Beiträge von Claudia

    zur Leinenführigkeit. Hier heisst kurze Leine bei mir laufen, auf mich achten, nicht gross rum Schnüffeln und kein markieren. Und das auch schon fürs Welpi (amfangs natürlich nur kurz und dann langsam die zwit steigern) Es wird mich nicht überholt. Wenn sie nur schon Anstalten zu machen (ich warte nicht bis der Hund schon ne Hundelänge vor mir auf zug in der Leine steht) dreh ich mich zum Hund und und geb körpersprachlich zu verstehen dass sie da nicht vorbei sollen. Ich kann das grad schlecht beschreiben.
    Hier möchte ich einfach dass die Hunde sich entspannen und sich nicht um das was aussen ist kümmern. Das ist auch so mein Ausschalter für Tarek wenn er sich mal wieder hoch dreht. Nicci läuft sowieso zu 95% frei. Ich mag halt nicht monatelang dran rumbasteln, das liegt mir nicht.

    An längerer Leine bleibe ich auf Zug stehen und lobe wenn sie die Leine lockern. Ziehen führt halt nie zum erfolgt. Pusht sich Tarek da zu fest hoch und zieht zu oft oder zu stark kommt er ne Weile an die kurze Leine. Je entspannter der Hund desto mehr Raum bekommt er.

    Das mach ich genauso mit Yorik. Meist reicht es mittlerweile bereits, wenn ich mich 1/4 zu ihm drehe. Bei einem Hund, der so hochdreht, wie das Yorik zeitweilig getan hat, war das die einzige und wirksamste Methode, ihn auch wieder "zu mir" zu kriegen. Ich nutze auch die Zielschlaufe (eine Schlaufe vorne ums Buggelenk mit der Leine, kein Zug auf Halsband), vorallem wenn er zu sehr hochfährt und ich aber vorwärts laufen muss, weil kein Platz oder keine Zeit oder keine Nerven. Heute kann ich ihm die Schlaufe vorlegen und er läuft einfach neben mir, geht kaum noch nach vorne, es entsteht so überhaupt kein Druck oder Stress. Eine super wirkungsvolle Methode ohne Gerucke oder Gezerre. Ich möchte einfach, dass die Leine locker ist, Zug wird immer mit stoppen quittiert und auch hier korrigiert sich Yorik mittlerweile sofort selber.


    Zu den Hundebegegnungen mit Durotan: kannst du ihn hinsetzen, wenn ihr kreuzt? Wenn Yorik hochfährt, setze ich ihn hin. Für Blick zu mir gibts Gutzi, die holt er sich auch zuverlässig ab. Weitergelaufen wird erst, wenn er wieder normal ist. Anfangs hab ich das auf sehr weite Distanz geübt und ihn dort fürs ruhige Sitzen und ruhige Schauen belohnt. Da kommen dann die Unterschiede Training und Management ins Spiel von Anne. Dieses Training kannst du aber genauso als Management, wenns eben mal enger ist, brauchen. Ich brauche das heute noch mit 4 1/2 Jahren, wenn ich merke, dass ein Hund entgegen kommt mit der Energie, die Yorik hochfahren lässt. Bei ihm war das anfangs natürlich auch ein "spielen wollen" und ging dann mit der Pubertät nahtlos ins "ich geb dir auf die Fresse" über .... Dank super Trainerin (leider nicht in deinem Gebiet) und regelmässigen Lernspaziergängen mit genau diesen Themen, hab ich gelernt, es zu managen. Und ich bin sicher, dass Yorik ein Hund ist, den ich wohl Zeit seines Lebens werde managen müssen in gewissen Situationen. Es ist vieles natürlich mit dem Training sehr viel besser geworden, er wird älter und sicherer, kann mittlerweile auch Situationen selber managen, aber er ist und bleibt kein easy-going-Hund .... :)

    Danke Helene .... ich lese deine Texte extrem gern :). Aber ich mag auch diesen Schreibstil und hab selber eine Trainerin, die sehr direkt und klar ist. Ich höre dich förmlich ... :D


    JessesGirl ..... hmmn .... ich lese bei dir vorallem Erklärungen, warum etwas nicht geht. Warum kehrst du das ganze nicht um und schaust was geht und nicht was nicht geht? Wenn dir die Übung mit dem Pferd wichtig ist, dann such einen Weg, der geht und sieh nicht nur das, was nicht geht. Gehst du auch mal spazieren mit Pferd und Hund? Ich bin mit Yorik sehr viel mehr gelaufen mit dem Pferd als geritten, vorallem anfangs, bis er sich dran gewöhnt hat. So hast du die Möglichkeit, Niro immer mal abzurufen und wenn dein Pferd am Boden gut mitmacht, kannst du mit langem Strick Distanz machen und das Pferd weiter weg stehen lassen oder meinetwegen grasen lassen. Es hat dann sofort viel weniger die Erwartungshaltung, dass Niro nah ans Pferd kommen muss .... Wenn dir wichtig ist, dass du irgendwann einen zuverlässigen Reitbegleithund hast, den du vom Pferd aus an- und ableinen kannst, dann wirst du nicht drum herum kommen, das in kleinen Schritten zu tun und halt vielleicht mal eine zeitlang aufs reiten zu verzichten. Oder du gehst einmal die Woche allein reiten und einmal gehst du spazieren mit Pferd & Hund zum Training.


    Grundsätzlich gilt für mich im Training mit Tieren, wenn etwas nicht funktioniert, dann war es zu viel, ein zu grosser Schritt. Ganz plakativ gesagt .... Einfach einen, zwei, drei Schritte zurück gehen bis dorthin, wo etwas funktioniert. Das mag manchmal als Pipifax aussehen, aber nur so wird es irgendwann funktionieren. Ich musste bereits viele viele Schritte zurück gehen und einen langen Weg, bis ich das wirklich kapiert hab und auch mal mit wahnsinnig wenig zufrieden war .... ;)

    Grundsätzlich denke ich auch, dass Bindung Zeit braucht. Ich habe Yorik nun gute 4 Jahre bei mir, seit Welpe, und ich merke jetzt langsam, dass sowas wie "blind vertrauen" aufkommt, ansatzweise, in leisen Schritten. Manchmal merke ich auf einmal, dass sich etwas verändert hat, dass eine Tiefe da ist, die vorher noch nicht da war. Letztens habe ich mir grad überlegt, dass man wohl diese tiefe Bindung, die man sich wünscht, erst ab einem gewissen Alter des Hundes und einer Anzahl gemeinsamer Jahre erreichen kann. Ich hab das bei meinem Pferd gemerkt, als er 15+ war, auf einmal war dieses absolute Vertrauen da, dieses in- und auswendig kennen, nichts mehr in Frage stellen, keine offenen Fragen mehr, ohne wenn und aber ....

    Weisst du, was für Rassen bei Niro drin sind? Wenn er für Nasenarbeit zu begeistern ist, dann mach Nasenarbeit .... Mantrailing, SchaSu, Fährten ... irgendsowas.

    Unser Lennox ist auch eher unsicher und stirbt tausend Tode, wenn man ihm die Füsse im Kessel waschen will oder seine Krallen schneiden. Wenn etwas neben ihm zu Boden fällt, kippt er aus dem Fell. Auch körperliche Nähe meidet er, wenn sie von uns aus kommt. Er hat aber keine Probleme, sich mit ganzem Gewicht an einen zu schmeissen auf dem Sofa .... Er ist ein durchaus anhänglicher Hund, einfach auf seine Art und er hat keine schlechten Erlebnisse gehabt.


    Ich glaube, bei ihm hat es weniger mit Bindung als einfach seinem Charakter zu tun. Er IST so und ich muss einen Weg finden, damit klar zu kommen und es für ihn so zu handeln, dass es kein Problem ist. In seinem Kopf ist er so wahnsinnig sensibel, dass es manchmal nicht einfach ist und man dem immer irgendwie gerecht werden muss ohne ihn aber zu bemuttern oder zu bemitleiden. Mit gaaaaanz viel Ruhe und langsamen Aktionen kann man ihn etwas stabilisieren. Gerade z.B. in der Arbeit braucht es das, damit er nicht einerseits völlig hochknallt und andererseits aber auch nicht meidet oder aus dem Fell fällt. Es ist eine Gratwanderung und bedarf viel Verständnis und der Erkenntnis, dass er so ist wie er ist und man damit arbeit muss, was da ist und ihn nicht zu etwas machen kann, was er einfach nicht ist.

    Mein Mann hatte da sehr viel Mühe, das einzusehen und zu akzeptieren, dass sein mächtiger, grosser, eindrücklicher schwarzer Hund eben keine Kampfsau ist .... :P


    Bezüglich positiv bestärken und z.B. eben Krallen schneiden, Füsse waschen und so. Das ist sehr schwierig, wenn der Hund schon von vorneherein merkt, was läuft und in eine Meidehaltung geht. Was bestärke ich dann genau mit dem Gutzi? Vorallem, wenn ein Hund in dieser Situation gar kein Gutzi will? Ich habe mir angewöhnt, Dinge, die einfach sein müssen, einfach zu tun ... ohne tamtam, ohne schi-schi, ohne laut zu werden ... ich mache sie einfach. Wenn alles vorbei ist, sage ich ihm, dass er der Grösste ist, lobe und dann blüht er total auf, kriegt ein Gutzi und die Welt ist wieder in Ordnung ....

    Yorik war und ist manchmal heute noch ein Hund, der die Dinge verbellt, wenn er Stress hat. In dem Alter wie Migo jetzt ist, reichte es, wenn ihn jemand 2 Sekunden anschaute und schon hat er ihn verbellt. Das hat sich mit zunehmender Sicherheit stark verbessert, aber ein Ventil ist es immer noch bei ihm und wird es wohl auch bleiben.

    Die Zeit von 6 Monaten bis zu 3jährig empfand ich als sehr anstrengend, weil eben kein Tag wie der andere war. Es gab bei mir oft solche Frusttage und dann wieder war alles eitel Sonnenschein. Ich glaube, du darfst da nicht zu menschlich und emotional denken und vorallem nicht enttäuscht sein, weder über dich noch über Migo. Wenn du merkst, dass er einen Tag hat, an dem er schnell an seine Grenzen kommt, dann behalte im Hinterkopf, dass er nicht anders kann in dem Moment.

    Magi's Input finde ich sehr gut und hilfreich :thumbup:

    Im grossen und ganzen stimme ich Claudia zu mit einer kleinen Ausnahme. Wirklich enge Familienmitglieder oder Freunde die Besitzer und Tier sehr gut kennen, dürfen durchaus einen Rat abgeben. Auch vielleicht andere Möglichkeiten aufzeigen. Sofern alles empathisch und beratend und nicht bestimmend zustatten geht.

    Ja natürlich, auch ich habe 2 Tage vor dem Tod meines Katers mit einer Freundin gesprochen und war froh, mich austauschen zu können. Wenn ich aber z.B. merke, dass sich jemand in dieser Situation überhaupt nicht äussern will, dann lasse ich es auch mit Ratschläge erteilen. Irgendwie muss die Iinitiative zu solchen Gesprächen schon vom Tierbesitzer aus kommen, finde ich.

    Gerade dieses Thema bedarf einfach überhaupt keiner Kommentare von aussen. Finde das auch unterste Schublade. Von aussen sieht vieles anders aus, als es der Besitzer wahrnimmt und ich finde einfach, dass ist genau nur des Besitzers Sache, diese Entscheidung zu fällen.

    Niemals nie würde ich da jemandem reinreden und noch viel weniger im Nachhinein.

    Ich musste bisher drei Tiere gehen lassen, ein Pferd und zwei Katzen. Beim Pferd hab ich zu schnell entschieden, bei der ersten Katze zu spät und bei der zweiten Katze hab ich gewartet auf sein ok ... obwohl er kaum mehr Luft kriegte durch seinen Tumor in der Nase, war er so wahnsinnig präsent, dass es bei mir so ankam, dass er noch überhaupt nicht gehen will. Eines Tages war er bereit, er hat seine Präsenz eingestellt, Yorik lag zum ersten Mal ganz ruhig neben ihm. Vorher war Yorik immer gestresst, wenn sich der Kater neben ihn gelegt hat. Aber auf einmal Harmonie. Es war, als hätte der König seine Krone abgegeben an seinen Nachfolger ... also liess ich ihn gehen.


    Seither weiss ich, dass man es spürt und sie es einem sagen. Ich werde immer wieder genau auf dieses Gefühl warten.


    Die ersten beiden Tiere, die ich gehen liess, da war es auch so ein Entscheid beim Tierarzt aufgrund der Diagnosen. Beim Pferd hätte ich schon noch etwas warten können, aber ich sah keine Möglichkeit, ihm ein einigermassen gutes Leben zu bieten. Damals war Boxenhaltung normal, Weide kam nicht in Frage (keine Ahnung mehr warum) und ich hatte einfach keinen anderen Plan. Heute wüsste ich, dass er mit der Diagnose durchaus noch etwas Weidepferd hätte sein können.

    Meine erste Katze hat lange schon gezeigt, das was nicht stimmt und ich habs einfach nicht richtig gedeutet. Als sie auf einmal einen enorm dicken Bauch bekam, bin ich zum TA. Man musste sie schon zum röntgen sedieren, festhalten ging überhaupt nicht. Sie war sehr schwierig diesbezüglich. Beim röntgen sah man die stark vergrösserte Leber und die TÄ meinte, operieren komme nicht mehr in Frage. Also hab ich sie gleich da einschläfern lassen und gar nicht mehr mit nach Hause genommen. Das hätte ich aber tun sollen, auch wenn sie tot gewesen wär. Der verbliebene Kater hat enorm gesucht und gelitten.

    Niemals mehr würde ich ein Tier beim TA einschläfern und die andern Tiere zu Hause lassen. Wenn immer möglich müssen sie Abschied nehmen können.

    Ich habs mit Yorik gar nicht trainiert, seine ersten Schüsse (abgesehen vom nahen Schiessstand, die er einfach so mitbekam) erlebte er am Wesenstest. Im Formwertring hat er kurz gezuckt und sich umgeschaut, später im Spielverhalten sowie beim Dummy hat er den Schuss offenbar gleich positiv verknüpft und seither sucht er bei einem einzelnen Schuss den Dummy .... :D - Bingo! War vielleicht etwas blauäugig, wenn ich mir heute anschaue, wie für den Anlagen- und Wesenstest geübt wird, aber eigentlich wäre ja eben genau die Prüfung der natürlichen Anlagen das Thema.


    Als ich im Sommer im Dummytraining war, haben wir am letzten Tag mit Schuss trainiert und er war voll parat, sobald er den ersten Schuss hörte.


    Das wäre auch mein Ansatz für ein gezieltes Schusstraining. Etwas worauf der Hund wirklich scharf ist, also bei uns natürlich Dummyarbeit und den Schuss da einbauen. Das kann man gut in der Nähe eines Schiessstandes üben z.B. ....


    Schlussendlich aber kann natürlich immer irgendwas schief gehen und eine Fehlverknüpfung entstehen. Doofe Situationen oder Verknüpfungen sind nicht immer vermeidbar.

    Ich habe seit 7 Wochen eine Hündin in den Ferien, die bei der Vorbesitzerin (nicht die jetzige, die Hündin ist wegen Krankheit bei uns) scheinbar wahnsinnig leinenaggressiv gewesen sein soll und kleine Hunde unbedingt fressen wollte. Sie hat dieses Verhalten weder bei der jetzigen Besitzerin noch bei uns überhaupt gezeigt. Nichts, nada ... die Freundlichkeit in Hund, ob frei oder an der Leine.


    Ergo, führ den Hund klar, stelle deine Regeln auf und daran hat er sich zu halten. Das Problem muss die Besitzerin in den Griff kriegen und dran arbeiten. Es wird genau gar nichts nützen, wenn du dran arbeitest und die Besitzerin womöglich wieder alles wie immer macht. Eine 2-m-Leine gibt dem Hund null Spielraum und ist Potential genug, um den Hund überhaupt so "aggressiv" werden zu lassen, weil ständig Spannung drauf ist.

    Und ich denke nicht, dass dich ein Frenchie an der Schleppleine zu Fall bringt, wenn man es nicht grad allzu doof anstellt.


    Ansonsten würd ich auch möglichst ruhige Gebiete aussuchen, viele Hundebegegnungen vermeiden und die zwei Wochen so angenehm wie möglich (für mich) hinter mich bringen. Es ist nicht deine Aufgabe, den Hund umzuerziehen.

    Das klingt super gut, da kannst du dich wirklich freuen .... schön, dass es geklappt hat und eine kurze Wartezeit! Aber du kannst ja nun deinen Welpen besuchen, das macht alles etwas kurzweiliger :)

    Hast du nachgefragt, ob alle Welpen vergeben sind? Könnte sonst gefääääährlich werden .... :D


    Viel Spass beim Welpi knuddeln - Pudel sind absolut toll!

    Die Wittnauer Höhe kann ich sehr empfehlen!
    Oder auch rauf zur Farnsburg und dann auf die obere Weide.

    Wir laufen auch oft von Rünenberg nach Gelterkinden (da wohnen wir😉😎).

    Völlig OT: in Rünenberg oder Gelterkinden? Mein Brüetsch wohnt in Rünenberg ... :)


    Da gibts doch noch den Wiesenberg? Der ist meistens aus dem Nebel raus ...

    Die Wittnauer Höhe kann ich sehr empfehlen!
    Oder auch rauf zur Farnsburg und dann auf die obere Weide.

    Wir laufen auch oft von Rünenberg nach Gelterkinden (da wohnen wir😉😎).

    Völlig OT: in Rünenberg oder Gelterkinden? Mein Brüetsch wohnt in Rünenberg ... :)


    Da gibts doch noch den Wiesenberg? Der ist meistens aus dem Nebel raus ...

    Ich würde mich definitiv weniger bewegen ohne Hund oder Pferd. Aber es ist trotzdem nicht DER Grund, warum ich einen Hund habe. Tiere waren schon immer, seit ich denken kann, ein sehr wichtiger Punkt in meinem Leben. Ich liebe Tiere einfach - ganz ohne Grund. Ich empfinde auch nichts als Verzicht, das ich jetzt vielleicht eher nicht mache wegen den Hunden - wobei, wenn ich genau drüber nachdenke, mache ich nichts nicht.


    Und ich liebe das Fell, ich liebe es mit ihnen zu kuscheln (zum Glück hab ich einen Schmusi-Hund erwischt :D) und ich liebe es, mit ihnen zu arbeiten, etwas zu erarbeiten, zu sehen wie es fruchtet und immer harmonischer wird.

    Danke Magi ... ich sehe das genau gleich.


    Es gibt Hunde, mit denen kann man täglich 2x 2 Stunden laufen gehen und abends sind sie trotzdem nicht ausgelastet. Sie finden das zwar toll, aber eben nicht nur. Und ja, Hunde haben ein immenses Ruhebedürfnis, das ist eine Tatsache. Bei vielen Hunden, die immer aufdrehen, stellt sich bei genauer Abklärung heraus, dass sie schlicht und einfach zu wenig Ruhe haben und schlafen. Wenn ich sehe, wie absolut kaputt ein Hund sein kann nach einer Trümmersuche oder einem Trail von 800 m, dann gibt es tatsächlich nicht nur laufen, laufen, laufen .... genauso wenig wie täglich 22 Stunden pennen.


    Die Mischung machts und solange ich einen zufriedenen Hund hab, muss ich mir über die Länge der Spaziergänge keine Gedanken machen ....

    Ich lasse auch viel und lange schnüffeln, aber ich lasse die Hunde nicht in Wiesen oder ins Unterholz rein. Also alles was einen halben Meter neben dem Weg ist, ist ok und danach wird raus zitiert. So haben sie zuverlässig gelernt, auf den Wegen zu bleiben. Sie zeigen zwar Wildwechsel an im Wald, aber gehen nie rein und dafür lobe ich sie auch. Bei unseren Hunden ist es jedoch auch nicht die Spur, die sie reizt sondern die Bewegung. Es ist bei unserer Ferienhündin nun ganz anders, die sucht richtiggehend Spuren und wird im Wald ziemlich wuschig. Niemalsnie würde ich sie freilaufen lassen, da ihr Rückruf sehr ausbaubar ist und ich das in so kurzer Zeit nicht hinbekomme. Ich bezweifle, ob das jemals was wird mit Freilauf in Wald- oder waldnahen Gebieten. Sie und Yorik, obwohl dieselbe Rasse, agieren da sehr unterschiedlich.

    Ich finde es enorm wichtig, dass man eben solche Schnüffelspaziergänge macht oder eben den Hund mal in einem gewissen Umkreis machen lässt und erkunden lässt. Gerade für junge Hunde ist das enorm wichtig.