Beiträge von chips

    Anfangs Saison find ich es immer am schwierigsten, bis wieder ein bisschen Routine reingekommen ist.


    Bei unseren Samojeden habe ich mich Anfangs immer aufgeregt, es lief einfach selten Vorbildlich. Es sind nun mal Samojeden, sie sind laut und freuen sich über jeden Ablauf, der nicht normal ist. Ich nahm es mit der Zeit gelassen, entspannt und mit Humor, und schon ging es besser. Auch lernten sie am Velo auf mein Kommando zu warten, aber es brauchte viel Geduld und Übung.


    Was ich oft mache, auch mit dem grossen Gespann, mir Zeit lassen beim einspannen. Sind alle eingespannt, hole ich noch extra irgendetwas oder suche noch was, wechsle eine Neckleine aus, kontrolliere bei einem Hund nochmals das Geschirr oder gehe bei jedem einzelnen Hund vorbei. Das ist eine gute Übung, den oft passiert es, das kurz vor dem Start z.b an einem Rennen noch etwas reisst. Im Winter, wenn sie schon viele Kilomter in den Beinen haben, dann ist es oft so, dass sie ganz gelangweilt aussehen kurz vor dem Start. Manche sitzen oder stehen einfach rum und schauen mir zu. Sie wissen genau ab wann ich soweit bin und es ernst wird.

    Auch halte ich manchmal nach wenigen Metern nach dem Start wieder an. Das kann nach 10m sein, nach 100m oder 500m Das ist auch für den Notfall gedacht.

    Ich habe nicht gesagt, dass ich das nicht gut finde. Alle Zuchttechniken haben ihre Vor- und Nachteile. Ich will diese Zuchttechnick nur verstehen.


    An einem Zuchtziel ist man nie angekommen, man findet immer etwas das man noch verbessern könnte oder erhalten will.



    Eigentlich ist es ja sozusagen das ,,übliche,, an Zucht, dass man eben Schwachstellen auszugleichen versucht, und eben ja nicht zu verwandte Tiere nimmt.

    Beispiel Hündin hat eine Schwachstelle, so nimmt man ein Rüde mit einer Linie, die die Schwachstelle ausgleicht, heisst natürlich nicht, dass automatisch alle Welpen dann nicht die Schwachstelle der Mutterhündin erbt.

    Das ist doch dann Outcrossverpaarung?


    Zum Beispiel: Jemand erzählt von einer langjährigen Zuchtstätte (egal welche Rasse, aber schon oft so erlebt) die z.B schöne Hunde züchten, besonders sportliche oder sonst ein herausstechendes Merkmal hat. Studiere ich dann die HP von dieser Zucht und die Stammbäume, fällt mir dann schnell auf, dass diese Person Linienzucht macht. Er versucht z.B die Schönheit seiner Hunde erblich zu verankern.

    Will ich also selber auch schöne Hunde züchten, kaufe ich bei dem eine Hündin. Nehme ich einen Zuchtpartner, bei dem diese Schönheitslinie auch vor kommt, ist die Möglichkeit rein Theoretisch hoch, dass die Nachkommen schön sind und das auch weiter vererben. Habe ich aber eine Hündin die, sagen wir nur 25% Erbgut hat von dieser Schönheitslinie und einen Rüden, der schön aussieht, aber 0% Erbgut von dieser Linie hat, ist die Möglichkeit dass die Welpen schön sind geringer. Und wenn ich mit dem schönsten Welpen aus dessen Wurf so weiter züchte, wird es noch geringer.

    Es wird auf Merkmale gezüchtet wie, Aussehen, Leistung oder Haarfarbe usw. unter der Bedingung, dass die Elterntiere möglichst nicht miteinander Verwandt sind, nicht die selben Linien im Stammbaum vorkommen. Was für die weiter Zucht mit den Nachkommen bedeutet, dass diese nicht reinerbig sind und es dadurch mehrere Generationen braucht bis man sein Zuchtziel erreichen kann.

    Ich finde das ein spannendes Thema.

    Ich habe meine Linien gefunden, in dem ich genau weiss was ich mit dem Hund machen will. Ich schaue mir die Ranglisten der Rennen an, die ich auch machen will. Studiere die vordersten platzierten. Nicht nur von einem Jahr sondern von den letzten 5 Jahren. Was haben sie für Hunde? Wie waren die Platzierungen auf anderen Rennen oder die Jahre davor? Was schreiben sie im Internet über ihre Hunde? Ich fing an fragen zu stellen, zuzuhören und viel zu lesen. So fand ich mit der Zeit die Zuchtlinien die mir entsprechen.


    Gewisse Linien kann man schon nachsagen, wie das Wesen ist, Leistungsverhalten, Körperbau usw. Der Züchter hat dann auch ein klares Zuchtziel und verfolgt dies über mehrere Generationen. Natürlich ist nicht jeder Wurf optimal, aber das sagen dann die ehrlichen Züchter auch.

    Für mich ist immer wichtig, das ein Züchter ein klares Zuchtziel hat, nicht den Rassestandart, sondern seine Schwerpunkte. Und auch wichtig ist, das er sagen kann warum diese Verpaarung. Warum dieser Deckrüden? Warum diese Hündin?


    Ich studieren sehr gerne die Stammbäume, da ich vieles daraus lesen kann, wegen den Linien und den einzelnen Hunden. Was ich momentan mühe habe ist die Merkmalszucht die viele machen. So quasi eine Mischlingslinienzucht in der Rasse, nicht einen Outcross. Was erhoffen sich die Züchter mit so einem Wurf für das weitere Zucht geschehen? Was soll das schlussendlich für eine Linie sein? Da habe ich noch keinen Durchblick.