Beiträge von Anne

    Trotzdem würde ich mir wenn es irgendwie geht, das Recht vorbehalten vor Ort dann Nein zu sagen, wenn es doch nicht stimmt.

    Das finde ich grundsätzlich eine gute Idee, wenn sich der Züchter darauf einlässt. Denke aber, dass die Entscheidung, dann noch nein zu sagen, wahnsinnig schwierig ist, selbst wenn nicht alles stimmt. Weil man da einfach nicht mehr wirklich objektiv ist. Wenn man einen weiten Flug auf sich nimmt, alles organisiert, sich auf den Puppy freut, das Geld ausgegeben hat (für Flug etc.) und "seinen" niedlichen Welpen abholbereit in den Arm nimmt ... denke, dann muss mit der Zucht schon sehr arg was offensichtlich falsch sein, um dann noch nein zu sagen. Und viele Aufzuchtfehler sieht man dann auch nicht innerhalb der paar Stunden, die man da ist.

    Nyell kommt aus einer ungarischen Zucht und meine Schwester hat sie dort, nach mehreren Wochen regem Mailkontakt, mit 8 Wochen abgeholt. Sie hatte die tierärztliche Tollwut-Bescheinigung und Nyell war noch klein und leicht genug, dass sie in der Passagierkabine mitreisen durfte.


    Nyell hat eh viele, viele Baustellen. Ich denke, der Flug an sich hat ihr wohl nicht wirklich was ausgemacht, laut meiner Schwester war sie auf dem ganzen Flug sehr entspannt. Sie durfte die kleine Stoffbox auch auf den Schoss nehmen und öffnen (war mit Swiss, 2011 glaubs).


    Was aber auch meine Schwester ganz sicher sagt: Nie wieder einen Hund aus einer ungesehenen Zucht. Bei Nyell ist in der Aufzucht vieles nicht so gelaufen, wie es hätte sein sollen (für einen Hund, der nicht auf einem Hof im ungarischen Nichts leben, hüten und bewachen soll). Die Vorstellungen waren da einfach ganz anders. Obwohl die Züchterin per Mail einen echt guten Eindruck gemacht hat, meine Schwester auch einen sehr ausführlichen Fragebogen ausfüllen liess, wie der Mudi nachher lebt, was sie erwartet etc. und vor allem zum Thema Epilepsie (beim Mudi eine Riesensache) super informiert war und auch informierte, massgeblich am Aufbau einer Epilepsie-Datenbank beteiligt war etc.. bei der Aufzucht der Welpen blieb einiges zu wünschen übrig und das auszubügeln war eine jahrelange Arbeit. Nyell hat grosse Fortschritte gemacht und ist mittlerweile ziemlich unproblematisch, aber das kostete Nerven, Geduld und Zeit (nicht ein paar Monate, sondern Jahre).


    Der Flug wäre also das eine - mir persönlich wäre dabei nicht wohl, denke aber, das steckt ein Hund schon weg. Die Aufzucht aber nicht live gesehen zu haben, das wäre für mich eine ganz, ganz andere Sache und ein absolutes No Go. Zumal die Amerikaner unter Hundehaltung doch teilweise etwas sehr anderes verstehen als wir hier in Europa allgemein und - wie das Beispiel von Nyell zeigt - wir hier in der Schweiz im besonderen. Der Anspruch an den Hund ist uU einfach ein total anderer, und das hat logischerweise einen Einfluss auf die Welpenaufzucht.

    Beim Aussie Club Schweiz ist immerhin vorgeschrieben, dass Hunde für Wesens- und Formbeurteilung mindestens 18 Monate alt sein müssen (was immer noch sehr jung ist), und der Club kennt auch eine Deckbeschränkung, Rüden dürfen maximal 5x decken. Können allerdings nachher auf Gutheissung des Clubs nochmal für 3 Würfe freigegeben werden, also max. 8 Würfe pro Rüde. Wobei interessanter- und ein bisschen sinnloserweise Wiederholungswürfe (und Decken im Ausland) von der Regel ausgeschlossen sind, einen Wiederholungswurf darf ein Rüde theoretisch also unbeschränkt oft machen.


    Hündinnen dürfen übrigens auch maximal 5 Würfe haben.

    Bei den Tollern ist es eigentlich ein absolutes No-Go, da der Genpool ja eh schon sehr eng ist. Trotzdem gibt es genau dieses Jahr eine Wurfwiederholung hier in der CH. Du wirst sie finden beim stöbern auf den Züchterseiten und dort wird auch erklärt warum. Man bilde sich selber seine Meinung ….. ;)

    Genau deshalb bin ich auf das Thema gekommen, vor allem bei der Zucht dann auch gleich noch A und B Wurf hintereinander mit den Hunden aus der eigenen Zucht.. hat bei mir einige Fragezeichen ausgelöst ;-)

    Danke dir für den Beschrieb! Die Videos schau ich mir noch an.


    Kleine Zwischenfrage: Bedeutet "Stöbern" denn eigentlich "Suchen", oder eigentlich nur ein durchgehen und deshalb schreckt das Wild auf? Oder sucht der Hund das Wild bewusst und "stört" es sozusagen, damit es aufschreckt?

    Beim Abgrasen von Züchter-HPs stolpere ich ab und an über Wurfwiederholungen. Oft mit dem Satz "Der Nachwuchs von Mädi und Bubu hat uns so überzeugt, dass wir beschlossen haben, diese Verpaarung zu wiederholen".


    Ist das züchterisch nicht ein totaler Unsinn? Also klar, wenn keiner aus der Nachzucht nachher in die Zucht geht eigentlich egal, da ja genetische Sackgasse. Also wenn man die Welpen eh nur mit Auflage abgibt, dass sie nicht in die Zucht dürfen, okay, meinetwegen (aber dann: Wofür eigentlich züchten? Aber das ist eine andere Frage...)
    Und wenn nur einer in die Zucht geht auch egal.
    Aber schon nur, wenn aus beiden Würfen jeweils einer in die Zucht geht, ist das doch total doof. Denn theoretisch reichert man den Genpool seiner Rasse damit ja null und gar nicht an.


    Also warum Wurfwiederholungen?

    Wie erklärt / seht ihr das?


    Und ohne polarisieren zu wollen… nicht selten ist es dann eine Wurfwiederholung mit einem Rüden, den der Züchter eh daheim oder in der Nähe hat. Steckt da echt einfach züchterische Faulheit dahinter? Kann das echt die Erklärung sein?

    Grundsätzlich geht es mir weniger darum, Einzelexemplare kennenzulernen als vielmehr eine theoretische Basis zu erarbeiten. Da ich aber wirklich keine Ahnung habe, von was ich eigentlich rede, kann ich auch nur schlecht konkreter werden mit meinen Fragen :D Deshalb würde ich mich eben über Jagdhunde-Buch-Empfehlungen oder Webseiten freuen (magi, habe mir das von dir erwähnte mal bestellt).


    Ich würde wohl wirklich mal bei A anfangen wollen, also verschiedene "Schläge" und ihre Einsatzgebiete unter den Jagdhunden, die Spezialitäten. Auch generell was Jagdverhalten eigentlich ist, wie es sich zeigt, welche Sequenzen es da gibt, bei welchen Hunden die wofür hervorgezüchtet wurden. Die zugehörigen Rassen zu den einzelnen (ursprünglichen) Verwendungszwecken und wie diese Hunde von sich aus arbeiten, was bei ihnen quasi "verankert" ist (stöbern, anzeigen, hetzen etc.), und dann schon wie das heute in die (Jagd-)Gesellschaft passt und welche Aufgaben diese Hunde heute übernehmen, und weitergedacht was ein "normaler" Alltag mit einem Jagdhund dann ist (da also sicher schon eher Richtung "leben mit einem Jagdhund").


    Interessant wäre sicher auch ein jagdliches Ausbildungsbuch. Davon könnte ich einige ableiten auf einen "normalen" Alltag, denke ich.


    Diejenigen unter euch mit Jagdhunde-Erfahrung können mir vielleicht erzählen, wie Spaziergänge bei euch aussehen. Ständige Leinenpflicht? Sind die Hunde menschenbezogen und "ansprechbar" oder total in ihrer Welt versunken? Was sind eure Herausforderungen, die ihr daran festmacht, dass es eben ein Jagdhund ist?

    Dass es auch bei den Berger des Pyrénées Face Rase = sog. Kurzhaar gibt, weisst Du sicher Anne gell. Jedenfalls sind die FR bedeutend menschenfreundlicher und ruhiger als die Langhaarigen und auch grösser.

    Genau, den BP Face Rase habe ich ja schon länger im Blick, weil er mir einfach so unglaublich gut gefällt.. und von der Grösse her auch ziemlich optimal wäre. Ich frage mich nur manchmal, ob er mir nicht zu quirlig und nervös ist. Muss unbedingt mal welche persönlich kennenlernen! Eventuell hast du mir einen Tipp, wo das möglich wäre? Eine Zucht, bei der ich mich für Rasse-Info melden könnte?

    Border Collies sind ja raus...
    aber auch da gäbe es verschiedene Linien und arten ;)
    meine Lane zum Beispiel ist nicht wirklich typisch Border... sie ist eher ,,hart,,
    unbeeindruckt von allem und einfach nur lieb zu allem und jedem.
    arbeitswille etc. hat sie... solange es nach ihrem plan läuft, kein Problem8o
    will man aber was von ihr muss man schon ziemlich überzeugend sein :D

    Ich konnte mich einfach noch nie mit einem BC wirklich anfreunden ;-) deshalb habe ich sie für mich ausgeschlossen. Ich glaube, für den BC (also eigentlich ja für jede Rasse) muss man einfach der richtige Typ Mensch sein. In der richtigen Passung sind das eh auch ganz tolle Hunde, nur bei mir seh ich sie weniger. Auch wenn ich June eine ganz Hübsche finde.

    Spannend, kannte ich gar nicht. Ich habe ja bei einer Herder Züchterin Obedience trainiert und kannte ihre Holländer, aber dass es die auch Rauhaar und einen Ticken weniger crazy gibt wusste ich gar nicht.

    Haha ihr seid lustig, wäre aber eine gute Variante, ein Jahr lang alle möglichen Rassen durchtesten und mich dann entscheiden :D

    Ne also eigentlich schliesse ich Jagdhunde für mich echt ziemlich aus, ich merke einfach, dass ich eigentlich null Ahnung habe, wie die wirklich ticken und drauf sind, und würde mich deshalb gern ins Thema einlesen. Mehr so zur persönlichen Weiterbildung, nicht aus Rasse-Such-Gründen ;-)

    Ich finde Jagdhunde ja sehr interessant, oft wunderschön und ganz speziell. Ich kenne allerdings wenige und traue mir eigentlich auch keinen zu (mal abgesehen von den Retrievern).

    Ich würde mir aber wahnsinnig gerne mehr Wissen zur Art, den unterschiedlichen Rassen, den Einsatzgebieten und der Erziehung / Ausbildung aneignen.


    Könnt ihr mir dazu Ressourcen und Bücher empfehlen?

    Ich kenne zum Thema absolut nur Pia Grönings Anti-Jagdtraining.. Mit Aussie muss man das kennen :D

    Uh-oh, Claudia, die Toller-Spirale wird enger :D Was du vom Toller beschreibst klingt toll. Grade anstrengend, zurückhaltend ggü Fremden, weniger distanzlos als der Labi.. hört sich gut an ;-) Ich meld mich mal bei dir, ein Treffen fänd' ich sicher spannend!


    Und ich wäre absolut auch bereit, für eine richtig gute Zucht weiter zu fahren, egal ob Rüde oder Hündin :-)

    Züchter des Springer und des Barbet würde ich kennen und könnte Kontakt herstellen wenn es in Frage käme?

    Der Barbet ist für mich definitiv ausgeschlossen (kenne eben einen, coole Socke und lieber Kerl aber nix für mich). Beim Springer würde ich evtl. auf dich zukommen, sollte er mir in ein paar Wochen noch durch den Kopf schiessen :-)

    Achja definitiv ausschliessen kann ich für mich alle Windhunde (sorry, Psovaya ;-) ) und alle grossen Rassen wie Berner Sennenhunde (obwohl ich sie liebe), Landseer etc. ;-) Hätte mir aber wohl aufgrund meines Eingangsposts auch niemand empfohlen :D

    8o so viele verschiedene Rassen, wahnsinn.

    Also ich mag ja deine 2 Favoriten Aussie oder AL Labi. Ich glaube von einem Aussie auf einen ganz anderen Hund wechseln fällt sicher schwer. Vielleicht ist es einfacher, Du machst eine Liste was Du jetzt schon ausschliessen kannst hihi Also Mudi ist ja zB raus oder?


    Im Moment geht's vor allem darum, mal alles mögliche einfach zusammenzutragen und mir einfach mal anzuschauen ;-) da ich wie gesagt eigentlich ziemlich sicher bin, dass es wieder ein Aussie wird ;-) Obwohl ich ehrlich gesagt seit gestern ein bisschen in einer Toller-Spirale drin bin :D Es ist ein völlig freies Assoziieren aktuell, das eigentlich auch nichts bringen oder sehr zielgerichtet sein muss ;-)

    Siehe meinen Eingangspost, ich glaub deutlicher kann ich nicht sagen, was ich machen will ;-)


    "Ich suche nach einem schlauen, schnelllernenden Begleiter, der eine starke Bindung zum Menschen aufbaut, dabei aber seine Selbständigkeit absolut behält und gerne eine Portion Eigenwille und Sturheit mitbringen darf. Ich möchte einen "Partner in Crime", der für alles zu haben ist, einen Allrounder. Ich werde keinen spezifischen Hundesport auf Spitzenniveau betreiben wollen, sondern wie mit Mairin viele verschiedene Dinge machen, die uns einfach Spass machen. In erster Linie will ich einen Kumpel für den Alltag, der die Beschäftigung kriegt, die er will und braucht, daheim aber ruhig einfach mit mir abhängt (ist ja vor allem Erziehung- und Umgangsfrage). Ganz klar: Ich werde nicht "einfach so zum Spass" ans Vieh zum Hüten und auch keine jagdliche Ausbildung (abgesehen vom Dummysport, der absolut in Frage käme) machen wollen. Ich halte mich für einigermassen fähig mit Hunden, ihr kennt mich ja ;-) ich habe Aussie- und Mudi-Erfahrung und es darf durchaus auch eine etwas herausfordernde Rasse sein, wobei ich es mir jetzt aber auch nicht "extra schwer" machen will, um mir oder anderen irgendwas zu beweisen.


    Äusserlich ideal wäre ein mittelgrosser, sportlich gebauter, nicht zu bulliger Hund (ca. 50cm), eher lieber lang- als kurzhaarig, wobei das jetzt in der Brainstorming-Phase auch mal etwas aussen vor gelassen werden kann, wenn's dann halt kleiner oder grösser oder lockig ist."


    Ob Hüti oder nicht ist mir eigentlich egal.. bei den Hütis gibt's sogar einige, die ich komplett ausschliessen würde (Mudi, Border, alle belgischen Schäfis, den dt Schäferhund, den holländischen, die lang/feinhaarigen wie Beardie, Schapi etc.)

    Die Springer Spaniel gefallen mir wahnsinnig gut, nicht ganz sicher bin ich da wegen dem Jagdtrieb. Generell gefallen mir aus dem Jagdhundebereich sehr sehr viele Hunde gut (eben zB auch der kleine Münsterländer), aber ich könnte mit einem "echten" Jäger einfach nicht wirklich umgehen glaubs..


    Bei den Retrievern kommen bei mir eigentlich eh nur der AL Labi oder der Toller in Frage.. Aaaaaaallenfalls noch ein AL Goldie, wobei mir die oft schon eher zu gross werden. Die anderen sagen mir nicht so zu.

    Wünsche viel Spass beim Suchen deiner Rasse, aber wahrscheinlich wird es wie bei mir dazumal sein. Es bleibt das was man kennt und liebt. :nicken:

    Haha, ich glaube eigentlich auch zu 90%, dass es wieder ein Aussie wird ;-) Aber das Umschauen und Einlesen macht mir im Moment die Wartezeit etwas einfacher. Und wer weiss, über was ich dabei noch alles stolpere! Zum Beispiel all das, was Namara da aufgezählt hat

    wie gefallen Dir zum Beispiel die Rassen PON oder Schapendoes, Bearded Collie. Oder der Wetterhoun. Deutscher Wachtel, Hollandse Smoushond, etwas struppigeres im Aussehen?

    und ich erstmal fleissig googlen musste ;-) Also Schapendoes und Beardie waren mir ein Begriff. Beide sind für mich vom Fell her zu aufwändig, obwohl mir vor allem der Beardie schon sehr gut gefällt vom Ausdruck her. Das mit dem Fell gilt dann so vom ersten kucken wohl auch für den PON. Wettherhoun gefällt mir die Statur nicht so, in den Wachtelhund könnte ich mich allerdings noch vergucken ;-) Hollandse Smoushund, das Struppchen.. eher weniger meins ;-) Woher kennst du nur all die Rassen, Namara? :D


    Kailani Ich könnte dir keinen guten Grund nennen, wieso keinen schwarzen Hund.. irgendwie einfach nicht so meins.. ich bin aber eh ein Fan von farbig ;-) oder fuchsig.

    Gut, das wäre für mich eh alles ganz klar auch so bei egal welchem neuen Hund. Auch absolut bei einem Aussie (von denen ja durchaus viele auch ganz gern mal auf die Jagd gehen). Hmmm muss ich mir die Terrier wohl doch noch genauer unter die Lupe nehmen :D denn so von der Art her, dieses kernig-kumpelige, das find ich schon toll. Und das Buch Partnerhunde will mir eigentlich auch einen Terrier aufdrücken :D


    So für die Pudelfraktion, hier einfach so mal wieder ein Bild von Winston ;-)