Beiträge von Feder

    Jimmy hat mit gerade mal fünfeinhalb Monaten angefangen das Bein zu heben beim Pinkeln. Anfänglich hat er noch ein wenig "bschissen" und sich Orte ausgesucht, wo er anlehnen konnte. Nach ein paar Tagen dann gings ohne Pinkelhilfe. Wenn ich ihn wecke für die letzte Pipirunde oder früh morgens setzt er sich allerdings hin wie ein Mädchen.

    Habe ihn letzte Nacht angeleint. Nicht die ganze Nacht, nur während der Zeit, die ich auf Toilette war. Ging ohne Jammern oder irgend etwas. Er hat es einfach hingenommen und friedlich weitergeschlafen. Um 6.30h bin ich mit ihm raus - tja, manchmal können Lösungen so einfach sein. Und ich frage mich, wieso ich nicht früher darauf gekommen bin.


    Allen einen schönen - und vielleicht sogar sonnigen - Tag und liebe Grüsse

    Das ist es ja, er weckt mich nicht. Im Sommer, als er Durchfall hatte, hat er mich geweckt. Anfänglich, als ich nicht geschnallt habe, dass er Durchfall hat, habe ich sein Anstupsen nicht gross beachtet (kurz hinter dem Ohr gekrault und ihn zurück ins Körbchen geschickt). Er ist dann aber nicht ins Körbchen sondern nervös rumgetigert und noch ein paar mal zu mir gekommen. Ich Ignorant hab es immer noch nicht kapiert, so dass er am Ende rein gemacht hat. Auch aufgrund dieser Erfahrung schliesse ich eigentlich auf einen "Tick" und nicht auf ein "Müssen". Denn er schläft ja friedlich in seinem Körbchen und steht erst auf wenn ich aufstehe.


    Ich habe mir überlegt, ob ich ihn einfach anleinen soll wenn ich auf Toilette gehe und ihn dann wieder ins Körbchen schicke wenn ich wieder ins Bett gehe. So dass er gar keine Möglichkeit hat sich von mir zu entfernen und sein Pipi zu machen (dies für den Toilettengang meinerseits vor vier Uhr).


    Auf ein pubertäres Phänomen bin ich gekommen, denn als ich ihn vor ein paar Tagen beim auf den Teppich Pinkeln beobachtet habe, hat er sich wie ein Weibchen oder Welpe hingesetzt, also das Bein kaum vom Boden gehoben. Auch sonst pisst er nicht an Wände, einfach flach auf den Boden.


    Jedenfalls herzlichen Dank für euere Anregungen. Vielleicht legt sich der Spuk ja von selbst...

    Guten Morgen MG1393


    Danke für deine Antwort.


    Dass er eine Blasenentzündung haben könnte, schliesse ich aus. Sonst würde er ja auch tagsüber nicht vier bis fünf Stunden einhalten können. Dass er am Morgen Druck auf der Blase hat, ja klar. Ist für mich auch vollkommen ok, dass ich erst mit ihm um 5 oder meinetwegen auch um 4 in der Früh raus gehe. Aber halb eins..?


    Letzte Nacht blieb alles trocken, ich arbeite heute und stand um fünf auf. Als erstes Hund angeleint und kurz mit ihm raus. Damit kann ich leben. Allerdings möchte ich gerne verstehen, was dazu führt, dass er zeitgleich mit mir "muss". Oder macht. Ob er dringend muss bleibt dahingestellt. Er macht einfach. Die Lache vom Malheur von vorgestern um halb eins war jedenfalls nicht sehr gross.


    Gibt es noch weitere Junghundebesitzer, die mit ähnlichem Problem kämpfen? Oder gekämpft hatten und Lösungen gefunden haben?

    Liebe Foris


    Ich wende mich mal wieder an euch, da ich Rat brauche. Zur Situation:


    Vor einiger Zeit, ich denke so vier Wochen, hat Jimmy angefangen, nachts rein zu pinkeln. Im Sommer hatte er mal Durchfall, da hat er mich nachts geweckt. Das ist jetzt nicht der Fall. Er machte das regelmässig, also eigentlich jeden Morgen fand ich eine nasse Stelle auf dem Teppich. Nicht die gleiche, doch immer im selben Zimmer, manchmal eben auf den Teppich, mal auf ein Sitzkissen oder einfach auf den Boden. Nicht an Wände, also wohl eher kein Markieren. Mein erster Gedanke war, er kann nicht einhalten, hat wohl einfach eine volle Blase. Zu dem Zeitpunkt bin ich davon ausgegangen, dass er eher gegen den Morgen hin rein "brünzelt". Selber muss ich regelmässig gegen den frühen Morgen (vier, halb fünf) zur Toilette. So kam es, dass ich auf dem WC sass und plötzlich ein Plätschern hörte. Und siehe da, Jimmy hat zeitgleich ins Nebenzimmer (eben da wo er immer rein macht) gebrünzelt. Ich dachte an Zufall, nahm mir vor, ab jetzt jedoch dann gleich noch mit dem Hund raus zu gehen. Am nächsten Tag der gleiche Ablauf, ich auf Toilette, Hund pinkelt ins Nebenzimmer. Also wechselte ich die Reihenfolge, ich mit voller Blase aufgewacht, Hund an die Leine und erst mit ihm raus bevor ich auf Toilette ging. Immer gegen den frühen Morgen hin, hat geklappt. Letzte Nacht wachte ich allerdings bereits um halb eins auf. So früh, so meine Überlegung, muss ich nicht auch noch mit dem Hund raus. Der war ja um 22 Uhr auf seiner letzten Runde. Falsch gedacht. Diesmal pinkelte er, da die Tür zu dem Zimmer, in welches er sonst jeweils gepisst hat zu war, seelenruhig ins Wohnzimmer.


    Erst dachte ich ja, vielleicht hängt das mit der Pubertät zusammen (also dass er nicht mehr so lange einhalten kann. Lange will heissen von ca. 22h bis 6.30h). Doch nach den Erlebnissen der letzten Nächte bin ich mir da nicht sicher. Denn von "lange einhalten" konnte da ja nicht die Rede sein. Hat er da irgend eine komische Verknüpfung gemacht? So à la "Frauchen geht zur Toilette also ich auch"? Oder hat er sich einfach angewöhnt, dass er pinkeln kann wenn ich nachts aufstehe? Ich bin gerade etwas ratlos. Und auch frustriert. Ich meine der Hund ist 12 Monate, da hatte ich gehofft nicht mehr nachts auf Pipirunde gehen zu müssen (von Ausnahmen abgesehen).


    Wie gewöhne ich ihm das wieder ab? Habe mir mal gedacht, ich leine ihn an wenn ich aufstehe (er kommt dann aus seinem Korb und folgt mir ins Erdgeschoss), so dass er gar nicht die Möglichkeit hat sich zum Pinkeln zu verziehen. Oder er halt - bei grossem Druck auf der Blase - auf den Badezimmerboden macht. Immerhin wäre es dort einfach zu reinigen. Schwacher Trost. Doch ich denke nicht, dass es mit voller Blase zu tun hat. Doch was mache ich wenn ich dann wieder ins Bett gehe? Trotzdem davor noch mit ihm raus? Verknüpft er das dann nicht erst recht mit "Wenn Frauchen muss, darf ich danach auch"?


    Wie gesagt, ich bin total ratlos. Und nein, Veränderungen in der Familienstruktur hat es nicht gegeben.


    Auf euere Ideen, Anregungen und Tipps bin ich gespannt und danke euch schon mal im Voraus!

    Ich habe auch keine Versicherung für Jimmy, habe mir das vor der Anschaffung nie ernsthaft überlegt. Nachdem wir allerdings einen "Hund-hat-schwarze-Schokolade-gefressen"-Notfall hatten (mit Magenentleerung im Tierspital inkl. Übernachtung im Hotel Tierspital) habe ich mir das kurz überlegt und hin und her gerechnet. Am Ende habe ich keine Versicherung abgeschlossen, lege jetzt aber jeden Monat etwas auf ein spezielles Konto zurück. Allerdings habe ich keine Vergleiche gemacht, also nur bei unserer Versicherung nachgefragt. Prämie wären 330 Franken gewesen, Selbstbehalt 200 Franken pro "Schadenfall", Impfungen nicht inklusive. Wenn ich so lese was andere Versicherungen zahlen... vielleicht sollte ich erneut rechnen.

    Unsere Katze, eine Freigängerin, benutzt ihr Klo nur im Winter. Mittlerweile ist sie über sechzehn Jahre alt und ihr Bewegungsradius hat sich stark eingeschränkt - so stark, dass sie in unseren Garten kackt. Früher habe ich sie das nie machen sehen, da hat sie die Gärten der Nachbarn bevorzugt (man macht sich ja nicht ins eigene Revier). Da wir ländlich wohnen hat es in unserer Nachbarschaft viele Katzen und entsprechend viel Katzenkot in unserem Garten. Das ist nicht toll, doch ist es wie es ist, ich ärgere mich da nicht gross und bin froh, dass unsere Nachbarn das gleich sehen (die ja auch Katzen haben und die alle zu Hause ein sauberes Kistchen haben).


    Ob das "Drinnen-Kacken" mit Bindung oder gar Erziehung zu tun hat, stelle ich in Frage. Unsere Katze hat eine starke Bindung zu uns, kommt wenn wir sie rufen - aber sie ist eine Katze und somit viel unabhängiger und eigenwilliger als z.B. ein Hund.


    Kaffeesatz mögen Katzen nicht, das haben wir selber auch ausprobiert, das scheint die Katzen fernzuhalten. Allerdings muss man regelmässig neuen, frischen Kaffeesatz ausbringen, sonst verflüchtigt sich seine Wirkung. Nur so als Input.


    Liebe Grüsse

    Danke für euere Antworten.

    Spritzpistole und Co. ... Na weiss nicht. Das mit dem "Sitz" habe ich vor ein paar Tagen eingeführt, war so eine spontane Handlung, einfach weil ich ihn mir vom Leib habe halten wollen. Hat sehr gut geklappt. Das werde ich jetzt mal eine Weile durchziehen. Hatte heute den Eindruck, er hat schon kapiert was von ihm erwartet wurde, ohne dass ich etwas sagen musste hat er sich hingesetzt.

    Danke nochmals - werde euch auf dem Laufenden halten!

    So, seit meinem letzten Eintrag ist doch einige Zeit verstrichen. Gerne schreibe ich ein update:


    Irgendwie ist plötzlich alles ganz schnell gegangen und bei Jimmy der Groschen gefallen. Nachdem ich lange nicht länger als drei, vier Minuten draussen bleiben konnte, war es für ihn von einem Tag auf den nächsten möglich, während 15 Minuten ruhig zu bleiben. Bei meinem Reinkommen stand er zwar hinter der Türe, doch hat er weder daran gekratzt noch gewinselt oder gar gebellt. Und ab dann ging es ganz zügig, ich konnte sogar mit meinen Mann draussen sitzen und sprechen ohne dass Jimmy in sein Stress-Muster gefallen wäre. Und auch gärtnern. Beim Gärtnern allerdings musste er mich lange Zeit noch im Auge behalten. Er ist dann entweder aufs Sofa gesprungen und beim Fenstersims hochgestanden. Allerdings ruhig. Vielleicht hat mir die Hitze dieses Sommers in die Hände gespielt. Denn bevor es so heiss wurde hatten wir Jimmy während wir draussen assen bei uns auf einer Decke (er darf nur dort sitzen, ich möchte kein Leinengewickel um Tisch und Stühle; das hat er sehr schnell kapiert). Dann eben wurde es warm und er hatte keine Lust, mit uns draussen zu sein. So haben wir ihn drinnen gelassen. Erst war ich skeptisch, hatte damit gerechnet, dass er nach ein paar Minuten winselt oder an der Türe kratzt. Das hat er aber nicht gemacht, er lag, als wir dann draussen fertig waren, total entspannt da.


    Ich hoffe jetzt, dass es nicht nur an den heissen Temperaturen lag (die mag er gar nicht) sondern dass er generell gelernt hat, dass es ok ist wenn ich draussen bin und er drinnen bleiben muss.


    Auch drinnen läuft er mir nicht mehr auf Schritt und Tritt hinterher. Da merke ich aber, dass ich nach wie vor konsequent sein muss und ihn jedes Mal, wenn er mir ins obere Stockwerk oder in ein anderes Zimmer folgt, raus, resp. runter schicken muss.


    Einen Rückschritt allerdings haben wir zu verbuchen: das Anspringen wenn ich heimkomme. Von einem Tag auf den anderen hat er wieder damit angefangen. Ich kann ihm noch so konsequent meinen Rücken zudrehen, er macht fast "die Schraube" wenn er mich sieht, er hat mir auch schon ein Oberteil zerrissen, also das finde ich echt lästig. Er macht das hauptsächlich bei mir, manchmal auch bei der ältesten Tochter und meinem Mann. Einmal hatte ich eine leere PET-Flasche in der Hand und weil mich diese Anspringerei in diesem Moment so genervt hatte, habe ich ihm diese Flasche auf den Kopf geschlagen (ja, ich bin mir bewusst, das war Gewalt; die, die Steine werfen wollen mögen jetzt welche werfen) - ihn hat es nicht im geringsten gekümmert. Falls jemand hierfür Tipps hat, ich wäre sehr dankbar.


    So, das wär's für den Moment von uns. Euch allen einen schönen Tag und liebe Grüsse

    Hallo zusammen


    Jimmy läuft seit bald drei Monaten mehrheitlich an der Schleppleine (10m). Eingeführt habe ich diese, nachdem er im Alter von rund sechs Monaten nicht mehr zuverlässig auf Kommando zurückgekommen ist und seine Lust am Jagen von Krähen (wohl auch anderem, wäre es denn verfügbar gewesen...) entdeckt hat. Wenn wir einem Hund begegnen, den wir entweder kennen und ich weiss, das harmoniert zum Spielen oder einen unbekannten Hund, bei dem die Chemie jedoch auch stimmt, dann lasse ich ihn von der Leine. Wenn der andere Hund zuverlässig rückrufbar ist, dann lässt sich auch Jimmy meist problemlos zurück rufen. Seit wir die Schleppleine haben, übe ich den Rückruf angeleint. Anfänglich hat das überhaupt nicht geklappt, er hatte einfach auf "Durchzug" gestellt. Mittlerweile gehorcht er ganz ok, ich würde sagen von 15 mal rufen kommt er 14 mal zurück. Manchmal allerdings erst, nachdem ich mich entweder abgewendet oder ein paar Schritte rückwärts gegangen bin. Irgendwie ist das ja aber alles "geschützte Werkstatt", denn, so denke ich, Jimmy kapiert ganz genau, dass er angeleint ist und folglich meinem Befehl gehorchen muss. Wann ist der Zeitpunkt gekommen, wo ich ihn wieder regelmässig von der Leine lasse? Ich merke auch, dass mich genau das verunsichert. Nichts Schlimmeres, als ein Hund, der nicht Abrufbar ist. Wir hatten früher zu Hause einen Westie mit ausgeprägtem Jagdinstinkt. Wenn die was in die Nase bekam, war sie weg. Wirklich weg, nicht selten für länger als eine halbe Stunde. Da half kein Sich-Entfernen oder sonst was. Das möchte ich mit Jimmy auf keinen Fall erleben. Zumal er eine gute Portion grösser ist - nicht auszudenken, wenn ihm eine Jagd gelingen sollte.


    Seit ein paar Wochen konditioniere ich ihn zudem auf eine Pfeife. Darauf reagiert er sehr promt je kleiner der Radius und je weniger Ablenkung. Also steht er z.B. drei Meter vor mit auf dem Weg, Nase oben, dann macht er fast auf dem Absatz kehrt. Gleicher Abstand, im Gras, Nase unten: da reagiert er erst, wenn ich an der Leine "ruckle" und kommt dann auch eher langsam zu mir. Belohnt wird er aufs Kommen bei der Pfeiffe mit LeParfait, nicht zu knapp. LeParfait gibt's nur für dieses "Kommando", da steht er total drauf. Wann kann ich die Pfeife unter "realen" Bedingungen anwenden? Also wenn er nicht mehr an der Schleppe ist.


    Wie immer: danke bereits im Voraus für euere Tipps! A propos (werde mich wenn ich Zeit habe dazu noch unter dem entsprechenden Thread melden): das mit dem Alleinebleiben wenn ich im Garten bin funktioniert mittlerweile echt gut!


    Herzlich, Feder.

    Vielen Dank für euere Inputs.


    Ja, Jimmy ist ein Appenzeller-Laufhundmix. Wie gesagt, drinnen funktioniert das mit dem Beutel sehr gut, er ist dann voll auf mich konzentriert und egal ob ich den Beutel schmeisse oder verstecke, er bleibt sitzen bis ich ihn losschicke und bingt ihn mir in 9 von 10 Fällen direkt in die Hand, das eine Mal dreht er kurz vor mir nochmals ab und schüttelt den Beutel nochmals bevor er ihn mir bringt.


    Ich habe den Rat von Elina umgesetzt und vor dem Mittag draussen vor dem Haus und auf dem Weg daneben den Beutel geworfen und siehe da, es hat geklappt! Vielleicht habe ich einfach zu viel von ihm erwartet, vielleicht muss ich den Radius langsam(er) vergrössern.


    Futter steht bei Jimmy eigentlich schon sehr, sehr hoch in seiner "Beliebtheitsskala", doch auch diesen Rat nehme ich mir zu Herzen und werde mal so eine Prioritätenliste erstellen. Drinnen kommt bei Jimmy nach dem "Fressen" ganz sicher "gerkrault-werden" auf seiner "Belohnungsliste", draussen mag er das zwar auch aber nie in dem Ausmass. Wie gesagt, ich werde mir da mal ein paar Gedanken dazu machen, merci!


    Im Moment weiss ich auch gar nicht, welche Gene bei Jimmy zu welchem Anteil "durchdrücken", wie viel Laufhund, wie viel Appenzeller. Was ich weiss ist, dass er mit Vorliebe Krähen zusammentreibt - also ganz der Treiber!


    Magi: was machst du denn, um deinen Beagle bei dir zu halten? Nimmt mich einfach wunder :-)


    Nochmals liebe Grüsse, Feder.

    Hallo ihr beiden


    Danke für euere Beiträge, sie helfen mir insofern, als dass sie mir zeigen, dass Jimmy und ich nicht die einzigen sind, bei denen das nicht auf Anhieb ganz klappt mit dem Futterbeutel. Ich werde mal versuchen, ihn direkt vor dem Haus den Beutel zu werfen. Mehr als scheitern kann der Versuch ja nicht.


    Bin gespannt, ob sich noch jemand meldet...


    Allen liebe Grüsse aus dem heissen Züri Oberland, Feder.

    Hallo zusammen


    Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, Jimmy an den Futterbeutel zu gewöhnen. Er scheint kein Hund zu sein, dem das Apportieren in die Wiege gelegt wurde, also musste ich ihm erst das "Bring" beibringen. Wir haben zu Hause geübt und nach anfänglichen Schwierigkeiten hat das dann ganz plötzlich - so als wäre der 20-er gefallen - sehr gut geklappt. Mittlerweile werfe ich den Beutel nicht nur, manchmal verstecke ich ihn im Haus und Jimmy sucht ihn dann. Ich habe den Eindruck, er hat Freude an diesem "Spiel".


    Seit bald einer Woche nehme ich den Beutel mit auf Spaziergänge und werfe ihn immer mal wieder, doch zeigt Jimmy draussen überhaupt kein Interesse daran. Ich kann noch so "rumblödeln" damit (so tun als würde ich daraus essen, daran schnüffeln, etc.), er guckt kurz zu mir und macht dann weiter sein Ding. Gestern Abend hat er ihn das erste Mal draussen zu mir gebracht, doch das war's dann auch schon. Heute Morgen wieder das gleiche Bild wie immer, er zeigt mir ganz deutlich sein Desinteresse und das, obschon er gestern nur zwei Mal eine Hand voll bekommen hat als er den Beutel zurück gebracht hat, er hat also bestimmt Hunger.


    Woran mag das liegen? Ist er draussen zu sehr abgelenkt? Bin ich zu ungeduldig? Mag es daran liegen, dass er noch nicht kapiert hat, dass mir eigentlich vorschwebt, ihn nur noch unterwegs zu füttern? Denn bis jetzt habe ich ihn, da es ja während dem Spaziergang nicht nach meinen Vorstellungen geklappt hat, zu Hause gefüttert, resp. den Beutel geworfen und versteckt. Er hat also immer sein Futter gekriegt. Soll ich ihn konsequent nur noch füttern, wenn er mir den Beutel draussen bringt?


    Mit dem Futterbeutel zu arbeiten angefangen habe ich da ich den Eindruck habe, Jimmy vergesse draussen sehr leicht, dass ich auch noch da bin. Mit dem Beutel wollte ich mich für ihn interessanter machen und damit auch unsere Spaziergänge.


    Über Tipps würde ich mich sehr freuen!


    Liebe Grüsse, Feder mit Jimmy.

    Vielen Dank für den Input - da wir ein solches Gitter hatten als die Kinder klein waren, habe ich die Kinderzubehör-Läden noch vor den Qualipets & Co. abgeklappert. Allerdings sind die Türgitter für Kinder allesamt 75cm hoch, also definitiv zu niedrig für uns.


    Im Moment halten wir die Eingangstüre halt einfach konsequent geschlossen. Ich hoffe, dass Jimmy bis im nächsten Sommer nicht mehr jedes Mal wie der Speedy Gonzalez aus der Türe flitzt wenn diese offen steht. Diesbezüglich bin ich zuversichtlich, merke ich doch, dass er in den vergangenen paar Wochen ruhiger wurde. Als ich letzte Woche ausser Haus war und nur mein Mann mit Jimmy zu Hause hatte er gar den ganzen Tag das Wohnzimmerfenster offen und der Hund ist nicht rausgesprungen! Ich hätte mich das nie getraut, doch offenbar, so mein Mann, hätte er (also der Hund) keine Anstalten gezeigt dort raus zu wollen. Fortschritt! Liebes Hundi, brav gemacht!

    Ein kleiner Zwischenbericht:


    Seit rund eine Woche also übe ich mit Jimmy das Alleinsein und so langsam gewöhnt er sich an diese neuen Gegebenheit. In unseren Tagesablauf habe ich Einheiten eingebaut, während denen ich ihn in sein Körbchen schicke und mich dann aus dem Raum begebe. Anfangs ist er immer gleich mit aufgestanden und wollte mir folgen. Nachdem ich ihn jedoch jedes Mal konsequent zurück ins Körbchen geschickt habe hat er begriffen worum es geht. Ich kann mittlerweile im oberen Stock die Betten machen, lüften, etc. ohne dass er das Körbchen verlässt. Diese "Übung" wieder hole ich täglich ein paar Mal, wenn ich wieder runter komme liegt er an seinem Plätzchen und schaut mich an. Also noch nicht wie der Buddha unter dem Banyan-Baum, doch gestresst wirkt er nicht.


    Noch nicht so entspannt sieht es aus wenn ich mich vor die Haustüre begebe. Dort kann ich mich rund eineinhalb Minuten aufhalten ohne dass er sein Körbchen verlässt. Und das auch nur wenn ich direkt vor der Türe stehen bleibe, wenn er merkt, dass ich ein paar Schritte gehe, ist er (nach eben rund eineinhalb Minuten) nicht mehr im Körbchen wenn ich reinkomme. Einmal blieb ich länger draussen, bin bis hinters Haus gegangen und habe mich kurz (keine fünf Minuten) dem Unkraut gewidmet, da ist er bei meinem Reinkommen an der Türe gestanden und hat mich erwartungsfroh angeschaut. Gewinselt oder gebellt hat er nicht.


    Zusätzlich zu diesen Übungen lasse ich nicht mehr zu, dass er mir überall hin folgt. Also nicht mehr bis ins Bad oder ich schicke ihn raus wenn ich den Sohn ins Bett bringe. Das akzeptiert er ohne Widerrede.


    Was mich an der ganzen Sache ein wenig wundert ist, dass er dieses Theater ja nicht veranstaltet wenn ich z.B. arbeiten gehe oder das Haus verlasse um einkaufen zu gehen. Dann akzeptiert er einfach, dass ich weg gehe, bellt manchmal ein, zwei Mal. Wenn ich wiederkomme trottet er mir meist ganz verschlafen entgegen und sieht nicht aus wie ein Hund, der total gestresst auf die Rückkehr des Frauchens gewartet hat.


    Dazu habe ich ein paar Fragen: wie lange sollten diese "Trainingseinheiten" sein? Das "nach-draussen-Gehen"-Training sieht in etwa so aus: ich gehe raus, bleibe ca. eineinhalb Minuten draussen, gehe rein und lobe ihn für's im Körbchen bleiben. Dann wiederhole ich das Spiel. Und dies so zehn, zwölf mal, also rund eine gute Viertelstunde. Etwa gleich beim "ins-Obergeschoss-Gehen", nur dass ich dort länger oben bleiben kann, so gute fünf Minuten, mal auch länger (da war's 10 Minuten). Das übe ich dann so drei, viel Mal, gesamthaft also +/- 20 Minuten. Zusammen also so gegen 40 Minuten. Ist das zu lange? Und wie oft pro Tag sollte ich diese Übungseinheit machen?


    Was ich ebenfalls verändert habe ist mein Begrüssungsritual. Er freut sich ja auch sehr wenn ich komme (darf er ja auch) und bis anhin war es so, dass er sich (mittlerweile von sich aus) hingesetzt hat und ich habe mich hingekniet und ihm Hallo gesagt. Wenn ich dann aufgestanden bin ist er mir aber immer hinten raufgesprungen und hat doch einen ganzen Tanz veranstaltet. Jetzt ignoriere ich ihn erst mal und begrüsse die Kinder und den Mann, erst dann den Hund. Ich habe den Eindruck, die ganze Begrüssungssituation hat sich seither etwas "runter gefahren". Dies einfach eine Zusatzinfo.


    Liebe Grüsse

    Hihi, nein, das sind zwei Verschiedene "Problemzonen". Einmal die Eingangstüre, für die überlege ich mir eben das Türgitter. Und das Wohnzimmerfenster.


    Weil bei uns das mit dem Einzäunen sehr schwierig ist möchte ich eben an der Haustüre ein Gitter montieren. Wir haben - da altes Haus - keine klassische Balkontüre, unsere Eingangstüre steht daher im Sommer so gut wie immer offen. Das mit der "sportlichen" Mischung ist eben auch meine Überlegung. Ich denke, Jimmy könnte die 1.07m locker überspringen. Allerdings hatten wir bis vor kurzem unser altes Türgitter von den Kindern montiert, läppische 75cm hoch, und das hat er einmal zu überspringen versucht... nun was soll ich sagen, er hat sich voll auf die Kante gehauen, also "sportlich" sieht anders aus. Und da er beim Eingang kein Platz für Anlauf hat, könnte es reichen. Im Notfall könnte man wohl noch was oben draufmontieren und so ein paar Zentimeter gewinnen. Und da bei dem von mir gesehenen Modell die Stäbe vertikal verlaufen, hat er keine Möglichkeit sich daran abzustossen (wie z.B. bei einem Maschendrahtzaun).


    Beim Wohnzimmerfenster überlege ich mir, einen Schafszaun (diese mobilen, orangen) zu montieren. So könnte die Katze immer noch rein und raus und der Hund nicht mehr raus. Vermutlich wird er ein, zwei Mal dagegen springen und es dann bleiben lassen da kein Erfolg.


    Im OG haben wir die Fenster nur noch gekippt oder die Läden geschlossen. Weil ja, ein wenig gepickt scheint er schon zu sein, unser Jimmy ;).

    Hallo


    Unser Jimmy hat das am Anfang auch gemacht. Er war zwar schon viereinhalb Monate doch hat er bis dahin nicht drinnen (sondern im Stall mit der Mutter und einem anderen Hund) gelebt, konnte rein und raus wie es im passte, hatte also von Stubenreinheit nach menschlicher Sicht keine Ahnung.


    Ich schliesse mich meiner Vorrednerin an, die Ablenkung, das Lob könnten unter Umständen dazu führen, dass euer Hündchen "abklemmt" und erst zu Hause den Rest "brünzelt". Das war bei uns so. Hat fast eine Woche gedauert bis wir darauf gekommen sind, ab da gab's nur noch ein kurzes "Brav" bei den letzten Tröpfchen. Danach dauerte es nicht mehr lange und er war stubenrein.


    Liebe Grüsse

    Hallo Anne


    Erneut danke für deine Antwort.


    Ja, wenn ich mal länger im Garten bin nehme ich ihn auch mal mit raus und leine ihn am Baum an. Das geht auch problemlos, dann ist er ja bei mir und aus seiner Sicht alles im grünen Bereich.


    Gerne melde ich mich wieder wenn Fragen auftauchen, ich einfach Zuspruch brauche oder: wenn wir alles im Griff haben!

    Guten Morgen Morgana


    Könnte ich. Doch dann würde ich sein Verhalten ja nicht korrigieren. Dann wäre er ja immer bei mir. Mir ist es schon wichtig dass er lernt alleine drinnen zu bleiben.


    Vom Bauernhof, wo er herkommt, war er es sich gewohnt, dass er immer überall dabei sein konnte. Oder anders formuliert: er konnte kommen und gehen wie es ihm passte. Wollte er dem (Vor-)Besitzer bei der Arbeit zuschauen, konnte er das. Wollte er nicht mehr, konnte er sich verziehen. Diese Freiheit kann ich ihm nicht geben.


    En schöne Tag und liäbi Grüessli

    Liebe Anne


    Herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort und Analyse unserer Situation.


    Das mit dem Rein-/Rausgehen habe ich heute immer wieder geübt und darauf geachtet, dass er gar nie bellen muss. Das hat eigentlich ganz gut geklappt, will heissen er musste nie bellen. Ich habe ihn allerdings nie angebunden, also kein "Deckentraining", wie du es beschreibst. Er hat es akzeptiert, dass ich rausgegangen bin, entspannt war er allerdings dabei nicht. Jedes Mal, wenn ich reingekommen bin ist er gleich schauen gekommen. Und als ich im Garten war konnte ich sehen wie er auf dem Sofa stand und rausschaute. Auch wenn die Schritte sehr kein sind: ich bin zuversichtlich, dass er lernt mir zu vertrauen dass ich wiederkomme und er mich dabei nicht begleiten/beschützen muss.


    Im Haus haben wir auch geübt, ich Treppe hoch, aus seinem Blickfeld verschwunden, ihn kurz warten lassen und wieder zu ihm hin, loben. Lange sind diese Intervalle nicht, eineinhalb Minuten. Habe fast den Eindruck, es fällt ihm im Haus schwerer die Kontrolle loszulassen als wenn ich draussen bin.


    Die "Diagnose" Kontrollfreak allerdings sitzt. Fühle mich gerade ein wenig wie nach einem Elterngespräch in der Schule, wo einem gesagt wird das eigene Kind sei ein Problemkind...