mit einem MÖ-Welpen und in den 2000ern Jahren hat in der Schweiz eine Züchterin innerhalb 3 Jahren 2x dieselbe Verpaarung gemacht. Bei der ersten Verpaarung war alles gesund und gut, bei der Wurfwiederholung nach 3 Jahren hatte sie 3 Welpen mit MÖ, wobei einer nur 3jährig wurde. Bei den andern beiden hat es sich ausgewachsen. Das fand ich sehr spannend, wenn man bei angeborenem Megaösophagus von einer genetischen Disposition ausgeht. Beim Berger Blanc Suisse und den Schnauzern ist der MÖ eher ein Thema in der Zucht.

    Was ich rausgefunden habe ist, dass beim vererbten MÖ ein polygener Erbgang vorausgeht, d.h. soviel, dass sich kein Gentest dafür entwickeln lässt. Das geht nur beim monogamen Erbgang. Die Veranlagung kann also auf einem von 5 Genen sitzen und wenn sich in einer Verpaarung zufällig grade auf demselben Gen Träger x Träger treffen, dann kann ein MÖ entstehen. Dazu gibt es den erworbenen MÖ, z.B. durch Myasthenia Gravis. Nano wurde darauf getestet, d.h. es wurde auf Antikörper von MG getestet, was er glücklicherweise nicht hatte. Das heisst soviel, dass dies nicht der Grund ist und somit auch die Eltern kein MG haben.


    Bei dem Wurf, der beim 2. Mal MÖ-Welpen hatte, wurde das mit einer Schilddrüsenerkrankung der Hündin in Verbindung gebracht. Ob das stimmt? Keine Ahnung, dies war die Erklärung jener Züchterin. Es können natürlich auch Komponenten von aussen eine Rolle spielen während der Trächtigkeit, beim Deckakt, whatever .... Persönlich gehe ich davon aus, dass die Kombi Yorik-Amber nun einfach sehr unglücklich war gentechnisch, was wir bei aller Voraussicht und Vorsicht ganz einfach nicht wissen konnten. Beide Hunde haben je einen gesunden Wurf ohne Probleme.


    Was die weitere "Karriere" von Yorik als Deckrüde angeht, so muss ich ihn gemäss Zuchtkommission des RCS nicht aus der Zucht nehmen, aber natürlich ehrlich sein, was für mich eh klar ist. Mit der Züchterin, wo er noch in der Planung steht, habe ich Kontakt aufgenommen und ihr das Geschehene erklärt. Ihre Hündin ist aus einer komplett anderen Linie als Amber, von daher möglich zu decken. Ob die Hündin überhaupt noch läufig wird, steht in den Sternen, sie macht schon sehr lange Pause seit dem letzten Mal. Weitere Deckanfragen hab ich zur Zeit nicht und wenn, ja, dann ist Ehrlichkeit gefragt und vorallem eine noch genauere Studie der Linien, falls sich ein Züchter trotzdem für Yorik entscheiden sollte. Aber ich gehe eher davon aus, dass er nicht mehr decken wird. Amber wird keinen weiteren Wurf mehr haben, das war aber eh der Plan. Mylena macht eigentlich nur 2 Würfe mit einer Hündin. Ihre Schilddrüse ist übrigens in Ordnung, die wurde getestet.

    Ach ja und dann gibts natürlich auch noch die vier gesunden, putzmunteren Toller, die ihre Besitzer ganz schön fordern .... wie sich das für einen echten Toller gehört :D .... Es sind ja allesamt Ersthundehalter und ich wähne mich dann manchmal in meiner Zeit vor 4 Jahren und bin im Moment einfach nur froh, hab ich keinen 5 Monate alten Wirbelwind zu Hause. Sie werden anstrengend, aber sie machen auch viel Freude und haben alle tolle Plätze bekommen.

    Danke fürs Nachfragen, liebe Amelia ... :)


    Ja, es ist natürlich immer noch ein WhatsApp-Chat am laufen und da gibt es immer mal Fotos. Letzten Mittwoch habe ich gerade 4 der Welpen auf einen Spaziergang getroffen im Bündnerland.


    Eigentlich wollte ich schon lange mal ein Update machen hier, es ist viel passiert, aber bisher hatte ich die Musse nicht so wirklich dazu. Leider hab es in dem Wurf Komplikationen und schlussendlich hatten wir bei drei Welpen die Diagnose Megaösophagus, allerdings erst nach dem Auszug.


    Es ist aufgefallen, als die Welpen auf feste Nahrung umgestellt wurden, dass sie relativ oft kotzen. Die Züchterin hat alles mögliche in Betracht gezogen, umgestellt, probiert und immer wieder wurde es besser, aber auch wieder komplizierter. Schlussendlich waren aber alle soweit stabil und vorallem auch die drei, die am meisten Probleme hatten. Sie hat die Besitzer dahingehend instruiert, dass die Welpen in kleinen Portionen gefüttert werden sollten und mit aufgeweichtem Futter. Yaro, Herr Violett, ist als letzter ausgezogen und die neue Besitzerin hat ihm am ersten Abend gleich die ganze Portion Trofu hingestellt ohne einweichen. Der arme Welpe hat die ganze Nacht gekotzt und war sehr schlecht zwäg. Am Sonntag sofort in die Klinik und da wurde dann eben die Diagnose gestellt. Die Züchterin hat Yaro sofort wieder geholt und ihn wieder stabil gekriegt, sich mit dem Thema auseinander gesetzt, alle Hebel in Bewegung gesetzt und er lebt jetzt bei den Züchtern, wo er bleibt, bis sich das Ganze hoffentlich verwächst. Die Chancen dazu stehen gut.
    Die beiden anderen, die Probleme hatten, aber nicht so markant wie bei Yaro (Lecla, die Hündin und Jacky, Herr Orange), konnten von den Besitzern gut gehandelt werden und denen geht es tiptop.


    Es war eine sehr schwierige Zeit, viele Tränen und Gedanken, Angst um Yaro, Zweifel an Yorik als Deckrüde ..... Heute sind wir viele Schritte und Gespräche weiter, der Präsident der Zuchtkommission des RCS hat uns sehr unterstützt in den Zuchtfragen, Yaro hat sich prächtig entwickelt, die Fütterungsmethode ist ausgereift mittlerweile und er muss fast gar nicht mehr kotzen.


    Mittlerweile hat Yaro einen neuen Namen bekommen und heisst nun Nano, neues Karma und so .... und er ist der Star im Rudel, hängt sich fleissig an Mojack, um zu lernen, was ein echter Rüde tut und macht. Er wird in einem speziellen Stuhl aufrecht gefüttert, den Mylenas Mann für ihn gezimmert hat. Da kann er drin fressen und danach noch einige Zeit aufrecht sitzen, damit das Essen gut in den Magen rutscht. Er nimmt das alles in einer Selbstverständlichkeit an .....


    Unser kleiner Mö "Nano" <3


    Mehr Bilder morgen oder später .... hab grad mein Handy nicht zur Hand ;)

    Sehr spannend und interessant. Unsere beiden Hunde kämen dafür auch überhaupt nicht in Frage, da einer zu instabil in Hundebegegnungen und der andere bei Geräuschen, obwohl sie beide mit Menschen sehr nett und umgänglich sind.


    Ich finde es schon auch sehr sehr wichtig, dass eine solche Arbeit für den Hund stimmt. Mir fällt gerade in den Tollergruppen auf FB auf, dass fast jede 2. Frage in die Richtung geht, ob der Toller ein geeigneter Therapiehund sei. Es wird meistens davon abgeraten, obwohl es auch Toller in solchen Jobs gibt, die das durchaus gut meistern. Aber ich käme schon vom Rassebeschrieb im Leben nicht auf die Idee an den Toller zu denken bei der Suche nach einer geeigneten Rasse.


    Die Arbeit, die solche Hunde leisten, sind enorm wertvoll und selbst wenn sie nichts tun, tun sie so viel .... <3

    Yorik wird immer verträglicher .... er begann in der Pubertät an der Leine zu pöbeln und den Macho rauszuhängen. Dann entwickelte sich der jugendliche Grössenwahn und er hätte es mit allen aufgenommen. Begegnungen mit Rüden sind und bleiben heikel. Allerdings ist er wirklich sehr gut sozialisiert und ich hatte in jener Phase einige Alt-Rüden, die sehr souverän waren. Von denen hat er gelernt und das auch angenommen. Heute, mit 4.5jährig, wird er langsam souverän. Er kann wieder denken, überlegen und muss nicht drauf hauen. Einzig Schäferhunde meide ich tatsächlich, er ist 2x mit Schäferhunden zusammen geknallt und die mag er ganz einfach nicht.

    Hündinnen sind eh kein Problem, Rüden kommt sehr drauf an. Kennt er sie, hat er meist ein Gentleman Agreement und man beachtet sich nicht. Neue Begegnungen lasse ich eigentlich nur zu mit entweder klar jüngeren Rüden oder eben einfach souveränen Alt-Rüden. Gleichaltrige sind heikel ....


    Aber das stufe ich nicht als Unverträglichkeit ein, das ist normales Verhalten von potenten Rüden. Ich kann mir allerdings schon vorstellen, wenn ein paar Mal irgendwas passiert, dass eine Unverträglichkeit entstehen kann.

    Claudia ,... Tragisch und einfach unverschämt dass jemand über Jahre kranke Hunde verkauft, im Verein Präsidentin sowie auch Zuchtwartin ist. Wo ist da die Kontrolle?!

    Ist leider möglich und nicht verboten wenn die Hunde nicht tierschutzwidrig leben - passiert nichts.

    Kontrolle gibts nur, wenn man unter dem RCS, resp. SKG züchtet. Bei jener Zucht kontrolliert ja die Frau Zuchtwartin gleich selber ihre Wurfkiste .... 8). Hast du das Thema in der Labrador-Schweiz-Gruppe auch gelesen? Grässlich ....


    Es bleibt einzig, überall wo möglich Aufklärung zu betreiben und im eigenen Umfeld die Leute halt aufzuklären über solche Dinge und worauf sie schauen sollen.

    Auf Yorik kam mal, als er so 1.5jährig und im besten Macho-Alter war, ein Yorkie mit einem etwa 3jährigen Mädchen an der Leine zugerannt. Das Girl natürlich einfach im Schlepptau hinterher torkelnd. Eltern plus noch mehr Erwachsene hintendran am quatschen und merken natürlich nichts. Yorik stellt schon den Kamm und ich geh vor ihn und blocke den Yorkie ab. Ouuuhhh, falscher Plan, das Geschrei war gross, ich hätte ihren Hund nicht anzufassen "blablablazeter" .... es war eine italienische Familie, man kann sich die Lautstärke und Intensität vorstellen .... ok, laut und intensiv kann ich auch und desweitern bin ich einfach weiter gelaufen.


    Ich würde niemals nie einen unserer Hunde einem Kind in die Finger drücken. Die Enkel meines Mannes dürfen zwar die Leine halten, aber nur, wenn der Hund von uns gesichert ist.

    Ja, solches sind für mich Vermehrer und ganz ehrlich, ich stufe jede Zucht ausserhalb der FCI, die regelmässig Würfe hat und vorallem soviele mit derselben Hündin, dort ein. Warum kann man nicht unter der FCI züchten?


    Leider kann jeder "Papiere" drucken, Papier ist geduldig. Ich kann auch heute einen "Zuchtverein" gründen, das steht jedem frei. Genauso wird es auch gerne gemacht, um seriös zu wirken. Es gibt in der Schweiz eine Dissidenz-Zucht für Toller und Labradore, die auch ganz einfach einen eigenen Verein gegründet haben, auf der Website mit schaurig vielen Logos um sich schmeissen und selbstredend ständig dieselben Rüden einsetzen. Ist ja klar, zu Rüden aus der FCI kommen sie nicht, also müssen sie die eigenen nehmen. Gerade gestern habe ich auf einer FB-Labrador-Gruppe grausliges über diese Zucht gelesen. Sehr viele kranke Hunde, alle würden sie keinen Hund mehr holen dort.
    Der Grund, warum sie aus dem RCS ausgetreten sind damals, war schlicht eine nicht bestandene Ankörung ihrer Hündin. Trotzdem mit diesen Hunden zu züchten kann ihnen natürlich niemand verbieten.


    Für einen Laien und Neuhundehalter ohne Vorkenntnisse zuchtrelevanter Dinge ist es tatsächlich kaum möglich, seriös von unseriös zu unterscheiden.


    Gerade in der heutigen Zeit, wo so ein Hype auf Hunde im allgemeinen da ist, schiessen solche "Zuchten" wohl leider wieder wie Pilze aus dem Boden. Gerade bei Farbzuchten oder speziellen Rassen mit langen Wartezeiten ist es natürlich ein gefundenes Fressen. Mir graust .....


    Nichtsdestotrotz ... ich erinnere mich, dass meine Eltern irgendwann in den Siebzigern auch mal unsere Dackelhündin zum Rüden brachten, weil man einmal so gern Welpen gehabt hätte. Bekannte unserer Nachbarn hatten einen hübschen Dackelrüden (wenigstens haben sie Langhaardackel x Langhaardackel versucht) und so war die Abmachung schnell gemacht. Die Hündin ging also ein paar Tage während der Läufigkeit in die Ferien zum Rüden, allerdings ist nix passiert und Welpen gabs keine. Dem Himmel oder wem auch immer sei Dank ... 8). Ok, das wär jetzt keine Vermehrung gewesen, das wär eine einmalige Aktion gewesen und weil das Geheule gross gewesen wär bei Abgabe der Welpen, hätte meine Mutter das ganz sicher nicht wiederholt.

    Yoriks Augen haben sich wie Tabasco's entwickelt. Vom blaugrau als Welpen zum bernsteinfarbigen heute .... sie nehmen auch stark die Umgebung auf und können von gräulich bis gelb scheinen.


    Baby

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    5 Monate

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    ca. 9 Monate

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    ca. 27 Monate

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    4.5 Jahre

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    Gut ich muss dazu sagen, dass im Ursprung des Tollers anscheinend irgendwann mal Shetland Sheepdog eingekreuzt wurde. Es gibt Toller, die Hüteeigenschaften zeigen. Vielleicht fand er darum den Aussie passend .... oder einfach, weil er beide Rassen toll fand ... 8) .... und optisch geben sie ja viele Ähnlichkeiten her. Den Sinn von einer Verpaarung von Jagd- und Hütehund sehe ich auch nicht wirklich.
    "Züchter", die Retrieverrassen untereinander frischfröhlich verpaaren, gibts in Deutschland einige. Immerhin bleibt man bei den Retrievern, ob es Sinn macht, sei dahin gestellt ....


    Nichtsdestotrotz ... auch wenn Einkreuzungsprojekte durchaus Sinn machen können, so war dieser Versuch von Anfang an zum scheitern verurteilt, weil da einfach einer kam, der hanebüchene Behauptungen aufstellte und kein Projekt vorlegte sondern Behauptungen aufstellte, die so nicht stimmten und den Toller als total kranke Rasse darstellen wollte. Dazu zitierte er - und die Medien, die ihm folgten - dann auch gerne irgendwelche Dr. Prof. weiss-der-Geier, die das scheinbar unterstützten. Ich glaube, es gäbe und gibt fähigere Leute, die sowas angehen können und es braucht schon etwas mehr dazu, als einen Tollerrüden auf die Aussiehündin springen zu lassen und nix anderes wollte er.