Beiträge von Lady

    Bei uns in der Schweiz und auch auf unseren Reisen hatten wir zum Glück noch nie Probleme. Aber wir waren jahrelang in Bernau im Schwarzwald und dort gibt es einen traumhaften Rundwanderweg. Aber eben, im Sommer nicht begehbar, wegen den Kühen 8| Egal, wie ruhig man sich verhält, die Biester sind total auf Angriff getrimmt und behornt, mit denen ist nicht zu spassen! Die lassen sich auch mit Rufen usw. nicht vertreiben! Da kommt wirklich die ganze Herde angerannt und zwar im Vollgalopp, wenn sie einen Menschen (auch ohne Hund) sehen und wollen den in Grund und Boden stampfen. Das ist extrem, wir haben so etwas noch nie erlebt. Und nein, das sind keine Mutterkühe. Uns haben dort mal ein befreundetes Ehepaar besucht und wir waren auf der anderen Seite vom Bach (Zaun dazwischen von diesen aggressiven Kühen) und wir haben es ihnen erzählt. Er ist in einer Wandergruppe und geht in der Schweiz regelmässig wandern und wollte uns das nicht glauben, das Kühe ohne gereizt zu werden derartig angriffig sind. Er sagte, man müsse nur rufen, mit den Armen wedeln und dann würden die schon weggehen. Als die Kühe dann zum Bach runter kamen zum Trinken und sich nachher wieder zum Grasen entfernten, ging er über den Zaun und wollte langsam auf die Wiese hoch. Da kam die ganze Herde sofort angerannt und wollte ihn überrennen. Er hat dann gerufen und mit den Armen gewunken, aber das hat die Kühe null und gar nicht interessiert, sie rannten weiter frontal auf ihn zu! Er düste dann los und hopste über den Zaun und musste sich dann natürlich diverse blöde Sprüche von uns gefallen lassen :P:D Es sind übrigens tatsächlich Kühe und keine Jungbullen... Ich weiss echt nicht, warum diese derartig wild sind und warum der Wanderweg über deren Wiese führt, denn das ist wirklich gefährlich.

    Das mit der Linie stimmt sicher! Aber eben trotzdem nur zum Teil... Lady entstammt einem 6er Wurf. Ich kenne beide Elterntiere. Und auch zwei ihrer Geschwister, einen Bruder haben wir gerade wieder vor 2 Jahren besucht. Dieser Bruder, den wir besucht haben und Lady sind die fittesten aus diesem Wurf. Eine Wurfschwester starb leider schon im Alter von 9 Jahren an Krebs. Die anderen Geschwister leben alle noch. Einige sind wegen Arthrose schon ein wenig eingeschränkt. Aber nicht nur das, Lady ist mit Abstand die "Hibbligste". Was ganz sicher an den Lebensumständen liegt!

    Wir sind auch ziemlich umtriebig und ich bin ungeduldig und halt auch eher hibblig.... Wir sind eine grosse Familie und haben viele Freunde, bei uns zu Hause ist oft ein Kommen und Gehen. Und wenn mal niemand zu Besuch ist/wir nicht eingeladen sind, dann machen wir gerne Ausflüge oder Wanderungen, bevor mein Mann so krank wurde, reisten wir monatelang herum... kurzum, Lady erlebte täglich neue Orte und musste sich an neue Gegebenheiten anpassen. Das ist für Kopf und Körper Höchstleistung! Die anderen Halter, also von Ladys Geschwister, sind berufstätig. Zwar Teilzeit oder können ihre Hunde zur Arbeit mitnehmen, aber ihre Hunde sind nicht so gefordert/gefördert wie Lady. MIt Ausnahme eben von dem einen Bruder. Seine Halterin ist Tierärztin und widmet ihre ganze Freizeit ihren Pyries. Sie macht anderes, aber auch enorm viel mit ihren Hunden. Und darum ist dieser Bruder auch noch top fit.

    Und ich habe übrigens vom Club das Rasseheft und da werden immer über die Linien viele Infos veröffentlicht. Zwar verstehe ich nicht immer alles 8o aber es ist trotzdem interessant und ich weiss immerhin inzwischen, wen ich fragen kann... Es ist wirklich ein spannendes, aber wahnsinnig umfassendes Thema!

    Lady ist auch Allergikerin, hatte Hot Spots, Juckreiz und Ekzeme. Ich barfe seit bald 20 Jahren. Ganz ehrlich: von Fertigmixen halte ich rein gar nichts. Ich stelle immer alles komplett selber zusammen. Ja, es braucht ein wenig mehr Zeit, aber dafür weiss ich wirklich, was mein Hund bekommt. Und gerade, wenn man einen Allergikerhund hat, ist das einfach elementar wichtig. Finde ich.

    Lady bekommt Lachsöl. Ausserdem sollte man Seealgenmehl zugeben, das ist quasi das Jod für Hunde. Aber Achtung, da muss die Dosierung echt stimmen! Es braucht total wenig...

    Ich bin nicht so pingelig beim Barfen, runde schon mal auf resp. ab. Und ich füttere auch nicht jeden Tag alles. Ich gebe 2x pro Woche Innereien plus 1x grünen Pansen, 1 Fischtag, jeden 2. Tag Knochen mit Muskelfleisch und täglich eine Ration Gemüse/Obst püriert. Einen Tag pro Woche füttere ich fleischlos, anstelle von Fleisch gebe ich dann Hüttenkäse.

    Da Lady auf Trute, Huhn und Rind allergisch ist, füttere ich Lamm, Ziege, Wild und Ente und eben Fisch. Kaninchen frisst sie nicht. Pferd behalte ich in Reserve. Eine Sorte sollte man gerade bei Allergikern in Reserve behalten und nicht füttern, damit man im Notfall noch etwas hat, worauf der Hund ganz sicher nicht allergisch ist, weil er es noch nie bekommen hat.

    Lady wird in 3 Monaten 13 Jahre alt und ihr geht es gut. Meine Fütterung kann also nicht so falsch sein...

    Lady durfte ja schon Schafe hüten und konnte das wirklich von Anfang an. Sie bekommt auch jetzt immer wieder Gelegenheit dazu, wenn wir auf dem Campingplatz sind und uns im Eschachtal aufhalten, dort kommt immer der Schäfer mit seinen 800 Schafen vorbei und seit er erlebt hat, wie super Lady sich verhält, darf sie immer mithelfen.

    Sie wird zu Hause natürlich nicht wie früher zu körperlichen Arbeiten eingesetzt, aber sie hilft tatkräftig im Haushalt mit (reicht mir Wäscheklammern, trägt jeden Morgen die Zeitung nach Hause, räumt leere Petflaschen in die Petbox, Kartonnage in die richtige Box usw. nimmt den Staublappen, rennt damit in den Garten, schüttelt ihn aus und bringt ihn mir wieder zurück in die Hand usw.).

    Aber sie übernimmt auch Wachdienst! Ein Beispiel, obwohl es unzählige gibt... letztes Jahr waren wir an einem See. hatten die Decke ca. 50 m vom Seerundweg entfernt in einer Wiese aufgeschlagen, mein Mann lag schlafend darauf, der Rucksack neben sich, ich lief mit Lady gerade dem Seerundweg entlang, damit sie Pipi machen konnte (sie macht an Picknickplätzen nie...), als ein Mann uns auf dem Weg entgegen kam und den Weg verliess und zu meinem schlafenden Mann auf der Decke hochstieg. Lady blieb stehen, guckte dem Mann nach, fand sein Verhalten seltsam und rannte plötzlich zurück zu meinem Mann, setzte sich vor ihn und als der Mann bis auf 3 m herangekommen war, bellte sie und stellte sich vor meinen Mann hin... der erwachte dann und der Mann kehrte um... ob er etwas aus dem Rucksack klauen wollte oder was auch immer seine Aktion sollte - keine Ahnung! Aber Lady liess ihn nicht zu meinem Mann hin... Sie bewacht uns beide und das ist nicht anerlernt, sie macht das von sich aus. Sagen wir aber, es ist ok, dann gibt sie Ruhe.

    Keine Ahnung, ob es einen Anfängerhund gibt? Sicher gibt es Rassen, die vom Wesen und Verhalten ruhiger und eben leichter erziehbar sind, das habe ich selbst auch erfahren :D Wir, d.h. in erster Linie ich kam durch meine älteste Tochter auf den Hund, sie hatte sich mit ihrem Partner einen Terriermix zugelegt, der bei ihrer Trennung ziemlich genau 1 Jahr alt war. Da sie dann wieder 100% arbeiten musste, landete der Kleine bei mir... Er kannte nichts, da er bei ihr ganz andere Lebensumstände hatte und sie nach der Trennung zu uns zurück kam. Das erste Halbjahr war schwierig für den Hund und mich! Wir lernten beide und danach klappte es super. Als 3 Jahre später unsere Tochter schwanger wurde und nicht mehr arbeitete, holte sie den Hund wieder ganz zu sich. Wir fühlten uns ohne Hund aber nicht mehr komplett und so zog unser erster Berger des Pyrénées bei uns ein.

    Das ist eine ganz andere Art Hund und ich war trotz Hundeschule, kompetenter Hütehundtrainerin rasch am Limit und fühlte mich zeitweise überfordert. Aber ich lernte schnell und viel dazu. Es war hart für mich! Und ich zweifelte oft an mir, ob ich mir wirklich den richtigen Hund geholt hatte... Kam dazu, dass er schwere Epilepsie hatte, was den Umgang mit ihm nicht vereinfachte. Aber nach 3 Jahren intensiver Arbeit waren wir ein wirklich gutes Team :love: Und es war toll mit ihm. Die vielen Stunden hatten sich gelohnt. Mit knapp 4.5 Jahren starb er ;(

    Inzwischen haben wir bald 13 Jahre unsere zweite Berger des Pyrénées Hündin. Sie ist bedeutend einfacher zu erziehen gewesen, weil ich durch den ersten Pyrie schon so viel gelernt hatte. Sie ist ein Traumhund <3 Aber einfach, nie im Leben! Ich persönlich rate Leuten eher von dieser Rasse ab. Obwohl es für meinen Mann und mich unsere absolute Traumrasse ist.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass sich die 5-Uhr Erwachzeit bei ihm einfach quasi eingependelt hat und das dann in den Garten gehen. Das ist für ihn ein Ritual geworden... Und wenn es mit der geschlossenen Tür ja klappt, um so besser :thumbup:

    Lady brauchte schon immer ihre Rituale und je älter, desto mehr. Sind wir z.B. bei Freunden eingeladen, so fängt sie um ca. 23 Uhr an zu stupsen und stellt sich bei denen vor die Tür, geht man dann mit ihr raus, macht sie draussen zwar kurz Pipi, nervt drinnen aber weiter, stupst, fiept usw.... sie will nämlich nach Hause :whistling: Das ist ihre Sofaecke-Kuschelzeit und die hat sie fest einprogrammiert... In solchen Dingen ist sie jetzt im Alter schon nervig geworden. Klar geben wir nicht nach! Sie hat nicht zu bestimmen, wann wir nach Hause gehen, aber auch tagsüber nervt sie zu den normalen Spaziergangszeiten, wenn wir mal später gehen usw. Sie hat vermutlich mit dem Chip auch eine Atomuhr eingepflanzt bekommen 8o

    Klar sind Hunde Rudeltiere... Aber wir sind nunmal keine Hunde und kommunizieren völlig anderst. Mit einem positiven Lernerfolg lernt ein Hund nunmal auch wesentlich besser...


    Da stimme ich völlig zu. Ich wollte damit nur sagen, dass es nicht immer eine spezielle Belohnung fürs Hören braucht (Lob aber schon und deutlich erkennbar Freude zeigen auch), aber die Motivation zum Lernen und eben Gehorsamsein fördern Belohnungen ganz sicher, in welcher Form auch immer.

    Ich persönlich hab einfach gute Erfahrungen mit Abwechslung (Spiel, Gudies und grosse Freude/Lob quasi nach Zufallsprinzip) gemacht. Und zumindest meine Hunde reagierten resp. reagieren ganz deutlich auch mit Stolz und Freude, wenn ich mich schon fast plemplem vor Freude zeige, dass sie etwas toll gemacht haben. Und das, also dass der Hund realisiert, dass er etwas ganz Tolles gemacht hat, das ist für mich der Knackpunkt! Denn genau dieses GEfühl will er wieder erleben, diesen Stolz und diese freudige Aufmerksamkeit - zumindest sehe ich das an Lady. Sie ist verrückt danach und das waren auch meine früheren Hunde. Und eben, wenn ich sie draussen so überschwänglich lobe und mich freue, dass sie etwas toll gemacht hat, dann kommen plötzlich Hunde angerannt, die auch an dieser Freude teilhaben wollen :D Total witzig, die sind auch immer ganz aufgeregt, obwohl sie ja nicht wissen, worum es geht... Aber ich rede dann ganz hoch und eben super fröhlich, das lieben Hunde :) Von daher ist das eine totale Belohnung ohne Gudies etc. wird vom Hund also wirklich als Belohnung empfunden.

    Das war auch gar nicht auf dich bezogen, Lady sondern das was Elia mit dem Stock im Vitaparkur gemacht hat. :)




    Genau das ist ja der Unterschied zwischen belohnen und locken ;)


    @ Vaku: Danke, das habe ich schon so verstanden :) Darum habe ich ja geschrieben "für mich hat das eine AUCH nichts mit dem anderen zu tun"... ;)



    Also.. Ich gehe jetzt auch nicht gerne arbeiten ohne Lohn. Warum sollte dann ein Hund der von Natur aus ein opportunist ist anderst Verhalten?...🤔


    Hier denke ich halt, das kann man definitiv nicht vergleichen 8) Ein Hund ist ein Rudeltier und auch in einem Rudel gibt es eine Hierarchie und Regeln, die jedes Rudelmitglied befolgen muss. Klar, in einem gemischten Mensch-Hund Verband sind die Regeln natürlich für den Hund nicht so einfach verständlich, aber trotzdem gilt, er muss sie befolgen lernen. So sehe ich das.

    Das was du da gemacht hast ist aber locken und nicht belohnen :)


    Für mich hat das eine auch nichts mit dem anderen zu tun... Ich kann einem verfressenen Hund auch Gudies vor die Nase halten und er läuft dann hinterher :D Was aber nicht heisst, dass er kommt, wenn ich rufe und ihm kein Gudie vor die Nase halte :whistling: Zumindest mein Ziel ist es, dass mein Hund kommt, wenn er gerufen wird und dann belohnt wird, aber eben nicht immer oder sicher nicht immer auf die gleiche Art und Weise! Denn sonst nimmt er wirklich rasch eine Erwartungshaltung ein - ich komme und bekomme... Was ich auch täglich sehr oft beobachten kann :D Am meisten muss ich innerlich lachen, wenn die Leute ihre Hunde schon mit Gudie, Gudie rufen 8|8|8| Ah ja.

    Allerdings arbeite ich z.B. mit Hand- und Rufzeichen und Lady reagiert ausserordentlich gut auf die Handzeichen. Sie achtet sehr darauf und wenn ich mal nur verbal sage, dass sie am rechten Wegrand laufen soll und das Handzeichen weglasse, dann bleibt sie irritiert stehen und guckt mich an, was jetzt los ist und ob ich wirklich die rechte Seite meine :D Kaum strecke ich die Hand zur rechten Seite aus, läuft sie schön an den rechten Rand und zufrieden dort weiter. Sie ist stark darauf geprägt. Aber ich halte nichts in der Hand :)

    Lady ist kaum je an der Leine und wenn, dann nur sehr kurze Strecken. Sobald sie das Geschirr angezogen bekommt (sie bekommt beim Anleinen auch das Geschirr an resp. beim Ableinen das Geschirr ebenfalls mit abgezogen, läuft also offline immer nackig), legt sie sich richtig rein, wie ein Husky beim Schlittenanziehen :biggrin: Sie kann nicht Leine laufen :nönö: Sie hampelt rum, zieht und läuft eh immer im typischen Pyrie- Trab, also gehen im Sinn von laufen kennt sie nicht.

    Ich kenne mich mit Bullys nicht aus, evt. laufen die auch eher im Trab? Oder hast du das Gefühl, dass er sich nicht wohl fühlt? Ich bin halt generell kein Fan von Leine, weil eben, Hunde können nie ihr normales Tempo laufen und müssen ständig quasi ihre Gangart anpassen und verändern, damit sie nicht zu schnell sind und ins Ziehen kommen. Wenn es bei euch nötig ist, dass er oft an der Leine laufen muss, kannst du ihn evt. ablenken, dass er mehr auf dich konzentriert ist und nicht so sehr vorwärts drängt? Weisst du, ich denke da an so kleine Übungen wie ihn zwischen den Beinen zickzack laufen lassen (jaa, ist mit Leine blöd, aber machbar) oder dass er sich neben dir um sich selber dreht usw. Ich lenke Lady oft mit so kleinen Aufgaben ab, damit sie nicht zu sehr zieht, wenn wir einige Meter an der Leine gehen müssen.

    Helene, habe nicht den ganzen Text durchgelesen, werde ich aber nach deiner Info auch nicht mehr machen. Bin auch kein Fan von Streicheln als Belohnung.:)


    Ich wäre ein Fan von Streicheln als Belohnung :D aber bisher war das noch keiner meiner Hunde :rolleyes: Im Gegenteil! So unterschiedlich meine bisherigen Hunde waren, eines hatten sie alle gemeinsam: sie wollten nicht nach einer Übung mit streicheln belohnt werden. Keine Ahnung warum, aber das zeigten sie alle deutlich. Das war ihnen komischerweise sichtlich unangenehm.

    Ich hab es bei jedem probiert, aber schnell aufgegeben. Verbales Lob, grosse Freude zeigen mit Stimme und Körper, Gudies und Spiel - fanden resp. findet die Pyries toll. Der Terriermix war da speziell, Spielen fand er generell doof, aber mit Stimme und Gudies war er zu begeistern.

    Ich gehe öfters mit einer Kollegin und ihrem Hund laufen. Sie sagt zwar zu Luna, es gäbe nichts, doch dann gibt sie trotzdem was. Sehr oft klebt Luna förmlich an ihr und will ständig Guddies. Das stresst mich extremst.


    Sorry, aber das versteh ich jetzt gar nicht :/ Warum sagst du der Kollegin nicht, dass du das nicht möchtest =O:/

    Ich laufe ab und zu mit Kolleginnen und es ist absolut klar, dass sie ihren Hunden Gudies geben, aber Lady nichts bekommt. Klar geht Lady auch zu ihnen hin :D Sie sieht ja, es gibt was Feines, aber dann kriegt sie halt nichts und das ist dann einfach so. Lady ist null futterneidisch. Sie läuft dann einfach weg und gut ist.

    In der Regel ist es wegen Ladys Allergien, dass sie nichts bekommen darf und die meisten haben halt Gudies dabei, die Dinge enthalten, die Lady nicht verträgt. Von daher ist klar, dass es keine Ausnahmen gibt.

    Und eben, Lady probiert es natürlich, aber eigentlich weiss sie inzwischen, dass sie nichts abbekommt. Hunde haben ja schliesslich auch ihre Erfahrungswerte. Von daher geht sie hin, aber wenn die Person zu ihr sagt, nein du kriegst nichts, dann geht sie weg. Und ich ruf sie logischerweise dann zu mir, damit die Kollegin ihren Hund in Ruhe belohnen kann.

    Ich bin ja nicht so ein Fan von Gudie geben... aber sogar ich baue am Anfang die wichtigsten Grundsachen wie eben den Rückruf auch - nicht nur - mit Gudie-Belohnung auf. Wobei ich immer erst mal schaue, was meinem jeweiligen Hund denn super wichtig ist als Belohnung. Skipper z.B. fand Gudie gar nicht soo wichtig, er war für eine tolle Spieleinheit viel empfänglicher... Ich wechsle aber auch bei Lady ab, selbst heute noch (Gudies gibt es jedoch seit sie ca. 2 Jahre alt ist nicht mehr, hab ich gar nie dabei), sie bekommt jetzt einfach noch verbales Lob oder eben eine spezielle kurze Spieleinheit.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass - falls ein Hund gemeinsames Spiel toll findet, also gemeinsames kurzes rennen, sich umdrehen und zurück rennen usw. - Hunde super gut darauf reagieren, wenn man mit den Belohnungen abwechselt und sie nie wissen, wie sie belohnt werden. Also mal Gudie, mal Spiel, mal verbales Lob usw. Das erhöht die Spannung und macht es für sie interessanter an die Belohnung zu kommen, das ist quasi wie ein Spieler im Spielkasino... Ich mache mir das schamlos zunutze :D Es funktioniert bestens!

    Und so würde ich, wenn schon, den Rückruf auch neu aufbauen. Zuerst natürlich Schleppleine dran, denn nicht hören geht gar nicht :cursing: Es muss von Anfang an klar sein, dass nicht hören nicht funktioniert. Da darf es kein Erfolgserlebnis mehr geben! Wenn bei mir ein Hund nicht auf den Rückruf hört, gibt es kein zweites Rufen X( Schleppleine aufnehmen, Hund ranholen, Leine kurz nehmen und dann wird kurz UO geübt und zwar so lange, bis der Hund absolut konzentriert mit mir arbeitet. Dann wird die Leine wird lang... Da bin ich total konsequent :P Aber ich mach auch immer ein Freudenfest, wenn der Hund sofort kommt, wenn ich rufe. Der bekommt dann Aufmerksamkeit und Spiel und Spass wie blöd :D

    Bei mir sind die Hunde verrückt nach Aufmerksamkeit und nicht Gudies. Aber auch wildfremde Hunde kommen ständig zu mir :huh: Mein Mann lacht immer. Die sehen, dass ich Action liefere und wollen mitmachen. Denen ist langweilig, weil ihre Halter am Handy hängen und ihnen keine Unterhaltung liefern. Bei mir sehen sie, da geht was und schwups wollen sie auch. Für Lady und mich lästig, aber verständlich. Darum mein Tipp: mach dich spannend :) Nicht nonstop, aber immer wieder.

    Für den Bergen-Grand-Seigneur ist natürlich Meerwasser nicht so ideal!:hihi:


    Wusstest du eigentlich, dass der Berger des Pyrénées der Maskotthund der Resitance war im letzten Weltkrieg? Er wurde wegen seine Intelligenz sehr viel gebraucht und extrem geschützt. Man hat ihn z.B. gebraucht als Wegführer in den Bergen für die Flüchtlinge, auch weil er so menschenfreundlich ist. Schön, wenn einen Hund so eine gloriose Vergangenheit hat.


    Ja, der Pyrie wurde auch als Botenhund im Krieg eingesetzt und es sind leider viele Berger des Pyrénées im Kriegsdienst gestorben... Lady ist unser zweiter Hund dieser Rasse und wir haben uns ziemlich ausführlich mit der Herkunft usw. der Rasse befasst.

    Übrigens habe ich null Orientierungssinn und schon unserer erster Pyrie und auch sie führen mich zuverlässig zum Auto zurück, wenn ich mal wieder den Rückweg nicht finde :D:whistling:

    Ich hatte von derselben Rasse erst einen Rüden und jetzt eine Hündin.

    Der Rüde war bis 2 Jahre intakt und wir haben ihn dann kastriert, weil er ständig von anderen Rüden attackiert wurde und zwar massiv und da bei ihm mit 2 Jahren eine Epilepsie festgestellt wurde, wollten wir ihm den dauernden Stress dieser bösen Attacken ersparen. Nach der Kastration hörten die Beissvorfälle auf. Er selbst war nie stark sexuell an Hündinnen interessiert und problemlos in dieser Beziehung. Er hatte mit ca. 6 Monaten eine kurze "schlecht-Hörphase" und mit 18 Monaten die grosse Pubertät, wo er dann an die Schleppleine musste, weil er einen totalen Rückfall in die glaub Vorwelpenzeit hatte ;( Er kannte oder konnte gar nichts mehr... und mit ca. 2 1/2 nochmals kurz, danach war es mit ihm gut und klappte alles bestens.

    Lady war bedeutend einfacher zu erziehen, sie war allerdings bis 18 Monate total ängstlich und unsicher, sie war mit 10 Monaten das erste Mal läufig und danach scheinträchtig und das machte ihr und damit uns schwer zu schaffen. Sie lag nur noch depressiv rum... Mit 18 Monaten fand Lady, sie sei die Königin der Hunde und ihr gehöre die Welt =O:D Und dann ging die Post ab und wir mussten dem vorher ängstlichen Hündchen erst mal Manieren beibringen... Sie war dann wirklich sehr sehr pubertär und holte alles nach 8o Sie zickte alles und jeden Hund an und war nur noch rotzfrech. Auch sie hatte mit ca. 2.5 Jahren noch einen kleinen Rückfall ins Zickengehabe, aber seither ist sie eine wunderbar zuverlässige Hündin, die hört und tut, was man ihr sagt <3

    Lady war bis zur Pensionierung meines Mannes vor 5 Jahres super schlank, also auch als Welpe und Junghund. Seit mein Mann pensioniert ist, bekommt sie von ihm immer wieder feine Häppli zwischendurch und hat ein Kilo zugenommen... Da sie zuvor wirklich sehr schlank war, ist das nicht dramatisch (vorher 9.5 kg auf 42 cm Schulterhöhe, jetzt 10.5 kg) und dank ihrem langen und dichten Fell sieht sie sowieso nach viel mehr Gewicht aus, als sie tatsächlich wiegt...


    Aber ich habe ihre Futtermenge nach unten korrigiert (früher 4%, jetzt nur noch 3%), damit sie nicht noch mehr zunimmt. Sie hat Arthrose in den Vorderpfoten/Zehen und da wäre Übergewicht gar nicht gut. Momentan hat sie kein Übergewicht, ist einfach nicht mehr ganz so super schlank wie früher.


    Ob der Gesundheitszustand insgesamt damit zusammenhängt, ob ein Welpe/Junghund pummlig oder schlank war, bezweifle ich. Ich denke, da spielen Ernährung, Bewegung und Genetik zusammen eine grosse Rolle...

    Lady war schrecklich reserviert zu Fremden, obwohl wir wirklich alles versucht haben sie zu sozialisieren. Sie nahm keine Gudies an, sie liess sich nicht mit Spielzeug locken, da war einfach nichts zu machen. Wir haben drei Jahre sehr daran gearbeitet, aber dann gab ich auf. Schliesslich hat sie die Leute ja einfach ignoriert und sie nicht etwa verbellt usw. Mit 8 Jahren hat sich das dann plötzlich verändert, Lady hat angefangen von sich aus auf Leute, mit denen ich z.B. auf dem Spaziergang kurz geredet habe, zuzugehen und liess sich auch streicheln. Völlig neu!!! Vorher stand sie immer neben mir, egal wie lange ich mich unterhielt, wäre aber nie im Leben zu den Leuten hingegangen. Anfangs tat sie das nur bei Hundehaltern, inzwischen macht sie das bei allen Leuten, mit denen ich spreche. Was immer noch nicht geht, sind Leute die einfach so direkt auf sie zulaufen und sie anfassen wollen. Da weicht sie aus und wenn die ihr nachlaufen und nach ihr fassen, dann bellt sie und rennt weg.

    Ich bin froh, dass Lady keine Leute anspringt, das ist für mich ein No-Go erster Klasse und hasse ich persönlich total! Sie steht auch nicht hoch, würde ich auch nicht akzeptieren. Mag ich nicht || Sie ignoriert alle Leute und ich finde das gut und richtig. Erst wenn ich in Kontakt trete, tut sie das jetzt auch.


    Kurzum, ich bin nicht der Typ, der findet, ein Hund muss jeden Menschen mögen und sofort hingehen. Wichtig ist, dass der Hund keinen Stress hat!!! Er soll sich im Alltag stressfrei bewegen können und wenn das der Fall ist, dann ist es gut. Natürlich darf der Hund niemanden gefährden oder bedrängen. Er soll also die Leute dann auch ignorieren, wenn er ignoriert werden will.

    Hallo Marianne - vielen Dank für den Bericht. Wie bereits schon erwähnt, wir haben letzten Sommer eine Wasserwanderung (glaube man sagt Kneippe?) mit Elia unternommen. Es ging eigentlich sehr gut, bis Elia mit dem Bauch am Wasser kam, dann ist sie schnell wieder am Ufer gesprungen. Also Wasserwanderungen mit Sandalen machen wir viel in Sommer, der Wasserspiegel darf aber nicht zu tief werden. Elia läuft auch wahnsinnig gern im Schnee auch Tiefschnee - also das Problem ist nicht die Kälte - Es muss etwas anders sein, vielleicht das Unerwartete. Wir müssen also wie bereits in diesem Forum erwähnt sehr vorsichtig mit ihr vorgehen. Das werden wir noch üben und ich habe gute Hoffnung, weil Prager Rattler mögen das Wasser. In Internet sieht man immer wieder YouTube mit schwimmenden PR.


    Ich denke, wenn ihr viel im Wasser unterwegs seid und sie nicht zwingt, dann wird sie schon noch Freude daran bekommen. Lady ist die ersten Jahre nur bis zum Bauch ins Wasser gegangen und mit ca. 4 Jahren schwamm sie plötzlich... Sie ist zwar keine begeisterte Schwimmerin, meist will sie sich nur bis zum Bauch ins Wasser legen, das aber alle 5 Minuten... aber ab und zu packt es sie und sie geht schwimmen. Hingegen darf es keine Wellen haben!!! Da ist Flucht angesagt und Meerwasser findet sie schrecklich.

    Ich war früher Dogsitterin und habe drei Jahre eine Chihuahua Hündin betreut, die total wasserscheu war. Ihr hing oft die Zunge fast bis zum Boden, aber sie wollte nicht aus einem Bach trinken, aus Angst mit den Vorderpfoten ins Wasser zu treten =O Lady rannte und pflanschte im Bach herum :D Ich hab dann meine Wassersandalen mitgenommen, ganz viele Gudies und bin mit der Kleinen zu ganz flachen Bächlein gegangen und bin selber in den Bach hinein gegangen und hab Lady Gudies reingeworfen und mit ihr gespielt und natürlich auch die Kleine gelockt ganz am Ufer nur einen Schritt ins Wasser zu machen, um sich ein Gudie zu fischen. Im ersten Sommer hab ich sie so weit bekommen, dass sie immerhin mit beiden Vorderpfoten ins Wasser ging, im zweiten Sommer lief sie ganz in einen flachen Bach und ab dem dritten Sommer latschte sie Lady unbekümmert hinterher in Bäche hinein :thumbup: Allerdings habe ich sie nie gezwungen! Ich bin auch immer in die Bäche mit hinein gegangen... Geschwommen ist sie nie, aber mir ging es darum, dass sie sich abkühlt und trinkt, sie hatte mit ihrem kleinen Körper und so nah über dem Boden immer schnell heiss (und im Winter kalt).

    Ich muss gestehen, dass es in den ersten Jahren, als Lady ganz extrem abweisend zu fremden Leuten war, sehr anstrengend für uns war, wenn diese ohne zu fragen auf sie zugingen - zwar total begeistert und schon in unsere Richtung fragend, ob das eine Rasse sei und wenn ja, was für eine, aber eben schon nach Lady grapschend. Klar, immer in liebster und bester Absicht! Aber halt gar nicht im Sinn von Lady, die einfach nur ignoriert werden wollte und auch alle Leute ignoriert hat, bis die eben direkt auf sie zukamen und sie evt. sogar noch anfassen wollten... Dann artete das für alle Beteiligten in Stress aus und darum hatten wir keine Freude daran.

    Anfangs versuchten wir wirklich alles, um Lady Menschen "schmackhaft" zu machen, aber nach einigen Jahren gaben wir unsere vergeblichen Bemühungen auf. Im Alter von 8 Jahren fand Lady dann plötzlich die meisten Menschen absolut ok, insofern die sie nicht bedrängten, sondern wenn wir stehen blieben und uns unterhielten sie einfach in Ruhe liessen und Lady zu ihnen gehen konnte und dann war es auch absolut bestens, wenn die Lady dann streichelten. Plötzlich ging resp. geht das jetzt ganz ohne Stress. Und darum ist es jetzt auch schön uns mit anderen über sie resp. die Rasse und deren Vor- und Nachteile zu unterhalten. Denn viele halten Lady für einen Mix und haben noch nie von der Rasse gehört.

    Zwei witzige Begebenheiten haben wir in diesem Zusammenhang erlebt:

    Eine Frau fragte uns, ob Lady ein Terriermix sei. Wir verneinten und haben ihr die Rasse genannt. Sie meinte dann, aber da ist garantiert Terrier drin und wollte nicht glauben, dass das ein reinrassiger SChafhütehund ohne Terrieranteil ist :kaputtlach: Sie wiederholte immer wieder, sie sei überzeugt, dass da Terrier drin sei...

    Und als wir in Bergen/Norwegen am Hafen unterwegs waren, legte gerade ein Kreuzfahrtschiff an und die Leute strömten in SCharen vom Schiff an Land. Darunter auch viele Japaner. Zwei Japanerinnen kamen auf uns zu und sahen und Lady und uns an und fragten: may we take a picture of your pyr shep... Wir waren baff, dass sie die Rasse kannten :nicken: