Beiträge von Lady

    Ich komme echt langsam nervlich an eine Grenze mit ihrem ständigen Rumgetiger. Seit ca. 3 Wochen jetzt und zunehmend schlimmer, wie ich finde (oder meine Nerven werden einfach immer kürzer). Sie kommt von sich aus nie einfach zur Ruhe, auch tagsüber nicht. Ich muss sie ins Körbchen beordern und dort anbinden, damit sie mal ein, zwei Stunden döst/schläft. Für die Nacht habe ich jetzt wieder eine Box aufgestellt..


    Nach wie vor habe ich aber das Gefühl (und die grosse Angst!) dass es eine degenerative Demenz sein könnte.. die Symptome passen einfach ziemlich genau. Wobei sich gewisse aber auch mit den Symptomen der Hypothyreose überschneiden. Naja.. kommt Zeit, kommt Rat.


    Ich muss gestehen, dass ich sicher bin, dass ich von so einem ständigen Herumgelaufe auch nervös würde, vor allem, wenn ich dann noch längere Zeit nicht schlafen könnte 8| Und auch ich hätte echt Angst, dass es eine beginnende degenerative Demenz sein könnte :sad:

    Aber so lange es Hoffnung gibt, dass es andere Ursachen für ihr Verhalten gibt, würde ich ebenfalls daran arbeiten, dass ihr da geholfen wird, da die geeigneten Medis und Mittel und evt. Physio usw. zu finden - kurzum halt alles ausschöpfen, was sinnvoll und machbar ist.

    Punkto SDU bei Hunden kenne ich mich nicht aus, ich hab zwar selber eine, aber bei Menschen soll die sich ja ganz anders bemerkbar machen.

    Von Menschen mit Krebs weiss ich nur, dass sie nach Bestrahlungen bedeutend weniger Schmerzen hatten und die Krebszellen vorübergehend im Wachstum zurückgingen, ich hoffe und wünsche es Tiesto, dass es bei ihm auch so sein wird!

    Meine Beobachtungen sind natürlich "Kinkerlitzchen" gegen so Erkrankungen wie Mairin oder Tiesto sie haben...

    Aber auch Lady baut ganz langsam ab. Ich mache ja immer so Überraschungsaufgaben mit ihr, d.h. komplett neue kleine Herausforderungen verschiedenster Art. Gerade vorgestern habe ich sie wieder vor so eine gestellt und bemerkt, dass sie einfach länger braucht, um so eine - diesmal war es eine total einfache (fand ich) - zu lösen.

    Aufgabe: man nehme eine durchsichtige Schüssel (durchsichtiger Eimer geht auch), gross genug, damit der Hund den Kopf problemlos reinstecken kann. Lege oder werfe ein Gudie rein, ein paar Mal nacheinander. Dann legt man das Gudie entweder unter die Schüssel oder hinter den unteren Rand. Der Hund soll von oben das Gudie sehen, aber nicht dran kommen :P Und dann soll er das "Problem" lösen, wie er ans Gudie kommt...

    Lady hat 3-4 x probiert durch die Schüssel ans Gudie zu kommen, bemerkt, dass es nicht geht, mich um Hilfe suchend angeschaut und erst dann angefangen aussen rum zu schnüffeln... und wurde dann fündig. Selbst als ich ihr die Aufgabe gestern nochmals stellte, kam sie nicht sofort auf die Lösung :huh: Das wäre ihr noch vor einem Jahr nicht passiert, da hätte sie am Tag darauf die Lösung noch gewusst!

    Puh, das finde ich jetzt echt heftig =O Und wäre - obwohl sehr schlagfertig - ganz sicher auch erst so überrumpelt und schockiert gewesen, dass ich bestimmt nicht hätte grossartig reagieren können. Positiv daran ist, dass das zumindest Dinge sind, die man behandeln und ihr helfen kann :thumbup: Ganz sicher die Schilddrüse, falls die betroffen ist und die Spondylose mit Physio und Schmerzmitteln. Damit ist ihr ganz sicher schon massiv geholfen. Und das ist ja das Wichtigste.

    Trotzdem wäre ich massiv sauer, wenn ich wüsste, dass wegen der Nach- oder Fahrlässigkeit eines TA mein Hund hätte leiden müssen :cursing: Und das würde ich garantiert anbringen! Ich persönlich setze mich dann immer hin und schreibe der Leitung/Direktion einer Klinik einen Brief, weil ich mich schriftlich besser ausdrücken resp. mir die Worte überlegt formulieren kann. Der Brief ist dann ausserordentlich höflich verfasst, aber zwischen den Zeilen explosiv bösartig, was jeder versteht 8o Mir liegt so etwas :evil: Und ich kann damit gut Frust abbauen...

    Auf jeden Fall würde ich einen Preisnachlass auf die zweite Untersuchung verlangen!

    Aber so oder so, ich hoffe für Mairin und dich, dass es ihr in dem Fall bald wieder besser geht :good:

    selbst gewisses streicheln geht nicht mehr. Dafür ist sie anhänglicher geworden. Früher kam sie sich durch kraulen und ging in ein Hundebett zurück. Jetzt schläft sie je nach dem auch gern mal bei demjenigen wo sie ist im Bett dafür bitte ohne Anfassen.


    Lady hat immer gerne geschmust und sich streicheln lassen (allerdings ausschliesslich von uns beiden und ihrem Hundegotti), aber in den letzten 3-4 Jahren lässt sie sich jetzt auch von anderen Hundehaltern praktisch sofort streicheln (was zuvor absolut undenkbar gewesen wäre und sie war auch nicht mit Gudies bestechlich...) und wenn ich irgendwo sitze und lese oder wie jetzt am PC bin, dann kommt sie ungefähr alle 15 Min. und stupst mich ganz ganz fein (wirklich wie ein Hauch) mit der Nase an und stellt sich neben mich, weil sie hofft, dass ich sie dann streichle. Und ja, in den allermeisten Fällen mache ich das natürlich auch :) Manchmal halt nur kurz und schick sie dann wieder ins Körbchen, aber manchmal denke ich auch, wer weiss, wie lange wir uns noch haben, dann gibts eine ausgedehnte Kuschelzeit...

    Skipper, unser früherer Pyrie-Rüde, war der Kontakt-Liege-Typ. Er legte sich total gern so neben einen, dass er Körperkontakt hatte, aber wollte nicht angefasst werden! Er mochte keine ausgedehnten Streicheleinheiten.

    Magi das klingt sehr schön wie die anderen Hunde zu ihr schauen. Was sind deine Hunde für Rassen?


    Wie alt ist sie denn jetzt? Unser bald 15 jähriger Yorkie war früher extrem anhänglich und am liebsten immer auf der Schoss. Man konnte alles mit ihr machen, auf den Rücken legen und Haareschneiden am Bauch sie bewegte sich keinen Milimeter. Jetzt fängt sie meistens an zu zappeln wenn man sie auf die Schoss nimmt und es ist fast unmöglich ihr die "Augenflärze" zu entfernen oder die Haare im Gesicht zu kürzen. Sie wehrt sich extrem (ohne schnappen aber sie verrenkt den Kopf auf alle Seiten) auch wenn man zu zweit ist kann man sie nicht halten, man hat Angst ihr das kleine Genick zu brechen. In der Aufregung bekommt sie dann immer Hustanfälle:(. Lassen sich eure Seniore auch nicht mehr gerne im Gesicht anlangen?


    Bis vor ca. 1 Jahr konnte ich Lady überall anfassen, wie ich es ja bei ihr von Welpe an geübt und gemacht habe. Dann begann sie erst z.B. das Maul nicht mehr zu öffnen, wenn ich die Zähne angucken wollte, murrte, wenn ich ihr den Tränenkanal säuberte oder beim Bürsten usw. Auch das Schneiden der Haare vor den Augen wurde mit leisem Knurren kommentiert... Inzwischen hat sich das alles gesteigert, Madame knurrt richtig, wenn ich die Zähne anschauen will und öffnet den Mund um keinen Preis X( Auch beim Bürsten knurrt sie (nein, kein schnappen usw., aber einfach hörbarer genervter "Kommentar"), Haare im Gesicht schneiden oder eben mal Tränenkanal putzen - sie will nichts mehr von all diesen Dingen haben :thumbdown: Natürlich setze ich mich durch und kriege dann gleich ein paar Leckeinheiten als "Entschuldigung" wenn ich dann ein wenig verbal laut werde oder - ihr Horrorszenario - sie kurz leicht anpuste. Für Lady ist das die schlimmste aller Strafen... kurzes und wirklich nur leichtes ins Gesicht hauchen/blasen.

    Und auch Lady bekommt Hustenanfälle bis zum Würgen... Aber nicht vor Aufregung, sondern beim Schlafen, weil ihr (vermutlich) die Schleimhäute im Hals austrocknen und wenn sie aufwacht, hustet sie wie verrückt. Sobald wach, nicht mehr. Immer nur beim Aufwachen.

    Lady verliert seit einigen Tagen büschelweise Fell =O Überall liegen die Büschel rum, vor allem im 1. Stock, wo wir Teppiche haben, sieht man das gut... Ich vermute mal, dass es mit den plötzlich warmen Aussentemperaturen zusammen hängt. Denn wir haben zwar die Heizung natürlich zurück gedreht, aber es ist drin trotzdem - meiner Meinung nach - übermässig warm! Ich lüfte zwar immer wieder, aber wenn ich ins Haus komme, ist so ein warmer Dampf drin :rolleyes: Stelle ich die Heizung ab, ist mir dann aber doch kalt - blöd!

    Ausserdem kann es auch von den Schmerzmitteln kommen... Lady hat allerdings weder Schmerzen noch irgendwelche Medis. Bei ihr ist es ganz sicher nur die seltsame Wärme draussen.

    Uii Lady gut ist mir das nicht passiert. Keine Ahnung was mein Hund dazu gemeint hätte wenn mich jemand Wildfremdes anrempelt. Das könnte bei dem einen oder anderen Hund heftig nach hinten los gehen....


    Ja, bei Lady eben auch! Sie ist ziemlich gut - fast zu gut - darin mich zu beschützen... Sie stand auch schon knurrend bereit, weil ich ja vor Schreck "hey" gerufen hatte... Vermutlich hätte der Jogger sonst auch gar nicht angehalten ;) Aber Lady hatte sich umgedreht und versperrte ihm den Weg und das eben knurrend und die Lefzen hochziehend. Sie kennt da null Spass X/ Ich bin ihr Heiligtum :love:

    Oje Anne, das tut mir sehr sehr leid :* Beim Rüden einer Bekannten fing seine Demenz auch mit nächtlicher Unruhe, also hecheln und herumlaufen nachts an... Tagsüber war er logischerweise auch total müde, immer wieder verwirrt, reagierte verlangsamt auf ihre Rufe usw. Auch bei ihm kam es eigentlich ziemlich abrupt, d.h. zwar schlicht sich das schon ein, ging dann aber ziemlich rapide schlechter. Dann machte es aber zum Glück wieder einen langen Stillstand bis es dann wieder einen Schub gab.

    Von daher befürchte ich leider, dass Mairin eher neurologische Probleme und keine körperlichen hat. Das ist tragisch, denn physische Probleme kann man meist gut behandeln. Ich drück euch beiden die Daumen, dass sich ihr Zustand nicht schnell und nicht stark verschlimmert :thumbup:

    Boah, das mit der Kutsche geht ja gar nicht! :rolleyes: Gute Besserung an den Knöchel...



    Waldweg, und sie kamen von vorne. Wir sahen sie, riefen die Hundis und machten Leine auf kurz, Hundis am Rand und wir gingen hintereinander. Wie man es halt so macht wenn man anständig sein will :nicken: Meint ihr die Biker hätten sich auch etwas dünn gemacht?! Nein, sie blieben stur nebeneinander jeder auf seiner Spur. Wir mussten dann ins Wiesenbort in den Matsch stehen :nönö: Ja die dummen HH stehen in den Matsch weil sich so gehört, ein Danke oder sonst was kam natürlich nicht. :pfeifen:


    Ich muss gestehen, ich bin inzwischen mit Velofahrern nicht mehr anständig. Ich gehe zwar an den Wegrand und Lady muss selbstverständlich auch an den Wegrand! Das hat nichts mit "anständig" zu tun, ist für mich selbstverständlich. Aber wenn zwei (oder mehr) nebeneinander fahren und erwarten, dass ich ins Bord oder die Wiese trete, haben sie bei mir Pech :evil: Ich schicke zwar Lady in die Wiese, damit ihr nichts passiert, aber ich mache mich bereit und signalisiere das auch und rufe ihnen zu, dass ich sie trete, wenn sie mir nicht Platz lassen! Ich hole sichtbar mit einem Fuss aus und schwups fahren sie hintereinander :thumbup: Es hat alles Grenzen!!!

    Übrigens sind es nicht nur Velofahrer, die einen von hinten kommend erschrecken... Gerade heute lief ich im strömenden Regen und so hörte ich die Jogger nicht. Die Wege sind hier ca. 2.5 - 3 m breit (je nach Stelle). Ich habe keine Modelmasse, aber soo dick bin ich nicht ;) Und ich laufe immer extra auf einer Wegseite, damit andere problemlos vorbei können (also nicht in der Mitte...). Jedenfalls wurde ich heute beim Laufen plötzlich unsanft angestossen und hab mich natürlich erschrocken. Ein Jogger :cursing: Brauchte offenbar Nähe zu einem Menschen X( Ich hab dann so "hey" ausgerufen, blieb der Typ stehen und meinte, es sei ja nichts passiert. Ich hab gesagt, stimmt, aber was, wenn mein Hund zu Ihnen rennt und sie von hinten kommend derart anstösst? Finden Sie es dann auch total ok? Oder erschrecken Sie sich, weil Sie meinen Hund nicht kennen und nicht wissen, was er von Ihnen will... Ich kenne Sie nämlich nicht und weiss nicht, was Sie für Absichten haben! Fand er dann logisch und hat sich entschuldigt - immerhin. Aber zuerst war er sehr aufgebracht und wütend. Musste ihn erst wieder auf den Boden der Tatsachen runterholen. Und ich denke, nicht allen Leuten fallen sofort gute Argumente ein (ich bin schlagfertig).

    Natürlich ist es so, dass Hunde sofort merken, wenn wir angespannt sind und darauf reagieren. Andererseits komme zumindest ich immer wieder in Situationen, wo ich mich schon frage, ob eigentlich gewisse Hundehalter in einer psychiatrischen Klinik abgehauen sind oder sonst irgendwelche psychischen Probleme haben... Ein Beispiel, letzten Sommer liefen wir im nahen Elsass (Frankreich), direkt über der grünen Grenze komplett allein einem winzigen Bachlauf entlang über eine abgemähte Wiese. Dort gibt es nur Feldwege und es ist alles Fahrverbot. Ab und zu trifft man mal auf einen Reiter. Jedenfalls kam plötzlich ein Auto an den Waldrand (ca. 150 m entfernt) angefahren, hielt beim Hochsitz an, Fahrer stieg aus, öffnete die Heckklappe, liess zwei Retriever raus, die sofort wild bellend über die ganze riesige Wiese auf Lady losrannten 8| Er stand einfach dort, beobachtete das, rief aber seine Hunde nicht zurück, nichts! Lady hat sie dann separiert und sich einen nach dem anderen vorgenommen und beide zurückgejagt... Was tat der Halter der Retriever? Er öffnete die Heckklappe des Autos, liess die Hunde reinspringen, schloss die Heckklappe und ging allein in den Wald =O Wozu er seine Hunde auf uns und Lady gehetzt hat - keine Ahnung :/ Wir durften dort laufen! Lady lief bei uns, alles war korrekt... Er hat uns auch nicht etwa zugerufen, nichts. Total plemplem!

    Zum Glück sind das Einzelfälle. Der Grossteil der Hundebegegnungen und Kontakte mit den Haltern verläuft positiv :thumbup: Aber manchmal frage ich mich schon, was für komische Gestalten unterwegs sind und Hunde halten :|

    Ihr habt mit Hünenberg eine gute Entscheidung getroffen! Ich wünsche Tiesto und euch von Herzen noch eine möglichst schöne Zeit zusammen und hoffe, dass ihr nicht ständig an seine Krankheit denken müsst, sondern ihn einfach geniessen könnt - in diesem Sinn egal wie lange, Hauptsache gemeinsam <3

    Das kann ich zum Teil sogar nachvollziehen. Aber wenn die andere Hündin von Lady abguckt und das nach vorne preschen übernimmt und evt. dann nicht nur wäffelet sondern mehr von ihr kommt, habt ihr, bzw. die andere HH und Hündin das nächste Problem. Man weiss es nie. Hoffen wirs nicht. :)


    Ja, das ist absolut richtig. Das wäre dann blöd! Der Einwand ist gut und ich werde es darum bei Lady nicht mehr zulassen, dass sie andere Hunde zurechtweist, wenn diese Hündin dabei ist. Danke für den Tipp :thumbup:

    Ist ja schön, dass diese Hündin ,,auftaut,,:nicken: von wegen Spielen wollen usw. usw.

    .... aber das nach vorne gehen, finde ich keine gute (sogar schlechte) Entwicklung, die von Lady abgeschaut wird:nönö:

    Das Ziel sollte doch sein, ein unsicheren Hund zu schützen und Sicherheit zu bieten, damit er eben ruhig wird und nicht nach vorne prescht, weil das tun nur Hund, die in der Situation überfordert sind.


    In der Regel lass ich Lady nicht nach vorne preschen, sondern nehme sie ins Fuss! Aber wenn halt so ein Kläffer kommt, der von seinem Mensch nicht erzogen und gerufen wird, dann, ja dann kann ich es manchmal nicht lassen und lass Lady "walten" :P Da ich weiss, dass Lady weder schnappt noch beisst, sondern nur scheucht und wütet, kann ich ganz gelassen bleiben. Umgekehrt würde ich es nie zulassen, dass sie zu anderen Hunden hinrennt und die einfach so ankläfft. Macht sie aber nicht, sie ignoriert sogar sehr viele Hunde bei Begegnungen und läuft einfach vorbei.

    Ihr steht sicher noch unter Schock und es tut mir wahnsinnig leid für euch! Vor allem finde ich es auch unglaublich belastend, dass ihr nun noch derart unter Zeitdruck steht... Aber es ist absolut sinnvoll rasch zu handeln. Egal, wie ihr euch schlussendlich entscheidet, ich fühle mit euch und hoffe, dass doch noch alles gut kommt!

    Seit einigen Monaten hat eine Nachbarin eine 8 Jahre alte Berger des Pyrénées Hündin übernommen. Die Hündin war vom Tierschutz vor ca. 2-3 Jahren ausgeschrieben und von einer Frau, die zwei Strassen wohnt, genommen worden. Ich hatte mich ehrlich gesagt darüber gewundert, weil diese Frau berufstätig ist, noch nie einen Hund hatte und wie sie mit dieser vom Tierschutz als Angsthündin beschriebenen Pyrie-Dame umging schien mir alles andere als liebevoll oder freudig. Nun sah ich dann plötzlich vor einigen Monaten eine Nachbarin mit dieser Hündin laufen und sprach sie an und tatsächlich ist es dieselbe Hündin...

    Nun ist sie beim 4. Halter gelandet, aber hoffentlich nun am Endplatz. Das Ehepaar hatte schon einige Hunde und alle bis zum Tod. Die Hündin ist wirklich ängstlich, sehr sogar und schnappt auch. Wir waren nun einige Male gemeinsam laufen.

    Anfangs wollte sie von Lady rein gar nichts wissen, die natürlich alle Pyries toll findet und Freude hatte eine Kameradin zum Spielen zu haben. Aber die Hündin spielt nicht... Im Gegenteil, sie hat Lady angeknurrt und nach ihr geschnappt =O Lady hat sie darum ignoriert und einfach mit mir und ihrem Ball gespielt. Nun ging das drei Wochen so und jetzt fängt die Hündin aber jedes Mal, wenn wir gemeinsam laufen mehr an Lady kleine Spielaufforderungen zu machen :love: Zwar hat man den Eindruck, dass sie manchmal noch selber über ihren Mut erschrickt und dann schnell wieder davon rennt, aber sie traut sich immer öfter zu Lady, schnuppert mit ihr oder rennt ihr einfach hinterher. Lady kann ja nicht laufen, sie muss rennen ^^

    Normalerweise - und das ist noch eine der grössten "Baustellen" bei der Hündin - rennt sie einfach davon, wenn ein oder mehrere Hunde kommen und sie kreuzen muss. Meine Nachbarin leint sie in der Regel an, um ihr Sicherheit zu geben, aber manchmal biegen halt Hunde um die Ecke, die man nicht vorher sah usw. Bis vor einer Woche rannte sie immer weg, nun rennt sie entweder nur noch weniger Meter weit und kommt dann von selbst zurück oder bleibt manchmal sogar stehen. Sie hat bemerkt, dass Lady sie beschützt und gestern hat sie sich doch tatsächlich zusammen mit Lady nach vorne auf einen Hund gestürzt 8| Beide haben nur kurz gebellt, aber nur schon, dass sie sich das getraut hat, war sensationell! Klar, ist nicht Sinn der Sache, aber das war so ein Miniwuffel, der keifend auf die zwei lospreschte und darum liess ich Lady dann halt auch zurück kläffen...

    Kurzum, es ist spannend zu beobachten, wie sich dieser extrem ängstliche Hund in fortgeschrittenem Alter in relativ kurzer Zeit rein durch die Nähe und das Abschauen eines Artgenossen Fortschritte macht und an Selbstvertrauen gewinnt.

    Es tut mir ja leid, wenn euch meine Gelassenheit so aufregt.

    Bei mir funktioniert es.


    Das ist schön für dich Holger :thumbup: Bei mir funktioniert es leider nicht. Ich treffe hier täglich auf über ein Dutzend Hundehalter mit Hunden aller Art. Lady ist 11 Jahre alt und hat schon einige (schlechte) Erfahrungen mit anderen Hunden hinter sich. Sie hat ein Gedächtnis wie ein Elefant, sie vergisst (und vergibt) nichts :rolleyes: Im Alter von 15 Monaten sprang ihr - aus Versehen und nicht aus böser Absicht! - ein Labbi auf den hinteren Rücken. Unglücklicherweise passte das Gewichtsverhältnis null und gar nicht (30 kg auf 9 kg) und bei ihr verschob sich das Kreuzbein, das ihr auf den Nerv drückte. Das verursachte ihr nicht nur starke Schmerzen, sondern sie konnte kaum mehr laufen. Und seither hasst sie Labbis jeder couleur ;( Ich nicht!!! Aber das ändert nichts daran, dass sie jeden anzickt und zwar vom Unfeinsten, wenn halt wieder einer zu ihr kommt, obwohl ich sie extra entweder anleine oder ins Fuss nehme. Sie lässt dann ihren ganzen Frust an dem armen Hund ab... Nein, sie beisst und schnappt nicht, aber sie kann ganz ordentlich aufdrehen und wüten :evil: Da nützt meine Gelassenheit leider null und gar nichts... denn ich rege mich schon lange nicht mehr auf. Wer seinen Hund trotz Leine zu meiner ran lässt, muss halt damit leben, dass mein Hund dann kein Schosshundverhalten zeigt. Ich lächle freundlich, was allerdings die anderen Hundehalter nicht schätzen 8o Aber viele sind lernfähig und packen dann immer schnell ihre Hunde am Halsband, wenn sie mich resp. Lady sehen.

    Vielleicht ist es altmodisch und überholt, aber ich habe damals gelernt, dass man für einen Hund nie berechenbar sein soll. Mit anderen Worten, auch nicht immer alles belohnen! Der Hund soll immer den "Kick" behalten, ob er jetzt eine Belohnung erhält... So zumindest habe ich meine bisherigen Hunde erzogen und das hat sehr gut geklappt. Mit anderen Worten: ich habe beim Rückruf einige Male eine sehr gutes Gudie gegeben, dann aber plötzlich nur ein verbales Lob und kurzes gemeinsames Rennen mit dem Hund, danach vielleicht wieder ein Gudie, dann ein kurzes Spiel usw. Kurzum, stark abgewechselt im Belohnungssystem. Meine Hunde kamen immer gucken, ob und was jetzt auf sie wartet...

    Mir hat die Trainerin das so erklärt: wenn im Casino die Leute spielen und immer gewinnen, langweilen sie sich irgendwann. Der Kick ist weg... Der Reiz ist ja, dass sie nie wissen, ob sie gewinnen oder verlieren. Und so muss auch das Belohnungssystem beim Hund aufgebaut sein! Natürlich muss man den Hund sehr oft belohnen und nur selten mit rein verbalem Lob "abspeisen" solange man im Aufbau ist, aber trotzdem ist auch das wichtig.

    Lady , wart ihr jetzt schon beim Arzt? es ist noch komisch, aber das Hinken ist auch bei Ghiro seit 2 Wochen ein Thema...nur ganz minim, mein Mann sieht nichts;)...wir waren sowieso beim TA, weil Ghiro/Dix eine Magendarm Geschichte hatten, aber sie konnte nichts feststellen am Bein (abtasten) schmerzen hat Ghiro bestimmt nicht, denn er kann noch rennen und das würde er bestimmt nicht machen, wenn er schmerzen hätte (Ghiro=mimöseli8o)


    Nein, ich musste den TA-Besuch kurzfristig absagen. Mein Mann bekam eine Thrombose im Bein 8| D.h. ich habe vermutet, dass es eine Thrombose ist und weil sein Hausarzt meinte, er solle gleich vorbei kommen und er nicht laufen konnte (hatte starke Schmerzen, ist ein Mann... wobei er das Bein ja auch ruhig halten sollte), habe ich ihn gefahren (und es ist eine Thrombose!). Aber der TA-Termin wäre zur selben Zeit gewesen X/ Da Lady nur noch am Morgen früh ganz kurz beim Anlaufen minimalst hinkt, fand ich es vertretbar den TA-Besuch abzusagen.

    Auch Lady rennt und hüpft während den langen Spaziergängen wie immer! Zwei Tage lang, als sie noch etwas mehr hinkte, sprang sie aber nicht wie sonst ständig aufs Sofa und runter... Ich sah einige Male, dass sie aufs Sofa hoch guckte, es sich dann aber anders überlegte. Ich denke, da hatte sie dann doch Schmerzen. Inzwischen hüpft sie aber wieder rauf und runter. Sollte sie aber wieder hinken, werde ich sofort zum TA gehen.

    Ausserdem ist es bei Lady halt auch so, dass wenn sie unter Adrenalin steht die Schmerzen - so denke ich jedenfalls - nicht oder nicht stark spürt und wenn sie rennen kann, hat sie sicher einen Adrenalinschub... Ich gebe ihr extra keine Schmerzmittel, denn sonst gibt es für sie überhaupt kein Halten 8|

    Ich denke schon, dass man verschiedene Kommandos an verschiedene Belohnungen verknüpfen kann resp. der Hund, nur erschliesst sich mir der Sinn nicht :/

    Für mich sind eigentlich nur zwei Anweisungen wichtig und, die müssen absolut zuverlässig klappen! Das ist der Rückruf in jeder Situation, also auch mit Ablenkung jeglicher Art und das Anhalten auf Zuruf an Ort und Stelle, mir ist egal, ob der Hund dabei steht, sitzt oder liegt... Diese beiden Kommandos MÜSSEN klappen, das finde ich persönlich unablässig für jeden Hundehalter. Alles andere ist individuell und sehr angenehm und praktisch, aber eigentlich nicht wirklich nötig.

    Ich belohne von Beginn weg nicht jedes Mal oder besser gesagt, nicht immer mit Futter :P Ich hab früher mit Gudies abgewechselt, aber nicht je nach Anweisungen, sondern je nach Tag. Bei mir gibt es auch mal nur verbales Lob oder ein kurzes Spiel. Oder als "Lob" eine neue Aufgabe :saint: Da ich mit meiner Rasse punkto Arbeitswillen sehr verwöhnt bin, hatte ich nie Probleme. Spätestens im Alter von 3 Jahren schleiche ich die Belohnung in Form von Gudies eh aus und ab dann gibt es nur noch verbales Lob und Spiel als Belohnung. Lady ist jetzt 11 Jahre alt und hört zuverlässig, meist muss ich noch nicht mal mehr was sagen :love: Sieht sie auf einem Feldweg ein Auto oder Velo kommen, läuft sie "automatisch" an den Wegrand oder in die Wiese und bleibt stehen. Sie macht das einfach genial <3 Bei ihr reichen inzwischen minimalistische "Befehle" aus, wie z.B. Leine und sie umläuft den angeleinten Hund in grosser Distanz oder Auto (wenn eins von hinten kommt) und sie läuft sofort an den Wegrand und wartet bis es vorbei gefahren ist, das selbe gilt für Reiter, Velofahrer usw. Dafür wird sie weder gelobt noch belohnt! Das ist für sie und mich selbstverständlich. Wenn sie hingegen einen angeleinten Hund von weitem kommen sieht und schon auf Distanz geht, dann bekommt sie danach Lob.