Beiträge von Claudia

    Also mir sind als erstes die Zähne eingefallen. Beim zahnen können sie auch sowas wie "krank" sein, also viel schlafen, nicht fressen etc. .... würde auch auf 2x füttern wechseln, ev. das Trockenfutter einweichen, falls sie Schmerzen hat beim kauen. Yorik hat im Zahnwechsel Zahnglobuli bekommen für Kinder ....

    Das ist definitiv ein grosser Punkt, den viele zu wenig beachten oder sich einfach nicht überlegen. Auch ich bin da ganz schön auf die Welt gekommen ;).
    Es war sehr viel Arbeit mit Yorik und es wird immer eine gewisse "Arbeit", sprich ein Handling, sein mit ihm. Mittlerweile ist es einfach normal wie er ist und er ist mittlerweile auch seeeeehr viel entspannter als auch schon. Ich kann ihn wirklich überall hin mitnehmen und habe keine Probleme mit ihm. Aber der Weg dahin und auch heute einfach das voraus schauen, sind nicht zu unterschätzen.
    Mein Ziel war immer, einen gut erzogenen Hund zu haben, den ich überall hin mitnehmen kann. Also zu Besuch, im Auto warten lassen, ins Restaurant, auch mal in belebtere Gebiete oder in eine Stadt, wenns sein muss. Das ist heute so und ich persönlich würde für dieses Ziel alles tun und viel Arbeit/finanzielle Mittel auf mich nehmen. Ich hatte einmal im Leben ein Pferd (mein erstes), wo ich total überfordert war und angestanden bin, mich schlussendlich davon getrennt habe, weil ich weder die richtige Hilfe noch sonst einen Plan hatte ... niemals wieder will ich sowas erleben mit einem Tier. Das war leider noch vor Internetforen und meinem ersten Computer ....

    Das einzige, was sein wird, ist die Quarantäne, wenn sie einreist. Selbst wenn sie einen Test machen muss, dann verstehe ich nicht, warum dieser verweigert wird. Alles andere ist Humbug und die Massnahmen werden sich eher verschärfen als entschärfen im Januar. Bis zum 22. Januar bleibt mal sicher alles wie es ist oder eben, wird eher noch verschärft.
    Ich verstehe dich, dass du den Hund nicht einfach abschieben möchtest. Das ginge mir genau gleich, schliesslich kann das Tier echt nichts dafür. Also würde ich mich jetzt darauf vorbereiten, den Hund abzutrennen, wenn der Welpe einzieht. Wenn du bis am 17. Januar wartest und die Dame oder sonst jemand den Hund nicht abholt (was ich immer noch ahne), dann bist du wenigstens vorbereitet.

    Die Person ist aber anscheinend im Ausland, da nützen mir dann die Kontaktdaten relativ wenig, zumal der Hund ja offenbar auch gar nicht auf die Person registriert ist. Ähja, ich hoffe ja nicht, dass es soweit kommt, aber wundern tut mich nix ....


    Ich als Tierheim würde den Hund nicht von einer Drittperson übernehmen, wenn die Kontaktdaten nicht dem Chip entsprechend .... ist ja eh alles etwas - sagen wir undurchsichtig .... 8)

    Das würde ich genauso machen .... mir käme der Hund aus dem Haus, bevor der Welpe einzieht. Nur was machst du, wenn die den Hund eben gar nicht mehr abholen? Klar, kannst ihn ins Tierheim bringen, aber das ist nicht umsonst. Als Tierheimbetreiber würde ich doch keinen Hund aufnehmen von einer Betreuungsperson wo der Besitzer kaum oder gar nicht erreichbar ist? Wer übernimmt die Kosten? Auch Tierheime müssen leben. Klar, dann gibt man ihn als Abgabehund ins Tierheim, kostet im Fall auch Geld und meist nicht wenig, was auch richtig ist. Wer bezahlt?


    Also wenns blöd kommt, bleibt sie auf dem Hund sitzen ..... ich ahne nichts Gutes 8)

    Wir haben unser Leben schon ziemlich auf die Hunde ausgerichtet, auch wenn das keine grossartigen Einschränkungen mit sich bringt (für uns, also vorallem für mich :D). Aber ja, mein grösstes "Problem" ist sicher, dass ich Yorik nicht einfach jedem in die Finger drücken kann zum hüten. Er ist zwar mittlerweile ein sicherer Hund geworden, aber er ist ein Hund, den man managen können muss und lesen können muss und das geht bei unerfahrenen Leuten ganz einfach nicht. Erfahrene Leute haben meist selber Hunde, womöglich Rüden, und dann geht das auch nicht. Ich hab also zur Zeit eine einzige Adresse, die ich anfragen könnte für einen Ferienplatz. Es kommt nur privat in Frage, ein Hundehort kann ich mir für ihn ganz einfach nicht vorstellen.

    Das wäre nötig, wenn wir ev. nächsten Winter wieder mal nach Lappland möchten. Da können wir die Hunde schlicht nicht mitnehmen. Bei allen anderen Ferien gehen die Hunde sowieso mit, drum sind wir auch nur noch mit Wohnwagen und campenderweise unterwegs.


    Das erste Jahr war sehr anstrengend, weil ich Yorik immer dabei hatte. Er blieb zwar gut im Auto oder in seiner Box, aber eben, er war dabei. Auch beim Weihnachtsessen der Firma, bei jeder Sitzung, überall .... Dann kam der zweite Welpe und das Rösslispiel ging von vorne los. Heute, 4 Jahre später, können die beiden natürlich auch gut mal einen Abend allein zu Hause sein und wir gehen allein essen oder zu Besuch irgendwo oder was auch immer. Das geht aber natürlich nicht ständig und würden wir auch nicht machen. So gesehen ist es einfach viel mehr Organisation als ohne Hund und ich denke, das sind sich viele Leute nicht bewusst.


    Ein Hund ist schon sehr bestimmend für die Lebensplanung, finde ich und dessen muss man sich bewusst sein. Ein Pferd kann ich in einem Pensionsstall halten, eine Katze ist sehr selbstständig und braucht meist einfach einen Futterspender. Da kann ich auch ohne Probleme einen Tag skifahren gehen. Einen Hund kann ich nicht einfach von morgens um 6 bis abends um 8 allein lassen ohne Betreuung, dessen muss man sich einfach bewusst sein.

    Nicht aufgeben :) ... Er wird sich an die Dunkelheit gewöhnen. Als ich früher noch regelmässig nachts ausgeritten bin, war Anfang Winter immer alles etwas explosiv, aber nach ein paar Wochen haben sich die Pferde immer gut dran gewöhnt.

    Willkommen und Gratulation zu deiner differenzierten und ehrlichen Beschreibung deines Problems.


    Ich denke, du hast sehr gut erkannt, wo das Problem liegt, nämlich in deinem Umgang mit dem Hund. Ganz ehrlich denke ich nun nicht, dass es (nur) an der Auslastung liegt sondern an der Führung, wie du ja schon bemerkt hast. Ein an sich sicherer Hund übernimmt ganz schnell, wenn der Mensch das nicht tut. Ich hab im letzten Jahr zwei Hunde, beides Hündinnen übrigens, beides Retriever, erlebt, die genau dieses Verhalten gezeigt haben. Die 2jährige Labi-Hündin war nicht mehr händelbar für die Besitzerin, hatte sogar Beissvorfälle und das alles, weil sie nicht (eigentlich nie seit Welpen) geführt wurde. Sie wurde umplatziert, leider habe ich dann den weiteren Weg nicht mehr mitbekommen.

    Die 3jährige Toller-Hündin, die bei meiner Bekannten gelandet ist infolge Leinenaggression, hat vor kurzem 8 Wochen bei mir verbracht und ja, sie würde Leinenaggression zeigen, würde man sie lassen. Aber sie lässt sich ganz schnell auf eine Führung ein, wenn man sie bietet. Es braucht aber wirklich Klarheit, Konsequenz und Stärke.

    Als konfliktscheuer Mensch hast du genau hier ein Problem, versteh ich. Aber warum siehst du es als Konflikt? Es muss kein Konflikt sein, es bedarf ganz einfach Führung. DU sagst, wo es lang geht. DU sagst, was wann wo und wie gemacht wird. DU musst dem Hund vermitteln können, dass du das Leben (deins und seins) im Griff hast und Führung übernehmen kannst.


    Verabschiede dich vom romantischen Gedanken von Familie, Kind, Haus und Hund, wo alles harmonisch und friedlich ist. Da kann ich Lady's Worte nur unterstützen, auch wenn sie hart klingen mögen. Es ist Arbeit, viel Arbeit, lange Arbeit und wenn du bereit bist, diese zu leisten, wirst du irgendwann sehr gestärkt und mit einem zufriedenen Hund an deiner Seite daraus hervor gehen. Dazu brauchst du einen absolut kompetenten Trainer an deiner Seite. Ich rate hier ab von Weichspüler- und Mimimi-Methoden - äxgüsi. Natürlich rate ich nicht zu Härte und Züchtigung - bewahre - aber zu Kompetenz und viel Erfahrung gerade mit solchen Hunden und das haben nunmal viele Trainer nicht.

    Ich denke, das sind vorallem die Gedanken, die ihr euch als Familie machen müsst: wieviel bin ich bereit zu investieren. Falls du dazu nicht bereit bist, dann ist es besser (und auch legitim) für den Hund einen anderen Platz zu suchen. Entscheidet zum Wohl des Tieres und das kann manchmal auch bedeuten, es loszulassen und einen geeigneteren Platz zu suchen.


    Viel Umsicht und Glück!

    zur Leinenführigkeit. Hier heisst kurze Leine bei mir laufen, auf mich achten, nicht gross rum Schnüffeln und kein markieren. Und das auch schon fürs Welpi (amfangs natürlich nur kurz und dann langsam die zwit steigern) Es wird mich nicht überholt. Wenn sie nur schon Anstalten zu machen (ich warte nicht bis der Hund schon ne Hundelänge vor mir auf zug in der Leine steht) dreh ich mich zum Hund und und geb körpersprachlich zu verstehen dass sie da nicht vorbei sollen. Ich kann das grad schlecht beschreiben.
    Hier möchte ich einfach dass die Hunde sich entspannen und sich nicht um das was aussen ist kümmern. Das ist auch so mein Ausschalter für Tarek wenn er sich mal wieder hoch dreht. Nicci läuft sowieso zu 95% frei. Ich mag halt nicht monatelang dran rumbasteln, das liegt mir nicht.

    An längerer Leine bleibe ich auf Zug stehen und lobe wenn sie die Leine lockern. Ziehen führt halt nie zum erfolgt. Pusht sich Tarek da zu fest hoch und zieht zu oft oder zu stark kommt er ne Weile an die kurze Leine. Je entspannter der Hund desto mehr Raum bekommt er.

    Das mach ich genauso mit Yorik. Meist reicht es mittlerweile bereits, wenn ich mich 1/4 zu ihm drehe. Bei einem Hund, der so hochdreht, wie das Yorik zeitweilig getan hat, war das die einzige und wirksamste Methode, ihn auch wieder "zu mir" zu kriegen. Ich nutze auch die Zielschlaufe (eine Schlaufe vorne ums Buggelenk mit der Leine, kein Zug auf Halsband), vorallem wenn er zu sehr hochfährt und ich aber vorwärts laufen muss, weil kein Platz oder keine Zeit oder keine Nerven. Heute kann ich ihm die Schlaufe vorlegen und er läuft einfach neben mir, geht kaum noch nach vorne, es entsteht so überhaupt kein Druck oder Stress. Eine super wirkungsvolle Methode ohne Gerucke oder Gezerre. Ich möchte einfach, dass die Leine locker ist, Zug wird immer mit stoppen quittiert und auch hier korrigiert sich Yorik mittlerweile sofort selber.


    Zu den Hundebegegnungen mit Durotan: kannst du ihn hinsetzen, wenn ihr kreuzt? Wenn Yorik hochfährt, setze ich ihn hin. Für Blick zu mir gibts Gutzi, die holt er sich auch zuverlässig ab. Weitergelaufen wird erst, wenn er wieder normal ist. Anfangs hab ich das auf sehr weite Distanz geübt und ihn dort fürs ruhige Sitzen und ruhige Schauen belohnt. Da kommen dann die Unterschiede Training und Management ins Spiel von Anne. Dieses Training kannst du aber genauso als Management, wenns eben mal enger ist, brauchen. Ich brauche das heute noch mit 4 1/2 Jahren, wenn ich merke, dass ein Hund entgegen kommt mit der Energie, die Yorik hochfahren lässt. Bei ihm war das anfangs natürlich auch ein "spielen wollen" und ging dann mit der Pubertät nahtlos ins "ich geb dir auf die Fresse" über .... Dank super Trainerin (leider nicht in deinem Gebiet) und regelmässigen Lernspaziergängen mit genau diesen Themen, hab ich gelernt, es zu managen. Und ich bin sicher, dass Yorik ein Hund ist, den ich wohl Zeit seines Lebens werde managen müssen in gewissen Situationen. Es ist vieles natürlich mit dem Training sehr viel besser geworden, er wird älter und sicherer, kann mittlerweile auch Situationen selber managen, aber er ist und bleibt kein easy-going-Hund .... :)

    Danke Helene .... ich lese deine Texte extrem gern :). Aber ich mag auch diesen Schreibstil und hab selber eine Trainerin, die sehr direkt und klar ist. Ich höre dich förmlich ... :D


    JessesGirl ..... hmmn .... ich lese bei dir vorallem Erklärungen, warum etwas nicht geht. Warum kehrst du das ganze nicht um und schaust was geht und nicht was nicht geht? Wenn dir die Übung mit dem Pferd wichtig ist, dann such einen Weg, der geht und sieh nicht nur das, was nicht geht. Gehst du auch mal spazieren mit Pferd und Hund? Ich bin mit Yorik sehr viel mehr gelaufen mit dem Pferd als geritten, vorallem anfangs, bis er sich dran gewöhnt hat. So hast du die Möglichkeit, Niro immer mal abzurufen und wenn dein Pferd am Boden gut mitmacht, kannst du mit langem Strick Distanz machen und das Pferd weiter weg stehen lassen oder meinetwegen grasen lassen. Es hat dann sofort viel weniger die Erwartungshaltung, dass Niro nah ans Pferd kommen muss .... Wenn dir wichtig ist, dass du irgendwann einen zuverlässigen Reitbegleithund hast, den du vom Pferd aus an- und ableinen kannst, dann wirst du nicht drum herum kommen, das in kleinen Schritten zu tun und halt vielleicht mal eine zeitlang aufs reiten zu verzichten. Oder du gehst einmal die Woche allein reiten und einmal gehst du spazieren mit Pferd & Hund zum Training.


    Grundsätzlich gilt für mich im Training mit Tieren, wenn etwas nicht funktioniert, dann war es zu viel, ein zu grosser Schritt. Ganz plakativ gesagt .... Einfach einen, zwei, drei Schritte zurück gehen bis dorthin, wo etwas funktioniert. Das mag manchmal als Pipifax aussehen, aber nur so wird es irgendwann funktionieren. Ich musste bereits viele viele Schritte zurück gehen und einen langen Weg, bis ich das wirklich kapiert hab und auch mal mit wahnsinnig wenig zufrieden war .... ;)

    Grundsätzlich denke ich auch, dass Bindung Zeit braucht. Ich habe Yorik nun gute 4 Jahre bei mir, seit Welpe, und ich merke jetzt langsam, dass sowas wie "blind vertrauen" aufkommt, ansatzweise, in leisen Schritten. Manchmal merke ich auf einmal, dass sich etwas verändert hat, dass eine Tiefe da ist, die vorher noch nicht da war. Letztens habe ich mir grad überlegt, dass man wohl diese tiefe Bindung, die man sich wünscht, erst ab einem gewissen Alter des Hundes und einer Anzahl gemeinsamer Jahre erreichen kann. Ich hab das bei meinem Pferd gemerkt, als er 15+ war, auf einmal war dieses absolute Vertrauen da, dieses in- und auswendig kennen, nichts mehr in Frage stellen, keine offenen Fragen mehr, ohne wenn und aber ....

    Weisst du, was für Rassen bei Niro drin sind? Wenn er für Nasenarbeit zu begeistern ist, dann mach Nasenarbeit .... Mantrailing, SchaSu, Fährten ... irgendsowas.

    Unser Lennox ist auch eher unsicher und stirbt tausend Tode, wenn man ihm die Füsse im Kessel waschen will oder seine Krallen schneiden. Wenn etwas neben ihm zu Boden fällt, kippt er aus dem Fell. Auch körperliche Nähe meidet er, wenn sie von uns aus kommt. Er hat aber keine Probleme, sich mit ganzem Gewicht an einen zu schmeissen auf dem Sofa .... Er ist ein durchaus anhänglicher Hund, einfach auf seine Art und er hat keine schlechten Erlebnisse gehabt.


    Ich glaube, bei ihm hat es weniger mit Bindung als einfach seinem Charakter zu tun. Er IST so und ich muss einen Weg finden, damit klar zu kommen und es für ihn so zu handeln, dass es kein Problem ist. In seinem Kopf ist er so wahnsinnig sensibel, dass es manchmal nicht einfach ist und man dem immer irgendwie gerecht werden muss ohne ihn aber zu bemuttern oder zu bemitleiden. Mit gaaaaanz viel Ruhe und langsamen Aktionen kann man ihn etwas stabilisieren. Gerade z.B. in der Arbeit braucht es das, damit er nicht einerseits völlig hochknallt und andererseits aber auch nicht meidet oder aus dem Fell fällt. Es ist eine Gratwanderung und bedarf viel Verständnis und der Erkenntnis, dass er so ist wie er ist und man damit arbeit muss, was da ist und ihn nicht zu etwas machen kann, was er einfach nicht ist.

    Mein Mann hatte da sehr viel Mühe, das einzusehen und zu akzeptieren, dass sein mächtiger, grosser, eindrücklicher schwarzer Hund eben keine Kampfsau ist .... :P


    Bezüglich positiv bestärken und z.B. eben Krallen schneiden, Füsse waschen und so. Das ist sehr schwierig, wenn der Hund schon von vorneherein merkt, was läuft und in eine Meidehaltung geht. Was bestärke ich dann genau mit dem Gutzi? Vorallem, wenn ein Hund in dieser Situation gar kein Gutzi will? Ich habe mir angewöhnt, Dinge, die einfach sein müssen, einfach zu tun ... ohne tamtam, ohne schi-schi, ohne laut zu werden ... ich mache sie einfach. Wenn alles vorbei ist, sage ich ihm, dass er der Grösste ist, lobe und dann blüht er total auf, kriegt ein Gutzi und die Welt ist wieder in Ordnung ....

    Yorik war und ist manchmal heute noch ein Hund, der die Dinge verbellt, wenn er Stress hat. In dem Alter wie Migo jetzt ist, reichte es, wenn ihn jemand 2 Sekunden anschaute und schon hat er ihn verbellt. Das hat sich mit zunehmender Sicherheit stark verbessert, aber ein Ventil ist es immer noch bei ihm und wird es wohl auch bleiben.

    Die Zeit von 6 Monaten bis zu 3jährig empfand ich als sehr anstrengend, weil eben kein Tag wie der andere war. Es gab bei mir oft solche Frusttage und dann wieder war alles eitel Sonnenschein. Ich glaube, du darfst da nicht zu menschlich und emotional denken und vorallem nicht enttäuscht sein, weder über dich noch über Migo. Wenn du merkst, dass er einen Tag hat, an dem er schnell an seine Grenzen kommt, dann behalte im Hinterkopf, dass er nicht anders kann in dem Moment.

    Magi's Input finde ich sehr gut und hilfreich :thumbup:

    Im grossen und ganzen stimme ich Claudia zu mit einer kleinen Ausnahme. Wirklich enge Familienmitglieder oder Freunde die Besitzer und Tier sehr gut kennen, dürfen durchaus einen Rat abgeben. Auch vielleicht andere Möglichkeiten aufzeigen. Sofern alles empathisch und beratend und nicht bestimmend zustatten geht.

    Ja natürlich, auch ich habe 2 Tage vor dem Tod meines Katers mit einer Freundin gesprochen und war froh, mich austauschen zu können. Wenn ich aber z.B. merke, dass sich jemand in dieser Situation überhaupt nicht äussern will, dann lasse ich es auch mit Ratschläge erteilen. Irgendwie muss die Iinitiative zu solchen Gesprächen schon vom Tierbesitzer aus kommen, finde ich.