Beiträge von Lady

    Ich bin ja einerseits froh, dass es so herrliches Wetter ist, aber ehrlich, heute war es einfach nur schrecklich... da waren alle Hundehalter mit ihren Leinenhängerlis unterwegs und nein, die machen die Leine nicht kurz, sondern extra lang, damit ihr Fifi ganz sicher zum anderen Hund hin kann, weil ich ja mit Lady sogar extra in die Wiese ausweiche (auf dem Weg hab ich eh keine Chance zu laufen, weil die Leine den ganzen Weg überspannt...). Ich sage freundlich, ich möchte nicht, dass mein Hund Kontakt zu angeleinten Hunden hat, Grinsegesicht und weiter dem Hund hinterher zu mir und Lady latschen - heute mindestens 5 Personen :( Beim dritten hab ich zu Lady gesagt: ok, du darfst ihn attackieren, wenn er noch näher kommt... plötzlich kein Grinsegesicht mehr, sondern schockiertes Gucken und Flucht :D Ne, mir hats gereicht. Später kamen noch zwei und eine hat so einen Zwerghund gehabt, der rannte zu allen kläffend hin und ich hab gesehen, dass der einige Hunde ins Bein gezwickt hat 8| Hab ich laut zu Lady gesagt, denn darfst du beissen, der ist unerzogen... die Frau hat fast einen Handstand gemacht (sie machten Picknick) und ihren Kläffer gepackt, der zu Lady rennen wollte... Echt ich kann mich wehren und Lady auch, aber ich find es mühsam ohne Ende <X

    Ich gebe mir Mühe, dass Lady niemandem vor die Füsse läuft, dirigiere sie extra auf die andere Seite (sie macht das auch toll), sorge dafür, dass sie zu keinem angeleinten Hund hinläuft, dass sie alle Leute auf Bänken, beim Picknicken usw. in Ruhe lässt und nicht bettelt oder klaut, aber andere nehmen einfach gar keine Rücksicht und da komme ich mir echt manchmal bescheuert vor, dass ich mich immer kümmere...

    Wir haben ja vor 2015 immer Ferienwohnungen oder Ferienhäuser gemietet. Meist in D oder CH. Wir hatten nie Probleme wegen dem Hund. Und wir haben nicht extra auf hundefreundlichen Seiten gesucht.

    Ich suche generell nach dem Ort, wo ich hin will und dann erst nach der Unterkunft. Wir sind all die Jahre gut gefahren damit. Sind ja unterdessen über 20 Jahre Hundehalter.

    Ich muss gestehen, dass uns das auch schon ein paar Mal passiert ist, dass wir Ladys Geschirr und Leine vergessen haben 8| Darum haben wir inzwischen im Auto immer ein zweites Geschirr und eine Leine quasi als Notfallset... Aber Lady hört zuverlässig, geht bis top Maximum 10 m von uns weg, sie würde nie zu angeleinten Hunden hinlaufen, wenn wir sie ins Fuss nehmen, bleibt sie im Fuss (z.B. an der Strasse, wobei sie sonst natürlich an der Strasse angeleint läuft) und im Wald bleibt sie von sich aus auf dem Weg. Und wäre uns das bei einer Gondelstation passiert, hätte ich sie kurzerhand auf den Arm genommen. Aber gut zum Skifahren haben wir nie einen Hund mitgenommen. Finden wir viel zu gefährlich.

    Lady hatte auch einige Zeit morgens Sodbrennen, das sich in Galle brechen und schmatzen zeigte. Ihr gebe ich jetzt jeden Abend direkt vor dem Schlafengehen 2 EL Hüttenkäse, den ich ihr schon um 20 h richte, damit es nicht zu kalt ist und seither hat sie keine Probleme mehr mit Sodbrennen.


    Punkto schnell fressen kannst du probieren ein Glas Wasser über die Kroketten zu geben und sie wenige Minuten stehen lassen. So sind sie schon ein wenig angeweicht (nicht ganz pfluddrig werden lassen) und damit für den Magen schonender. Evt. muss sie dann weniger brechen.

    Das ist genau, was mir letzthin passiert ist. Ich laufe bei uns in der vordersten Reihe EFHäuser vorbei, dort kauert eine langhaarige Katze auf dem Teppichvorleger vor der Haustür. Bis zur Haustür geht es aber bei uns immer erst einige Stufen hoch und dann nochmals 3 m (Vorgarten) bis zur Tür. Ich laufe also vor dem Vorgarten mit Lady durch, die erstens an der Leine ist und zweitens die Katze nicht beachtet. Vermutlich hat Lady sie erst eh nicht gesehen, da sie unbeweglich dort kauerte. Aber die Katze kam sofort mit Buckel und dickem Schwanz fauchend angerannt und griff an 8| Ich stellte mich zwischen Lady und Katze und klatschte in die Hände, aber das war der Katze egal, sie war voll aggressiv drauf... Sie hat mehrere Angriffsversuche gemacht, bis ich dann wirklich mit der Leine vor sie geschlagen habe und zwar heftig. Dann verzog sie sich fauchend. Sie hatte Glück, wäre sie dann nicht abgezogen, hätte ich ihr eins mit der Leine übergebraten. Ich hab erst alles versucht sie abzuwehren, aber die wollte unbedingt auf Lady los :cursing: Lady hat nicht einen Mucks von sich gegeben <3 Hätte Lady gebellt oder rumgetobt, hätte ich das Verhalten der Katze ja total verstanden, aber Lady lief wirklich total entspannt und ruhig neben mir her... ich möchte nicht wissen, wie diese Katze ausflippt, wenn ein Hund gegen sie geht :rolleyes:

    Lady hat hier schon öfter eine Katze in die Enge getrieben (unser Garten ist komplett eingezäunt und zwar hoch) und sobald die Katze in einer Ecke sitzt und nicht mehr rennt, geht Lady weg. Sie ist kein Jagdhund und das merkt man in so einem Moment immer wieder. Sie hat Wachtrieb und will die Katze aus ihrem Revier vertreiben, das ja. Aber wenn die Katze unbeweglich in einer Ecke vom Zaun hockt, dann hat Lady - aus welchem Grund auch immer - das Gefühl, ihr Job sei erfüllt und geht weg. Sie hat das Verhalten von klein auf so gezeigt und nie verändert.

    Trifft sie ausserhalb von unserem Garten auf eine Katze und das ist aber sehr nah an unserem Haus, dann möchte sie der hinterher. Aber ein nein reicht, dass sie die Katze in Ruhe lässt. Ich brauche keine Leine. Treffen wir auf einem Spaziergang eine Katze, guckt sie kurz zu mir, ich sage nein und Lady läuft ruhig weiter. Da ist der Reiz klein, wir sind ja nicht im Umfeld ihres Reviers.

    Von daher, doch ich bin sicher, dass Lady keine Katze töten würde und wird. Sie ist allerdings auch einige Jahre mit Katzen im Haus aufgewachsen.


    Und punkto einschläfern, wenn ein Tier etwas tut, was seiner Natur entspricht... Meine jüngste Tochter hatte früher Hamster und Katzen. Sie hat jede Woche den Hamster im Badezimmer laufen lassen, wenn sie seinen Käfig geputzt hat und logischerweise die Tür geschlossen wegen den Katzen. Unter der Tür war eine ca. 2-3 cm hohe Ritze, die hat sie immer verstopft. Eines Tages hat sie aber vergessen die Ritze zu verstopfen und prompt hat sich der Hamster unter der Tür durchgedrückt und während er das tat, hat sich eine der Katzen ihn geschnappt und zugleich gefressen ;( Meine Tochter hat gesagt, sie hat was an der Tür gehört, geguckt, sah, dass der Hamster dort unter der Ritze war, ging sofort hin, aber da war es schon passiert... Sie hat mich heulend angerufen und war logischerweise traurig und fühlte sich schuldig, aber ihr wäre doch nie in den Sinn gekommen deshalb ihre Katze einzuschläfern 8| Warum auch! Der Fehler lag bei ihr. Die Katze tat nur, was ihre Natur war.

    Und dasselbe gilt, wenn eine Katze ins Revier eines Hundes eindringt und er sein Revier verteidigt und sie dabei tötet. Wer seine Katze als Freigänger hält, riskiert, dass sie in Gefahr gerät. Ganz einfach. Ich hatte 18 Jahre lang zwei Katzen und sie durften auch stundenweise raus. Bewusst eben nur wenige Stunden pro Tag. Aber es hätte ihnen auch in dieser beschränkten Zeit etwas passieren können. Das war mir klar.

    Ich hoffe, ich werde hier jetzt nicht falls verstanden. Ich fände es schrecklich wenn Cuba je eine Katze töten würde, ich hatte auch mal Katzen und wäre am Boden zerstört gewesen wenn sie dieses Schicksal ereilt hätte... Aber hier wäre es doch Aufgabe vom Hundehalter, dies zu verhindern. Den Hund deswegen einzuschläfern fände ich echt heftig. Zumal Katzen ja auch nicht zimperlich sind und manchmal brutale und wirklich fiese Killer sein können.


    Oh ja, wir waren früher mit einem Paar befreundet, die hatten einen Langhaar Kater, glaub Perser. Als sie aufs Land gezogen waren, konnte er nach 6 Jahren Wohnungskatze raus und ab da wurde er zum Rambo. Er legte sich mit jeder Katze, aber auch mit jedem Hund in der Nachbarschaft an. Er war mehrere Jahre der ungekrönte König in ihrem Quartier. Bis dann zum verhängnisvollen Tag, als neue Nachbarn mit einem grossen Hund einzogen. Der Kater drang in deren Garten ein und legte sich mit ihrem RR an. Der RR hatte ein Tor, womit er selber rein und raus in den Garten konnte, seine Halter waren nicht zu Hause. Und er verteidigte sein Revier mit den Zähnen. Der Kater hatte 5 Bissverletzungen und musste genäht werden. Danach war er ängstlich und nie wieder derselbe. Was mich ärgerte war, dass unsere (inzwischen ex) Freunde danach zu Hundehassern wurden. Es war ihr Kater, der jahrelang alle Katzen und Hunde der Nachbarschaft angegriffen und tyrannisiert hatte :( Sie fanden das lustig :rolleyes: Als dann aber ihr Kater mal angegriffen wurde, da waren plötzlich alle Hunde Bestien...

    Nein, Katzen sind durchaus nicht alle nur Schmusetiger... Es sind Raubtiere und wehrhaft.

    Ich hoffe, ich werde hier jetzt nicht falls verstanden. Ich fände es schrecklich wenn Cuba je eine Katze töten würde, ich hatte auch mal Katzen und wäre am Boden zerstört gewesen wenn sie dieses Schicksal ereilt hätte... Aber hier wäre es doch Aufgabe vom Hundehalter, dies zu verhindern. Den Hund deswegen einzuschläfern fände ich echt heftig. Zumal Katzen ja auch nicht zimperlich sind und manchmal brutale und wirklich fiese Killer sein können.


    Oh ja, wir waren früher mit einem Paar befreundet, die hatten einen Langhaar Kater, glaub Perser. Als sie aufs Land gezogen waren, konnte er nach 6 Jahren Wohnungskatze raus und ab da wurde er zum Rambo. Er legte sich mit jeder Katze, aber auch mit jedem Hund in der Nachbarschaft an. Er war mehrere Jahre der ungekrönte König in ihrem Quartier. Bis dann zum verhängnisvollen Tag, als neue Nachbarn mit einem grossen Hund einzogen. Der Kater drang in deren Garten ein und legte sich mit ihrem RR an. Der RR hatte ein Tor, womit er selber rein und raus in den Garten konnte, seine Halter waren nicht zu Hause. Und er verteidigte sein Revier mit den Zähnen. Der Kater hatte 5 Bissverletzungen und musste genäht werden. Danach war er ängstlich und nie wieder derselbe. Was mich ärgerte war, dass unsere (inzwischen ex) Freunde danach zu Hundehassern wurden. Es war ihr Kater, der jahrelang alle Katzen und Hunde der Nachbarschaft angegriffen und tyrannisiert hatte :( Sie fanden das lustig :rolleyes: Als dann aber ihr Kater mal angegriffen wurde, da waren plötzlich alle Hunde Bestien...

    Nein, Katzen sind durchaus nicht alle nur Schmusetiger... Es sind Raubtiere und wehrhaft.

    Das mit den unerzogenen Zwerghunden ist wirklich eine unangenehmes Zeiterscheinung. Ich habe auch heute wieder eine Halterin getroffen, die ich oft antreffe, sie hat immer 5-6 Hunde dabei (ich weiss nicht, ob alle ihr gehören). Meist hat sie 2-3 grosse Hunde an der Leine und die anderen, sehr kleinen laufen frei. Davon ist einer ein richtiger Giftzwerg. Kommt immer kläffend angeschossen und versucht z.B. Lady in die Beine zu zwicken. Sie ist kleinen Hunden gegenüber extrem und meiner Meinung nach zu gutmütig, sie ignoriert sie einfach. Aber ich muss gestehen, ich finde es rücksichtslos so einen unerzogenen Hund, der andere so rüpelhaft angeht, einfach auf alle Hunde loszulassen. Wenn da mal einer zupackt, dann ist der Giftzwerg nämlich platt und hat null Chance. Aber er hat nie ein normales Sozialverhalten gelernt - warum auch immer.

    Lady

    Aber sollte eben nicht eher die Norm sein, dass Hunde auf ,,abweisende,,, Hunde so reagieren? Also mit Rückzug, als einfach das Ding weiter zu machen...

    Warum sind es nur Ausnahmen, welche eben diese feinen Signale wahrnehmen und auch ,,richtig,, reagieren. :noidea:


    Meine machten noch nie einem anderen Hund ein Loch, zum Glück, wäre auch ziemlich geschockt wenn es passieren würde.


    Ja, das wäre gut, wenn es die Norm wäre, aber zumindest ich erlebe das im Alltag selten. Und wir hier treffen von Regentagen abgesehen wirklich mindestens ein Dutzend, meist mehr fremde Hunde jeglicher Mixtur oder Rasse jeden Tag von Mini bis Maxi.

    Klar, inzwischen kennen auch viele grossen Hunde Lady, sie haben ja bereits ihre (schlechten) Erfahrungen mit ihr gemacht :D Sie wissen jetzt, dass man auf diesen Fellzwerg nicht einfach drauflosbrettern darf, da speit das Monster Gift und Galle und wird grantig. Blöd finden die Grossen auch, dass sie Power hat und ihnen locker nachsprinten kann und immer hoch und runter hüpft und zwar seitlich an sie ran Bodychecks macht... Nur die wirklich voll Hirnlosen tun sich das mehrfach an :D Meist werden dann sogar die völlig vom Handy absorbierten Halter aktiv und nehmen ihre Hunde am Halsband, wenn sie Lady sehen, nachdem sie dieses Schauspiel einmal erlebt haben. Dabei ist es wirklich spektakulär 8o

    Und ich muss gestehen, ich wäre auch geschockt, wenn Lady beissen würde.

    ein wirklich unverträglicher Hund kommuniziert in der Regel gar nicht

    Ich habe bisher - zum Glück - nur zwei solche Hunde erlebt. Den dt. Schäfer, der von weither angerannt kam und Skipper direkt angriff und ihn sogar in die Kehle beissen wollte, obwohl der sich auf den Rücken legte, also unterwarf! Und bei einer Wanderung auf einem offiziellen Wanderweg (Sittlisalp), wo sogar eine Gondelbahn hochführt und es damals viele Touristen hatte, da kam eine BC Hündin auch allein, ohne Halter angerannt und griff direkt Lady an. Und es hatte kein Vieh auf der Weide! Sie hat mehrfach angegriffen und war total aggressiv, ich war völlig überrascht, weil ich noch nie einen derart aggressiven Hütehund erlebt habe... Zuerst haben wir nur versucht sie abzublocken, aber sie griff vehement und mehrfach richtig an und wollte Lady beissen, da blieb uns nichts anderes übrig als einen grossen Ast aufzuheben und nach ihr zu schlagen. Wir haben sie dann nach einigen Attacken von ihr in die Flucht schlagen können, im wahrsten Sinn des Wortes. Leider war kein zugehöriger Halter weit und breit... Auch kein Hof... Wir sind nach ca. 4-5 Stunden zurück gelaufen und da war sie angeleint bei zwei jüngeren Männern und hat sofort wieder losgetobt. Ich bin dann zu denen hin und hab ihnen gesagt, dass ihre Hündin unsere sehr aggressiv angreifen wollte und wir sie leider mit einem Stock abwehren mussten und sie sich darum auf Verletzungen untersuchen sollen und in Zukunft bitte nicht mehr allein herum laufen lassen sollten. Die Antwort: wenn sie wieder mal beissen will, ist sie selber schuld, wenn sie Schläge kriegt. Mir tat der Hund trotzdem leid.

    Das ist genau, was ich meine. Wir Menschen übernehmen - müssen das auch tun! - viel Kompetenz und Verantwortung für unsere Hunde, weil in der heutigen Zeit mit den vielen Leuten, Kinder, Verkehr, je nach Gegend viele Hunde usw. das einfach wichtig und nötig ist. Damit nehmen wir ihnen bis zu einem gewissen Grad die Möglichkeit zur Kommunikation untereinander. Je nach Hundetyp wirkt sich das mehr oder weniger aus und auch, ob der Hund generell viel oder wenig Hundekontakte hat, selbständig und selbstsicher ist usw. Und eben, dann kommt die Reaktion oder eben null Reaktion vom Halter dazu...

    Beispiel heute Morgen: Lady springt mit ihrem Ball im hohen Schnee herum, kommt ein anderer Hund angerannt und sofort an ihren Po. Ladys Po ist "heilig", da dürfen andere Hunde nur mit Einladungskarte ran :D Lady kehrt sich also blitzartig um, so dass die Hunde Schnauze gegen Schnauze stehen und zieht die Lefzen hoch. Der andere Hund düst an ihr Hinterteil... sie macht wieder einen Kehrtsprung und zeigt die Zähne plus Knurren und läuft dann zu uns. Er wieder an ihr Hinterteil und da kehrt sie sich und scheucht ihn weg. War null Problem. Er kam übrigens noch 3-4 x. Der Halter null Reaktion. Wenn Lady das mit einem anderen Hund gemacht hätte und ich hätte gesehen, dass er sich so belästigt fühlt, hätte ich sie weggerufen. Einfach, damit es nicht zu einem Konflikt kommt. Muss ja nicht sein. Vielleicht greife ich zu schnell ein und rufe sie zu schnell weg :/ Für mich einfach normal. Ich konnte die Sache laufen lassen, weil der andere Hund gleich gross wie Lady war. Wäre er grösser gewesen, hätte sie anders reagiert! Da akzeptiert sie wenig und wird schnell zickig. Sie zieht die Lefzen einmal hoch und dann geht sie schon nach vorne los. Da gibt es kein mehrfaches Verwarnen.

    Spannend finde ich, dass es wirklich Hunde gibt, die ein sehr gutes Empfinden haben. Die kommen z.B. zu Lady und zwar relativ selbstsicher und zielstrebig und ich sehe, wie meine Domina sich in Positur wirft (Brust raus, Schwanz hoch ^^) und dann bleibt der andere stehen, stellt sich plötzlich seitlich hin und geht weg und zwar ohne Kontakt zu ihr. Als würde er verstehen, mit der ist nicht gut Kirschen essen :S Super clevere Hunde, die ein echt gutes Kommunikationsgefühl haben.

    Generell denke ich, wäre sie als Einzelhund besser aufgehoben gewesen als in unserem unsteten Dreier-Familien-Rudel. Für unsere beiden Aussies war das überhaupt kein Problem, aber für sie hat das wohl etwas zur Überforderung beigetragen, dass sie nie genau wusste, wer grad da und dabei ist. Vor allem auf dem Spaziergang war (und ist) es Stress, wenn andere Hunde dabei sind, weil sie die Situation kontrollieren will. Mit viel Training und Geduld haben wir (dh v.a. meine Schwester) das recht gut hingekriegt, und als Einzelhund alleine auf dem Spaziergang ist sie sehr unkompliziert und meistert mittlerweile auch Hundebegegnungen gut (nicht komplett entspannt, aber gut).


    Das ist auch in interessanter Punkt. Auch Lady verhält sich ganz anders, wenn ein (oder mehrere) Hunde auf dem Spaziergang dabei sind. Da verwandelt sie sich aus dem entspannten Einzelhund im Spielmodus mit uns zu einem angespannten Hütehund im Wach-Arbeitsmodus. Sie ist ein ganz anderer Hund, muss immer auf den/die anderen Hunde achten und wehe, da kommt ein weiterer "fremder Fötzel" dazu, der wird resp. würde - da ich es nicht zulasse - sofort vehement vertrieben. Und bleibt ein Hund aus der Gruppe zurück, wartet Lady entweder bis er aufholt oder wenn sie findet, er trödelt zu lange, geht sie ihn antreiben... er hat keine Wahl, er muss zurück "ins Glied". Da spielt sie dann den Hütehund voll aus. Umgekehrt ist es praktisch, wenn ein Hund dabei ist, der auf den Rückruf nicht hört, so wartet sie angespannt, ob er nach dem ersten Rückruf kommt, kommt er nicht und wird nochmals gerufen, ist sie schon sprungbereit und wenn ich ihr das Ok gebe, düst sie los und treibt ihn zurück... das hat sie von sich aus angefangen, als ich Dogsitting machte.

    Normalerweise fahren wir morgens auf einen Hügel in der Umgebung und gehen am Nachmittag in die Lange Erle. Bei Schnee lassen wir das Auto stehen (obwohl wir Winterpneus drauf haben und 4x4 zuschalten können) und gehen nur in die Langen Erle. Auf den Hügeln oben sind die Wege nicht gepfadet und es ist mega anstrengend im tieferen Schnee zu laufen. Darum ersparen wir uns das und laufen auf den gepfadeten Wegen in der Langen Erle. Zwar sind die oft vereist und echt glitschig, eben weil sie gepfadet sind, aber dann weichen wir in die Waldwege aus. Auch anstrengend, aber es laufen dort ziemlich viel Leute, von daher ist es einigermassen zertrampelt und nicht mehr ganz Tiefschnee.

    Naja, wirklich unverträglich finde ich eben Hunde, die einfach grundlos auf einen anderen mit Beschädigungsabsicht losgehen. Das hatte ich noch nie. Mein Terriermix fand alle Hunde einfach nur toll oder wenn sie ihm zu wild waren, ging er ihnen aus dem Weg. Er war Sanftheit pur, egal ob gegen Mensch oder Tier.

    Skipper habe ich beschrieben, mit 2 Jahren haben wir ihn kastrieren lassen, damit der ständige Stress mit anderen Rüden aufhört und danach war wirklich endlich Ruhe. Er wurde danach nicht mehr attackiert. Aber in seinem Kopf war und blieb es drin. Rüden wurden von ihm immer vertrieben. Er hat aber nie gebissen! Er wurde einfach laut und körperlich heftig. Und genauso macht es Lady. Ohne Zahneinsatz, aber mit viel Getue, laut und Körpereinsatz.

    Da ich früher Skipper, jetzt Lady bei grösseren Hunden immer zu mir ins Fuss rufe (bei gleich grossen und kleineren Hunden ist Lady immer freundlich) gibt es nur mal Konflikte, wenn der andere Hund trotzdem zu ihr hin kommt. Aber auch ist es eigentlich ein Halterproblem... Würde er/sie auf den Hund achten und Rücksicht nehmen, käme es gar nicht zu so einer Situation!

    Skipper, meiner vorheriger Rüde wurde im Alter von 10 Wochen das erste Mal von einem dt. Schäferhund ganz bös und aggressiv attackiert. Ich habe mit ihm ganz allein auf einer Wiese gespielt, als von weit her dieser Schäfer angerannt kam und ohne Warnung und Grund auf Skipper losging. Skipper legte sich auf den Rücken und der Schäfer packte ihn in die Kehle 8| Bevor er zubeissen konnte, hab ich ihm mit voller Wucht einen Kick in den Kiefer geknallt, ihn dann am Halsband gegriffen und das zugedreht bis ihm die Luft wegblieb, weil er nochmals angreifen wollte :( Der Halter kam gemütlich angeschlendert bis er sah, dass sein Schäfer langsam schlapp vor Luftmangel machte. Dann wurde er wütend und meinte, das sollen die Hunde unter sich ausmachen :cursing:

    Eine Woche später sah ich den Mann mit seinen zwei Schäferhunden wieder (der eine war schon ziemlich alt und nur der junge so aggressiv) und nahm Skipper an die Leine. Er hiess seine beiden ins Platz als ich kreuzte und der junge sprang prompt auf, schnappte Skipper am Nacken und schüttelte ihn. Ich packte den Schäfer und nahm ihn am Nacken und knallte ihn auf den Rücken, da liess er Skipper vor Schreck los. Ich hab dem Halter mit einer Anzeige gedroht. Aber für Skipper waren für den Rest des Lebens Schäfer Feindgestalten, die man angreifen musste...

    Und so ging es weiter ;( Egal, wo wir unterwegs waren, ob angeleint oder nicht. Es kamen von weit her andere Rüden angerannt und attackierten ihn. Keine Ahnung, was für ein Geruch er verströmte. Mit 18 Monaten war Skipper anderen Rüden gegenüber selber nur noch aggressiv und seine Devise lautete: Angriff ist die beste Verteidigung. Mit Hündinnen gab es null Probleme. Aber es war ständig stressig. Und bis dann mal endlich ein Halter auftauchte musste ich mit den zwei streitenden Rüden irgendwie zu Gang kommen... Darum werde ich nie wieder einen Rüden nehmen!

    Mit Lady gibt es solche Probleme nicht. Zwar treffen wir auch mal auf Hündinnen, die sie anzicken. Aber selten. Meist ist sie die Zicke. Aber auch das kommt von schlechten Erfahrungen. In erster Linie von Tutnixen, die einfach penetrant aufdringlich und tramplig sind. Sie zeigt, dass sie kein Interesse hat, der Hund - in den meisten Fällen Labbis - kommt wieder. Sie weist wieder ab, der Hund ist noch aufdringlicher usw. Aber die Halter rufen ihre Hunde nicht weg =O Von daher ist es oft ein Problem, dass andere Halter ihre Hunde weder kennen noch unter Kontrolle haben, was Konflikte schafft. Eben auch unter den Hunden...

    Ich hoffe, dass man seine hellen Augen auf dem Foto sieht, in Wirklichkeit sind sie derart hellbraun, dass sie schon fast gelb wirken, aber ich finde sie hübsch... Wobei hier auf dem Foto könnte man auch denken, dass Lady relativ helle Augen hat, was jedoch nicht stimmt. Ihre Augen sind sehr dunkel braun.


    Mir gefallen helle Augen bei Hunden. Bei den Berger des Pyrénées gibt es bei den Harlekins blaue Augen und sind auch vom Zuchtstandard her gestattet. Auch haben sie oft zweifarbige Augen. Ansonsten gelten nur dunkelbraune Augen als Standard und werden für die Zucht zugelassen.

    Eine gute Bekannte von mir hat einen Pyrie Rüden mit hellbraunen Augen und er ist wirklich ein sehr hübscher Rüde und mir gefallen gerade seine hellen Augen. Aber er bekommt deswegen keine Zuchtzulassung. Sonst ist er absolut rassetypisch... Gut, ich bin natürlich punkto Zucht dumm wie Brot, aber frage mich schon, warum das so wichtig sein kann :/

    Unser vierjähriger Enkel möchte auch immer wieder Lady an der Leine führen und rein vom Gewicht/Grösse her, wäre das null Problem. Aber Lady ist null leinenführig und würde den Enkel nicht nur hinterher schleifen, sondern im schlimmsten Fall sogar umschmeissen 8| Darum darf er sie manchmal an der Leine halten, aber ich hab dann halt eine zweite Leine zum Sichern. Zwar passt ihm das nicht so ganz, er will sie halt alleine halten, das ist immer ein bisschen Drama... aber ich kann das einfach nicht verantworten. Immerhin kann er und auch schon der kleine Bruder ihr immer wieder den Ball aufheben und geben ^^ Das mit dem Werfen klappt noch nicht 8o