Beiträge von Psovaya Borzaya

    Kalani ist 5 Monate und Kot findet er auch lecker, allerdings keinen Hundekot. Er leert die Katzenklos wenn ich nicht schnell genug bin und halt Katzen- oder Fuchskot draussen (Menschen wohl auch...). Sehe ich es, kann ich ihn mit nei sii laa davon abhalten. Seh ich es nicht früh genug, passiert es halt. Pferdeäpfel lass ich meine fressen, das stört mich wenig. Ihn deshalb nicht mehr frei laufen zu lassen käme mir allerdings nicht in den Sinn. Kot ist eklig ja, aber er nimmt keinen Schaden davon. Ich entwurme auch regelmässig. Er kriegt auch gutes Futter und kennt eben "sii laa" oder auch "aus!" wenn er bereits was im Mund hat. Aber mind. ein Teil davon ist halt dann trotzdem schon gefressen. Diese Phase ging noch bei allen meinen Hunden vorbei, daher reg ich mich da jetzt nicht so sehr auf, sonst wird es für ihn nur interessanter. Wenn er aber alles andere auch frisst, frage ich mich ob er vielleicht Hunger hat. Eine Bekannte hat einen Welpen und der frass auch alles zusammen, sogar Steine. Seitdem sie ihn mehr und vor allem noch häufiger füttert, ist das kein Thema mehr.

    Ich finde bei Niro die Flexi unpassend in dem Moment. Hast du einen Kurzführer (so eine ganz kurze Leine)? Ich würde für solche Situationen immer einen einstecken und diesen einsetzen. Er läuft näher bei dir und du vermittelst ihm so Sicherheit. An der Flexi so muss er quasi "allein" auf die Situation zu.


    Kalani ist alles andere als unsicher, erst recht nicht mit Menschen, da könnte ich vermutlich an den Weihnachtsmarkt gehen. Aber es gibt, auch noch mit 5 Monaten, ein grosses Aber und das ist der Verkehr. Grosse, schwere Traktoren, Lastwagen... generell eine Strasse entlang gehen ist für ihn mit Stress verbunden. Er zieht dann rückwärts, blockiert völlig und quetscht sich an Geländer, Zaun oder zieht, wenn dies möglich ist, auf das Grüne, einfach weg von der Strasse. Sobald dann das "grosse Auto" wieder durch ist, läuft er normal weiter, Schwanz kommt hervor, fertig. Wir sind klar zu wenig an Strassen unterwegs, ist also mein Fehler, dass es noch nicht besser ist. Ich "sitze" es mit ihm aus. Gut, jetzt ist etwas ungemütlich von den Tempis her, aber generell würd ich mich halt in so einer Situation mal hinhocken und abwarten. Nicht loben (er ist ja unsicher) aber Körperkontakt anbieten wenn er ihn will. Ganz ruhig so einen MOment innehalten, dann weitergehen. Einfach weiterziehen verstärkt bei Kalani den Stress. Seitdem er sich die Zeit nehmen darf die er braucht bis er wieder zum Weitergehen bereit ist, fängt es langsam an besser zu werden. Jendayi, von der er sonst alles abschaut, ist ihm in der Situation offenbar keine Hilfe.

    Was halt schon ein bisschen meine Sorge ist, ist das wir bei Züchtern nur alles toll erzogenen Hunde sehen, die uns dann total gefallen und wir das aber selbst als Ersthundehalter überhaupt nicht so hinbekommen würden.

    Wer sagt denn das? also meine Hunde sind besser erzogen als die vom Züchter... :pfeifen: dürfte aber an der Rasse liegen...


    Ausserdem: mein Hund muss ja in mein Leben passen und nicht in das des Züchters oder der andern, also erziehe ich ihn womöglich anders und er kann vielleicht ein paar Dinge nicht, die andere können, aber dafür andere Dinge die eben in meinem Leben nützlicher sind. Ehrlich gesagt, mache ich mir solche Gedanken nicht. Mir gefällt eine Rasse, ich gucke eine Zuhtstätte an oder vielleicht max. zwei und entscheide mich relativ schnell (ich entscheide immer schnell, aber das muss keineswegs für andere richtig sein) und dann bekomme ich etwas (in dem Fall also einen Hund) und daraus mache ich das Beste, fertig. Vielleicht könnte man mehr, vielleicht ginge weniger - so what. Würde ich mehr auf dem Hupla stehen, kämen wir wahrscheinlich noch weiter aber ich hab keinen Bock mehr darauf und akzeptiere die Konsequenzen, das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich würd mich weniger auf andere konzentrieren. Wie gesagt, bei meinen Rassen liest man Dinge in Foren und sieht auf diesen Rassespaziergänge Sachen, da denke ich mir. Was, sooooo ist diese Rasse???? never ever in my life... und was soll ich sagen? keine von meinen wurde so... tja...

    whyona : falls ihr mal Lust zum Laufen habt... ich arbeite im November nicht, hätte also Zeit...


    Hier rast die Zeit davon... aus dem kleinen Welpen ist ein grosser Junghund geworden, hat seit seinem Einzug vor

    etwas mehr als 2 Monaten über 9 kg zugenommen. Die erste "wilde" Welpenzeit ist schon vorüber, er macht längere Ruhepausen (dürfte auch temperaturbedingt sein, dass er nicht mehr den ganzen Tag draussen ist, obwohl es immer noch viel ist) und ist dafür auf den Spaziergängen aktiver und rennfreudiger geworden. Er findet alles Hunde ganz toll, hat keine Probleme mit Pferden, Kühen, Schafen oder Hühnern und interessiert sich auch (noch) nicht für fremde Katzen. Bei den eigenen hat er einen Lieblingskater, mit dem spielt er auch gerne und legt sich neben ihn.
    Er findet immer noch alle Leute toll, aber er beginnt zu verstehen, dass man nicht jedem hallo sagen darf. Er hat bis jetzt einmal von einem andern Hund aufs Dach bekommen, ein unsicherer Deutsch Rauhaar der aus dem Nichts auf ihn losging. Er unterwarf sich sofort und war kurz danach wieder fröhlich. Er ist total unbefangen bei allem Neuen. Nur den Verkehrt, den mag er noch immer nicht und Lastwagen und Traktoren findet er nach wie vor zum Fürchten. Muss ich auch auf meine Kappe nehmen, wir üben das einfach viel zu wenig, aber es eilt mir auch nicht so. Er ist ballverrückt, trägt generell gerne Gegenstände im Maul und lässt zu Hause die Einrichtung und die Pflanzen in Ruhe, findet aber nach wie vor Spielzeug ganz toll und beschäftigt sich viel selbst damit.
    Seine Reisszähne sind noch nicht draussen, dies ist beim Barsoi immer so ein Ding und ich hoffe, das klappt. Aktuell hat er Durchfall und ich geb ihm jetzt mal Flagyl und bessert es nicht, werden wir wohl mal beim TA vorstellig werden. Ansonsten frisst er wie ein gestörter ist aber trotzdem, windhundtypisch in dem Alter, ziemlich dünn. Alles in allem hatte ich, abgesehen von Jendayi, wohl noch nie einen so unkomplizierten Junghund, obwohl er etwas stur ist, was so gar nicht rassetypisch ist. Jä nu, alles kann man nicht haben... 8o

    Das Warum finde ich insofern wichtig, dass man nicht wütend wird. Ich find's schon was anderes, ob man plötzliches Nichtbefolgen von Kommandos als "Sturheit" oder "Verarschung" ansieht, oder eben realisiert, dass da im Kopf grad Umbau-Baustelle ist und manchmal Dinge bei bestem Willen nicht funktionieren können


    Ok, aber dies ist ein Denken, das mir ohnehin fremd ist. Erstens brauch ich generell nicht viele Kommandos, somit kann er schon mal weniger nicht befolgen at all. Und zweitens auf die Idee, mein Hund könnte mich verarschen, wäre ich jetzt noch nie gekommen. Macht er etwas nicht, versteht er es entweder nicht oder er ist damit überfordert, ich gehe stets davon aus. Heisst nicht, dass ich immer die Geduld aufbringe das völlig ok zu finden, aber heisst, das ich glaube, es zu verstehen. Ich sorgte stets dafür, dass meine Hunde möglichst nichts falsch machen konnten. Beim Barsoi kommt das körperliche dazu, er wächst sehr schnell. Aktuell setzt er sich von selbst oft hin, ensprechend funzt das Sitz! hervorragend. Ich weiss aber, dass mit ca. 7 Monaten eine Phase kommt, da scheint es weh zu tun und sie setzen sich ungern oder nur kurz hin und gleich wieder wird aufgestanden. Das ist aber eindeutig körperlich, denn einfaches Sitz! für ein vorgehaltenes Leckerli würden sie sonst zu 100% machen. Und mit dem Platz verhält es sich ähnlich, nur dass dies generell bei diesen langen Rücken und Beinen einfach nichts ist, das sie mögen. Klar, könnte ich nun auf die Pubertät schieben, wär aber meines Erachtens falsch. Ich frage ob ich es brauche? Nein, im Alltag nicht. Ergo: sie müssen es lernen, damit es zb. mal an einem Military oder sonst auf dem Hupla funzt im Erwachsenenalter aber im Alltag zwing ich ihnen das ungeliebte Kommando nicht auf. Ein zuverlässiges Steh! nützt genauso viel und kann viel schneller und zu jederzeit des Wachstums ausgeführt werden. Und so verhält es sich mit fast allem. Wenn man Hund mit etwas sichtlich Mühe hat und ich einen andern Weg finde um ans Ziel zu kommen, so mache ich das und beharre nicht auf Ersterem. Dies kann auch heissen, dass womöglich einmal mehr die Leine zum Einsatz kommt statt zu warten ob er wirklich in der Situation abrufbar ist und falls nicht, hab ich Grund mich zu ärgern, egal ob Pubertät oder nicht.

    Da kann ich nicht mitreden, die sogenannte "Pubertät" kenne ich von meinen Hündinnen nicht, der Rüde ist noch nicht so weit, denke aber, auch bei ihm wird es sich in Grenzen halten. Es ist einfach nicht so Windhundtypisch. Am ehesten alles was mit dem Geschlecht zu tun hat (bei Rüden). Hündinnen werden plötzlich anders wahrgenommen als Rüden, das Markieren beginnt, sowas halt. Das ist das was ich höre, sehen werde ich es in Kürze dann selbst.


    Ich handle meine Hunde bislang genau gleich wie vorher auch. Ich entscheide stets aus der Situation raus. Ob die Pubertät da nun einen Einfluss hat oder nicht, es ändert ja nix. Warum ein Hund ein Verhalten zeigt, interessiert mich erst in zweiter Linie. Wichtig ist, er zeigt es, was tu ich nun. Ich mach es mir da sehr einfach und bin damit gut gefahren.


    Klar sehe ich, Kalani wird grösser, er ist kein Welpe mehr sondern ein Junghund. Er rennt mehr und weiter weg, daher muss ich auch weiter nach vorne schauen. Aber warum er das tut? es würd mein Verhalten ja nicht ändern. Weiter weg heisst auch, er muss weiter weg auf mich hören, also fangen wir mit der Pfeife an.