Beiträge von Aika

    Ich bin mit Tieren aufgewachsen, wir hatten Katzen, Dalmatiner (mit denen ich an Ausstellungen ging und züchtete), Meerschweinchen, Wellensittiche, Hamster, Zwergziegen, Pferd, Esel.


    Heute habe ich "nur" noch 2 Hunde, 2 Minischweine, momentan 8 Meerschweinchen (5 eigene und 3 Dauerpflege-Schweinchen) und vielleicht demnächst mal Gespenstschrecken im ehemaligen Zwerghamster-Terrarium. Das ist aber vorläufig erst ein Projekt, mal schauen, ob und wann ich das verwirkliche.


    Edit: Ach ja, fast vergessen, vor einigen Jahren hatte ich noch Rennmäuse.

    Meine beiden haben unterschiedliche Stehlverhalten...

    Bongo durchsucht den Abfall-Sack, falls ich so blöd war, ihn draussen stehen zu lassen. Was fressbar ist, verschlingt er blitzschnell. Andere "Schätze" transportiert er in sein Bettli und hortet sie dort. Falls ich was vermisse, weil es mir runtergefallen ist, so finde ich es ziemlich sicher in seinem Bettli (falls nicht fressbar).

    Wenn sie alleine daheim waren, so merke ich schon an der Tür, ob Bongo wieder was stehlen konnte oder ob er nicht erfolgreich war. Er verdrückt sich dann unsicher in eine Ecke und guckt zuerst, ob ich merke, dass er wieder auf Diebestour unterwegs war. Damit verrät er sich selber, denn ich komme ja nur völlig neutral zur Tür rein ohne was zu sagen.


    Smilla hingegen ist richtig "treu-doof", wenn es um gefundene Trophäen geht. Sie frisst es nicht, nicht mal ein Stück Brot, sondern trippelt damit zu mir und zeigt es mir "Guck mal, was ich gefunden habe!"

    Ich nehme es ihr dann behutsam ab und lobe sie, dass sie es mir so brav gebracht hat. Anschliessend erhält sie ein Guteli als Eintausch-Bonus.

    und was bringt ein freilaufender Hund, wenn man auf einem Geh- und Veloweg läuft wo man all 10m sein Hund abrufen müsste.

    Ich lasse meine Hunde auch auf dem Geh- und Veloweg frei laufen, weil es noch ein Zwischending gibt zwischen Anleinen und Freilauf: Ich dirigiere sie mit Fingerzeigen an den Wegrand, je nach Situation müssen sie sitzen und warten. In vielen Fällen ist es unnötig, sie anzuleinen, ich zeige ihnen nur, wohin sie aus dem Weg gehen sollen.

    Es gibt Velofahrer oder Spaziergänger, die dann beifällig nicken und sagen "Was für brave Hunde...":)

    Ja, mir fällt das auch auf, vor allem auf freien Feld. Mir selber ist das natürlich recht, denn meine Hunde laufen prinzipiell frei, da sie gut abrufbar sind. Wenn ich jemanden sehe mit Hund, rufe ich meine Hunde zu mir, leine sie an, laufe am andern vorbei und lasse sie wieder los.


    Manchmal habe ich den Eindruck, dass es vielen Leuten zuviel Aufwand ist, ihren Hund so zu erziehen, dass er abrufbar ist. Es ist "bequemer", den Hund einfach nie freizulassen, auch nicht auf freiem Feld. Ganz schlimm finde ich die HH, welche die Hunde sogar immer an extrem kurzer Leine halten, so dass sie kaum schnüffeln oder sonstige "Hundedinge" machen können... viele dieser Kurzleinen-Hunde latschen völlig abgelöscht neben oder hinter dem HH her.


    Natürlich verstehe ich, dass z.B. Beagles oder andere Jagdhunde halt wirklich nicht freigelassen werden können, aber dann schaffe ich mir eben nicht ausgerechnet einen Jagdhund an als Familienhund...

    Ich habe heute auch einen "Dogwalker" angetroffen (nehme ich jedenfalls an). Er hatte ca. 4 - 5 Hunde bei sich, so genau weiss ich das gar nicht mehr. Es waren mind. 2 Borders, 1 Mali, 1 weisser American Bulldog (oder Mischling). Das lief aber problemlos ab. Er wich in die Wiese aus, liess alle abliegen (teils angeleint, teils nicht), alle blieben ruhig.

    Meine Hunde blieben auch ruhig, alles kein Problem. Er rief mir schon von weitem ein freundlichen "Grüezi" zu, und ich sagte im Vorbeigehen zu ihm "Da haben Sie aber viel zu tun"... er grinste nur und sagte "Ja, alle brav."

    Also eigentlich eine Situation, wie sie sein sollte, aber ohne seine strikte Kontrolle hätte ich diesem Rudel lieber nicht begegnen wollen.


    Ich überlege jetzt erst hinterher, wieviele Hunde eigentlich erlaubt sind zum Ausführen in Baselland:/ Früher ging ich mit bis zu 5 Dalmatinern laufen ohne Probleme, aber damals gab es auch noch keine Richtlinien.

    Die ganze Nordwest-Schweiz ist nebelfrei, da kannst Du überall laufen gehen, musst also nicht zwingend irgendwo in die Höhe, aber für die Weitsicht ist das natürlich immer wunderschön, z.B. Zunzger Hard, Sissacher Fluh, Belchen, auf den Hochebenen von Wenslingen, Anwil, Oltingen, etc. Ich bin hier im Waldenburgertal, gehe meistens Richtung Lampenberg oder Titterten.

    Die ganze Nordwest-Schweiz ist nebelfrei, da kannst Du überall laufen gehen, musst also nicht zwingend irgendwo in die Höhe, aber für die Weitsicht ist das natürlich immer wunderschön, z.B. Zunzger Hard, Sissacher Fluh, Belchen, auf den Hochebenen von Wenslingen, Anwil, Oltingen, etc. Ich bin hier im Waldenburgertal, gehe meistens Richtung Lampenberg oder Titterten.

    vierbeiner
    Die Frage ist ja hoffentlich nicht, ob der Ersthund einen zweiten akzeptiert, sondern wie er es tut. Das entscheide einzig und allein ich. Besucherhunde gibts bei uns nie. Die bleiben im Auto.
    allerdings würde ich nie einen erwachsenen Hund dazunehmen.

    Ja, da sind Malis halt schon sehr speziell... aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel.


    Ich habe bisher immer Zweithunde dazu genommen, das klappte prima. Auch früher mit den Dalmatinern war das nie ein Problem.

    Ich gehe jeweils mit dem neuen (erwachsenen) Hund gemeinsam laufen und beobachte beide. Danach gehen wir nach Hause und das Problem ist erledigt.

    Ich hatte jedoch bei jedem neuen Hund vereinbart, dass er, bzw. sie wieder zurück auf die Pflegestelle geht, falls der Ersthund Stress hätte. Für mich hat immer der Ersthund oberste Priorität.

    Ich kenne jetzt schon 3 solche alleinstehende Frauen um die 70-75J., die nie einen Hund hatten, die ohne Hund kein Schritt draussen getan hätte und vorallem, die ernsten gesundheitlichen Probleme haben, kaum noch laufen können. An solche Leute wird dann einen Hund empfohlen, sicher von einem ahnungslosen Arzt, der sogar ein Zeugnis erstellte, weil der TH sowas verlangte.


    Diese Hunde sind natürlich göttlich geliebt; eine artgerechte Haltung ist aber nicht möglich. Die Adoptionen erfolgen mit Hunden aus dem Ausland, alle jünger als 1 Jahr. 3 Jahren später sind diese Hunde schon extrem übergewichtig oder Dauerbellende, sogar aggressiv geworden.

    Genau, das ist dann leider die Kehrseite der Medaille... das gibt es natürlich auch immer wieder, dass völlig ungeeignete Hunde an ältere Personen geraten, wie auch immer, die dann ein nicht artgerechtes Leben führen müssen. Je nach Hundetyp finden sich einige mit diesem Leben ab, andere hingegen nicht, werden unverträglich oder sogar gefährlich.

    So, ich habe nun - nicht zuletzt wegen diesem Thread - meine Bekannte heute Nachmittag grade angesprochen wegen ihrem Hund. Sie ist 76, die Hündin knapp 4, alles ist gut, aber eben ... und siehe da, sie hat nichts geregelt und wollte das schon lange mal in Angriff nehmen. Ich hab ihr angeboten und sie auch drum gebeten, dass sie uns einsetzt als Kontakt und Übernahmestelle und ihr gesagt, dass die Hündin bei uns immer einen Lebensplatz haben würde. Sie war sichtlich froh und wird das so aufnehmen in ihre Patientenverfügung und ihr Testament. Da sie keine Nachkommen oder sonstigen Verwandten hat, würde die Hündin sonst wohl in einem Notfall einfach im Tierheim landen und sie da raus zu bekommen, wäre dann sehr schwierig.

    Toll, das ist suuuuuper!:thumbup::thumbup::thumbup:

    Ich könnte und wollte jetzt nicht noch einen dritten zu meinen hin. Sie bat mich, falls ihr etwas zustossen würde, ihren Hund zu mir zu nehmen. Doch leider kann ich ihr dieses Versprechen nicht abnehmen.

    Wir haben in unserem Verein auch eine Vorsorgeregelung entworfen, die man ausfüllen kann (muss dafür aber natürlich Mitglied sein).

    Das bringt die Leute dazu, wirklich ernsthaft darüber nachzudenken, wer für den Hund sorgt bei Krankheit oder Tod (nicht nur "alte" Leute, sollte eigentlich für alle Hundebesitzer gelten). Man kann sie von der HP runterladen.


    Nur die Standorte scheinen nicht so in unserer Nähe zu sein oder verteilen sich die MG auf der ganzen Schweiz?

    Wir möchten den Verein natürlich in der ganzen Schweiz aktivieren, nur sind wir noch so "jung" (erst im Juli 2019 gegründet), dass wir halt erst hauptsächlich im Raum Nordwest-Schweiz tätig sind.

    Wir haben aber schon mehrere Mitglieder im Raum Zürich, Ostschweiz und andern Gegenden der Deutsch-Schweiz.

    Ich habe vor einigen Wochen einer 84-jährigen eine Chi-Hündin vermittelt, 7 Jahre alt. Die alte Dame ist mit ihren 84 Jahren noch fit ausser ein paar Wehwechen mit der Hüfte und fährt noch Auto. Sie hat eine Freundin, welche die Hündin betreuen kann, wenn sie weg muss und zudem eine Absicherung, dass die Hündin wieder zurück auf die Pflegestelle gehen dürfte, falls sie die Kleine nicht mehr selber betreuen kann.


    Die 84-jährige war sehr "vernünftig" und sagte ganz klar, sie möchte keinen Welpen mehr und keinen Hund, der schwerer als 10 kg sei (lieber leichter), damit sie diesen notfalls noch die Treppe hochtragen könnte.


    Solche Lösungen streben wir an, damit auch im Alter die Hundehaltung noch möglich ist. Leider sind sehr viele Tierheime dagegen, dass "ältere" Leute (bei manchen schon ab 60) keinen Hund mehr aus dem Tierheim erhalten, obwohl diese manchmal fitter sind als manch 50-jähriger.

    Ich hoffe aber, dass langsam ein Umdenken stattfindet, dass man eben die gesamte Situation sowie Bekannte und Familie (oder Vereinsmitglieder) mit einbinden kann.


    Eine 30-jährige Frau rechnet damit, dass sie selbstverständlich noch einen Welpen die nächsten 15 Jahre betreuen kann. Eine 70-jährige (es sind ja mehr Frauen als Männer) sollte sich hingegen ernsthaft überlegen, ob sie auch mit 85 noch immer in der Lage ist, einen Hund betreuen zu können... die Wahrscheinlichkeit, dass es gesundheitlich halt nicht mehr für das gesamte Hundeleben reicht, ist nun mal mit 70 höher als mit 30, Ausnahmen gibt es natürlich immer und jederzeit.

    Niemand kann sicher sein, dass er nicht morgen in einen Unfall verwickelt wird und invalide wird oder stirbt.

    Sie ist noch gut zu Fuss, aber sie hat vorgesorgt: beide Barsois haben eine Art Gotte, die sie gut kennen und die sie übernehmen würden (ich kann nicht, da diese Soilis keine Katzen kennen). So finde ich es in Ordnung.

    Das ist eine Super-Lösung!:thumbup:


    Ich plädiere auch gerne für "Dog-Sharing", bei den Herbsthunden möchten wir das dann "Tandem" nennen, d.h. dass sich zwei Mitglieder zusammen finden, bei denen die Chemie stimmt (manchmal auch Mutter und Tochter), welche sich gegenseitig den Hund abnehmen, wenn jemand krank wird oder es halt altershalber wirklich nicht mehr geht.


    Grosse Hunde im höheren Alter sehe ich sehr kritisch, denn es genügt ein heftiger Ruck an der Leine von einem 30 kg-Hund und schon fällt die ältere Person hin und bricht sich den Oberschenkel-Kopf... dann ist meist Schluss mit Hundehaltung, der Hund muss neu plaziert werden.

    Deshalb befürworte ich natürlich lieber kleine Hunde für ältere Personen, wie ich selber jetzt auch habe.


    Leider gibt es noch sehr viel unbedachte Hunde-Anschaffungen im Ü70-Alter, das kenne ich auch in meinem Bekanntenkreis. Eine 71-jährige (der Mann damals 95) kauften sich einen Labradorwelpen. Das ging nicht gut aus, der Hund war zwar unendlich lieb und anhänglich, flippte jedoch aus bei andern Hunden. Die ältere Frau konnte ihn natürlich unmöglich halten (der Mann war unterdessen gestorben, hätte aber auch nichts ausrichten können in seinem hohen Alter). Der Hund lebt unterdessen nicht mehr, aber wegen Epilepsie.


    Ein anderes Ehepaar hat sich jetzt soeben einen Eurasier-Welpen gekauft, sie 70, er einige Jahre älter. Beide sind top-fit, gehen wandern, bewirtschaften einen Rebberg, also alles perfekt! Aber wie sieht das in 5 Jahren aus oder in 10? Immer noch so gut wie heute?

    Bei Welpenanschaffung im fortgeschrittenen Alter muss man einfach überlegen, ob man diesen Welpen sein ganzes Leben behalten und betreuen kann, also auch in den kommenden 10 bis 15 Jahren.

    Ich denke natürlich immer an den Hund, der dann höchstwahrscheinlich als 8-jähriger noch einen neuen Platz braucht, weil die älteren Besitzer unterdessen betagt geworden sind oder die Gesundheit von heute auf morgen nicht mehr mitspielt.


    Deshalb ist meine persönliche Überzeugung, dass man im Alter nur einen Welpen anschaffen sollte, wenn in der Familie oder bei nahen Bekannten eine Unterstützung oder sogar Übernahme in späteren Jahren sichergestellt ist. Falls das nicht der Fall ist, sollte man eher nach älteren, kleinen (max. 10 kg) Hunden schauen. Ich mache das bereits jetzt, obwohl ich mich noch zu den "jungen, fitten Alten" zähle.

    Wow coooler Verein!!


    Da würde ich auch mithelfen :) finde ich eine wirklich tolle Idee und Umsetzung ^^

    Neue Mitglieder sind jederzeit herzlich willkommen!:)

    Anmelden kann man sich via HP oder eine der Kontaktmöglichkeiten, die aufgeführt sind (Mail oder Telefon), notfalls auch eine PN an mich.


    Leider sind wir aktuell grad ziemlich ausgebremst durch Corona (wie alle andern auch...), denn ursprünglich wäre ein Aroma-Workshop geplant gewesen im Dezember, fällt leider weg. Aber wir hoffen auf 2021, dass wir dann wieder mehr Anlässe organisieren können.


    Eine weitere Unterstützungsmöglichkeit wäre der Kauf eines Kalenders 2021 mit wunderschönen Photos von Herbsthunden...;) (PN an mich)

    Aika Ich war jetzt grad auf eurer Herbsthunde-Seite und bin absolut begeistert! Ein toller Verein, den ihr da gegründet habt. Kann man euch abgesehen von Geldbeiträgen unterstützen, zB als Fahrerin für notwendige TA-Besuche oder als Hüteplätzli/Gassigängerin im Notfall?

    Ja, klar!:thumbup:

    5mv-2nw-570b.jpg

    Quelle: https://herbsthunde.com/unterstuetzung

    Wir führen eine Liste "Mitglieder unterstützen Mitglieder", bei der wir Namen, Adresse und angebotene Hilfeleistung (z.B. Gassigehen) aufführen. Du kannst mir gerne eine PN schreiben, wenn Du mehr wissen möchtest.

    Dort wäre vielleicht ein neues Thread interessant "Hund im Alter adoptieren". Weil eigentlich wären wir dazumal an einer grösseren Rasse interessiert; wir wollten auch einen älteren Hund aus dem TH, eben deswegen, weil wir nicht jünger werden! Elia war ein Zufall und wir konnten fast nicht anders; sie war uns so am Herz gewachsen.


    Anne - hat es schon so ein Thread - oder konnte das im Forum Interessant sein? - Also "Hund im Alter adoptieren" oder was ähnlich?

    Ja, das ist ein sehr interessantes Thema!

    Wir haben deshalb letztes Jahr einen Verein gegründet, die Herbsthunde. Wir befassen uns genau mit dieser Thematik (unter anderem), um die Hundehaltung im Alter zu fördern und zu unterstützen.

    Grad aktuell war ein Beitrag im Schweizer Hundemagazin über die Hundehaltung im Alter, auch die Herbsthunde wurden dabei erwähnt.