Beiträge von Anne

    Mairin war einmal in einer Pension wo sie definitiv wahnsinnig gestresst war nachher, andere Hunde auf dem Spaziergang anfing anzubellen, generell kurznervig und unkonzentriert war und ein wahnsinniges Schlafbedürfnis hatte, sicher eine Woche lang. Hat sich dann wieder eingerenkt, indem ich die Woche einfach total easy gestaltet hab, aber ich hab sie da nicht mehr hingebracht. Übrigens eine Pension, die mir von diversen Leuten wärmstens empfohlen wurde.


    Aber grundsätzlich gehe ich mit Andi einig und wir sollten unseren Hunde auch einfach etwas mehr zutrauen und dass eigentlich eher wir Menschen das Problem haben :-) Und ich denke halt schon, wenn ein Hund das als junger Hund schon lernt, dass es mal anders zu und her geht, steckt er es noch besser weg.

    Man kann sie dann aber immer schräger in den Boden stecken, so dass der Hund erst blind, also auf Vertrauen in deine Hand losrennen muss und es je nach Gelände erst nach einigen Metern rennen sieht

    Ich hätte mir einfach günstige Schafweide-Stäbe in der Landi geholt, abgesägt, und die im Verlauf des Trainingsfortschritts immer kleiner gemacht. Aber der Aufbau mit Napf / bald mehreren Näpfen leuchtet mir (nur fürs Voran-Training) eben schon noch ein, auch, weils dann von der Suchlesitung in dem Sinn losgekoppelt ist; die Belohnung ist mega offensichtlich und erfolgt schnell und wirklich fürs Vorauslaufen - einen Dummy zu finden ist für River niemals so belohnend, wie Futter zu finden. Und selbst mit einem Futterdummy käme die Belohnung erst nach dem Apport und wäre mMn nicht mehr ans Vorauslaufen gehängt.


    Das so meine Überlegungen.

    Fazit, weniger studieren, einfach mal ausprobieren :D


    Ich denke schon auch, dass man mit den Stäben irgendwann zeitnah reduzieren und/oder aufhören muss, weil sonst eben nur auf diese geachtet wird. Drum versuchen wir das jetzt mit Lennox einerseits mit kürzeren Distanzen, damit er nicht so ins rennen kommt und andererseits bei längeren Distanzen halt vorläufig mal mit dem Suchenpfiff im Zielgebiet. Aber das Ziel wäre dann schon, dass er selbstständig lernt zu markieren.

    Also wohlgemerkt, ich suche keine Markier-Hilfe, sondern will einfach ein zuverlässiges Voran aufbauen, wo ja eben gar nicht markiert werden konnte. Oder denk ich da was falsch :/

    Achja, auch noch für mich zum Festhalten:


    - Grundposition üben. Habs gestern mal wieder angegangen mit Clicker. Ich weiss nicht, wieso das für River eine so unglaublich langweilige Übung ist :D es löscht ihr echt nach 2x ab... mit Frolic gings gestern etwas besser ;-) Mit Spieli in der Hand oder so ist wiederum die Erregung zu hoch zum Arbeiten. Da müssen wir uns noch finden.


    - Voran. Da hat mir Magi eine tolle Beschreibung zum Übungsaufbau gegeben, möchte ich beizeiten dann auch mal anfangen, ergänzt sich auch gut mit der Fokus-Übung, die wir fürs NADAC machen.


    Nur eine Frage dazu: Die Übung, wie sie Magi mir beschrieben hat und wie ich sie auch total einleuchtend finde, ist mit Näpfen. (Fokus für NADAC machen wir auch mit Napf.) In meinem Dummy-Buch ist quasi dieselbe Übung mit Stäben. Vorteil/Nachteil?

    Ich grab den Thread mal aus, weil wir mittlerweile ja einige Dummy-Leute hier haben :-) Das Thema kam in meinem River-Thread auf, ich kopiere die Beiträge von da mal hierher.


    Einfach so als allgemeiner Dummy-Plauder-Thread und ich werd sicher ab und an mal mit Fragen kommen ;-) Ich mach mit River ja einfach ganz plauscheshalber etwas Dummy und darf mit Magi und einer Freundin jeweils mitmachen. Ambitionen habe ich in dem Sinne keine... evtl. schau ich mir mal ein Dummysport-Training hier an (im Wissen, dass das nicht "richtiges" Dummy ist ;-) aber ich hab ja auch einen Aussie und keinen Retriever ;-) )

    bei mir ist

    Kräftiges TüüT - Stop

    das "tüt-tüt" von heute war ein "näher.. aber nicht HIER"
    Tüt-pfüüüü - Zurück / Hier

    pfüüü-pfüüü - beginn zu suchen
    pfü-pfü-pfüü - kleine suche

    :D verständlich?

    Nachdem ich dich gestern hab pfeifen hören, kann ich mir die Pfiffe grad gut vorstellen ;-) Aber die Beschreibung, ohne das im Ohr zu haben, ist mega lustig :D

    Sehr cool🥰🥰🥰


    Die Pfiffe kann ich dir empfehlen im Auto zu üben🤣

    Ich hab damals pro Arbeitsweg ein Pfiff geübt😂 (

    🤣🤣🤣

    das ginge bei mir ja auch super, nur blöd mit dem Home Office grad 🤣 Aber guter Tipp mit vorher üben... bis jetzt haben wir nur ganz einfach Doppelpfiff für Rückruf und langer Pfiff für Halt. Gibts eigentlich "vorgegebene"/"typische" Pfeifarten für bestimmte Kommandos?

    River war letzten Sommer auch schon einen Tag im 5*, weil ich einfach relativ kurzfristig während einem Fest eine Tagesbetreuung brauchte. Sie war da etwa 5 Monate alt. Ich hatte einen mega guten Eindruck von allem, auch von den Mitarbeitenden - River selbst war beim Abholen recht überbordend, aber eben, 5-monatiger Aussie und zum ersten Mal so in Einzelhaltung fremdbetreut, Mensch wieder da und ich, ehrlich gesagt, leicht angetrunken beim Abholen ;-) (selbstverständlich hat mich meine Schwester zum Abholen gefahren, die vollkommen nüchtern war). Wir haben den Chef selbst zufällig grad noch kurz getroffen und eine Weile geplaudert, wirkte sehr sympathisch und kompetent.


    Eigentlich möchte ich sie gern ab und zu mal zur Übung einen Tag da hinbringen, weil ich es super finde, so eine Variante in petto zu haben, habs bis jetzt etwas schleifen lassen, weil es nicht nötig war... Ansonsten haben wir ja eine tolle Sitterin, bei der sie seit Junghundealter alle zwei Wochen einen Tag ist, dort aber im Rudel (ca. 4 bis 5 Hunde), und das klappt mega gut. Ich vertrau ihr aber auch 100 %, kenne sie schon länger (war auch mal hier im Forum), und River ist wirklich sehr, sehr unkompliziert mit anderen Hunden.

    Heute durfte ich zum zweiten Mal mit Magi und Marvel und einer gemeinsamen Freundin und Arbeitslabi Dummy üben, und möchte das einfach mal festhalten.


    Steadiness darf noch besser werden, teilweise muss ich da auch mehr bei ihr bleiben (gedanklich), aber in so einem Training unter Freundinnen plaudert man dann halt manchmal auch mehr und ist vielleicht in einem leicht anderen Modus als bei einem "ernsten" Training :D:whistling:


    Dummy halten müssen wir separat üben (Rückwärtsaufbau).


    Direkt bei mir abgeben und wirklich IN DIE HAND abgeben muss ich auch noch mehr drauf achten, aber tendenziell will ich das Zurückkommen nicht zu stark mit Druck und "aus die Maus" belegen, weil ichs toll finde, dass sie so schnell und freudig arbeitet. Auch da werd ich mehr Rückwärts-Aufbau losgelöst üben. Sie speedet im Moment einfach 2, 3 Meter an mir vorbei :D Also nicht so, dass sie riesige Runden dreht mit dem Dummy. Sie kommt stracks zurück und überschiesst dann das Ziel leicht. Ausser 1x, wo sie heute dann wirklich lustig fand, eine kleine Runde zu drehen (das darf sie bei mir auf dem Spaziergang mit einem Spielzeug auch, mit dem Dummy nicht.)


    Die Suchleistung an sich, die sie hinlegt, finde ich aber echt super und bin da sehr happy. Sie ist ja kein Retriever, der das in den Genen hat, und dafür macht sies echt toll und auch schon erstaunlich ausdauernd und ohne ständiges Rückfragen. Markierungen haben gut geklappt (noch im einfachen Rahmen und auf eher kürzere Distanzen), und auch die Suche von ausgelegten, kleinen Dummys klappt super, und heute hat sie einen verlorenen Dummy (den sie nicht fliegen sah und mir einfach vertrauen musste, dass da was ist) in knöchelhoher Wiese wirklich ausdauernd gesucht und gefunden.


    Also Merkliste für mich:

    - Dummy halten Rückwärtsaufbau (ehrlich gesagt lass ich das schleifen, weil ich die Übung nicht cool finde :whistling:)

    - Sauberes abgeben (ebenfalls Rückwärtsaufbau, respektive ans Halten gekoppelt)

    - Suchenpfiff endlich mal aufbauen

    - In die ganzen Begriffe Suche, Markierung etc. pp. einlesen :D

    - Verschiedene Suchkommandos bewusst überlegen und einsetzen, da muss ich mich noch einlesen oder Magi mal Löcher in den Bauch fragen :whistling: (evtl. mach ich das im Dummy-Thread)


    ... und falls Magi das heute total anders empfunden hat und meine Einschätzung hier völlig falsch findet, darf sie mich gerne korrigieren :D

    Oh, merci! An Susiwi fürs Fragen und an Magi für die Antwort. Ich hatte mich das auch schon gefragt, so für ein Licky Mat Gemisch zB während der Fellpflege fänd ich das super praktisch. Dann hätte ich auch zum ersten Mal was aus dem n3 Regal gekauft :D


    Lustig: Hab gesehen, dass das die "crunchy" Variante ist, und war so, ui bä, nein, gibt's die wohl auch un-crunchy? Dabei ists dem Hund wohl sowas von egal :D (ich selber ess sie eh nicht, vertrage keine Erdnüsse)

    Bisher denk ich funktioniert es recht gut, dass für beides zu nutzen. Was wären den Situationen, wo du ein anderes "Wartä" benutzen würdest?

    Bei mir ist "warte" in der Position, in der sie so bleiben soll. "Too far" hingegen ist weniger streng, darauf dürfte sie auch zurückkommen wenn sie will, oder noch ein paar Schritte machen, sich hinsetzen oder eben schnüffeln etc, alles okay. Mairin blieb meistens stehen, manchmal kam sie auch zurück oder zumindest ein paar Schritte auf mich zu. Bei River brauch ichs eh fast nie, weil sie (bis jetzt) einen recht kleinen Radius hat.


    Aber auch ich ertapp mich dabei, dass ich im Alltag mal ein "wart schnell" oder auch ein "warte" gebe, wenn ich eigentlich gar nicht das meine, sondern eher so, bleib mal kurz in der Nähe. Dafür hätten wir eigentlich auch ein "keep close", zB auf dem Spaziergang, wenn wir Spaziergänger kreuzen.


    Sollte ich in einen Hundesport einsteigen, der ein strenges, felsenfestes, unverrückbares Warten verlangt (zB auch ohne Kippen im Platz und ohne Mitrutschen, wenn man rundherum geht), werde ich (wie damals auch mit Mairin im Obedience) ein neues, "strenges" Warten aufbauen, bei uns war das dann "stay", aber wirklich nur Obedience-spezifisch.


    Letztlich muss man es ja aber auch nicht übertheoretisieren ;-) Wenns im Alltag klappt, wunderbar, wenn man irgendwo an eine Grenze stösst, baut man halt was Neues auf ;-)

    Toll klappt bei euch der Rückruf noch :) ich finde das ziemlich mühsam wieder aufzubauen, weis auch nicht wieso :D:D

    Baust du dafür ein neues Kommando auf?

    Nur, falls nicht, sorry, wenn das eh schon klar ist: Wenn ein Kommando sich abnutzt, ist es oft einfacher, ein neues aufzubauen, als das alte zu "retten". Ausserdem hast du dann mit dem alten quasi ein Wegwerfkommando, dass du auch mal 3, 4 x rufen kannst, wenn er halt grad nicht hört, während du das neue Signal ablenkungs- und fehlerfrei trainieren kannst und noch nicht in der echten Welt mit manchmal schwierigen Situationen einsetzen musst.

    Radiustraining: Im Moment nehm ich sie einfach vermehrt an die Schlepp oder stoppe sie, wenn sie mir zu weit weg geht (entweder mit "Wartä" oder Rückruf). Ist das richtig so oder habt ihr andere Tipps&Tricks für das Training?

    Würde ich genau so machen, und an der Schleppleine ein Radiussignal einführen (wir haben "too far"), das immer so ca 1m vor Schleppleinen-Schluss kommt. Geht sie weiter, bleibst du stehen und bremst mit der Schleppleine. Bei Mairin hat das super funktioniert, dass ich ihr dann auch frei ein "too far" zurufen konnte und sie sich umwandte und stehen blieb bis zum Freikommando. Theoretisch funktioniert ja dein Warte offebar so, was ja auch völlig okay ist - überleg dir dann einfach, wo du ein Wartesignal (z.B. Sitz-Warten) evtl. im Alltag auch noch und anders brauchst, und ob du deshalb evtl. lieber unterschiedliche Kommandos haben möchtest.


    Ausserdem würde ich wieder vermehrt das Umwenden zu dir belohnen (wenn auch nur mit einem Wort), und hin und wieder eine "Pot of Gold" Übung machen: Wenn sie grad so in ihrer Welt ist einfach mal unbemerkt eine Handvoll feine Gudis streuen zB, und dann ganz begeistert und lautstark "finden", bei uns ist das so ein "uuuuh River! Lueg emol!!" und dann hochinteressiert zu den Gudis rennen, oder einen Futterbeutel fliegen lassen oder so. Irgendwas cooles für das sie gaaaaar nichts tun muss, wie wenn du selber das einfach grad total begeistert entdeckt hättest. A la, oh, Frauchen geht aufmerksam durch die Welt und hat manchmal echt Erfolg, es lohnt sich, mich an ihr zu orientieren.

    River pubertiert bis jetzt verhältnismässig wenig, wobei Aussies aber auch eher Spätzünder sind. Sie hat aktuell einfach beim Arbeiten kleine Aussetzer, wo sie vergisst, was sie eigentlich grad macht, und die übersprudelnde Energie kann sie teilweise noch schlecht bremsen, v.a. wenn sie Leute trifft, die sie kennt. Da die 4 Füsse am Boden zu behalten ist seeeeehr schwierig. Aber Abruf, Abbruch und Leinelaufen immer noch super, zum Glück.

    Bei den Jagdhunden stellt sich ja sowieso die Frage, inwiefern gute Züchter die überhaupt in "reine" Läuferfüsse, äh, -hände :D geben. Soweit ich weiss, wird da (richtigerweise) schon sehr stark sondiert.


    Vielen Dank für die vielen Inputs.

    Sind Windhunde und Jagdhunde nicht eher Sprinter? Setter werde ich mir mal anschauen :)

    Für mich käme auch ein Mischling in Frage, der Hund muss nicht reinrassig sein. Oder ist das für einen Ersthund nicht empfehlenswert, da Ü-Ei?

    Was gibt es für Unterschiede im Charakter Rüde / Hündin? Gibt es geschlechtsspezifisch grosse Unterschiede innerhalb der selben Rasse?

    Grundsätzlich passt ein Mischling auch als Ersthund, wenn man bereit ist, ihn wirklich so zu nehmen, wie er ist - und allenfalls auch an Baustellen zu arbeiten und mit ihnen zu leben. Was, wenn du dann einen Mischling hast, der halt einfach total lauffaul ist? ;-) Bist du dann bereit, ihn total anders auszulasten? Da du ein recht klares Ziel hast, was du mit dem Hund machen möchtest, würde ich mir das schon zweimal überlegen. Ausser es ist wirklich ein erwachsener Mischling aus der Schweiz, den du kennenlernen und über den du ehrliche Infos erhalten kannst, wo klar ist, dass es ein Läufer wäre.


    Rüde/Hündin - macht jetzt bei meinen Rassen (Hütehunden) keinen wahnsinnigen Unterschied. Rüden haben halt mehr Hormonchaos in den ersten Jahren und werden später erwachsen, aber gut möglich, dass das bei anderen Rassen (zB auch mit mehr Territorialverhalten) eine grössere Rolle spielt. Bei der Kollegin mit 2 Hounds scheint mir der Rüde schon ein Ticken intensiver als die Hündin (gegen andere Hunde, Jagdtrieb) - aber das kann auch Zufall sein. Auch da würde ich, wenn ihr euch für bestimmte Rassen interessiert, Kenner/Züchter ausfindig machen und Löcher in den Bauch fragen.

    Bei Jagdhunde-Rassen einfach bewusst sein, dass da dann auch Jagdtrieb drin ist. An der Leine beim Laufen ist das ja voll easy, für "einfach nur so" je nachdem ein Thema. Evtl. auch wegen der Katzen. Da unterhaltet ihr euch am besten firsthand mit Leuten, die solche Rassen halten.

    Deutsche Schäferhunde sehe ich da eher weniger, das sind keine Langstreckenläufer. Gerade auch mit in der Rasse leider nicht seltenen Hüftproblemen. Generell würde ich die Hütehunde eher aussen vor lassen, wenn Laufen die Hauptauslastung wird und weniger Fokus auf Kopfarbeit liegen soll. Sie sind zwar sportlich und funktional gebaut, aber nur mit oder hauptsächlich mit Laufen nicht ausgelastet.


    Ich dachte auch als erstes an den Dalmi, der als Ausdauerläufer (früher Kutschenbegleithund) gezüchtet ist. Passt auch zu kurzhaarig und gross.