Beiträge von Psovaya Borzaya

    jendayi liess sich schon immer überall anfassen, auch von fremden, die barsois sowieso. krallen schneiden ging aber nur zu zweit, sie war einfach zu ungeduldig und wand sich wie ein aal und ich hatte angst, ihr so ins leben zu knipsen. jetzt kann ich das sehr gut auch alleine machen, nach dem spaziergang und sie muss nicht mal mehr angeleint werden, steht einfach da und lässt mich knipsen.


    aber seit nastassjas tod weicht sie zurück, wenn fremde sie anfassen wollen, vor allem wenn es sehr schnell und direkt ohne vorherige kontaktaufnahme kommt. sie knurrt nicht oder so (das tut sie sowieso nie) aber sie weicht aus. sie macht es nicht bei allen, manche findet sie gleich supertoll und dann muss ich sie dran hindern an denen hochzustehen um zu betteln. ich erkläre es mir so, dass, da die barsois halt endlos extrovertiert waren, sie einfach nicht zurück stehen wollte. jetzt wo keine "konkurrenz" mehr da ist, sieht sie keinen nachteil, wenn sie sich zurück nimmt. davor fürchtete sie wohl, die andern könnten was fressbares kriegen, das ihr dann entgeht. auch das ist ein punkt: von 80% der leute nimmt sie kein futter mehr an, was früher nie passiert wäre.

    dafür frisst sie auch unterwegs nichts mehr, dies aber schon seitdem dawn nicht mehr ist, denn nur diese neigte zum staubsaugen und zeigte ungewollt auch den andern fressbares.

    jo der knöchel erholt sich wieder, ist wahrscheinlich nur irgend ein band etwas überdehnt... da merk ich dann das alter, glaube ich. wenn ich "kalt" irgend einen sprung mache oder loslaufe, passiert mir das schon mal. früher ging das...:noidea: ne, der kutscher schien absolut nicht die kontrolle verloren zu haben, der war wohl einfach so unterwegs, er trieb die pferde nach der kurve auch noch verbal an obwohl auf dem weg in den er einbog auch viele fussgänger unterwegs waren. wenn da ein freilaufender hund dabei ist, der pferde nicht so gelassen nimmt wie meine oder die des andern hundehalters, dann gute nacht. oder ein velofahrer "im weg" ist.

    hier hat es viele kutschen und reiter sowieso, aber so sind wir jetzt doch noch nie einer begegnet. smilie_sh_019

    ja die velofahrer sind echt auch nicht meine freunde, obwohl ich selber einer bin.

    heute hatten wir eine begegnung der anderen art... laufen der thur entlang und an einer kreuzung kommt von inks ein pferd und hinter diesem pferd ein zweispänner und zwar in schnellem trab. wundere mich noch, denn der weg ist grad mal so breit wie die kutsche, er kann also das pferd nicht überholen und dieses geht im schritt. von rechts her kommt über die brücke noch ein mann mit hund und dort will offenbar das pferd hin, das vor der kutsche hergeht. dummerweise geht das dann schief, denn die reiterin, die über die brücke will muss anhalten, da die brücke auch schmal ist und der hundehalter ja noch drauf ist. die kutsche wird nicht langsamer und das pferd hat offenbar panik vor kutschen und obwohl ich still stehe und noch sicher 10 m vom pferd entfernt bin, müssen wir uns plötzlich retten, denn das pferd scheut wegen der kutsche hinter ihm, die reiterin verliert die kontrolle und schon rast es auf uns zu.

    einmal mehr war ich froh, jendayi nicht angeleint zu haben, so konnte sie mit einem satz einfach über das bänkli dort hüpfen. ich rettete mich auch, habe mir aber den knöchel vertreten. die kutsche fuhr einfach weiter, nach mir die sintflut. äh ja...

    rubahe : ich glaube, den kenne ich auch. ich sah hinterher aus wie ein ferkel. er ist ja sehr lieb aber völlig distanzlos und aufdringlich und er sprang jendayi auf den rücken. ich erkläre geduldig (obwohl innerlich auf 180) warum dies für meine hündin gefährlich ist. antwort: sie kann sich ja wehren... nein, das kann sie nicht. sie wehrt sich fast nie und verlässt sich auf mich (was sich viele ja wünschen würden). und als ich ihr sagte, dass ich es nicht nett finde, dass ihr hund einfach alle anspringt und sie nichts dagegen tut meinte sie spitz "ach so, ich dachte Sie mögen hunde"... ja ne is klar...

    Mit einem souveränen Hund kann man schon gelassen bleiben.


    schön wär's... ich werde genau an dem tag entspannt sein, wenn endlich der hinterletzte depp gelernt hat, dass man hundekontakt nicht ohne erlaubnis des andern zulässt, dass das anschleichen, ducken, fixieren nichts mit "er macht nüt" zu tun hat und dass man keine 5 grosse hunde auf eine alte, 10 kg leichte hündin ohne die geringste pufferzone in form von fettschicht oder fell zulässt. ganz ehrlich, ich bin weit entspannter wenn mir ein tarek bzw. grosser hund mit MK und angeleint aber unter umständen etwas "theater machend" oder ein mir bekannterweise völlig unverträglicher mali der aber einen super gehorsam hat und vor allem IMMER abgerufen wird, entgegen kommt als diese tutnixler, die oft alles andere als harmlos sind. neulich sagte tatsächlich ein schäferhalter, sorry, ich kann nicht ableinen, sie mag keine andern hunde. nothing to say sorry about... ist mir wirklich mittlerweile das liebste und meiner hündin auch. und ich bin vermutlich nicht die einzige. dies nur weil es immer leute gibt, die denken, sie müssten sich schämen, weil ihr hund eben nicht alle toll findet. dabei wäre unter den "alle toll findenden" bei näherem hinschauen solche, die ganz unbedingt gesichert gehören würden.

    ja leider, beim barsoi die häufigste krebsform. nastassjas bruder und auch ihr vater starben daran.


    beim bruder hat man noch den linken vorderlauf amputiert, er lebte danach noch 9 monate (hatte dann lungen metas und musste eingeschläfert werden). er wurde knapp 8. ihr vater starb bereits ein jahr jünger daran, aber dort weiss ich nicht mehr wie lange es nach dem ausbruch dauerte.

    ich stelle es mir so vor wie ich es bei meinen bewohnern/patienten habe. lerne ich eine person kennen, die vollständig dement ist, kein thema. ist so, akzeptieren wir. aber einem bewohner zuzusehen wie er, vorher geistig fit, plötzlich nach und nach fähigkeiten verliert vielleicht erst einfach den wortschatz verkleinert, dann nach und nach keinem normalen gespräch mehr folgen kann - das ist für mich grauenhaft.

    so geht es mir mit hunden. war gestern mit yve und dobbie unterwegs, seit geburt völlig taub und mit stark eingeschränktem sehvermögen. der hund kennt es nicht anders und hat eine unbändige lebensfreude. aber nastassja zuzusehen wie sie nach und nach fähigkeiten verliert (auch wenn es weder das gehört noch grossartig das sehvermögen betraft sondern mehr den bewegungsapparat), das ist schlimm. da kann ich jessy mehr als verstehen. es ist ja nicht nur die fähigkeit an sich, die sich bemerkbar (oder manchmal auch gar nicht so sehr) macht, sondern es macht einem klar, dass die zeit vor einem deutlich kürzer ist als die hinter einem. ich krieg jetzt schon die krise, wenn ich dran denke, dass jendayi einmal nicht mehr da sein könnte und sie ist noch topfit mit ihren 10 jahren und hört alles, sieht alles und rennt noch wie ein jungspund. trotzdem, allein das wissen genügt und sieht man dann noch schwindende fähigkeiten... ich bin da auch gar kein held.

    selbst mit einem unproblemlosen aber körperlich unterlegenen hund hat man bei vielen hunden nichts zu lachen. nicht anleinen und nur zu mir nehmen? dann leinen die andern erst recht nicht an, denn sie sehen ja nicht ein, dass ihre hunde kein soziales verhalten an den tag legen und deshalb IMMER angeleint werden sollten bei andern hunden.


    und ich möchte diese grosskotzigkeit gerne mal sehen, wenn der eigene hunde fast jeden tag panisch schreit und hinterher an einer seite nass ist, so dass klar ist, der andere WAR an ihm dran und zwar egal ob ich anleine oder nicht. sie wär schneller als die meisten aber wie die meisten windis rast sie dann eben nicht, sondern unterwirft sich nach kurzer zeit. doppelt pech für sie. zuerst rennt sie doch los, was den jagdtrieb des andern auslöst und dann unterwirft sie sich, was dem andern oberwasser gibt und ihr noch extra eins verpassen lässt.

    seitdem nastassja gestorben ist, ist es wirklich übel. ihre einzige chance ist ein frauchen, dass aggressiver ist als die herankommenden hunde. und mit schreien hab ich schon manchen vertrieben und ich schrecht auch nicht davor zurück, mir einen zu pflücken und dann fliegt er. wenn mein hund einmal mehr schreien muss ohne dass der andere sich bemüht hat, dies zu verhindern, dann lernt er mich kennen.

    hunde, die wirklich einfach unerzogen und freilaufend aber friedlich sind, da sage ich schon gar nichts mehr, obwohl auch dies für mich ein no go ist.

    mein Hund ist absolut lieb und verträglich und völlig problemlos. Ich habe also keinen Grund unentspannt zu sein. Sie kommt trotzdem manchmal täglich drunter. Hier leint zu 90% keiner an, auch auf Bitte nicht. Dafür hat es massenhaft Schleicher und Tutnixler und Jendayi wird immer ängstlicher. Diese These halte ich für nicht anwendbar. Ich kann andere nicht beeinflussen. Daher bin ich inzwischen fast immer auf Abwehr. Kontakt versuche ich konsequent zu unterbinden. Wir haben viele Bekannte und mit deren Hunde kann sie Kontakt haben. Ein Wunder eigentlich, bleibt sie immer so freundlich.

    wenn ich vor mir wild sehe, dann konnte ich mir mühe geben wie ich wollte, dawn hörte an meiner stimme, dass was im busch ist und neigte dazu, sich erst umzuschauen. der pfiff tönt immer gleich. dies ist schon mal der 1. punkt und eben, er ist weiter hörbar als mein rufen. es wird aber keiner gezwungen ihn anzuwenden, ich finde ihn praktisch und auch mein nächster welpe, so es denn einen geben wird, wird darauf konditioniert.

    jendayi ist nie weiter als 30 m weg und selbst das ist die ausnahme, ich brauche keine pfeife mehr. drei junge windhunde, die hinter einander herjagen - da war ich froh drum.

    ich habe den pfiff einfach als ultimativer rückruf, ich pfeife sonst nicht. an der thur durften meine windis in jungen jahren schon mal 200 oder 300 m weit rennen und kam dann was, hätten sie einen normalen ruf nicht gehört, deshalb der pfiff und da sie eben ohne sich umzusehen sofort drehten, nutzte ich den auch sonst als ultimativer rückruf, zb. bei wildsichtung.

    ich machte nur einen unterschied: ultimativer rückruf (ist in meinem fall die pfeife). auf die gab es etwas besonderes, das es 1. zu keiner andern gelegenheit gab und 2. wurde diese superbelohnung immer mal wieder gewechselt, damit sie sich nicht "abnutzt". dazu nahm ich zb. getrocknete poulethälse oder leberwursttube (für hunde).


    für alles andere gibt es normale leckerli, aber das ist bei mir auch kein trofu, würd für jendayi nicht wirklich belohnend wirken.


    meine hunde wussten sehr wohl, dass sie nach dem pfiff etwas besonderes erwartet und kamen wie die kugel aus dem rohr angeschossen, was ja das ziel ist.