Go-To's als Mehrhundehalter

  • Hallo zusammen

    Momentan zweifle ich regelmässig an meiner Fähigkeit, mehr als einen Hund an der Leine durch die Welt zu führen. Es könnte zwar dran liegen, dass ich eine bald läufige Teenagerin und einen dickköpfigen Senior, der jede Unaufmerksamkeit gerne für sein eigenes Vergnügen nutzt, am anderen Ende der Leine habe. Neidisch, sehe ich mir jeweils eure Bilder an, von gut sortierten, wohl erzogenen Hunden, die neben euch her spazieren und wünsche mir, das auch irgendwann zu erreichen. :smiling_face_with_halo: Oder zumindest schon nicht mehr von meinen beiden Chaoten mit den Schleppleinen gefesselt zu werde. :winking_face:

    Nein, so schlimm ist es glücklicherweise meist nicht, wie es sich anhört - da spricht nur der derzeitige Frust. Wir sind, glaube ich, auf einem guten Weg. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Trotzdem interessiert es mich: Welche Regeln, Hilfsmittel (bsp. Leinen) und Strategien sind für euch als Mehrhundehalter essentiell und haben sich bewährt, um ein harmonisches, unverknotetes und möglichst unkompliziertes Miteinander, vor allem auf dem Spaziergang, zu gewährleisten?
    Was sind eure Go-To's, wenn ihr mit mehr als einem Hund das Haus verlässt? Was müssen eure Hunde zwingend können, um im Alltag zu funktionieren?

    Ich freue mich auf den Austausch und hoffe, etwas für unseren Alltag lernen zu können.

  • Regel Nummer eins: Mein Mann läuft mit 😂

    Spass beiseite , ich finde es auch recht anspruchsvoll mit zwei Hunden bei uns im überbevölkerten Limmattal 😕zu spazieren.

    Während der 4 monatigen Leinenpflicht nutzen wir Flexileinen. Wenn ich alleine mit den Hunden spaziere hänge ich eine an einen Bauchgurt. Da unsere Pudel ordentlich Jagdtrieb haben hat der Ältere bei Freilauf 2 m Biothane Leine angehängt. Die lasse ich je nachdem schleifen oder fasse sie bei Bedarf . Sein Gehorsam ist ausser beim Jagen top. Die Hündin ist immer an einer Schlepp oder Flexi , da sie teilweise in Panik davon rennt.

    Immer dabei habe ich auch Futterbelohnungen. Bei Hundesichtung gehe ich einen Bogen oder lasse die Pudel am Rande des Weges sitzen, weil der Rüde unverträglich ist.

  • Tja, wenn ich das wüsste! :biggrin:

    Nein, also... theoretisch gäb's die Regel, dass an der Leine nicht hinter mir die Wegseite gewechselt wird, sondern stets vor mir. Einfach weil es mich mega nervt, wenn ich dauernd hinter dem Rücken drei Leinen wechseln muss, schon gar nicht mit z.B. einem grösseren Rucksack beim Wandern, oder wie letztens am Wagen. In der Praxis klappt es zumindest meistens oder mit kleiner Erinnerung (in dem ich es einfach nicht zulasse und sie wieder nach vorne hole).

    Beim Wandern und da vorallem, wenn ich mich etwas auf den Weg konzentrieren muss, oder auch einfach, wenn wir lange ausserhalb von Ortschaften unterwegs sind, nutze ich oft Bauchleinen, dabei sind Rivis und Pukas Leinen zusammen an einem Drehkarabiner befestigt, der sich mitdreht wenn sie die Seiten wechseln. So muss ich nicht laufend mitsortieren, muss nur Novas Leine in der Hand halten und habe die andere Hand für mich zur Verfügung.

    Beim Kreuzen von Fussgängern, Velos, Scootern... müssen alle drei an kurzer Leine auf der gleichen Seite bei mir laufen mit dem Kommando "Re" bzw. "Li" für Rechts und Links. Und werden danach auch aktiv wieder freigegeben mit "isch guet". Meistens gucken alle drei nach dem Kreuzen zu mir, weil ich das oft belohne mit einem Gutzi. So kommt vorallem Nova eigentlich schon von selbst an meine Seite, wenn sich jemand nähert, und sie preschen nach dem Kreuzen nicht los.

    Sind alle drei angeleint und schnuppert ein einzelner Hund grad intensiv an einem Ort oder versäubert sich, oder bleibe ich kurz aus irgendeinem Grund selber stehen, sollen die Hunde ebenfalls am Ort stehenbleiben und nicht in alle Richtungen zerren.

    Bei Hundekreuzungen allgemein stehe ich zur Seite und lasse wenn möglich sitzen (bei Rivi noch schwierig) und gucke, dass die Hunde den anderen Hund ruhig passieren lassen (auch das noch nicht immer top bei Rivi, aber stetig besser), bestätige da auch mit Gutzis.

    Bei hundelosen Begegnungen auf sehr engen Wegen, schicke ich alle drei Hunde mit "hopp, ufe!" aufs Bord oder wenn vorhanden ein Mäuerchen/Baumstamm oder einfach so gut wie möglich vom Weg hinunter/an den Rand, so dass es Platz gibt zum Vorbeigehen, und lasse den Vortritt. Da ich das so oft mache, klappt es recht gut, dass alle drei "auf den Rand" hüpfen und es cool finden, da das natürlich auch belohnt wird. :winking_face_with_tongue:

    Wenn "gar nichts ist", also grad Platz und keine Begegnungen in Sicht, nicht an einer befahrenen Strasse... darf's auch mal etwas chaotischer sein, sie dürfen "wie sie wollen" und ich wechsle halt öfters die Leinen von der einen in die andere Hand und entwirre das Gewickel. :zwinker:

    Das alles versuche ich einfach sehr konsequent zu handhaben und jedes Mal umzusetzen und darauf zu bestehen, so hat es sich mit der Zeit eingespielt und funktioniert relativ gut auch mit drei Hunden.

    Aber ja, es ist eine Herausforderung und eigentlich wäre ich zu faul dazu :biggrin:, aber ich muss ja fast, sonst funktionierts einfach nicht und wäre nur peinlich und ein einziges Puff. :hihi:

    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

  • Danke für die ausführliche Antwort :smile: Gerade bei dir sieht immer alles so geordnet aus. Irgendwie tröstlich zu wissen, dass auch du ab und zu ein Gewickel hast :peace:
    Welche Länge Leine nutzt du normalerweise? Damit tue ich mich nämlich noch immer etwas schwer :pfeifen:

  • Ich zeige dänk nur das Anständige! :biggrin:

    Nein nein... auch bei mir wirds teils chaotisch :nicken: und vorallem muss ich iiiiiimmer dranbleiben und das Zeugs durchsetzen. :k_irre: Sobald ich die drei einfach machen lasse, laufen sie gerne kreuz und quer. Puka würde teils sogar in die Leute reinlatschen, der ist so unbeschwert quatschköpfig. :upside_down_face:

    Im Alltag verwende ich 1.50m-Leinen, so gummierte unverstellbare ohne Handschlaufe und mache einen Knoten ganz am Ende. Bei den normalen verstellbaren Leinen habe ich ja quasi 6 Stränge in der Hand durch die Schlaufen, das gibt noch mehr Gewickel und Gewurstel in den Händen und klemmt die Finger ein, das macht mich aggro :biggrin: , darum die unverstellbaren ohne Handschlaufen.

    Am Bauchgurt nutze ich elastische 1.60m-Bungeeleinen oder für einen Hund alleine auch mal die Flexi.

    Schleppi würde ich wohl nutzen bei nur einem Hund... aber drei Schleppis in der Hand mit Dauerwirrwarr an mehreren Metern... ist nicht so meins. :grinning_face_with_smiling_eyes: Da ich immer wieder mal einen, zwei und ab und zu auch alle drei frei laufen lassen kann oder zwei frei, einen an der Flexi, reichen die 1.50m-Leinen ansonsten von der Länge her aus und sind für mich eine angenehme Länge zum Händeln.

    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

  • Ich bin da sehr sehr strikt. Beide an der Leine heißt bei Fuß laufen jeder an seinem Platz und es wird weder geschnuffelt noch sonst was. In stark bevölkerten Gebieten mit Leinenpflicht würde ich einzeln laufen. Begegnen uns Leute (eher selten hier) werden beide ins Fuß gerufen.
    Mittlerweilen ist der Ältere 14 und hat, da er taub ist immer eine Schleppleine drauf.

  • Also wenn ich mit den 4 Nordischen gehe, habe ich meine auch immer am Bauchgurt.

    Wir haben seit meinem Unfall das Kommando ‚bi mir‘ aufgebaut, die Hunde müssen neben oder hinter mir gehen. Nicht im Fuss aber mich auch nicht überholen. Das verlange ich aber nur in gewissen Situationen ansonsten laufen sie alle vor mir.

    Wenn ein Hund hinter mir durchläuft und auf der ‚falschen‘ Seite läuft sage ich ‚Change‘ und der Hund muss hinter mir zurück wechseln damit ich nicht die Leine um meine Beine habe.

    Bei Begegnungen ohne Hund nehme ich alle auf die gleiche Seite ins Sitz, das schätzen eigentlich alle die mich passieren müssen und bedanken sich.

    Bei Hundebegegnungen nehm ich sie kurz und laufe zügig vorbei.

    Tja und den Knoten gibts zwangsläufig egal wie gut organisiert😉 ausser die Hunde haben ihre fixe Seite und dürfen die nicht wechseln..

    Bei Zwei Hunden habe ich Flex und wechsle halt ständig die Hände.

    Das Bild war gestern an der Strasse auf einem Trottoir mit 2 fremden Hunden neben uns. So sieht das ‚bi mir‘ aus..

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  • Spannend. Hast Du Schleppleinen für deine Hunde? Welche Führleinen-Länge hat sich für dich bewährt?

  • Die sind glaube ich 1,8m.. die habe ich selbst gemacht, finde diese Länge sehr praktisch und durch das Hexa werden sie nicht dreckig. Habe sie extra mit Handschlaufen und Griff vorne beim HB gemacht weil sie rutschig sind, damit ich besser Griff habe ☺️

  • Als ich noch 3 Hunde hatten, teilten sich Nastassja (Barsoi) und Jendayi (Whippet) eine ca. 3 m lange Lederleine, will heissen, am einen Karabiner die eine, am andern die andere. Für Dawn hatte ich meist die Flexi dabei, da sie nicht immer frei laufen konnte. Es gab damals noch keine Leinenpflicht zur Brut- und Setzzeit und Nastassja kam nur beim Kreuzen mit andern Hunden an die Leine, Jendayi praktisch gar nicht. Als Dawn starb, nahm ich nur noch die Lederleine mit und es blieb beim oben Beschriebenen. An kurzer Leine wird bei mir weder geschnüffelt noch versäubert und auch nicht die Seiten gewechselt, es sei denn, ich ordne es an (weil zb. der entgegenkommende Hund auf der andern Seite geführt wird). Ich bin sonst bei der Erziehung nicht gerade konsequent, meine Hunde kriegten auch mal vom Tisch, dürfen auf Betten und Sofas... aber an der Leine wird sich benommen, pöbeln, leinenziehen etc. müsste ich nicht haben. bei damals über 70 kg Gewicht und 3 Hunden wär es anders auch nicht gegangen. Die Zeit an der Leine war so wenig, da kann ich erwarten, dass sie sich benehmen. Ich führte bei drei meist die zwei an der Lederleine auf der einen Seite, Dawn an der Flex auf der andern.

    Als Nastassja starb zog ich Jendayi erst gar kein Halsband mehr an, ich nahm nur die Retrieverleine in die Bauchtausche und hab sie gefühlt einmal pro Woche benötigt. Als dann Kalani einzog, führte ich ihn an einer normalen kurzen Führleine und Jendayi lief weiterhin nackt herum und für den Notfall hatte ich eine Retrieverleine in der Tasche. Sie starb im Spätherbst 2022 und erst im darauffolgenden Frühjahr wurde hier die Brut- und Setzzeit mit einer Leinenpflicht belegt. Jetzt hab ich nur noch einen Hund und der wird während dieser Zeit an der 10 m Flex geführt, aber läuft trotzdem meistens frei, da ich schaue, wo ich unterwegs bin. Ausserhalb der Brut- und Setzzeit benutze ich inzwischen meist die kurze Leine, da er wirklich fast nie an der Leine geht. Es bleibt aber dabei: an kurzer Leine wird die Seite nicht gewechselt, nicht geschnüffelt oder sich versäubert. An der Leine gezogen hat sowieso noch nie ein Hund von mir, ist nicht so typisch für Windis, die mögen keinen Zug.

    Ich möchte weder zwei Schlepp- noch zwei Flexileinen in den Händen halten. Damit es hier kein Gewirr gäbe, müssten die Hunde so gesittet gehen, dass ich sie auch gleich an die kurze Leine nehmen kann.

    herzliche grüsse conny und kalani mit nastassja, jendayi und dawn im herzen

  • Ich finde es mega spannend, dass bei allen ein Punkt ganz klar ist: An der Leine wird nicht "privatisiert". Das habe ich bei Yoshi leider komplett verpasst und kämpfe damit nun ziemlich, bei Arya klappt es viel besser, da von Anfang klar.

    Wenn ich ihnen aber mehr Leine gebe und sie freigebe, dürfen sie auch schnüffeln, versäubern etc. Macht ihr das auch so oder dürfen sie das grundsätzlich nur im Freilauf?

  • Ja, sie dürfen je nach dem auch an der Leine schnüffeln und sich versäubern.

    Ich habe quasi zwei Varianten:

    Wenn ich vorwärts laufen will oder muss (durchs Dorf mit Ziel, zum Bahnhof, streckenweise auf Wanderungen/Spaziergängen...) und sie sich bereits versäubern konnten, dann müssen sie einfach laufen und sollen nicht dauernd stehenbleiben und schnüffeln. Sonst komme ich mit drei Hunden ja echt nirgends hin. Puka, der gerne überall markieren möchte, kennt auch "da nicht", dann lässt er es sein. Gerade er muss dann auch einfach mal laufen. Was die Hündinnen sowieso eher von sich aus machen, da Nova sehr viel weniger und Rivi gar nicht markiert.

    Und dann gibts die reinen kürzeren Versäuberungsrunden, die wirklich für die Hunde sind und wo ich nirgends hinkommen muss. Da passe ich mich dann auch den Hunden an, sie dürfen ausgiebig schnüffeln, wir bleiben mal stehen, sie dürfen hierhin, dahin und ich gehe quasi mit. Da sollen sie dann einfach Hunde sein, sich versäubern, Zeitung lesen.

    Auch auf den langen Spaziergängen, wenn sie angeleint sind, gibts so Phasen, wo ich mich ihnen anpasse und Phasen, wo wir eine Weile einfach vorwärtslaufen.

    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.

  • Bei mir dürfen die Hunde an der kurzen Leine privatisieren, ausser ich nehme sie sehr kurz und sag was dazu. Ich wohne ausserhalb vom Dorf und da können sie umgehend pinkle, schnüffeln etc.

    Wenn ich sie aber kurz nehme, wird auch anständig gelaufen. Muss aber ehrlich sagen, bei Marvel hab ich das mit dem schön laufen echt verpeilt, da er meistens frei läuft.

    Mit jeder Mehrhundehaltungs-Kombi war es immer etwas anders. Was aber immer war, dass ich entweder alle links führte abgewandt zur Strasse und es eine bestimmte Position für jeden Hund gab oder ich gesplittet hab 1-2 links 1-2 rechts und auch da immer klar war, wer wohin gehört.
    Als wir die Kombi, Zelda, Laila, Miyu, Marvel hatten wars L-Laila, Zelda-ich-Miyu, Marvel, Zelda innen, obwohl kleiner, weil sie es vehement nur so wollte :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Auch die Leinen Kombis änderten sich je nach Konstellation. Zelda ging super easy an der Flex einfach umgehängt, mit Alba wäre das unmöglich, die kann keine Meter gerade laufen mit einer längeren Leine, da muss ich die Leine halten.

    Leinen hab ich seit Jahren am liebsten 1.20cm mit Handschlaufe und Kurzführer integriert, ähnlich wie AkaChan nur durch die geringere Distanz auch kürzer und ich kann sie so easy umhängen. Für Alba dann eine Flex oder Schlepp dabei wo sie an die Leine muss. Hexa mag ich nicht so sehr, die verheddert mir gern, da hab ich am liebsten Fettleder oder normales Biothane

  • Wenn ich ihnen aber mehr Leine gebe und sie freigebe, dürfen sie auch schnüffeln, versäubern etc. Macht ihr das auch so oder dürfen sie das grundsätzlich nur im Freilauf?

    An kurzer Leine wirklich nicht. Versäuberungsrunden gibt es zu Hause keine, in den Ferien, je nachdem ob Garten vorhanden oder nicht, aber da nehme ich dann stets die Flex, damit klar ist, es darf sich versäubert werden. Beim Rüden habe ich dadurch noch einen andern Vorteil: ich kann so an kurzer Leine durch eine Ortschaft laufen, ohne, dass er an Hausecken, Hecken etc. pinkelt. Das würde er sonst nämlich am Laufmeter tun. Ein- zweimal pro Setzzeit machen wir einen "tiefen Waldspaziergang", wo Kalani an der 20 m Schleppe geht. Da darf er laufen wie er lustig ist, ich halte nur das Ende in der Hand. Ausserhalb der Setzzeit tue ich mir das nicht an, er kann wirklich gut ohne Leine, aber bei Dawn gab es solche Spaziergänge schon öfters mal. Allerdings muss ich zugeben: würde Kalani volle Kanne losrennen, hätte ich keine Chance, ihn bei der 20 m Leine zu halten. Das ist daher eigentlich nur gedacht, um dem Gesetz Genüge zu tun.

    herzliche grüsse conny und kalani mit nastassja, jendayi und dawn im herzen

  • Meine laufen an der Flexi, auch wenn das total verpönt ist :grinning_face_with_smiling_eyes:. Wenn sie bei mir laufen, arretiere ich entsprechend. Im "Freilauf" dürfen sie nur vorne wechseln, resp. ich wechsle die Leine nur vor mir. Wenn einer hinten auf der falschen Seite ist, müssen sie hinten die Seite wechslen. Ich wechsle keine Leinen in den Händen hinter meinem Rücken. Sie kennen das Kommando "wechsle" und machen das tiptop. Kommt wer entgegen, müssen sie zusammen auf eine Seite und werden arretiert.

    Auf kleinen Abendrunden geh ich auch mit allen dreien. Die Toller in einer Hand, der Labi in der andern. Lennox braucht sozusagen gar keine Aufmerksamkeit, weil er einfach gut funktioniert. Die Toller grundsätzlich auch, aber mit mehr Hang zur Selbstständigkeit :winking_face_with_tongue:.

    Grundsätzlich müssen sie einfach gut leinenführig sein, das ist wirklich Grundvoraussetzung und sie müssen die Position halten, die gefordert ist.

    Aber es ist einfach auch Übungssache und lass dich nicht von Bildern täuschen. Die sehen immer super aus, weil alles andere nicht gezeigt wird :grinning_squinting_face:.

  • Dieser Threat macht echt Mut. Es ist irgendwie tröstlich zu hören, dass es auch bei andern nicht immer perfekt läuft und dass die Basics eigentlich recht simpel sind. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, momentan ist es aber etwas frustrierend. Bei Yoshi habe ich das Thema Leinenführigkeit 9 Jahre sträflichst vernachlässigt, was ich nun gut zu spüren bekomme. Er hat zwar in den letzten Monaten grosse Fortschritte gemacht, aber festgefahrene, über Jahre erlernte Verhalten aus einem sturen, selbstbewussten Spitzköpfchen zu bekommen, ist eine Herausforderung für sich. :pfeifen: Dafür ist bei ihm der Rückruf sicher und ich kann mich auf ihn verlassen im Freilauf. Arya macht hingegen das Leine-laufen deutlich besser, akzeptiert ihren Platz und läuft meist auch locker. Derzeit arbeiten wir dran, dass sie hinter mir gehen soll, insbesondere bei überfordernden Situationen, weil ihr das einfach mehr Sicherheit gibt. Das klappt auch schon recht gut. Sie ist da einfach deutlich formbarer und kennt es nun mal nicht anders. :brav0: Dafür habe ich bei ihr in den letzten Wochen den Rückruf etwas vernächlässigt, weil sie viel an der Schleppleine lief und ich irgendwie das Radius-laufen versucht habe, klar zu machen :pfeifen: Der Erfolg ist bisher mässig, aber wir bleiben dran. :nicken:
    Derzeit ist nunmal auch die Mischung aus einer pubertierenden pre-läufigen Teenie-Hündin mit kreativen Stimmungsschwankungen (von massloser Selbstüberschätzung zu unauffindbarem Selbstbewusstsein in unter einer Sekunde :k_irre:) und unabhängigem "Glüstler"-Hundesenior auch einfach etwas mühsam. Aber das geht ja vorbei, irgendwann. :kaffee::peace:

    Nur das blöde Leinen-Thema hab ich für mich irgendwie noch nicht abgeschlossen. Ich habe gefühlt jede Form, Länge und Art von Leine und dennoch habe ich mich bisher noch bei keiner Art angekommen gefühlt. "jammer"*Derzeit switche ich immer wieder zwischen einer Umhängeleine und einer einfachen Lederleine mit Handschlaufe für Arya und allem möglichen für Yoshi. Vermutlich wird die Lösung für dieses Problem einfach sein, dass ich endlich lerne, weniger an den Leinen rum zu manipulieren. :peinlich:

  • Hast du dir mal überlegt Yoshi um den Bauch zu binden mit einer kurzen Joggingleine? so ist das ziehen nicht so nervig und er ist ja relativ klein, dass er dich nicht so sehr zieht.

    Bei ihm ist das nervige gar nicht zwingend das ziehen, sondern das nach links und rechts weg"schnellen" und hinter meinen Beinen durchwechseln. Insbesondere dann, wenn ich gerade mit Arya beschäftigt bin.
    Aber vielleicht würde eine solche Fixierung von ihm helfen... Was gibt es denn für kurze Joggingleinen? Die, die ich habe sind um die 2 Meter lang und das ist bei seiner Grösse dann störender, als wirklich hilfreich, wenn er nicht im Zug läuft.

  • Hier zu deiner Beruhigung, gestern extra für dich mal einfach ein paar Minuten lang machen lassen. :biggrin:


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    And when the time comes, remember that dogs never die. They are sleeping in your heart.